Kurz und knapp – darum geht’s

Ein raffiniertes Spiel um Liebe, Geld und Täuschung erschüttert Berlin: Sophie Schulte und ihr Freund Arne Hirsch inszenieren ihre eigene Entführung. Das Ziel: Sophies Chefin, die wohlhabende Immobilienmaklerin Heike Witkamp, soll ein hohes Lösegeld zahlen. Doch während die beiden Liebenden von einem Leben in der Sonne träumen, entwickelt sich ihr vermeintlich perfekter Plan zu einem gefährlichen Katz-und-Maus-Spiel. Als Kommissar Walther und sein Kollege Hassert die Ermittlungen aufnehmen, ahnen sie nicht, dass sie in ein perfides Netz aus Täuschung, verborgenen Gefühlen und tödlichen Ambitionen geraten…

Inhalt der Tatort-Folge „Katz und Mäuse“

Das nächtliche Berlin wirkt wie eine Bühne für ein besonderes Schauspiel: Sophie Schulte und Arne Hirsch beobachten aus dem Verborgenen einen Nachbarn – ausgerechnet Kommissar Hassert von der Kripo. Was zunächst wie harmlose Neugier erscheint, entpuppt sich als Teil eines ausgeklügelten Plans.

Sophie, eine attraktive junge Frau, arbeitet im Maklerbüro von Heike Witkamp, die mehr als nur berufliches Interesse an ihrer Mitarbeiterin zeigt. Teure Geschenke und subtile Annäherungsversuche prägen deren Beziehung. Doch Sophies Herz schlägt für den charismatischen Architekten Arne Hirsch, der von seiner Arbeit frustriert ist und von einem anderen Leben träumt.

Das Liebespaar schmiedet einen gewagten Plan: Sophie soll scheinbar entführt werden, während sich Heike Witkamp um 350.000 Mark erleichtern soll. Jedes Detail wird minutiös geplant – von der Unterbringung in einem leerstehenden Haus bis zur Geldübergabe. Als ein mysteriöser Drohbrief bei Heike eingeht, scheint das Timing perfekt.

Die Polizei wird eingeschaltet, Hauptkommissar Walther und sein Kollege Hassert nehmen die Ermittlungen auf. Während sie einer falschen Fährte nach der anderen folgen, entwickelt sich in dem leerstehenden Versteck ein gefährliches Kräftemessen. Eine verhängnisvolle Begegnung, ein metallisches Klirren, ein Schuss – plötzlich nimmt der Fall eine dramatische Wendung.

In den Straßen Berlins, in dunklen Kanälen und auf verlassenen Baustellen entspinnt sich ein komplexes Spiel um Leben und Tod. Während Arne sich bereits am Ziel seiner Träume wähnt, taucht eine mysteriöse „Malou“ auf. Und Kommissar Walther beginnt, die feinen Zwischentöne in diesem perfiden Konzert der Täuschungen zu hören…

Hinter den Kulissen

„Katz und Mäuse“ wurde vom Sender Freies Berlin (SFB) produziert und im März und April 1981 in West-Berlin gedreht. Unter der Regie von Eberhard Itzenplitz, der sich bereits durch „Bambule“ und „Die neuen Leiden des jungen W.“ einen Namen gemacht hatte, entstand ein atmosphärischer Krimi der besonderen Art. Die Hauptrollen übernahmen Susanne Uhlen als Sophie, Peter Seum als Arne und Astrid Jacob als Heike Witkamp. Volker Brandt verkörpert Kommissar Walther, unterstützt von Ulrich Faulhaber als Hassert. Die Erstausstrahlung am 23. August 1981 erreichte beachtliche 18,53 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 49 Prozent entsprach. Bemerkenswert ist auch die Mitarbeit des späteren Erfolgsautors Sten Nadolny als Aufnahmeleiter.

Besetzung

Kommissar Walther – Volker Brandt
Hassert – Ulrich Faulhaber
Arne Hirsch – Peter Seum
Sophie Schulte – Susanne Uhlen
Heike Witkamp – Astrid Jacob
Tilla Münch – Kerstin de Ahna

Stab

Regie – Eberhard Itzenplitz
Buch – Joachim Nottke und Karl Heinz Knuth
Kamera – Gérard Vandenberg
Produktion – SFB