Kurz und knapp – darum geht’s
Ein verzweifelter Notruf erschüttert die Kieler Polizei: „Er ist in meiner Wohnung. Er kommt einfach durch die Wand“ – doch für Carmen Kessler kommt jede Hilfe zu spät. Kommissar Borowski und seine Kollegin Sarah Brandt stehen vor einem Rätsel: Wie konnte der Täter in einer verschlossenen Wohnung ein- und ausgehen, ohne Spuren zu hinterlassen? Die Ermittler ahnen nicht, dass der unheimliche Besucher bereits sein nächstes Opfer im Visier hat – und diesmal ist es eine der beiden Ermittler selbst…
Inhalt der Tatort-Folge „Borowski und der stille Gast“
Die Nacht liegt schwer über Kiel, als der verzweifelte Hilferuf von Carmen Kessler bei der Polizei eingeht. Ihre Stimme bebt vor Angst, denn sie spürt, dass jemand bei ihr ist – jemand, der einfach durch Wände zu kommen scheint. Der Notruf bricht abrupt ab. Als die Polizei eintrifft, findet sie eine verschlossene Wohnung und eine brutal ermordete Frau.
In der grauen Kühle des kommenden Morgens begutachten Kommissar Klaus Borowski und seine Kollegin Sarah Brandt den Tatort. Die Tür war verriegelt, die Fenster geschlossen – und doch gibt es keine Einbruchsspuren. „Es muss einen Weg geben“, murmelt Borowski, während er missmutig durch die Wohnung streift. Die blasse Morgensonne zeichnet scharfe Schatten an die Wände, als würde sie selbst nach einer Erklärung suchen.
Was die Ermittler nicht wissen: Der Täter ist kein Phantom, sondern der unscheinbare Postbote Kai Korthals. Ein Mann, der für die meisten unsichtbar durch den Alltag gleitet wie ein Schatten ohne Körper. Seine Arbeit verschafft ihm Zugang zu den Häusern seiner Opfer – und zu deren Leben. Heimlich dringt er in ihre Wohnungen ein, lebt dort, während sie außer Haus sind, benutzt ihre Zahnbürsten, schnüffelt an ihrer Kleidung, liest ihre Briefe. Er macht seinen Opfern anonyme Geschenke und studiert jede ihrer Gewohnheiten, bis er sie besser kennt als sie sich selbst. Eine Intimität, die seinen Opfern erst in dem Moment bewusst wird, in dem es bereits zu spät ist.
Während Borowski und Brandt im Dunkeln tappen, hat Korthals bereits sein nächstes Opfer auserwählt: eine drogenabhängige Prostituierte namens Roswitha Kranz und ihren kleinen Sohn Nathaniel. Wie ein giftiger Nebel dringt er in ihr Leben ein, spielt mit dem Jungen, wenn die Mutter nicht zu Hause ist. Die Fahndung nach dem Täter gleicht der Suche nach einem Geist – er ist überall und nirgends.
Im Polizeipräsidium herrscht angespannte Stimmung. Nach einer hitzigen Diskussion mit ihrem Vorgesetzten erleidet Sarah Brandt einen epileptischen Anfall – ein wohlgehütetes Geheimnis, das nur Borowski kennt. „Du bist nicht diensttauglich“, knurrt er später, als sie wieder zu sich kommt. Seine Sorge ist echt, aber ungeschickt verpackt in raue Worte. Die Kommissarin fleht ihn an, ihr Geheimnis zu bewahren. Für einen Mann wie Borowski, der klare Regeln schätzt, ein moralisches Dilemma, das wie ein schwerer Stein auf seiner Brust liegt.
Doch was Brandt nicht ahnt: Durch seine Arbeit bei der Post weiß Korthals bereits von ihrer Epilepsie. Und während sie ahnungslos ihrer Arbeit nachgeht, hat er sie längst in sein krankes Universum aufgenommen. Er verfolgt sie bis in ihre Wohnung, durchsucht ihre persönlichen Dinge, während sie duscht. Als Brandt später Handschuhspuren an ihrem Spiegel entdeckt, beschleicht sie ein unheimliches Gefühl – ein Eindringling war in ihren vier Wänden. Die Erkenntnis trifft sie wie ein eisiger Windstoß: Sie ist das nächste Ziel.
