Tatort Folge 126: Duisburg – Ruhrort



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Tatort Folge 126: Duisburg - Ruhrort 4 11

Es ist der erste Fall für den Tatort-Kommissar Horst Schimanski (Götz George): Im Binnenhafen von Duisburg wird die Leiche des Binnenschiffers Heinz Petschek gefunden. Die Gerichtsmedizin stellt fest, dass der Mann zuerst verprügelt und dann mit einem Messer erstochen wurde. Gemeinsam mit seinem Kollegen, Hauptkommissar Christian Thanner (Eberhard Feik), führt Schimanski fortan die Ermittlungen im Tatort „Duisburg Ruhrort“.

Tatort Duisburg – Ruhrort [Trailer]

 
Schimanski und Thanner beginnen ihre Untersuchungen zunächst im Umfeld des Toten. Da Petschek bei der Familie Losse gemeldet war, vernehmen die beiden Hauptkommissare als Erstes die einzelnen Familienmitglieder. Herr Losse gibt bei den polizeilichen Befragungen an, dass das Opfer eine Affäre mit seiner Ehefrau sowie mit der Frau des Binnenschiffers Jan Poppinga hatte. Horst Schimanski sucht umgehend die besagte Frau Poppinga auf und erfährt von dieser, dass sie nie ein Geheimnis um ihre Liaison mit Petschek machte – kommt Jan Poppinga damit als Mörder in Frage? Tötete er seinen Rivalen aus Eifersucht?

Horst Schimanski findet den Verdächtigen in der Kneipe „Zum Anker“ und verhaftet ihn, nachdem er zugegeben hat, das Opfer Petschek zur Tatzeit verprügelt zu haben. Der Tatort-Kommissar ist jedoch skeptisch, ob er mit dem Binnenschiffer Poppinga den wahren Täter gefasst hat. Schließlich finden er und Thanner im Fall „Duisburg Ruhrort“ heraus, dass Heinz Petschek kurz vor seinem Tod seine langjährige Arbeitsstelle gekündigt und auf dem Schiff des Partikuliers Wittinger angeheuert hatte. Über die Gründe für seinen Wechsel sprach Petschek jedoch nie, auch nicht mit seinen besten Freunden. Was steckt bloß hinter seiner Entscheidung?

Plötzlich taucht inmitten der Untersuchungen eine zweite Leiche auf. Es handelt sich um den türkischen Gewerkschafter Celik. Die Spur der zweiten Tat führt die beiden Hauptkommissare in einen Metallbetrieb, in dem Celik arbeitete. Schimanski kontaktiert über einen Freund die türkische Gewerkschaft, die ihn darüber informiert, dass beide Opfer einem Waffenschieberring auf der Spur waren! Petschek hatte seine Anstellung bei Wittinger offenbar mit der Absicht angenommen, Indizien für die kriminellen Machenschaften zu sammeln. Celik, sein Kontaktmann, sollte anschließend der Gewerkschaft diese Beweise liefern. Sofort ordnet Schimanski eine Durchsuchung bei Wittinger an – und er wird fündig…

 
Der Tatort „Duisburg Ruhrort“ ist eine WDR-Produktion, die Dreharbeiten fanden im März und April 1981 in Duisburg, München und Umgebung statt. Die 126. Tatort-Folge ist der erste Fall für Kommissar Schimanski.

Die Erstausstrahlung des Fernsehkrimis lief am Sonntag, den 28. Juni 1981, im Ersten; 15,38 Millionen Zuschauer schalteten ein, das bedeutete einen Marktanteil von 42 Prozent.

Besetzung
Hauptkommissar Schimanski – Götz George
Hauptkommissar Thanner – Eberhard Feik
Schubert – Manfred Lesch
Kriminaloberrat Königsberg – Ulrich Matschoss
Frau Poppinga – Brigitte Janner
Jan Poppinga – Michael Rastl
Friedrich – Reinhold Olszewski
Frau Losse – Hannah Ruess
Lilo – Barbara Focke
Herr Losse – Heinz Gierke
Wittinger – Max Volkert Martens

Stab
Buch – Thomas Wittenburg
Buch – Horst Vocks
Kamera – Axel Block
Schnitt – Lizzi Lainer
Regie – Hajo Gies
Bauten – Dieter Reinecke
Produzent – Bernd Schwamm
Produktionsleitung – Peter Sterr

Bilder: NDR/WDR


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20 Meinungen zum Tatort Folge 126: Duisburg – Ruhrort

  • Michael • am 16.6.10 um 10:14 Uhr

    Mal sehen, wie es wird.
    Kann mich gar nicht mehr so richtig an den alten Haudegen Schimmi erinnern…


  • Gudrun Eussner • am 16.6.10 um 17:59 Uhr

    Ein Glück, daß der Tatort im MDR mit Ehrlicher&Kain ist, ich wollte schon anfangen, mich über die unkoordinierten Sendezeiten zu ärgern.

