Kurz und knapp – darum geht’s
In einem Kölner Veedel wird die Hausbesitzerin Erika Roeder tot in ihrem Bett aufgefunden – erschossen mit einem Gasdruckrevolver. Die Kommissare Ballauf und Schenk stoßen bei ihren Ermittlungen auf eine verschwundene Hypothek von 300.000 Euro und zwei Mieterinnen, die von der Verstorbenen systematisch aus dem Haus gedrängt werden sollten. Als die transsexuelle Trudi Hütten den Ermittlern einen entscheidenden Hinweis gibt, ahnen sie noch nicht, dass sie damit eine Lawine lostreten, die das ganze Viertel zu verschütten droht…
Inhalt der Tatort-Folge „Altes Eisen“
Schlaflos steht Trudi Hütten am Fenster ihrer Wohnung, während draußen der Regen auf das Kopfsteinpflaster des Kölner Veedels prasselt. Seit Tagen schon quält sie die Angst vor dem Verlust ihres Zuhauses. Das alte Mietshaus ist wie sie selbst: nicht mehr zeitgemäß in den Augen vieler, aber voller verborgener Geschichten. Als im Morgengrauen Polizeisirenen die Stille zerreißen, ahnt sie noch nicht, dass der Tod ihrer Vermieterin erst der Anfang einer dramatischen Entwicklung sein wird.
Die Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk, wie zwei abgewetzte Lederjacken so vertraut miteinander nach 50 gemeinsamen Fällen, spüren sofort: Dieser Fall wird anders. Während Ballauf, innerlich zerrissen zwischen einem verlockenden BKA-Angebot und seiner Affäre mit der verheirateten Polizeipsychologin, die Befragungen fast zu persönlich nimmt, bewahrt Schenk den nüchternen Blick des erfahrenen Ermittlers. „Manchmal“, brummt er, „ist das Offensichtliche nur eine Fassade, hinter der sich die Wahrheit versteckt.“
Wie Herbstlaub, das sich in den Gossen des Viertels sammelt, häufen sich die Verdächtigen: Frank Roeder, der verschuldete Sohn mit dem maroden Eisenwarenladen, seine Freundin Sophie und deren Ex Peter Stamm, der sein Wettbüro wie einen Magneten für gescheiterte Existenzen betreibt. Dazwischen Trudi und ihre pflegebedürftige Nachbarin Gerda, zwei Überbleibsel aus einer Zeit, als das Veedel noch eine echte Gemeinschaft war. Die Hauswände scheinen die Geheimnisse ihrer Bewohner zu bewahren wie alte Tapeten die Feuchtigkeit.
Hinter den Kulissen
Der 50. Fall des Kölner Ermittlerduos wurde vom 8. Februar bis 14. April 2011 gedreht, als der Winter langsam dem Frühling wich – passend zur Geschichte von Wandel und Veränderung. Die Hauptdrehorte, eine original erhaltene Eisenwarenhandlung in der Marsiliusstraße (Köln-Sülz) und die Taunusstraße in Köln-Humboldt, wurden bewusst gewählt, um das authentische Flair eines sich wandelnden Stadtviertels einzufangen.
Edgar Selge, bekannt als Münchner „Polizeiruf 110“-Kommissar, durchlief für seine Rolle als Trudi täglich eine zweistündige Verwandlung in der Maske. „Es war ein merkwürdiges Gefühl“, erinnert er sich, „wenn ich mir in der Drehpause in der Bäckerei etwas zu essen holte, schauten mich die Leute sehr irritiert an.“ Die Verfremdung des bekannten Schauspielers wurde zum Symbol für die Veränderungen im Viertel selbst.
Die TV-Premiere am 4. September 2011 im Ersten wurde mit 8,00 Millionen Zuschauern (23,2 Prozent Marktanteil) zum Quotenerfolg. Besonders die jüngere Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen (2,54 Millionen, 16,9 Prozent) fühlte sich von der Thematik der Gentrifizierung angesprochen. Kritiker lobten die sensible Darstellung des Themas Transsexualität und die atmosphärische Dichte des Films. Nach der Ausstrahlung entwickelte sich in den sozialen Medien eine lebhafte Debatte über die Verdrängung alteingesessener Mieter aus den Innenstädten.
