Kurz und knapp – darum geht’s
Es ist ein grausiger Fund in den Katakomben der Münchener U-Bahn: Die völlig entstellte Brandleiche einer jungen Frau liegt dort, wahrscheinlich schon seit Monaten, gezielt drapiert in dem unterirdischen Verließ. Für die Kommissare Batic und Leitmayr ist klar: Dies ist ihr letzter Fall, und ihnen bleiben nur vier Tage Zeit, um den Mörder zur Strecke zu bringen – danach wartet der Ruhestand. Unter Hochdruck ermitteln sie die Identität des Todesopfers, doch je länger sie nach dem Täter und seinem Motiv suchen, desto mehr kommt es dem altgedienten Kriminalisten-Duo vor, als würden sie ein Phantom jagen: ein Unbekannter, der in Privatwohnungen eindringt – und sein nächstes Opfer womöglich schon auserkoren hat. Ein spektakulärer Wettlauf gegen die Zeit beginnt …
Nach 35 Jahren und 100 Fällen sagen Leitmayr und Batic „Servus“: Teil 1 der Abschieds-Doppelfolge „Unvergänglich“ ist am Ostersonntag, den 5. April 2026 um 20:15 Uhr im Ersten zu sehen, der zweite Teil folgt am Ostermontag, den 6. April zur selben Sendezeit.
Inhalt der Tatort-Folge „Unvergänglich (Teil 1)“
Es ist ein grausiger Anblick, der sich den Kommissaren Ivo Batic und Franz Leitmayr in einem dunklen Betriebsraum der Münchener Versorgungsbetriebe tief unter dem St.-Quirin-Platz bietet: Eine völlig entstellte Brandleiche liegt dort, eine Frau, seit mehreren Monaten tot, wahrscheinlich elendig verblutet, aber nicht hier unten – dafür gibt es zu wenig Blutspuren. Erst angeschossen, dann verblutet, dann verbrannt, dann abgelegt, tief unter der Erde, quasi in einem geheimen Verließ. Welcher Mörder geht so bestialisch vor?
Für Leitmayr und Batic ist klar: Sie werden diesen Fall aufklären, auch wenn ihnen dafür nur vier Tage Zeit bleiben, denn: Danach wartet der Ruhestand. 35 Jahre waren sie im Dienst, immer gemeinsam, als Team, aber für die Zeit danach schmiedet jeder seine eigenen Pläne. Doch diesen letzten Fall, den wollen sie zusammen lösen, wie so viele andere zuvor. Auch wenn Kollege Hammermann schon in den Startlöchern steht und am liebsten selbst die Ermittlungen im Tatort „Unvergänglich“ leiten würde: So weit ist es noch nicht. Nur eines hat sich das Kriminalisten-Duo gegenseitig versprochen: Im Einsatz erschossen zu werden, das geht gar nicht. Zu viel Klischee, eindeutig.
Immerhin: Kalli Hammermann kniet sich rein in den Fall, auch wenn er (noch) nur die zweite Geige spielen darf – und so kommt der clevere Oberkommissar mithilfe der Gesichtserkennung schnell der Identität des Mordopfers auf die Spur: Micaela Horvat, eine junge Frau aus Slowenien, die geschäftlich öfters in München geweilt hat. Für ihre Übernachtungen hat sie stets eine Privatwohnung über das Portal „Bed and Breakfast“ gebucht – was ihr offenbar zum Verhängnis wurde.
Denn für die Ermittler im TV-Krimi „Unvergänglich“ steht fest, dass die letzte Wohnung, die Horvat angemietet hat, zugleich der Ort war, an dem die ehrgeizige Businessfrau ihr Leben verloren hat – der Tatort. Reste von Blutspuren zeugen davon, vor allem im Flur und im Badezimmer. Ins Visier gerät schnell Bernd Pfannenmüller, der eigenbrötlerische Hausmeister, der auch für die Schlüsselübergabe bei den BaB-Vermietungen zuständig ist. Einige negative Onlinerezensionen legen nahe, dass Pfannenmüller regelmäßig in den Privatsachen der Mieter herumschnüffelt und gelegentlich das eine oder andere Teil mitgehen lässt. Wurde der diebische Hauswart von Micaela Horvat auf frischer Tat ertappt? Gut möglich, andererseits hat er ein glaubhaftes Alibi für die Tatzeit.