Als Roswitha Kranz ermordet aufgefunden wird und ihr Sohn verschwindet, verdichten sich die Hinweise auf den mysteriösen Täter. Borowski und Brandt jagen einen Schatten, der ihnen immer einen Schritt voraus ist. Die Verfolgung führt sie schließlich auf ein offenes Feld, wo es zur Konfrontation mit Korthals kommt. „Ich bin kein schlechter Mensch“, behauptet er mit zitternder Stimme, während er den kleinen Nathaniel vor sich hält wie einen Schutzschild. „Ich wollte nie jemanden töten.“ Seine Worte hängen in der Luft wie Nebelfetzen, während die Ermittler versuchen, die Situation zu entschärfen.
In einem Moment der Ablenkung fügt sich Korthals selbst eine schwere Verletzung zu. Der Notarztwagen rast mit dem Schwerverletzten zum Gefängniskrankenhaus. Doch als der Wagen dort ankommt, ist der stille Gast verschwunden – spurlos, wie er es immer tut. Für Borowski und Brandt bleibt nur die beunruhigende Gewissheit: Dies war nicht ihre letzte Begegnung mit dem stillen Gast…
Hinter den Kulissen
Der Tatort „Borowski und der stille Gast“ ist der 842. Film der Reihe und wurde am 9. September 2012 im Ersten ausgestrahlt. Es ist der 19. Fall für Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) und der dritte Einsatz der Kommissaranwärterin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) an seiner Seite. Die Dreharbeiten fanden überwiegend in Kiel und Umgebung statt.
In der Rolle des unheimlichen Kai Korthals brilliert Lars Eidinger, der mit seiner intensiven Darstellung eines soziopathischen Stalkers einen der unvergesslichsten Tatort-Bösewichte aller Zeiten schuf. Seine Interpretation des „stillen Gastes“ beeindruckte Kritiker und Zuschauer gleichermaßen und machte die Figur zu einem festen Bestandteil der Tatort-Geschichte.
Mit 7,5 Millionen Zuschauern erzielte die Folge die beste Einschaltquote für einen Kieler Tatort seit drei Jahren. Die Kritiken fielen überwiegend positiv aus – besonders gelobt wurden die dichte Atmosphäre und die beklemmende Inszenierung durch Regisseur Christian Alvart, der bereits den vorherigen Borowski-Fall „Borowski und der coole Hund“ inszeniert hatte.
Eine Besonderheit dieser Folge ist, dass der Täter am Ende der Polizei entkommt – ein seltenes Ereignis in der Tatort-Reihe. Dies ebnete den Weg für zwei Fortsetzungen: „Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes“ (2015) und „Borowski und der gute Mensch“ (2021), wodurch eine der wenigen Trilogien innerhalb der Tatort-Reihe entstand.
Nach der Ausstrahlung kursierten in Fankreisen zahlreiche Theorien darüber, wie Korthals in die verschlossenen Wohnungen eindringen konnte – das „Durch-die-Wand-kommen“ entwickelte sich zu einem gruseligen Markenzeichen der Figur und machte sie zum Inbegriff des unheimlichen Einbrechers in der deutschen Kriminalfilmgeschichte.
super spannender tatort! Endlich wieder mal kein langatmiges Sozialdrama… Außerdem funktioniert das Duo Borowski/Brandt gut, v.a. weil Sibel Kekilli Schwung bringt und den teilweise angestaubten Tatort wieder jünger macht.
Hi, also ich fand es von der ersten bis zur letzten sekunde wirklich spannend!
Hallo,
Was war das denn in der letzten Szene?
Hat der psycho in dem rettungswagen noch mal zugeschlagen?
Absoluter SPITZEN-TATORT !!!
Einer der besten aller Zeiten !!!
der schluss ist seltsam, so als gäbe es einen zweiten teil
Ich fand den Tatort super. Aber die Schlußszene beim Öffnen des Krankenwagens habe ich nicht kapiert, es ging zu schnell. Was war in dem Krankenwagen zu sehen??
Grüße, Roger.
