Tatort Folge 855: Im Namen des Vaters



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Tatort Folge 855: Im Namen des Vaters 5 13

Das Frankfurter Ermittler-Duo Conny Mey (Nina Kunzendorf) und Frank Steier (Joachim Król) löst in der Tatort-Folge 855 „Im Namen des Vaters“ seinen dritten gemeinsamen Fall. Die Aufklärung dieses Mordfalls führt sie ins Gallusviertel, wo gleich am Neujahrsmorgen die Leiche einer Frau gefunden wird.

Tatort Im Namen des Vaters -Trailer



Mey und ihr wieder einmal schlecht gelaunte Kollege Steier haben sich von einer Silvesterfeier noch nicht erholt, als sie direkt am Morgen des ersten Januar zu einem Mordfall gerufen werden. Auf einem Parkplatz neben einem Schulhof im Frankfurter Gallusviertel wurde die Leiche einer erwürgten Frau gefunden. Sehr schnell stellt sich heraus, dass es sich bei der Toten in „Im Namen des Vaters“ um die im Viertel bekannte Agnes Brendel handelt. Wer könnte ein Motiv gehabt haben, die Frau umzubringen?

Im Namen des Vaters – Tatort Trailer



Erste Befragungen der Kommissare zeigen, dass Brendel ein bemitleidenswertes Leben geführt hat: Sie war Alkoholikerin, lebte in Armut und hatte ständig wechselnde, unglückliche Beziehungen. Obwohl sie zuletzt einen Lebenspartner, den gewalttätigen ehemaligen Häftling Viktor Kemper, hatte, hielt sie sich dennoch oft alleine in den Bars des Viertels auf. Lediglich der Sohn des Opfers in „Im Namen des Vaters“ wollte seiner Mutter helfen und sie unterstützen.

Mey und Steier finden in dieser Tatort-Folge heraus, dass Brendel in der Woche vor Silvester nicht zu Hause war. Viele Zeugen können sich erinnern, die Tote in dieser Zeit gesehen zu haben, jedoch widersprechen sich die einzelnen Aussagen. Einzig die Aussage, dass Brendel in der Nacht vor ihrem Tod mit dem Pater der Gemeinde gefeiert hat, scheint richtig zu sein. Aber ist der Pater auch für den Mord in „Im Namen des Vaters“ verantwortlich? Oder weiß er vielleicht etwas über die Tat?

Während die Frankfurter Kommissare noch nach Hintergründen suchen, erweist sich ein Hinweis der Ermittlerin Mey als folgenschwer: Sie hatte gegenüber dem Sohn der Toten erwähnt, dass seine Mutter in der Silvesternacht mit dem Pater zusammen war. Daraufhin hat dieser den Geistlichen entführt und versucht nun, etwas über die Umstände des Todes Brendels zu erfahren und die Tat zu rächen. Werden Mey und Steier den Fall rechtzeitig aufklären und den Pater befreien können? Es beginnt ein spannender Wettlauf gegen die Zeit.

„Im Namen des Vaters“ wurde in Frankfurt am Main und Umgebung gedreht. Vorlage für das von Lars Kraume verfasste Drehbuch, war, wie bereits in anderen Frankfurter Tatort-Folgen auch, das auf realen Fällen beruhende Buch „Auf der Spur des Bösen“ von Axel Petermann. Lars Kraume war bei der dieser HR-Produktion ebenfalls Regisseur. Die öffentliche Erstausstrahlung erfolgte am 26. Dezember 2012.

Besetzung
Nina Kunzendorf
Joachim Król
Florian Lukas
Paulus Manker
Rainer Bock
Vincent Redetzky
Gerd Warmeling

Stab
Regie – Lars Kraume
Drehbuch – Lars Kraume, nach der Vorlage „Auf der Spur des Bösen“ von Axel Petermann
Produzent – Liane Jessen und Inge Fleckenstein
Musik – Christopher M. Kaiser, Julian Maas
Kamera – Armin Alker
Set Designer – Olaf Schiefner
Schnitt – Stefan Blau
Redaktion – Liane Jessen, Inge Fleckenstein (hr)


18 Meinungen zum Tatort Folge 855: Im Namen des Vaters

  • Jochen • am 26.12.12 um 20:30 Uhr

    Sorry, mit kurzen Haaren geht gar nicht. Sie war immer sexy, aber so? Nein Danke.