Batic und Leitmayr rennt die Zeit davon. Auf keinen Fall wollen sie ihre Polizeikarriere mit einem ungelösten Mordfall beenden, doch ihnen fehlt ein überzeugender Ansatz. Unerwartete Unterstützung bekommen sie von einer alten Bekannten: Fallanalytikerin Christine Lerch, die mittlerweile Karriere beim FBI gemacht hat, ist auf Familienbesuch zurück in München – und hilft den beiden „Rentnercops in Spe“ bei der Ermittlung des Tätertyps: extrem gewaltbereit, psychisch labil, leicht reizbar, ohne sozialen Halt – das alles trifft auf Mike Werner zu, einen Arbeitslosen ohne festen Wohnsitz und ehemaligen Azubi bei den Versorgungsbetrieben. Als solcher hat er womöglich noch Zugang zum unterirdischen Betriebsraum, wo die Leiche abgelegt wurde. Ist Mike Werner der Mörder, den sie suchen? Unter Hochdruck trägt das Ermittlungsteam im BR-Tatort „Unvergänglich“ alle Infos zu Werner zusammen und kreist seinen mutmaßlichen Aufenthaltsort ein. Doch gerade in dem Moment, als die Kripo glaubt, ihren Täter in der Falle zu haben, ist alles wieder ganz anders. Und es beginnt ein spektakulärer Wettlauf gegen die Zeit in den letzten Dienststunden der Kriminalhauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr …
Batic und Leitmayr sagen Servus
35 Jahre, 100 Fälle: Damit steht das Münchener Duo an der Spitze der Tatort-Ermittler, nach Dienstjahren nur noch überflügelt von Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), die bereits seit 1989 in Ludwigshafen ermittelt. Nun verabschieden sich die beiden legendären TV-Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) mit einer spektakulären Doppelfolge von ihrem treuen Publikum: Kurz bevor sie ihre Dienstmarken abgeben müssen, bekommen es die Kommissare mit einem mysteriösen Mörder zu tun, der in Privatwohnungen eindringt. Über allem schwebt die Frage, ob Batic und Leitmayr den Täter noch rechtzeitig fassen werden.
Produzent Korbinian Dufter würdigt das scheidende Ermittlerduo im BR-Pressetext mit diesen sehr treffenden Worten:
„Wir verneigen uns vor zwei Schauspielern, die ihren Figuren über drei Jahrzehnte hinweg treu geblieben sind und ihr Publikum über viele Jahre im wahrsten Sinne des Wortes in ihr Revier mitgenommen haben. Batic und Leitmayr stehen für einen Krimi, der fest in Bayern verwurzelt ist: geerdet, münchnerisch und mit der Bereitschaft, sich auch ungewöhnlichen oder fordernden Themen zu stellen. Und bei allem Ernst war das ständige Gekabbel um das letzte Wort mit ihrem ganz eigenen, wunderbaren Humor, immer ein Highlight.“
Die Nachfolge am Tatort München treten Ferdinand Hofer in seiner bekannten Rolle als Kalli Hammermann und Carlo Ljubek als Kriminalhauptkommissar Nikola Buvak an. Hofer spielt bereits seit 2014 an der Seite von Nemec und Wachtveitl; sein Debüt gab er in der Tatort-Folge 910 „Am Ende des Flurs“. Ljubek ist im Abschiedsfall „Unvergänglich“ in einer kleinen Gastrolle zu sehen.
Gedreht wurden beide Episoden der Doppelfolge vom 7. Mai bis zum 16. Juli 2025 in München und Umgebung. Teil 1 vom Tatort „Unvergänglich“ wird am Ostersonntag, den 5. April 2026 um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt, der zweite Teil folgt am Ostermontag, den 6. April zur selben Sendezeit. Direkt im Anschluss zeigt Das Erste am Ostersonntag um 21:45 Uhr die Dokumentation „Batic und Leitmayr – die Zwei vom Tatort sagen Servus“, mit vielen Rückblicken auf 35 Tatort-Jahre, Interviews mit Freunden und Weggefährten und einem exklusiven Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten zum letzten Film.




















@Gerald und alle Anderen die es interessiert! Programmänderung!
Tatort Folge 1333: Unvergänglich (Teil 1) Auf ORF 2 am 5. 4. ’26 nicht um 20:25, sondern erst um 21:45.
