Tatort Folge 516: Alibi für Amelie

Kurz und knapp – darum geht’s

Dr. Fabian Kurz, Chef eines High-Tech-Forschungsinstituts, wird beim Joggen erschossen. Die Dortmunder Kommissare Max Palu und Stefan Deininger stoßen auf ein Netz aus Intrigen: Das Opfer wollte mit einer bahnbrechenden Erfindung in die USA auswandern. Als auch noch der befreundete Künstler Cornelius Faber auf Korsika tödlich verunglückt, beginnen die Ermittler an Zufällen zu zweifeln. Zu sehen am 2. Weihnachtstag (26.12.2024) um 22:00 Uhr im Ersten.

Inhalt der Tatort-Folge „Alibi für Amelie“

Im Zentrum der Geschichte steht der Mord an Dr. Fabian Kurz, einem brillanten Wissenschaftler, der kurz vor einer bahnbrechenden Erfindung stand. Seine Witwe Amelie zeigt sich auffällig unberührt, während im Institut die Spannungen eskalieren: Kurz wollte seinen Partner Dichgans im Stich lassen und den ehrgeizigen Mitarbeiter Retzlaff nicht wie versprochen mit in die USA nehmen.
Die Ermittlungen werden noch komplizierter, als der mit Kurz befreundete Künstler Cornelius Faber auf Korsika bei einem Autounfall ums Leben kommt. Die Kommissare decken nach und nach ein perfides Netz aus Intrigen, verbotenen Liebschaften und Versicherungsbetrug auf. Am Ende stellt sich heraus, dass Faber seinen Tod nur vorgetäuscht hatte und mit Amelie Kurz und deren Geliebter Eliane Faber, seiner eigenen Frau, unter einer Decke steckte.

Der 516. Tatort aus Saarbrücken

Dies ist der 14. Fall für Hauptkommissar Max Palu (Jochen Senf). Die Dreharbeiten fanden im Sommer 2002 in Saarbrücken und Umgebung statt. Der Film wurde am 24. November 2002 erstmals in der ARD ausgestrahlt.

Video 30 Sekunden aus den ersten 30 Minuten

Tatort-Kritik

Die Redaktion von Tatort-Fans meint:
Der Fall besticht durch seine komplexe Handlung und hochkarätige Besetzung. Drehbuchautor Felix Huby verwebt geschickt verschiedene Erzählebenen und spielt gekonnt mit falschen Fährten. Allerdings wirkt die Geschichte stellenweise überladen, wodurch die Charakterentwicklung etwas zu kurz kommt. Jochen Senf überzeugt als gemütlicher, aber scharfsinniger Ermittler Palu.

Trivia

– Der Name der Hauptfigur Amelie wurde vermutlich vom im Vorjahr erschienenen Film „Die fabelhafte Welt der Amelie“ inspiriert
– Der Film spielt im Umfeld des saarländischen „Silicon Valley“ – dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
– Mit Vincent Klink hat ein echter Sternekoch einen Gastauftritt
– Das Saarland verfügt über zwei Drei-Sterne-Restaurants, was die kulinarische Bedeutung der Region unterstreicht
– Der Fall thematisiert die damals aktuelle Krise der deutschen Stahlindustrie und die Konkurrenz aus China

Besetzung

Hauptkommissar Max Palu – Jochen Senf
Stephan – Gregor Weber
Udo Retzlaff – Rufus Beck
Christian Keitel – Arndt Klawitter
Eliane Faber – Eva Kryll
Kathrin Lehmann – Alexandra Wilcke
Stephan Deiniger – Gregor Weber
Amelie Kurz – Ulrike Kriener
Margit – Tatjana Clasing
Eduard Dichgans – Udo Schenk

Stab

Regie – Hans-Christoph Blumenberg
Kamera – Achim Hasse
Buch – Felix Huby
Musik – Frank Nimsgern

Bilder: SWR/SR/Wolfgang Klauke

4 Kommentare

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  1. vor 11 Jahren

    Sehr gute Whodunit-Folge, trotz diverser Verstrickungen verliert man den Faden nicht. Mit Kommissar Palu waren die Tatorte aus Saarbrücken noch sehenswert. Schön, dass mal wieder einer davon wiederholt wurde. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Felix Huby – dieser Name spricht für Qualität.

  2. vor 9 Jahren

    Der Tatort mit der Nummer 516 aus Saarbrücken mit Hauptkommissar Palu und dem Kollegen Hauptkommissar Deininger von der Mordkommission. Der Hobby-Koch und Wettbewerbsteilnehmer, diese Freizeitbeschäftigung hatten andere Tatort-Kommissare auch schon, Palu muss arbeiten und gerät mit Deininger in einen komplizierten und komplexen wissenschaftlichen High-Tech-Fall, in welchem es immer mehr Leichen, aber keinen Täter gibt. Am Rande der polizeilichen Verzweiflung stehend, springt seine Perle, die Margit, für ihn in einen schon lange geplanten Koch-Wettbewerb ein und Palu kann, zwar nicht in Ruhe, weiter ermitteln. Interessanter und spannender Tatort-Spielfilm mit dem fahrradfahrenden Hauptkommissar Palu aus dem Jahr 2002. Der ist wirklich sehenswert und mit einer der besten aus der Palu-Reihe.

  3. vor 5 Jahren

    Es gibt bessere Palu-Tatorte. Für mich zieht sich der Film zu sehr.

  4. vor 1 Jahr

    Diese Woche kann man ja gleich 2 Saarbrückener Folgen vergleichen: die aktuelle von gestern und ein Palu-TO von vor 22 Jahren am Mittwoch!
    Eines bleibt bei SB offenbar immer gleich: es sind „spezielle“ Kommissars-Typen, die hier ermitteln. Und das ist wohl auch erforderlich, wenn man nur (im Schnitt) 1 Folge pro Jahr auftreten darf – das war bei Palu auch schon so – und in Erinnerung bleiben will …
    Palu, Deininger, Stellbrink und jetzt Schürk haben/hatten alle irgendwie ihre „Macken“! ;-)

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