Was war denn das für ein Ende???????????????
Das war heute abend der größte Müll. Für wie blöd wird man hier gehalten. Konsequenz-nie mehr Tatort…
sehr lange habe ich keinen tatort mehr gesehen, der eine dermaßen beklemmende spannung erzeugt. und das bei einem film, dessen handlung und mörder man im wesentlichen vorher kannte! ein echter psycho-thriller! toll!
ich bin mir noch nicht sicher was ich da gesehen habe.
Noch mehr als dieser Tatort haben mich die Kritiken der Presse (Süddeutsche, Focus, FAZ) erschüttert. Nachdem am Anfang des Films noch glaubwürdig mit realen Ängsten wie dem EIndringen in die Privatsphäre gespielt wird, verliert der Film spätestens mit dem EIndringen des Täters in die Arrest-Zelle jeglichen Bezug zur Realität. Das Ende wirkt zunächst wie einem Hollywood-Film entnommen (Täter flieht aus brennendem Wohnmobil durch den Fahrzeugboden) und gipfelt darin, dass der Täter auf dem Weg zum Haftkrankenhaus aus dem Krankenwagen flieht. In sofern wurde der Spannungsbogen arg überspannt und der so hochgelobte Schauspieler Lars Eidinger wie eine Art Superheld dargestellt.
Warum muss man in einem Tatort aus Kiel immer nur unsere weniger schönen Seiten von Kiel zeigen. Grundsätzlich ist schlechtes Wetter……..es scheint so als ob Kiel nur eine graue „Arbeiterstadt“ ist. Dabei haben wir auch durchaus sehr schöne Ecken……..aber das schlimmste ist diesmal auch noch die Handlung……absolut unrealistisch. Schade.
Ich habe das 1:1 schon mal gesehen oder gelesen… von wem ist die story?
Nesser?
Oder ist es ein Fitz?
Es wird immer schlimmer mit dem Tatort,letzte Woche schon mühsam zum anschauen und jetzt wird der Zuschauer langsam für dumm verkauft und mit dem Schluss schiesst Ihr dann noch den Vogel ab.
Muss mir wohl am Sonntag Abend einen anderen Sender suchen.
sehr spannender Tatort !
Also ich fand diesen Tatort atemberaubend. Das war doch gruselig ohne Ende! Bester Borowski den Tatort den ich bis jetzt gesehen habe.
Wer soll denn das glauben. Das Ende war doch Verscheißerung der Zuschauer. Doppelmörder wird freigelassen, nur weil er „ein guter Mensch“ ist und die Mutter umgebacht hat ???
Würde mich nicht wundern, wenn der nächste Tatort als Kasperletheater kommt. Die Kommissare mit den Sc hrottautos sind als Thema nun doch schon ausgelutscht. Fast wie vor ein paar Jahren, als es Mode war, das bei der Kripo gerade renoviert wird.
Einer der besten Tatorte!
„Ich-höre“-Borowski in Hochform, grandios, wie er seinen klapprigen PKW mit dem finalen Rettungsschuss erlöst.
Und die Epilepsie-Problematik wird sehr gut skizziert, differenziert und nicht sensationserheischend, da gab es wohl eine gute fachkundige Beratung! Glückwunsch an die Redaktion.
Super Tatort, aber ich habe leider die Schlusspointe verpasst oder nicht kapiert. Warum war der Rettungswagen am Ende leer?
Der Tatort fing spannend und interessant an. Trotz seiner altbewerteten Thematik.
Der Anfang ging also wirklich toll los. Leider war es spätestens vorbei, als die Kommissarin das Päckchen annahm. Jetzt begann das übliche. Der Mörder trat in Erscheinung und die Kommissarin war mal wieder die Zielscheibe. Zur Zeit ist dies ja in vielen Krimis der Fall, dass die Ermittler im Focus des Mörders stehen. Schade, eine wirklich tolle Story ist es gewesen.
Die Autoren glauben sicher, dass es besonders spannend ist, wenn die Ermittler involviert werden. Ist aber recht langweilig, weil es sehr unglaubwürdig ist.
Endlich mal wieder ein super toller TATORT: Super gute Story und spannend! Nicht so ein Quatsch wie letzte Woche aus Köln!