Vorher“Serienschnulze mit Flo AgFe“.
Grüße vom Franky aus Wien
Hallo @Franky:
Das ist das ‚alte‘ Problem von ORF 2, das dieser Sender auch jedes Jahr am 26.12. und 1.1. hat: sie können auf diesem einen Sender halt nicht glz. die aktuellen Folgen von „Das Traumschiff“(ZDF) bzw. „Tatort“(ARD) übertragen.
Diesen Ostersonntag haben sie eine ‚Salomonische Lösung‘ gefunden: zuerst das eine, dann das andere …😸
@Der Fremde:
Wirklich salomonisch wäre: Im 1er den Flo AgFe und im 2er den Tatort. Den Film der im1er läuft, zu einem anderen Zeitpunkt. Mittwoch oder Donnerstag um 20:15 im 2er.
Eigentlich ist’s mir egal, obwohl Österreicher, schaue ich Tatort sowieso auf ARD.
Grüße … Franky
@Franky: „Flo AgFe“!!!
Da muß man erstmal drauf kommen… 😄😄😄👍
@Imki:
Ja, ein bisschen Chemie-Grundwissen kann dabei nicht schaden (diese Abkürzung „AgFe“ für „Silbereisen“ war auch für mich neu!😌)
Köstlich!
Edit by Gerald (hat nichts mit dieser Tatort Folge zu tun). Zur Sommerpause gibt es morgen nach dem finalen Ende von „Batic und Leitmayr“ ein Posting.
@Gerald: OK
Weiß jemand etwas über diese „Williams“-Methode, die die Pathologin gleich zu Anfang nannte? Wenn ich das google kommt nichts dazu.
Vielleicht habe ich aber auch den Begriff falsch verstanden.
@Bina:
monier williams methode
Grüße ..Franky
Vielen Dank @Franky
@Franky: „Es scheint hier eine Verwechslung vorzuliegen: Die Monier-Williams-Methode ist kein Standardverfahren der Forensik, sondern ein klassisches Referenzverfahren der Lebensmittelanalytik…“
…sagt Google… 🤔
Ooookay… na, gottseidank müssen wir auf Teil 2 nur bis morgen Abend warten!!!
Vielleicht hat es ja doch etwas zu bedeuten, daß die verbrannte Leiche in exakt derselben Position gefunden wurde, wie Kara auf dem Handyfoto, welches Mike von ihr gemacht hatte, während sie schlief??? Dranbleiben…
Hatte gute Stellen und spannend auf jeden Fall, ich hätte mir aber einen stilvolleren Abgang von den beiden gewünscht. Die beiden waren schon gut als Kommissare!
Das Runterzählen der Tage, die Ministerin, das hat alles nicht richtig zusammengepasst mit der auch ernsten Thematik von Heimkindern. Höchstens 3 Sterne, vielleicht sogar auch eher 2.
@Susanne: Ich denke, morgen werden wir mehr wissen!!!
Ich frage mich auch, ob das hysterische Herumschreien der Tante etwas zu bedeuten hat – sie scheint ja unbedingt wissen zu müssen, ob die Tote etwas persönliches bei sich hatte… 🤔
Genau das war die beste Szene des Tatort. Diese würdelose, blamable Verabschiedung und das respektlose Verhalten der Politikerin gegenüber einer Lebensleistung im Dienste dieses Staates und seiner Gesellschaft! 😢
Genau so ähnlich selbst erlebt.
Mutig vom BR…
@Imki:
###Spoiler###
Wie sich aus der Inhaltsangabe zu Teil 2 ergibt, ist die ‚Tante‘ nicht wirklich die Tante von Micaela …😏
Was heute gezeigt wurde, war an sich ein guter TO.
Was morgen noch daran gehängt wird, erschließt sich mir noch nicht.
Lass‘ ich mich also mal überraschen.
Der „schlummernde Jackpot“ aus dem Lift ist noch nicht entschlüsselt.
@Antje: …ein dicker Schlüsselbund (vermutlich zu den ganzen Wohnungen, die Mike genutzt hatte)… und eine Reisetasche.
Es darf noch ein paar Stunden wild spekuliert werden, Freunde… Bargeld? Drogen? Oder… oder… 😉
@Imki & @ Bina:
Hab im Googel auch sonst nix g’funden.