    Jetzt freue ich mich auf den WDR-Tatort. Ich frühen Tatort-Krimis habe ich seinerzeit alle nicht gesehen. Ich bin gespannt!


  • Gudrun Eussner • am 16.6.10 um 23:28 Uhr

    Lange nicht einen solch langweiligen Tatort gesehen, hätte vielleicht doch Ehrlicher anschauen sollen. Keine Linie, keine Spannung in dem Film, Schlägereien und Schimmis blaue Augen. Dürftig!


  • gjb • am 17.6.10 um 10:47 Uhr

    ja, in den ersten schimanski`s wurde, nach u.s. – vorbild,

    noch ein bisschen zu viel geprügelt.

    …und so aufregend war der wirklich nicht…

    …und auch, die linie fehlte wirklich.

    grüsse

    gjb


  • gjb • am 8.1.11 um 18:06 Uhr

    sah doch auch schon häufiger….!


  • wittiko • am 30.3.13 um 8:37 Uhr

    Allein die erste Szene ist schon Grund genug, diesen Tatort zu sehen:
    Zweieinhalb Minuten Götz George, kein Schnitt, tolle Kamera, vom Band „Leader of the Pack“ und dabei sehen wir Schimmis Männerfrühstück.
    Klasse Einführung des Hauptdarstellers!


  • Gerd Graf • am 7.7.13 um 9:28 Uhr

    Sicherlich nicht der beste Tatort aus Duisburg. Aber ein guter Anfang, und der ist bekanntlich schwer. Schimmi sollte das Gegenteil seines Vorgängers darstellen. Das ist ihm gelungen. Und die Szene mit den rohen Eiern zum Frühstück wurde mehrmals gedreht. Götz George zog das durch und musste sich später deshalb übergeben. Summa sumarum: kein besonderer Schimmi aber für die damalige Zeit ein gelungener Einstieg.


  • Udo B • am 8.8.13 um 1:05 Uhr

    Schimmi = Kult


  • Beyer • am 18.3.15 um 14:27 Uhr

    Ein unglaublicher Trash.Den Hype um Herrn George habe ich nie verstanden.Krawallig,unrealistisch,saublöd dieser Tatort.


  • Walter Ulbricht • am 26.10.15 um 21:28 Uhr

    Der Proletenfilm par excellence.


  • Erik • am 27.10.15 um 11:23 Uhr

    Laut Wikipedia liegt die Wohnung aus der 1. Szene in Wanheimerort (Mitte/Süd) . Dann sieht man Schimanski – inzwischen ohne Tüten – auf der Fürst-Bismarck-Straße in Ruhrort (Mitte/Nord), im Hintergrund sieht man die Pfeiler der Friedrich-Ebert-Brücke.
    Um von der Kneipe zum Tatort zu kommen, dem Regel Ruhrort, verlangt
    Schimanksi nach einem Dienstwagen, dabei läuft man von der Kneipe keine
    5 Minuten dahin und muss auch, anders als die folgenden Szenen suggerieren, über keine einzige Brücke …


  • Dirk • am 27.10.15 um 22:30 Uhr

    Diesen Tatort habe ich in Erstausstrahlung und später noch zweimal gesehen. Die Nummer 126. Ein Hauptkommissar Schimanski und ein Hauptkommissar Thanner ermitteln im tiefsten Duisburger Industrie-Pott und werden hierbei unterstützt von Polizeioberrat Königsberg, der sie aus einer manchmal brenzligen Situation heraus haute. So richtig habe ich die Story bis heute immer noch nicht verstanden, aber damals wie heute ein guter Action-Spielfilm. Die Gegend um die Duisburger Stahlwerke lernte ich acht Jahre später über Jahre beruflich tatsächlich kennen. Tja, war damals so gewollt und sollte bis heute auch so bleiben.


  • Karin • am 20.6.17 um 22:52 Uhr

    Einfach nur gut, besonders, wennse ausse Nachbarstadt von Düüsburch komms…..lol

    Immer wieder gern, und welche von den Nebendarstellern später noch in anderen Filmen auftauchten, von Erich Bar über Ralf Richter bis Uwe Fellensiek……


  • Rumo • am 21.6.17 um 9:00 Uhr

    Häää, „Düüsburch“ ?

    Nee, Karin – dat schreibt man so: Düsbuich
    Scheins also nich im Pott geborn zu sein…
    ;-)


  • Karin • am 22.6.17 um 16:08 Uhr

    Ey, Rumo, sollich Dich ma mein Geburtsurkund schickn? 😉


  • Rumo • am 23.6.17 um 8:56 Uhr

    Nee, Karin, brauchse nich.
    Gezz glaub ich dir dat nämich.