Leider habe ich die gestrige Ausstrahlung verpasst und bin nach den Infos dieser Seite noch neugieriger geworden. Wann wird die Sendung widerholt??
Gr
nicht nur ein sehr guter, sondern einer der besten Tatort- Inszenierung seit langem.
Schauspielerisch Note 1 !!!
absoluter top tatort!!!
Edgar Selge ist eine Wucht. Absolut sehenswert durch seine Anwesenheit.
Ein wirklich sehr gelungener Tatort! Viel interpretativer Spielraum, Überraschung am Ende (ich dachte, Trudi wäre die Täterin), Trudi als aussagekräftige Figur. Ich fand ihre persönliche Geschichte traurig, ging mehr sehr nah. Sehr gut vom Schauspieler umgesetzt! Wie auch alle anderen Schauspieler großartig ihre Rollen verkörpter haben!
Ein Tatort mit Gefühl, Spannung, Überraschungen und mit Intellekt.
Der Tatort Nummer 808, heute, 22:00 h, SWR. Die allseits beliebten Kölner Hauptkommissare Ballauf und Schenk ermitteln, für und miteinander, gegeneinander und in einem Kapitalverbrechen. Normalerweise sagt der Volksmund: „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“. In diesem Fall ist es jedoch nicht der Fall. Es wird um jeden Quadratmeter gekämpft. Andere kämpften auch, gegen die aufkommende Müdigkeit.
ich finde diese Tatort aus köln finde ich gut und ich freue mich schon wen dieser Tatort wieder kommt ich gucke auf jeden fall auch an es ist spannend
auserdem mag ich die Komisare sehr gerne ich gebe die beide 90 Sterne
ich weis wann der Tatort aus Köln alten eisen wieder kommt und zwar am 5. März wird wieder kommen und wird aus gesrahlt im Fernsehen das werde ich auch an sehen weil ich auch sehr gerne mag aus köln i
ich habe hier falsch geschrieben weil ich weis wann der Tatort kommt alten eisen am 3.März kommt der Tatort im Fernsehen am Donnerstag um 20.15 auf WDR das wollte ich sagen
heute Abend kommt der Tatort aus Köln alten eisen und das sehe ich mir heute abend an darauf freue ich mich schon dafür sollen sie 20 Sterne von mir kriegen
Ja ein schöner ruhiger TO…sensibel gespielt von klasse Schauspielern…
Tauber alias Edgar Selge…!
Tja, das waren noch Tatort-Zeiten…
Sehr guter und emotionaler Tatort aus Köln. Edgar Selge in einer Paradenrolle!
Dieser Tatort hat alles: ein sozialkritischer Mordfall, mehrere Verdächtige und Motive, eine überraschende Täterin, Liebe und Liebeskummer, Schwierigkeiten in der Beziehung von Ballauf und Schenk, die bestmögliche Zusammenfassung ihrer Beziehung („Wie ein altes Ehepaar“), Bild, Regie, Schauspieler – alles Top. Ich bin beeindruckt, wie viele gut erzählte Geschichten in anderthalb Stunden passen können. Alles ist auch sehr effizient: kurze wirkungsvolle Szenen zwischen den Beteiligten, kurze Verhöre, kurze Streit- oder Eifersuchtsszenen, markante Dialoge, alles ausdrucksstark gestaltet, nicht gezwungen – und keine Eile. Der Film atmet auch und lässt dem Zuschauer genug Zeit. Außerdem wird hier die Oper mit einer zärtlichen, leidenden Seele und nicht schon wieder mit einem Massaker oder mit einem geistesgestörten Täter verbunden. Ein beispielhafter Tatort!
Sehr sehenswert, Charaktere super dargestellt, prima Story. Volle Punktzahl.
Wohnen die in Köln eigentlich alle in Sichtweite des Doms? Meinen könnte man es;-)
Wie heißt die Arie die bei Trudi per Schallplatte gespielt wurde?
Hörte sich an wie aus Rigoletto oder so. Eine Info wäre sehr nett.
Danke im vorraus.
Wow, beim Archivieren gerade auf diese Folge gestoßen: Ich sehe den Film vor mir, als hätte ich ihn erst gestern geschaut, dabei war es vor über 10 Jahren…
Bin kein Köln-Fan, aber DAS ist Der-mit-Edgar-Selge.