Ein wirklich super spannender Tatort mit tollen Schauspielern und sehr guter Story.
Spoiler: Das Ende bedeutet, dass es dem Bösewicht gelungen ist, sich aus dem Rettungswagen zu befreien und dass er wieder auf freiem Fuß ist. War doch ein kleiner Skandal, dass erstmalig das Böse in einem Tatort gewinnt.
Zudem habe ich gelesen, dass es evtl. eine Fortsetzung geben soll. Fände ich persönlich spitze :)
Wer sagt denn, dass die Schlussszene direkt im Anschluss an die Verhaftung passiert ist? Der Hof auf den die gefahren sind, sah nun nicht wirklich wie ein Krankenhaus (ganz gleich welcher Art) aus, zudem war die Verletzung die er hatte, absolut schwerwiegend….
viel wahrscheinlicher ist es doch, dass die Flucht bei der Überführung vom Krankenhaus, sprich nach teilweiser Genesung, in die Haftanstalt erfolgte….
my 2 cents.
War ja spannend, wenn auch unwirklich!!!!
Bin leider frustiert ins Bett gegangen, mit der Überlegung:– was war in dem Rettungswagen passiert?????
Ein sehr gelungener Tatort! Saß schon lange nicht mehr so angespannt vor dem TV. :-) War ja fast nen Psychothriller :-) Das offene Ende war m.E. unnötig, aber ein cooler Effekt auf jeden Fall!
FUCK DIE FAKTEN !
Leider wurde Kiel Mettenhof in diesem Tatort als „graue Betonburg“ von Kiel dargestellt. Lag ja auch an der Jahreszeit. Dabei ist Kiel Mettenhof am weitesten aus dem Stadtkern entfernt und es sind nur 5 Minuten in die Natur. Witzig. Während der Dreharbeiten saß ich nebenan im Cafe. Ich als Kieler, der jetzt in der Innenstadt wohnt, liebe die Kieler Tatort crimes. Jedoch bemerkt man, dass dieser spezielle Regisseur, der bereits „Borowski und der coole Hund“ auf die Bildschirme brachte, merkwürdig drehen lässt. Die Krimis wirken oftmals sehr dunkel, fast wie Kunstwerke, die für ältere Leute nicht verständlich sind. Sibel Kekilli mit den modernen Worten und Sätzen wie „Fuck die Fakten!“. Aber er war sehenswert. Gruß aus Kiel.
Die Idee war echt gut, nur leider reichlich schlecht umgesetzt. Es blieben viele Fragen offen bzw viele Dinge waren absolut überzogen und unglaubwürdig. Wie ist der Täter überhaupt an die Schlüssel gekommen, um sie zu kopieren? Warum rückt gleich ein SEK in amerekanischer Manier bei einem „normalen“ Notruf an? Selbiges gilt für die Wohnwagenszene am Schluss, Scharfschützen im Hubschrauber??? Wieso wechselt das erste Opfer zwar die Tür, aber nicht die Schlösser aus? Kann man so leicht in ein Polizeigefängnis einbrechen? Wieso bekommt der Fahrer des RTW es nicht mit, wenn hinten eine Meuterei tobt? Und wieso überwältigt er zwar den Polizisten aber lässt sich dennoch in die JVA fahren?
Ungereimtheiten am laufenden Band – Schade.
Und das bei jedem Tatort immerzu die Ermittler selbst in den Fall verstrickt sind halt ich auch für arg fragwürdig…
Genial. Schreg. Spannend. Absurd. Neu
Schwachsinn hoch drei!! Schickt den Borowski endlich in Rente!!
Totaler Müll. Aber was will man von einem Borowski anderes erwarten!! Und jetzt soll der Mist auch noch fortgesetzt werden. Eine Schande, wie sich hier von anderen guten Filmen bedient wurde!
Selten so einen Käse gesehen!
Borowski gehört zu den schlimmsten Ermittlerfiguren der Reihe. Unglaubwürdiger Schwachsinn wird einem hier aufgetischt!