Grüße … Franky
Letzte «Tatort»-Klappe für “den Ivo und den Franz“ in München:
Echte Kriminalisten und Fernsehkommissare haben trotz der fiktionalen Natur von Krimis ja durchaus Gemeinsamkeiten, auch wenn die Realität fraglos meist deutlich unspektakulärer ist.
Das Thema, dass Kriminalbeamte ungern mit ungeklärten Fällen in den Ruhestand gehen, ist auch eine in der Polizeiarbeit bekannte emotionale und fachliche Herausforderung.
Durch die hohe Dichte an Krimis im Dualen Rundfunksystem haben Mord und Totschlag im Laufe der Jahre inzwischen eine Art von medialem Unterhaltungswert bekommen.
Da die Münchner Kultis während “Unvergänglich (1/2)“ doch noch einmal in verzwackte Situationen geraten und das Abschiedsgeschenk nach diesen 90 Minuten aussteht (die würdelose Übergabe der Ruhestandsurkunden firmiert hier mal unter dem Genre Satire), dürfen wir die inhaltsbezogene Endbesprechung zum morgigen Ostermontag hin retardieren.
Vorbedenken: Solche XXL-Tatorte spalten > ermöglichen eine tiefgründigere, dramatischere Erzählweise vs. Gefahr der Langatmigkeit > erzielen höhere Reichweite zum besonderen Anlass …
@Carlo Menzinger (Expat am Golf von Siam) übers Dasein als Privatier:
»Just a perfect day / Problems are left to know /
Weekenders all night long / It’s such fun«*
(* 🎼 Perfect Day – Lou Reed)
Spannend mit realitätsnahen Ermittlungen. Leitmayer und Batic sind vor ihrer Pension sehr „abgeklärt“, sie kann nichts mehr erschrecken. Und beim Einsatz witzeln sie noch, dass sie achtgeben beim Einsatz nicht getötet zu werden…
1.Teil: 5 von 5 Sterne!
@Imki und @Bina:
So ich hab mich jetzt reingegoogelt und zu deiner Frage @Bian folgendes gefunden.
Quelle: Google Übersicht mit KI
Frage: Ist die Williams Methode in der Gerichtsmedizin anwendbar?
Die Williams-Methode (Williams et al., 1992) ist eine etablierte Technik zur DNA-Extraktion aus forensischen Proben, insbesondere um
DNA aus Spermaspuren zu isolieren, indem sie die Trennung von männlicher (Spermien) und weiblicher DNA (Epithelzellen) ermöglicht.
Anwendbarkeit: Ja, die Methode ist in der forensischen Molekularbiologie anwendbar.
Kontext: Sie wird häufig bei der Analyse von Sexualdelikten eingesetzt, um Mischspuren zu trennen.
Funktionsweise: Es handelt sich um ein Verfahren der differentiellen Lyse, bei der Zellen selektiv aufgebrochen werden, um die DNA der Spermien von der anderer Zellen zu trennen.
Relevanz: Zusammen mit anderen Methoden (wie Tuross, 1994, oder Fällungsmethoden) gehört sie zum Spektrum der DNA-Extraktionstechniken in der forensischen Genetik.
@Franky: Danke, sehr interessant!!!
Aber sagte die Gerichtsmedizinerin nicht, bei dem Zustand der Leiche ließe sich keine DNA mehr feststellen?
@Imki:
Also wenn man in fantastillionen Jahre alten Überresten von Sauriern DNA feststellen kann, wird es doch in diesem Fall auch gehen. Ich glaube, wenn noch was zum dran rumschnipseln da ist, findet man auch noch DNA.
Grüße … Fanky
@Franky: Recht du hast!!! 😄😄😄
Super interessant, nochmal Dankeschön Franky 🤗
Da geb ich doch virtuell für Dich und Imki einen aus 😃
Prösterchen 🥂 🥂
@Bina: …auf Ivo und Franz! 😉
@Bina und @Imki:
Prösterchen! … auf Ivo und Franz und auf euch beide!
Grüße … Franky
Habe mich recht gut unterhalten.
⭐⭐⭐⭐ 4 von 5.
Sehr gut gemachter Film, gute Bilder, angenehmes Tempo, tolle Kamera. Spannend arrangiert, überzeugend im Text, schauspielerisch einwandfrei.
