Tatort Folge 700: Todesstrafe
In der Episode des Tatortes mit dem Namen „Todesstrafe“ wird der gerade erst in Leipzig angekommene Kommissar Andreas Keppler auch gleich zu einem Tatort gerufen. Seine neue Kollegin Eva Saalfeld erwartet ihn auch schon. Ihn verbindet mit seiner neuen Kollegin mehr als nur die Arbeit. Sie waren früher bereits miteinander verheiratet und wurden geschieden. Nun sind sie beide vor ihrem ersten Wiedersehen sehr nervös. Da beide aber gleich einen Mord aufklären müssen, bleibt für Privates nicht viel Zeit.
So wurde der Betreiber eines Veranstaltungszentrums, Hans Freytag, erstochen aufgefunden. Er war gerade dabei, mit einem Jugendlichen ein Boot zu restaurieren. An dieses Boot wurde auf den Bug das Wort „Todesstrafe“ gesprüht. Keppler und Saalfeld können ermitteln, das an das Veranstaltungszentrum „Fabrik“ von Freytag schon mehrfach das Wort „Kinderschänder“ gesprüht wurde. Als möglichen Hintergrund sehen die beiden Ermittler eine Strafanzeige der vom Opfer getrennt lebenden Ehefrau, Sibylle Freytag, welche behauptete, dass ihr verstorbener Ehemann die gemeinsame Tochter missbraucht hatte. Um Stadtteil herrschte gegen das Opfer eine Ware Pogromstimmung und eine Zeugin hatte zur etwaigen Tatzeit aus der „Fabrik“ einen Jugendlichen laufen sehen. So kommen die beiden Ermittler Eva Saalfeld und Andreas Keppler auf einen gewissen Max Lornsen, welcher als Letzter mit dem Opfer Freytag telefoniert hatte. Doch der junge Mann war mit Freytag befreundet. Welches Motiv könnte er da gehabt haben?
Beim Wirt Kurt Steinbrecher sieht das hingegen ganz anders aus. Bei diesem Wirt handelt es sich um den Vorsitzenden eines Vereins, welcher öffentlich für die Todesstrafe für Kinderschänder eintritt. Steinbrecher hat auch kein Alibi und seine Fingerabdrücke befinden sich auf der Spraydose, welche am Tatort gefunden wurde. Schlussendlichfinden Saalfeld und Keppler aber auch noch heraus das der Anwalt Klaus Arend und seine Mandantin Sibylle Freytag schon seit Längeren ein paar sind und nun stellt sich auch die Frage nach dem eigentlichen Sinn der Missbrauchsanzeige.
Die beiden Kommissare ermitteln in einem Stadtteil, in welchen neben Hysterie auch die Selbstjustiz an der Tagesordnung steht. Sie müssen in ihrem ersten gemeinsamen Fall also ein Geflecht aus zerrütteten Ehen, Stammtischparolen und gescheiterten Träumen entwirren.
Die ist der 1. Tatort mit dem neuen Team Thomalla und Wuttke sowie 700. Tatort im Ersten
Playlist
Titel – Interpret
Du hast mich Tausendmal betrogen – Andrea Berg
Am Brunnen vor dem Tore – Leipziger Lehrerchor e.V.
Besetzung des Tatortes „Todesstrafe“:
Hauptkommissarin Eva Saalfeld – Simone Thomalla
Hauptkommissar Andreas Keppler – Martin Wuttke
Kriminaltechniker Menzel – Maxim Mehmet
Inge Saalfeld – Swetlana Schönfeld
Rechtsmediziner Striesow – André Röhner
Klaus Arend – Roman Knizka
Sibylle Freytag – Julia Richter
Hans Freytag – Tom Quaas
Elke Lornsen – Nadja Engel
Frau Kühn – Gitta Schweighöfer
Lutz Lornsen – Oliver Breite
Max Lornsen – Joseph Bundschuh
Kurt Steinbrecher – Matthias Brenner
Stab
Regie: Patrick Winczewski
Buch: Mario Giordano und Andreas Schlüter
Musik: Andreas Hoge
Kamera: Matthias Papenmeier
Erstausstrahlung des Tatortes „Todesstrafe“: 25.05.2008
Bilder: MDR/Junghans





Mai 24th, 2008 at 09:02
wie kann man eigentlich so hervorragende Schauspieler der alten Tatort-Kommissare ersetzten durch den zweitgrößten weiblichen Proll des deutschen Fersehens? Habe alle neuen MDR-Tatorte aus meinem Merkzettel gestrichen!!!
Mai 25th, 2008 at 21:47
Warum wird im neuen Leipziger Tatort nicht “gesächselt”? Zumindest die Einheimischen sollten sich doch in der regionalen Sprache äußern!!!
Mai 25th, 2008 at 21:47
total schwach der tatort
null Bezug zu Leipzig
wieso reden eigentlich auf einmal alle Leipziger hochdeutsch?
Mai 25th, 2008 at 22:18
Diese uncharismatische operierte möchtegern Kommissarin Thomalla hat mir gar nicht gefallen. Wie sie mit ihren aufgespritzten Lippen versucht fies zu gucken, das passt einfach nicht, man nimmt ihr die Polizistin die einen Fall löst einfach nicht ab.
Martin Wuttke war ok, seine Rollen im Theater passen aber besser zu ihm. Schade, dass man ihm so eine unpassende Partnerin zur Seite gestellt hat.
Wir vermissen Kain und Ehrlicher!
Mai 26th, 2008 at 10:20
ich fand den tatort gut. ein solider fall ohne größere ecken und kanten und ein – meiner meinung nach – gutes ermittler-duo haben voll überzeugt. sicher war nichts außergewönliches an dem fall, aber es gab auch keinen slapstick und erzwungene komik, wie so oft bei den eingespielten paaren im tatort…
Mai 26th, 2008 at 13:43
Der Tatort war soo langweilig, bin eingeschlafen.
Wer war denn der Mörder?
Mai 28th, 2008 at 16:55
Das war er also, der 700te Tatort und der erste für das neue Leipziger Allerlei Keppler und Saalfeld. Es gab weißgott Ersttatorte, die schlimmer waren. Simone Thomalla als ägyptische Botoxprinzessin ist optisch gewöhnungsbedürftig, spielt aber serienmäßig routiniert. Neben Martin Wuttke sieht sie aber recht blass aus, vielleicht daher die viele Schminke. Wenn Thomalla gelegentlich ausgetauscht würde, damit könnte man leben, aber von Wuttke will ich definitiv mehr sehen.
Die Story über (Nicht-)Missbrauch und Selbstjustiz kommt teilweise etwas sehr moralinsauer daher, aber die Auflösung ist menschlich nachvollziehbar und glaubwürdig.
Macht der Krimi Lust auf mehr? Jo.