Polizeiruf 110: Bullenklatschen



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Die Folge „Bullenklatschen“ der Krimiserie Polizeiruf 110 beginnt mit einem vermeintlich harmlosen Routineeinsatz:
Bei einem Hoffest in Halle wird es zu laut.

Die Polizei soll für Ruhe sorgen. Doch legen sich Gäste des Fests mit dem angerückten Beamten und seiner Kollegin an. Schließlich bleiben beide am Tatort liegen, der Beamte erschossen, die Polizistin bewusstlos geschlagen. Weil aus den Dienstpistolen geschossen wurde, steht eine Frage im Raum: Feuerte eine junge Polizistin in Panik versehentlich auf den Kollegen? Sie beteuert später, nicht geschossen zu haben. Als ein vorbestrafter Randalierer und ein Haftfreigänger als Gäste des Festes identifiziert werden, scheint diese Episode vom Polizeiruf 110 zunächst vorhersehbar zu verlaufen …

Polizeiruf 110 „Bullenklatschen“ – Trailer



 
Dass wegen Lärmbelästigung zu Festen gerufene Polizisten in Dispute geraten, ist eine alltägliche Sache. Doch in „Bullenklatschen“ trifft den Beamte Nils Rotter eine tödliche Kugel, und seine junge Kollegin Ilka Grein liegt niedergeschlagen am Boden. Es sieht nach „Bullenklatschen“ – im wahrsten Sinne des Wortes – aus. Die kriminaltechnische Untersuchung ergibt, dass es in einer Werkstatt im Hinterhof zum Schusswechsel kam. Allerdings haben die Patronenhülsen dasselbe Kaliber wie die Munition der Polizei und stammen vom gleichen Hersteller. Einige Fakten legt nahe, dass die Polizisten im Chaos der Auseinandersetzung den Überblick verloren haben und aufeinander schossen. Sollte in dieser Folge vom Polizeiruf 110 der Tod Rotters tatsächlich das tragische Ergebnis unachtsamer Polizeiarbeit sein?

Als man die Polizistin Ilka Grein den Personen gegenüberstellt, die man beim Hoffest nach dem vermeintlichen Bullenklatschen festnahm, erkennt sie in einem jungen Punker einen der Angreifer, die sie in die Werkstatt gejagt und dort bewusstlos geschlagen haben sollen. Die Kommissare Schmücke und Schneider aus Polizeifunk 110 vernehmen den Verdächtigen, der ihnen einen weiteren Teilnehmer der Eskalation verrät. Es ist Jürgen Baumann, in der Szene als Pike bekannt. Wie weitere Ermittlungen ergeben, war Baumann schon an mehreren Ausschreitungen in verschiedenen Teilen Deutschlands beteiligt. Zudem ist eine Vorstrafe wegen illegalen Waffenbesitzes aktenkundig. Da man auch seine Fingerabdrücke am Tatort findet, gerät er bei den Ermittlern in dringenden Tatverdacht, eine Schlüsselrolle beim tödlichen Bullenklatschen gespielt zu haben. Aber sollte die Lösung dieses Falls bei Polizeiruf 110 wirklich so einfach sein?

Als man nach den Personen forscht, die weitere Fingerabdrücke am Tatort hinterließen, tut sich eine neue Spur auf: Ein gewisser Johannes Majewski war am Ort des Geschehens, obwohl er eigentlich im Gefängnis sitzen sollte. Wegen versuchten Totschlags an einem Polizisten wurde er zu einer längeren Strafe verurteilt. Allerdings hatte Majewski ausgerechnet am Tag dieses Hoffests Urlaub von der Haft. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel: Welches Motive sollten Majewski zu diesem brutalen Bullenklatschen und Mord an Rotter getrieben haben?

Plötzlich nimmt die Handlung des Krimis eine ungeahnte Wendung: Ilka Grein, die niedergeschlagene Polizistin, gerät bei ihren Vernehmungen in tiefe Widersprüche. Schließlich zieht sie ihre ursprüngliche Aussage zurück und gibt zu, in der Werkstatt geschossen zu haben. Zudem kommt ans Licht, dass sie und der getötete Nils Rotter ein intimes Verhältnis hatten. Auch kannte das Paar den einsitzenden Majewski. Ausgerechnet eine Aussage Rotters brachte diesen ins Gefängnis. Die Kommissare Schmücke, Schneider und Nora Lindner fügen nun die Steine dieses komplizierten Mosaiks zusammen.

 
Der Polizeiruf 110 „Bullenklatschen“ wurde am Sonntag, den 20. Mai 2012 um 20.15 Uhr erstmals im Ersten ausgestrahlt; 7,33 Millionen Menschen schauten sich die TV-Premiere an, das entsprach einem Marktanteil von 22,9 Prozent.

Besetzung
Hauptkommissar Herbert Schmücke- Jaecki Schwarz
Hauptkommissar Herbert Schneider – Wolfgang Winkler
Oberkommissarin Nora Lindner – Isabell Gerschke
Rosamunde Weigand – Marie Gruber
Ilka Grein – Theresa Scholze
Jenny Rotter – Stephanie Stumph
Nils Rotter – Daniel Breitfelder
Jürgen Baumann – Sergej Moya
Astrid – Klara Manzel
Johannes Majewski – Gerdy Zint
Mark van Vohl – Stefan Jürgens
Sid – Jonas Leonhardi
u.a.

Stab
Drehbuch – Matthias Herbert
Regie – Thorsten Schmidt
Kamera – Ralph Netzer
Ton – Andreas Kaufmann
Musik – Andreas Koslik
Kostüme – Marion Bergmann
Maske – Nadine Tschöpe, Anke Saboundijan
Szenenbild – Christa Köppen
Schnitt – Simone Klier
Casting – Ines Rahn
Produktionsleitung – Jens Laukner
Herstellungsleitung – Michael Schmidt
Produzenten – Peter Gust u. Pawel Reinhardt
Redaktion – Wolfgang Voigt, MDR


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