Auch die Story war plausibel, allein das mehrfache erfolgreiche und schnelle Personenraten hintereinander (zuerst das Opfer, dann der vermeintliche Täter, dann das Mädchen) … und immer gleich die richtigen Schlüsse gezogen. Ich staune.
Das (vorläufige) Ende bzw. Finale auf dem Dach. Sehr dramatisch.
Da ja nun morgen der zweite Teil ansteht, obgleich der Fall eigentlich gelöst ist: Da muss ja noch was kommen.
Im besten Fall: Etwas wirklich Überraschendes. Bin schon gespannt.
@HerrBert: Irgendwie läßt mich die hysterische Tante des Opfers nicht los… sie wollte doch unbedingt wissen, ob die Tote etwas Persönliches dabei gehabt hätte, etwas „von der Familie“… am Ende war die Tote gar nicht die erfolgreiche Geschäftsfrau aus Slowenien??? Das wird am Ende noch ’ne schlaflose Nacht… 🤔😉
Hallo Imki, hoffe du hattest eine ruhige Nacht.😉.
Also, ich habe gut geschlafen.
Bin ja nicht mehr der Jüngste, als dass mich „ein Tatort“ um den Schlaf bringt.
Deine thematischem Ansätze für die heutige Folge finde ich sehr interessant.
Mal sehen, was wir heute Abend serviert bekommen.
@HerrBert:
###Spoiler###
Jedenfalls ist die ‚Tante‘ des Mordopfers nicht die Tante …😖
(sh. Inhaltsangabe zum heutigen 2. Teil!)
@HerrBert: Danke, ich hab gut geschlafen und freue mich auf das heutige Finale!!! 😊
@Der Fremde: Ha!!! Wußte ich’s doch!!! 😄😉
Ich bin grundsätzlich kein Freund von Krimi-Doppelfolgen, ich finde diese in der Regel ‚künstlich in die Länge gezogen‘ bzw. ‚langatmig‘. So empfand ich es auch gestern!
Die 08/15-Verabschiedung der beiden altgedienten Kriminalisten durch die Ministerin, im Zuge derer sie u.a. die Namen der beiden verwechselte, war einerseits kabarettreif, andererseits wohl realitätsnah …😒
Solche Verabschiedungen sind aber heute in den meisten Fällen die Realität.
Zur Serie, nach langer Zeit wieder mal eine Folge angeschaut und ich hätte mir für die beiden einen anderen Abgang gewünscht. Aber so ist die Zeit derzeit halt und muss scheinbar auch so in den Medien abgebildet werden.😔
Schön, dass man für Ivo und Franz zum Abschied einen Fall konstruiert hat, in dem sie noch einmal eindrucksvoll zeigen durften, was sie so viele Jahre unverwechselbar gemacht hat: Professionalität ohne Wichtigtuerei. Und Empathie, die sich nicht in großen Vorträgen und erhobenem Zeigefinger, sondern im Kleinen manifestiert. In Blicken, Gesten und natürlich in ihren berühmten lakonischen Dialogen. Entsprechend auch die Verabschiedung auf dem Revier ohne große Worte, Konfetti und Schulterklopfen. Das hat es bei den beiden nie gebraucht.
Vieles hat mich übrigens an „Die Wahrheit“ erinnert, den Fall, in dem Ivo und Franz von der schieren Menge der Spuren und Daten an ihre physischen Grenzen gebracht wurden. Und auch jetzt, 10 Jahre später, braucht es trotz KI-Unterstützung noch einmal ihre ganze Energie, um aus all den Puzzleteilen ein Bild zusammenzusetzen. Apropos Bild: Die Kameraarbeit war sensationell gut in diesem Tatort.
Bleibt als Devise für die wirklich allerletzte Folge: „Denk dran – nicht erschießen lassen!“ Ein klare Anweisung ans Drehbuch. Sag zum Abschied leise Servus.
Ein Tatort, an dem es nichts zu meckern gibt. Besser wird’s nicht! Jetzt sind wir gespannt, welche Kurven heute Abend zu durchlaufen sind, um das aufzulösen.
Btw, der SEK-Chef wird der neue Münchner Kommissar neben Kalli. Daher vermute ich, dass er heute in Teil 2 noch etwas Kamerazeit bekommt.
