Tatort Folge 085: Zürcher Früchte



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Tatort Folge 085: Zürcher Früchte 4 6

„Zürcher Früchte“ ist der erste Tatort-Fall für Kommissar Bergmann (Heinz Treuke) und seinen Assistenten Robert Wegner (Rainer Hunold). Ihr erster Einsatz führt die beiden neuen Ermittler am Tatort Frankfurt gleich in die tiefsten Kreise der Finanzbanken. Und dabei beginnt alles mehr oder weniger harmlos: Drei Frankfurter Ganoven wollen die „Zürcher Früchte“ eines deutschen Steuerhinterziehers ernten.

Schnell an viel Geld kommen, das ist das Ziel eines jeden Ganoven. Auch das Verbrecher-Trio Peter May, Helmut Pauly und Dieter Stroess, das normalerweise am Tatort Frankfurt agiert, wird von diesem Wunsch angetrieben. Und so herrscht helle Aufregung als die drei Ganoven einen Tipp erhalten, wie sie schnell an eine Million „Zürcher Früchte“ kommen – also Geld, das auf einem Zürcher Nummernkonto liegt. Es handelt sich dabei um das steuerhinterzogene Vermögen des reichen Frankfurter Fabrikanten Henry Brandl. Ein todsicherer Tipp, wie es scheint. Doch schneller als die Drei denken, wird aus ihrem Plan ein Fall für Kommissar Bergmann und seinen Assistenten Wegner wird,

Denn schon bei den Vorbereitungen des Coups „Zürcher Früchte“ geraten die drei Gangster in Streit. Es kommt zu Handgreiflichkeiten, bei denen der Anführer des Trios, Peter May, versehentlich erschossen wird. Noch am Tatort beschließen Pauly und Stroess, das Ding trotzdem durchzuziehen. Doch dafür müssen sie sich trennen: Stroess soll am Tatort Frankfurt die Frau des Opfers in Schach halten. Pauly fährt nach Zürich, wo das zukünftige Opfer Brandl gerade in einem noblen Zürcher Hotel wohnt.

So kommt es, dass der Fabrikant Brandl am nächsten Morgens beim Frühstück unerwartete Gesellschaft bekommt. Plötzlich sitzt ihm ein unbekannter Mann gegenüber, der nur allzu gut über seine „Zürcher Früchte“, seine Gewinne aus Geldwäscherei und Steuerhinterziehung, Bescheid weiß. Der Mann will ihn erpressen und um eine erhebliche summe erleichtern. Doch so leicht lässt sich Brandl nicht ausrauben. Und so wird der Fall Kommissar Bergmann und seinen Assistenten Wegner noch tief in die Zürcher und Frankfurter Finanzwelt führen.

Die Frankfurter Tatort-Folge 085 „Zürcher Früchte“ ist eine Produktion des HR und wurde am 12. Februar 1978 zum ersten Mal im Ersten Programm der ARD gesendet. Es ist der erste Ermittlungseinsatz für Hauptkommissar Bergmann, der in drei Episoden von zwei verschiedenen Schauspielern verkörpert wurde. Der in „Zürcher Früchte“ agierende Heinz Treuke wurde nach diesem ersten Bergmann-Tatort durch Lutz Moik ersetzt, der die beiden anderen Bergmann-Fälle übernahm.

Besetzung
Kommissar Bergmann – Heinz Treuke
Assistent Robert – Rainer Hunold
Henry Brandl – Walter Reyer
Gisela Brandl – Veronika Faber
Frau Schroeder – Uschi Wolff
Fräulein Modlen – Angelika Milster
Peter May – Nicolas Brieger
Pauly – Hans-Ulrich Kinalzik
Dieter Ströß – Heinz W. Krähkamp
Tante von Ströß – Lia Wöhr
Renate Hell – Elke Aberle
Kuzorra – Karl-Heinz Merz
Berta Schopf – Petra Ulich

Stab
Drehbuch – Wolfgang Fechtner
Regie – Heinz Schirk
Kamera – Manfred Lowak


10 Meinungen zum Tatort Folge 085: Zürcher Früchte

  • Frasch • am 17.2.08 um 11:10 Uhr

    Bei Darsteller fehlt der Name des Kommissars. Zudem fehlen Angaben zur Musik.