  • Kühn • am 26.12.12 um 21:56 Uhr

    Geschichte gut,darstellerin kunzendorf bzw. Die Figur im Film ist einfach nur fürchterlich!ständig macht sie ihren Kollegen runter und stellt ihn als Depp hin.da nutzt es auch nichts,wenn sie gegenueber personen Äußert,er waere ein guter Polizist!und dann die zur Schau getragene waffe!ich habe noch keinen Polizisten so herumlaufen sehen-weder uniformiert noch zivilbeamte.


  • Tatortjunkie • am 26.12.12 um 22:01 Uhr

    Sehr starke Folge mit Aha-Erlebnis!


  • nico haupt • am 27.12.12 um 1:07 Uhr

    Erste Sahne. Sehr millieu-dicht und trocken.
    Joachim Król ist am besten, wenn er am grummeligsten ist. Grosse Leistung ;


  • tauzettel • am 27.12.12 um 6:58 Uhr

    sehr schön.
    man hat das gefühl, bei der alltäglichen polizeiarbeit dabei zu sein, ohne dasss es langweilig wird. beide sind einfach 2 starke charaktere, ohne dass sie zu sehr im vordergrund stehen.
    keine klischees werden überspannt – alles einfach ein handwerklich sehr gut gemachter krimi. die story hat nicht den anspruch maßstäbe zu setzen und so ist dieser tatort einfach wie er sein soll.


  • Vati • am 27.12.12 um 8:34 Uhr

    Sehr spannender Tatort, bis zum schluß….“wir haben da ein problem“
    Kann mich meinen vorgängern nur anschließen. Beste unterhaltung!!!


  • Udo Färber • am 27.12.12 um 12:21 Uhr

    Der Schläger stolpert und erschießt sich selbst, OK. Warum erschießt dann Viktor den Pfarrer ? Oder liegt der im Schlußbild nur erschöpft / bewußtlos neben der Leiche des Schlägers ?


  • Miss Adele • am 28.12.12 um 10:07 Uhr

    Konnte man gut ansehen, ich war dennoch leicht enttäuscht. Gut ,dass mit der neuen Frisur soll den Tatort nicht beeinflussen trotzdem fehlte mir etwas, was in den vergangene Folgen präsenter war. Kann mich ansonsonsten nur meinen Vorrednern anschließen und mich auf den nächsten und leider letzten Tatort mit Nina Kunzendorf freuen.
    @Udo: Ich dachte auch erst, dass Viktor den Priester final erschossen hat wurde dann aber von meinem Freund aufgeklärt, dass er sich nur erschöpft daneben gelegt haben muss.


  • Ben • am 29.12.12 um 11:01 Uhr

    Jochen: Du schaust den Tatort weil du auf die Kommisarin stehst? Und nicht wegen des Inhalts, traurig, wirklich, dass die Optik für dich so entscheidend ist.


  • Der Schachfloh • am 29.12.12 um 22:14 Uhr

    Kein brillanter Plot und auch das Ermittlerduo agiert eher nüchtern (im wahrsten Sinne des Wortes ;-)), aber was für eine grandiose Leistung von Paulus Manker als saufender Schläger Viktor – 1a mit Sternchen!


  • sherlogg • am 30.12.12 um 14:26 Uhr

    Natürlich lag der Pfaff nur so da rum; war ja total fertig. Sah allerdings wirklich komisch aus, das Bild; ich hab da auch erstmal gestutzt.
    Und ja; der Viktor war unglaublich gespielt; hammermäßig!
    Und da ja hier plötzlich die Haare einer Kommissarin zum Thema hochgekocht werden: die kurze Frisur ist fesch! Ich hatte das umgekehrte „Problem“ bei Lena Odenthal, als sie ihre schnittige Frisur zu dieser faden 08/15-Mähne wuchern ließ. Wäre allerdings nicht auf die Idee gekommen, das in einem Forum in „huch; das geht ja gar nicht“-Manier zu thematisieren.


  • don rolando • am 12.2.14 um 11:41 Uhr

    Endlich konnte ich mir diesen Tatort gönnen, hätte echt was verpasst wenn nicht. Hammermässig gespielt von allen Protagonisten, spannend von der ersten (wobei ich von der ersten gerne ein bisschen mehr gesehen hätte) bis zur letzten Minute. Höchstnote!


  • Kai • am 10.1.15 um 21:15 Uhr

    Vielleicht könnt ihr es lassen, die Lösung zu verraten. Es gibt Leute, die den Film nicht gesehen haben.