Ich glaub es nicht. Hollywood-Verschnitt en masse. Da muss man erst mal drauf kommen, Schweigen der Lämmer, Hannibal Rising und Psycho zu beklauen und es in einem Tatort zu vermengen. Glückwunsch!! Das war so ziemlich der mieseste Tatort, den es gibt. Und der Schwachsinn soll auch noch weitergehen!!! OMG
Warum kann man hier nicht Null-Sterne vergeben????
Borowski Fälle gehören zu den miesesten. Langweilig und überambitioniert.
Grausam!!!!
Weg damit!
Sensationell guter Tatort !!! Freu mich auf die Fortsetzung…die ersten 30 Minuten waren an Spannung kaum zu überbieten, Borowski zusammen mit Sibell K ne Klasse für sich und inzwischen unter den 3 BESTEN Temas/Städten. BITTE MEHR DAVON. Warum haben die meisten hier das Ende nicht verstanden ? War doch sonnenklar.
Absolut Klasse gemacht,
hochspannend und fesselnd bis zum Schluss !!!
Wir lieben Borowski und das war einer seiner besten Fälle !!!
Wir freuen uns schon auf den nächsten Kieler Tatort :)
Liebe Grüße
Einer der schlechtesten Tatort-Filme, die wir je gesehen haben.
Geiler Tatort wäre schön zu wissen ob es einen zweiten Teil gibt wenn ja wann???
Rein filmtenchnisch gesehen finde ich war der Tatort sehr gut. Auch herrschte den ganze Film lang Spannung und nicht das typische tatortkommissare herumgehetzte und Gebrülle. Die Idee war mal etwas anderes. Aber inhaltlich… Die Kommissarin kann mir nichts dir nichts die Webseiten aufrufe über einen proxyserver abrufen, zuhause aber bleibt sie in ihrem Internet Shopping Account einfach eingeloggt. Wann der Mörder die zweitschlüssel hergestellt hat ist mir auch nicht klar. Und dann dringt der auch noch durch ein Fenster einfach zu einer Zelle im Polizeigebäude ein.
In meiner tv-paket ist ndr-zdf-ard-rtl, meine favorit sind doch Tatortund dergleichen…
Ich bin Däne und leben in Dänemark
63Jahre alt und in Ruhestand
Der Anfang war nicht mal so schlecht. Aber die letzten 30min , waren absoluter Misst!!
Der eierlegende Wollmilchsau Psychopath kann einfach alles – Schlüssel nachbauen, einbrechen, Handyortung, PCs hacken, Bomben bauen und Briefe austragen. Nebenbei morden und Kinder entführen. Was man heutzutage so alles braucht, um Zuschauer vor die Kiste zu locken. Eigentlich schade, denn die Schauspieler können eigentlich mehr.
vor meinem Fazit eine Frage an euch: wie habt ihr den Dialog am ende verstanden? Borowski zitierte „ich bin kein böser Mensch“. Hat er der Kollegin damit eine Teilschuld gegeben? Sie hat Roswitha nach Hause in den Tod geschickt. Und sie ist es, die trotz ihrer Krankheit nichts besser kann, als Cop zu sein.
Über weite Strecken fand ich die Darstellung einfach zu simpel und die Aufklärung zu absurd. Nur das Ende hat alle wieder zu einer Diskussion auf dem Sofa aufgerufen: was meinte Borowski mit seinen Worten „ich bin kein schlechter Mensch – und nun ist Roswitha tot“. Hat der damit auch seiner Kollegin einen Vorwurf gemacht, weil diese ihre Krankheit nicht offenbaren möchte? Hat er ihr damit an dem Tod von Engelhardt/Engelbrecht (oder wie der hiess) vor einem Jahr eine Teilschuld unterstellt, weil er vorher fragte, ob sie da auch einen Anfall bekommen hat?
Ab dieser Stelle war Timeshift die beste Erfindung der Welt. Ich musste mir den Dialog noch mal anschauen. Ebenso das Ende, … man sieht ja, wie oft hier nachgefragt wird. Ein Beamter hatte eine Kopfwunde und der Sani… war der tot? Das konnte auch Timeshift nicht klären.