  • Monika BN • am 10.11.11 um 18:53 Uhr

    ja, auch ich vermisse die Angabe des Kommissars; s. bei Tags: „Bergmann, HR“
    Frankfurter Bergmann: Darsteller Lutz Moik


  • gjb • am 15.11.11 um 17:55 Uhr

    ja, sehr mager, diese beschreibung !


  • DanielCH • am 6.4.13 um 17:24 Uhr

    Nachdem ich diesen Tatort nun schon zweimal gesehen habe, gefällt er mir ganz gut, besser jedenfalls als „Rot – rot – tot“ aus dem gleichen Jahr. Und auf eine Art behandelt „Zürcher Früchte“ ein Thema, das im Moment wieder ganz aktuell ist: Die Schweiz bzw. ihre Banken als Hafen von Vermögen reicher Leute (gerade auch aus Deutschland), die auf diesem Wege Steuern „sparen“. Damit bringt der Film von 1978 ein Thema aufs Tapet, das 35 Jahre später wieder voll im Fokus der Öffentlichkeit steht, wenn man an Offshore-Leaks denkt.


  • Dirk • am 2.5.15 um 15:20 Uhr

    Der Tatort Nummer 085. Als der in Erstsendung lief, befand ich mich gerade, beruflich anders orientiert, in Ausbildung am nördlichsten Stück in Norddeutschland, ganz nach dem Motto: “ Ja mei, die Hessen kommen.“ Etwas unscheinbar wirkend, erinnert er immer so ein bißchen an Familie Hesselbach, hat aber bis dato tatsächlich vier Meinungen erhalten. Andere Spielfilme dieser Fernsehserie haben nach Jahrzehnten keinerlei Beachtung gefunden. Aber Dialekt und Personen täuschten nicht darüber hinweg, daß es sich im Film um einen knallharten und von skrupellosen Kriminellen durchgeführten verbrecherischen Akt handelte, in dem Moral oder gar Menschenleben keinerlei Rolle spielten und die klassischen Varianten von Liebe, Eifersucht, Verrat und Mord voll zum Einsatz kamen. Erstaunlich die Naivität des Firmenchefs, der den Ernst seiner Lage wohl erst gar nicht begreifen wollte. Sehenswert, auch der guten Schauspieler wegen. Der Hauptmeister und Assistent von Hauptkommissar Bergmann machte später ja sogar den Aufstieg zum Staatsanwalt in der Fernsehwelt. Da kann man doch einmal sehen, was in den Bildungswegen so alles möglich ist. Glückwunsch.


  • scheylock • am 3.5.15 um 17:22 Uhr

    Ich freue mich schon. Ich habe die alten TO alle nie gesehen, ich würde mich wundern, wenn Leute, die heute so alt sind wie ich damals, solche Filme anschauen. Gewiß, es mag einzelne geben, aber so viele, daß man, wie das ZDF jetzt, alles zerstört, was Krimi-Fans heilig ist?

    Die alten TO zeigen, wie die Menschen seinerzeit lebten, was sie wichtig fanden, wie sie gekleidet waren, gewohnt haben etc. Jeder einzelne ist ein kleines Zeitdokument. Danke, HR!


  • Ramona • am 9.5.15 um 22:45 Uhr

    Ein super Teil, als er das erste Mal lief, schaute ich immer Sonntags heimlich mit meiner Oma (als 15 Jährige) den Sonntagskrimi. Auch jetzt hat er nichts an seinen Charm verloren. So war das Telefon mit Wählscheibe, Opel Manta die Krankenwagen … Liebschaften, neugierige Sekretärinen, Leichtgläubigkeit und Frauenhelden.
    Gute Wahl für die Wiederholung getroffen.


  • Gottlieb • am 10.5.15 um 10:50 Uhr

    Spannend und unterhaltsam, ohne Sprünge und modernen Kamerafirlefanz


  • Udo B • am 15.5.15 um 23:20 Uhr

    Kann mich Gottlieb nur anschließen…


  • Erik • am 30.10.15 um 14:58 Uhr

    Sehenswert, da das Opfer selbst ein Wirtschaftskrimineller ist und die Handlung die eine oder andere Überraschung bietet. Kraehkamp in seiner Paraderolle des Ganoven, der alles versaut.


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