Unvergesslich!
Die Arie bei Trudi heißt „Ebben ne andro lontana“ aus „La Wally“.
Super Tatort mit einem großartigen Edgar Selge.
Ich find ja Trudi ganz nett , aber auf Frauen die mal Mann waren kann ich schon gar nichtnicht . Genau wie andersrum.
Sehr guter Tatort, mit einer Beziehungskrise zwischen Freddy und Max. Leider muss Max solo bleiben, und Freddy‘s Frau bleibt weiterhin ein Gespenst.
Liebe Community, Ihr verzeiht mir hoffentlich, daß ich mich zu diesem „alten Eisen“ nochmal äußere… aber, tatsächlich scheint diese Folge aus Köln seinerzeit komplett an mir vorbeigegangen zu sein…
Ich bin noch immer tief berührt, vor allem wegen dem wunderbaren Edgar Selge, der als „Trudi“ alle anderen an die Wand gespielt hat!!!
Und nun frage ich mich… von dem Kriminalfall mal ganz abgesehen… denkt Ihr, daß Transmenschen noch immer gemobbt und schikaniert werden, hierzulande???
Ich habe eine großartige Kollegin, die früher einmal ein Mann war, und die zu 200% in unser Team integriert ist und von allen schwer gemocht und respektiert wird. Nicht nur, weil sie großartige Arbeit leistet, sondern weil sie einfach ein wunderbarer Mensch ist…
Sehr berührt hat mich Trudis Aussage gegenüber Freddy Schenk: „Ich kümmere mich. Das ist der Platz, den der liebe Gott mir zugewiesen hat.“
@Imki:
Ich glaube nicht, dass man Ihre Frage generell beantworten kann. Das hängt von vielen Faktoren ab; etwa, wie ‚offen‘ das Umfeld ist bzw. wie ‚auffällig‘ sich die Transperson verhält.
Wenn das Umfeld halbwegs gebildet und/oder aufgeschlossen ist bzw. die Transperson nicht dauernd auf ihre Transidentität aufmerksam macht, stehen die Chancen auf Integration m.E. nicht schlecht … 😎
(was Mobbing durch einzelne Personen aber nicht ausschließt!)
@Der Fremde: Darf ich mir sie Frage erlauben… wann verhält sich Ihrer Meinung nach denn eine Transperson „auffällig“?
EDIT by Gerald: Dieser Kommentar wurde moderiert. Wir möchten alle Mitglieder unserer Community daran erinnern, dass respektvolle Kommunikation in unseren Foren Priorität hat. Beschreibungen von Transgender-Personen sollten frei von stereotypisierenden und potenziell verletzenden Ausdrücken sein.
Wir bitten Dich, bei Diskussionen über Identitäten und marginalisierte Gruppen eine wertschätzende Sprache zu verwenden. Jeder Mensch verdient es, mit Würde und Respekt behandelt zu werden, unabhängig von seiner Geschlechtsidentität.
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien für weitere Informationen zum respektvollen Austausch. Vielen Dank für Dein Verständnis.
Verzeihung… *die.
@Imki:
Sie sehen, dass eine Antwort auf Ihre Frage von gestern Abend „heikel“ sein kann (nicht umsonst bin ich bisher der Einzige, der eine Antwort versucht hat). Sie werden sich also mit meiner gestrigen Antwort begnügen müssen.
@Der Fremde
Habe Ihre Antwort gelesen und konnte an dem Post weder etwas Beleidigendes noch eine Herabwürdigung von Trans-Personen erkennen – das wäre auch nicht Ihre Art.
Mußte mal gesagt werden, der Admin legt halt harte Maßstäbe an.
@Al.Ter:
Danke! 😀
Eine ähnliche „Diskussion“ hatten wir übrigens letzten Dezember zum Bremer TO „Stille Nacht“.
Wir nehmen also zur Kenntnis, dass beim Themenkomplex „Transgender-Identität“ und „gleichgeschlechtliche Beziehungen“ seitens der TO-Redaktion offenbar ein besonderes (Über?-)Maß an Sensibilität in der Sprachwahl besteht. 🧐
Okay, soll sein …