Wie geht es euch? Ich versuche mich ja oft nach dem Mord in die Lage der Cops zu versetzen und mich zu testen, wie ich dem Mörder auf die Schliche komme. Das war bei diesem Tatort – und man kannte/ahnte den Täter schon sehr früh – wohl nicht möglich. Wer käme schon auf die Idee skeptisch durch das Badezimmer der Prostitätowierten zu gehen und sofort mit einem Blick zu sehen, dass die Zahnbürste merkwürdig ist. Wo ist da die Logik? Wo die amtliche Strategie? Woher die Idee, der Verdacht? Letztendlich war es aber ein wichtiges Puzzleteil.
Über lange Strecken fand ich die Konstruktion daher recht peinlich, simpel und öde. Richtig gelacht habe ich bei der Endszene auf dem Feld. Das WoMo brennt ein wenig und plötzlich ist das umstellte WoMo auf hundert Meter in dichtem Nebel versunken, so dass man erstmal wie die Nadel im Heuhaufen dort der Lage entkommen konnte? Gut es kam anders, aber da war es schon lächerlich.
Meiner Meinung nach lebt der Tatort oft durch die guten Schauspieler und die zwischenmenschlichen oder sozialkritischen Aspekte, aber weniger von den oft nicht so richtig spannenden Geschichten. Für mich. Nichts davon hat dieses Mal leider nicht funktioniert. In Erinnerung bleibt er wegen der öden Konstruktion und wegen des Endes, das es mit dem Dialog zwischen den Cops „er ist kein schlechter Mensch“ auf die Kippe stellte, wie ihr Verhältnis ist.
Das Ende mit dem Krankenwagen war dann wieder so plump, wie die Einführung des Mörders angefangen hat (Der Nerd mit dicker Brille und tiefgezogener Mütze, weil es so unauffällig ist). Dieser Tatort hätte besser auf das einfallslose Wende-Ende verzichtet. Dann wäre dem Tatort wenigstens als Höhepunkt der finale Dialog um das unklare Zitat „ich bin kein schlechter Mensch“ geblieben. Ob dieser Dialog so tiefsinnig ist, wie ich ihm unterstelle, weiss ich nicht… wie habt ihr ihn verstanden?
Ein super Tatort! Spannend, packend und mit offenem Ende, mit „Weil sie böse sind“ die beiden einzigen mit offenem Ausgang. Wann kommt der zweite Teil?
Ich bin enttäuscht!
Der Kommissar schießt auf sein Auto, der Kollege ist plötzlich von der Ehefrau ertappt und die Jüngste ist gesundheitlich polizeidienstunfähig.
Mit dem Täter sind es somit schon vier Personen, die ihre Welt nicht gerade im Döschen haben. Die inhaltliche Umsetzung zum Ende hin war schlecht und realitätsfremd!
Erschütternd, dass all jene Kommentatoren diesen Tatort als „Müll“ bezeichnen, die den glasklaren Schluß nicht kapiert haben. Bin kein regelmäßiger Tatort-Zuschauer und auch kein Fernsehgucker, sondern gehe viel lieber in Kinofilme. Umsomehr haben mich die kinoverdächtigen ersten Minuten sofort gefesselt, gespannt wie in einem echten Thriller habe ich das intelligente Drehbuch bestaunt, die Schauspieler-allen voran den überragenden Lars Eidinger- bewundert und das geniale Ende bejubelt. Freue mich auf die Fortsetzung. Vielleicht noch eines: wer Filme ab einer gewissen Klasse nicht mehr versteht, sollte mit vernichtenden Urteilen lieber zurückhaltend sein!
Ich bin enttäuscht!
Das Thema fand ich sehr interessant und spannend in Szene gesetzt, aber die
bisweilen abgehobenen überspannten Handlungen mit einem Täter der als eine Art Supermann jeglichem Zugriff entweicht und einer Kommissarin die in diesem Tatort ihrer Rolle nicht gerecht wird, hätte ich mir den Abend besser gestalten können. Z. Bsp. ein anderes Programm.
Hatte den Tatort aufgenommen und erst vor kurzem gesehen (zum zweiten Mal) und fand ihn – wie schon beim 1. Mal super spannend.