    Viel Spass übrigens bei’er Extraschicht, is ne ganz schön taffe Sache diesjahr !


  • revilo • am 4.8.17 um 22:19 Uhr

    Horst Schimanski (Götz George) und Christian Thanner (Eberhard Feik) in ihrer 1. Folge der Kultfigur Schimanski aus der Tatort-Reihe.
    Hajo Gies war der Regisseur dieses Werkes, für das es nach seiner Erstausstrahlung sehr viel Kritik gab. Dies lag aber vor allem an dem vorgestellten Charakter des Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski (Götz George).
    Ich fand die Folge hier etwas Besonderes. Hier wird von den 97 Filmminuten fast 100 Prozent Horst Schimanski (Götz George) begleitet, was bei den Tatort-Krimis bis zu dieser Zeit so nicht üblich war. Hier wirkt es aber sehr gut, weil Götz George es versteht seinen Charakter Horst Schimanski sehr gut zu interpretieren. Wie er denkt, wie er handelt und wie er so ist. Wir Zuschauer denken zwar selbst und nicht aus seinem Kopf, aber sehen tuen wir immer alles aus dem Aktionsbereich von Schimanski. Und hierbei langen diese 97 Minuten auch, um den Charakter seines Kollegen Christian Thanner (Eberhard Feik), sowie auch den seines Chefs Karl (Klops) Königsberg (Ulrich Matschoss) intensiv kennenzulernen.
    Die ersten drei Minuten, die Horst Schimanski (Götz George) in seiner vermüllten Wohnung bei einem besonderen Frühstück zubringt, sind schon legendär.
    Nach dieser Wohnungsvisite, die filmisch meiner Meinung nach zurecht legendär ist, geht er zu seinem ersten Fall für uns Zuschauer, wo am Hafen eine Leiche gefunden wird. Da es das Milieu Duisburg-Ruhrort ist, welches auch Schimanski (Götz George) sein zuhause nennt, liegt es nahe, dass Schimanski (Götz George) diesen Fall auch bearbeitet. Zum Glück hat er den biederen Kollegen und Freund Christian Thanner, dem Eberhard Feik auch eine wunderbare Interpretation gibt, an seiner Seite. Denn Schimanski geht mit vollem Einsatz an die Sache. Das heißt raufen, saufen, pöbeln und prügeln. Hört sich zwar schlimm an. Ist es vielleicht auch. Aber hier in dem Film passt es einfach super. Ich gebe zu, dass dies nicht in allen späteren Schimanski-Filmen so ist, doch hier passt es.
    Mit dieser Art von Ermittlung und wie halt Schimanski so ist, liegt er in dieser Folge meistens knapp neben der Lösung, aber sein Einsatz und das “Glück“, dass noch eine Leiche auftaucht, bringt ihn dann doch zum Erfolg, auch wenn sich der Mörder des ersten Opfers am Schluss des Filmes selbst stellt.
    Zuerst lacht Schimanski nach dem Geständnis, doch dann bleibt es in seinem Hals stecken, denn ich glaube, er erkennt, wie wir Zuschauer dieser Folge auch, dass er diesen Mörder nie gefunden hätte.
    Diese Folge “Duisburg-Ruhrort“ ist auf jeden Fall eine wirklich gute Einführung eines neuen Kommissars. Egal ob man Schimanski mag oder nicht.
    Ich denke, dass diese Folge trotz aller Kritik dazu beigetragen hat, dass Schimanski Kult wurde.
    Auch meine Eltern konnten ihn nicht leiden, aber sie sahen sich die Folgen an. Noch heute sehen sie so manche Wiederholungen, obwohl sie betonen, dass sie Schimanski nicht mögen.
    Wenn das mit dem Waffengeschäften in diesem Film für mich ein wenig verständlicher gezeigt gewesen wäre, hätte ich fünf Sterne gegeben.

    Meine Schulnote: 2-


  • uknig • am 12.9.17 um 9:48 Uhr

    Ein Klassiker und je öfter ich ihn sehe, desto besser finde ich ihn. Heute würde sich niemand über den schlagkräftigen Schmuddel-Kommissar aufregen, aber damals sorgte das für viel Aufsehen. Das Ruhrgebiet ist noch grau und dreckig, in dieser Folge taucht kein Grün auf. Die Story ist etwas wirr, aber Götz George und besonders Eberhard Feik sind ganz große Klasse.


  • Rumo • am 12.9.17 um 15:32 Uhr

    @uknig
    Ja, die Duisburger versuchten damals immer und immer wieder, die Realität ausblenden.
    Dass in dieser Folge kein Grün auftaucht, entsprach nämlich durchaus dem Stadtbild Duisburgs, allerdings auch der des Rest-Ruhrgebiets.

    Ach, und nicht zu vergessen, noch mehr hat das Renommee dieser Stadt durch das Desaster der Loveparade gelitten.


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