Guter Einstieg in den Ausstieg der beiden Kommissare, die uns so gut unterhalten haben in letzten über 30 Jahren.Dazu wird der Übergang zu Kalli und dem SEK-Chef sinnvoll vorbereitet. Gute , junge, für mich noch unbekannte Schauspieler wie Mike, Kara und dem Schlüsselmacher, auch der Hausmeister ein echter Typ. Der Fall erinnerte ein wenig an den „Stillen Gast“, aber das war ok. Das Frozzeln und Aufziehen wie gehabt, die Szene mit der Ministerin hätte es nicht gebraucht, Politiker-Bashing sieht man ja oft. 4 von 5 Sterne, freue mich auf den zweiten Teil.
Wenn´s am Schönsten ist, sollte man gehen/aufhören. Diesen Punkt haben die 2 Herren leider verpasst, denn ich sehe ihre Hochphase hauptsächlich zwischen den Jahren 2000 und 2020. Schaut man sich ein paar der letzten Folgen wie „Zugzwang“, „Charlie“ oder „Mord unter Misteln“ an, erkennt man das die zwei Münchner eigentlich nur die 100 voll machen wollten, aber schon das Handtuch geworfen haben. Die eher krampfhafte Art neue Wege zu gehen, passte so gar nicht mehr zu den Bayern. Gut finde ich das man mit Kalli schon ein neues Gesicht heran gezogen hat, der mit dem Abgang nun endlich aus seiner Rolle als Laufbursche für´s Bier holen heraus treten kann. Schließlich geht das ja schon einige Jahre so und hätte ansonsten sicher auch weiterhin kein Ende gefunden.
Auch wenn ich die beiden Silberlocken gemocht habe, kann jetzt so ziemlich nahtlos ein neues Kapitel beim BR aufgeschlagen werden. Diese Übergabe an ein junges Team wird die in ihrem zeitlichen Werdegang ähnlichen Kölner einmal mit einem ganz harten Schnitt in der Besetzung wesentlich härter treffen
@Manne: Nun, so gut wie jedes TO-Team, welchem ich in den letzten Jahren und Jahrzehnten beim Ermitteln zugeschaut habe, hatte echte Sternstunden genau wie superschwache, verquaste, langweilige Fälle…
Gerade ein so über lange Jahre eingespieltes Duo wie Batič/Leitmayr muß einerseits das bieten, was treue Fans erwarten und andererseits dann doch irgendwie stets etwas Neues bringen…
Diesbezüglich haben die beiden ziemlich überdurchschittlich gute Arbeit geleistet, finde ich. Den einen oder anderen „Ausrutscher“ verzeihe ich gerne. 👍
@Manne:
Also ich finde der Kalli ist aus seiner Rolle als Laufbursche für´s Bier holen schon längst heraus getreten, muß aber, wie es beim Nachwuchs ist, noch laufend Erfahrungen sammeln.
Sonst gehe ich d’accord mit deinem Kommentar.
Grüße … Franky
Ich finde, sie haben den Absprung nicht verpasst. Im Schauspieleralter 67/71 ist die Pensionsgrenze von 65 noch glaubhaft (jedenfalls besser als die Unerfreulichkeit von Greisen mit ihren jungen Frauen in vielen Filmen). Es ist wirklich angebracht, dass einige Kommissare (analog zur Realität) das Pensionsalter lebend erreichen, etwas anderes hätte nicht zu den beiden gepasst, der Zuschauerschaft missfallen.
Ich sehe auch nichts „… Krampfhaftes …“ in den letzten Fällen.
Das war eine superspannende Tatort Doppelfolge zum Abschied von Franz und Ivo. Ich finde es schade,dass die beiden aufhören,aber irgendwann hat halt alles mal ein Ende.
Guter Tatort! Man darf gespannt sein wie’s weitergeht. Schade dass Batic und Leitmayr in Ruhestand gehen. Ein Dream-Team! Es wird vermutlich keinen guten Ersatz für die beiden geben.
Allerdings – die Faltermeier passt da nicht rein…Fehlbesetzung!
Eine Anmerkung noch! Die Tonqualität, wie so oft auch in anderen Filmen und Serien neueren Datums, ist nach unseren empfinden unter aller Kanone. Die Dialoge viel zu leise, und Effekte und Geräusche viel zu laut. Welcher Azubi mischt hier den Ton ab? Und NEIN – ich…wir…sind nicht hörgeschädigt 😅
Ich fand den gut, etwas heftig mit häufigen Bildern von der Brandleiche. Natürlich blieb es spannend, was im zweiten Teil passiert.