Sehe Borowski (aber auch Axel Milberg in anderen Rollen) sehr gerne. Ehe ich es vergesse was zu „Joes“ Kommentar vom 18.8.: Wenn man die Handlung eines Filmes nicht mehr mitbekommt, dann sollte man nicht so ein endlos langes Geschwafel verfassen. Welchen Film hat er denn gesehen, wo Borowski den Satz sagt: „Ich bin kein schlechter Mensch“? In dem Tatort spricht diesen Satz der Täter Kai bei seiner Festnahme um seine Taten zu
rechtfertigen.
Lars Eidinger – wie immer – glanzvoll gespielt. So einen Charakter glaubwürdig darzustellen ist schon genial.
Dank an denjenigen, der diesen Darsteller von der Schaubühne auch auf die
Leinwand geholt hat.
Theater ist leider immer eine Geld – und Zeitfrage. Das kann man nicht aufzeichnen und später anschauen.
Ich warte gespannt auf die geplante Fortsetzung des Tatortes.
Absolut sehenswert…sehr spannend…hier und da etwas überzogen…trotzdem ganz klar 5 Sterne !
Fantastischer Film ( ist das noch ein Krimi, wenn der Mörder gleich bekannt ist).
Habe neulich ein Radio-Interview gehört, in dem dieser TO angesprochen wurde. Drei Jahre nach Erstausstrahlung!
Das allein zeigt wie gut hier die Schauspieler in einem der herausragendsten Folgen aller Zeiten.
Freitag und Sonntag drauf der gleiche Tatort? Das kann doch hoffentlich nur ein Druckfehler sein…
Der Tatort Nummer 842 aus Kiel mit den beiden Kommissaren Borowski und Brandt von der dortigen Mordkommission. Neben öden Außenaufnahmen und vorgezeigter polizeilicher Autoentsorgung, ging es hauptsächlich um einen Allround-Psychopathen, Triebtäter, Mörder, Kindesentführer. Spannung ist diesem Tatort-Thriller nicht abzusprechen, jedem blutigen unrealen Horrorfilm aber auch nicht. Der Täter verfolgte Kommissarin Brandt noch durch die Polizeidienststelle bis in die Arrestzelle, in der die gesichert die Nacht verbringen sollte. Sprengstoff-Fallen konnte er bauen, fremde Laptops manipulieren, jede Wohnungstür gewaltfrei aufmachen und seine Opfer in gewohnter Umgebung bequem dahin meucheln. Borowski und Brandt gegen das Monster. Hier wird an der Realität vorbei mit Ängsten gespielt und Spannung erzeugt. Zum wachhalten durchaus geeignet und auch sehenswert.
Ein kleines Kind bei solchen Dreharbeiten? Mitten im Gewühl herumschreiender Erwachsener? Das finde ich verantwortungslos.
Ja, auch so kann Tatort gehen. Genialer Plot, geniale Dialoge, geniale Darsteller. Tatsächlich ist „der stille Gast“ einer der besten – fast wie Kinderüberraschung: Spannung, Spiel – allerdings ohne Schokolade, aber dafür mit noch mehr Unterhaltung. Da sag ich mal einfach nur DANKE!
Sehr guter Tatort,spannung von Sekunde 1 bis zur letzten.
Warum kam aber ein zweiter Teil ich fand das es keinen zweiten Teil
geben müsste.Sehr guter Tatort einfach klasse!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Zu dem Kommentar von Herrn Sebauer:
„Ein kleines Kind bei solchen Dreharbeiten? Mitten im Gewühl herumschreiender Erwachsener? Das finde ich verantwortungslos“
In diesen Szenen war natürlich kein Kind mit am Set, worauf sehr geachtet wurde von der Produktion.
Ein guter Schnitt und der Einsatz einer Puppe lassen dies natürlich nicht erkennen…
Grüße von der Mutter :-)
Extrem guter Psycho-Thriller mit einem unfassbar genialen Lars Eidinger.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, außer: Bravo, Sascha Arango!
P. S.: Teilweise war glücklicherweise schon ersichtlich, dass es sich um eine Puppe handelte. Alles andere wäre in der Tat verantwortungslos gewesen.
Liebe Grüße an Frau Hass und Danke für die Aufklärung :-)