  • Filipp • am 12.1.15 um 13:00 Uhr

    Eine sehr gute Milieustudie mit toller schauspielerischer Leistung, aber Meys Gehabe geht mir total auf den Keks. Erstens läuft so keine Kommissarin herum (und damit soll nicht die damals neue Frisur gemeint sein), dazu ständig dieses „Hallööchen, ich bin von der Kripo!“. Das geht mehr in Richtung Altenpflegerin oder Staubsaugervertreter. Aufgrund dieses Nerv-Faktors ein Punkt Abzug von der Höchstnote.


  • Dirk • am 30.1.16 um 10:41 Uhr

    Der Tatort Nummer 855 aus Frankfurt. Die beiden, der Hauptkommissar Steier und die Hauptkommissarin Mey, Mordkommission, sind nunmehr nur noch in Wiederholung zu sehen. Genau wie in diesem düsteren und ergreifenden Tatort-Krimi aus dem untersten Milieu und mit kirchenkritischen Bezug. Ja, hier hatten es die fesche Minna und der säuselnde Tschako nicht leicht, konnten das eine und das andere Mal auch nicht das sonst so geschlossene Mundwerk halten und verschärften damit den nicht problemlosen Ermittlungsstand in einem tragischen Mordfall. Ein Tatort-Film den man erst einmal verkraften muss, um ihn ein zweites Mal zu sehen. Der Schluss war gar nicht so überraschend.


  • jeepee • am 3.2.16 um 15:38 Uhr

    Ein Tatort der guten – nein besten Sorte. Sehr spannend. Neben dem guten Joachim Król sind die drei Schauspieler Paulus Manker, als gewalttätiger spinnerter Ganove, Florian Lukas: als Priester in großen Nöten und auch Rainer Bock als einsamer liebeshungriger (fast sympathischer) Täter einfach klasse! Und – wenn auch nur kurz – mutig und überzeugend Anna Böttcher als einsame Säuferin.
    Genial der Ausspruch: ‚Alle wollen mich körpern, keiner will mich küssen.“, der so ein bisschen das ganze Thema des Films zusammenfasst.
    Nina Kunzendorf spielt die Conny Mey schon gut, aber ihr Gehabe, vor allem wie sie mit der Pistole im Halfter cowboylike herumstolziert, ist total übertrieben. Dagegen finde ich das Verhältnis zu Frank Steier sehr gelungen dargestellt: sie versteht ihn nicht richtig, ist ein wenig besorgt und bewundert ihn gleichzeitig…


  • arte-Versteher • am 29.12.16 um 10:35 Uhr

    Beim Betrachten dieses Tatorts wird mir – wieder eimal – klar, was mich an dem Genre fasziniert. Es sind selten die Taten, die Täter, die Mitwisser und Zeugen. Auch nicht das „Rätsel“ als solches. Es sind in aller Regel die Ermittler und die Art, wie sie sich zu diesen Fällen verhalten, wie sie ihren Job machen, wie sie im Team und in der Welt funktionieren. In dieser Hinsicht sind Steier und Mey für mich ein Dreamteam. Steier, offensichtlich prsönlich angeschlagen, hat den Glauben in vieles verloren, aber „er macht seinen Job verdammt gut“, wie Mey schnörkellos feststellt. Mey selbst mit der girliehaften Flöterei, mit der sie Zeugen und Kollegen anspricht, hallöchchen, Tachchen, aber dahinter ein heller Kopf. Dazu Lars Kraumes milder Spott über Drehbuchkollegen, die ihre Kommissare immerfort für den Zuschauer memorieren und aufsagen lassen, was denn jetzt als nächstes zu machen sei. Für mich 5 Sterne ohne jeden Makel.


  • Rainer Grass • am 21.1.18 um 23:08 Uhr

    Mein Lieblingsduo. Kunzendorf gibt m.A.n. mit Abstand die interessanteste Ermittlerin, Krol ist ein ebenbürtiges Gegenüber, weil er seine Ermittlerqualitäten trotz seiner Muffeligkeit überzeugend darstellen kann. Alle sog. Nebendarsteller agieren ebenfalls auf hohem Niveau. Die Handlung ist plausibel und für meine Begriffe spannend genug, um mich eineinhalb Stunden zu fesseln. Komisch, daß andere Tatorte qualitativ so weit darunter liegen. Aber ist ja auch Geschmacksache.


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