Tatort Folge 1182: Wunder gibt es immer wieder

Kurz und knapp – darum geht’s

Ein Wirtschaftsprüfer wird tot im Münchner Hauptbahnhof aufgefunden, nachdem er ein Wochenende zur „inneren Einkehr“ in einem bayerischen Nonnenkloster verbracht hat. Die Kommissare Batic und Leitmayr entdecken, dass er mit Geflecktem Schierling vergiftet wurde – einer Pflanze, die im Kräutergarten des Klosters wächst. Hinter den frommen Mauern stoßen sie auf ein Netz aus Geheimnissen: fragwürdige Finanztransaktionen, ein angebliches Wunder und eine verstorbene Nonne, deren Tod verheimlicht wird. Als die Ermittler der jungen Novizin und ihrem verbotenen Kind auf die Spur kommen, geraten sie selbst ins Visier einer Mörderin, die schon einmal tödlich zugeschlagen hat…

Inhalt der Tatort-Folge „Wunder gibt es immer wieder“

Schlaflos irrt Kommissar Ivo Batic durch die dunklen, hallenden Gänge eines alten Klosters, verfolgt von unheimlichen Visionen einer gesichtslosen Nonne, die sich vor einem blutenden Heiland geißelt. Es sind alptraumhafte Bilder, die den Ermittler heimsuchen – ausgelöst durch den mysteriösen Kräutertee, den ihm die Nonnen des Klosters zum Heiligen Kreuz vor dem Schlafengehen serviert haben.

Der Fall, der Batic und seinen Kollegen Franz Leitmayr in das beschauliche Nonnenkloster im Voralpenland geführt hat, begann mit einem vermeintlichen Herzinfarkt in einem Regionalzug. Ein Wirtschaftsprüfer sackte zusammen und wurde leblos am Münchner Hauptbahnhof aufgefunden. Die Obduktion ergab jedoch: Der Mann starb an einer Vergiftung mit Geflecktem Schierling – einer Pflanze, die zum Verwechseln der harmlosen Schafgarbe ähnelt und im Kräutergarten des Klosters gedeiht. Eine raffinierte Mordmethode, denn der Tod tritt erst Stunden nach der Vergiftung ein.

Den beiden grundverschiedenen Kommissaren wird schnell klar, dass sie für ihre Ermittlungen im Kloster übernachten müssen. Während Leitmayr, der ehemalige Messdiener, keinen Hehl aus seiner Distanz zur Religion macht, wirkt Batic seltsam empfänglich für die spirituelle Atmosphäre des Ortes. Die Priorin Barbara, mit aristokratischer Strenge von Corinna Harfouch verkörpert, empfängt die Polizisten mit kühler Höflichkeit, doch ihre Augen verraten: Diese Frau hat etwas zu verbergen.

Die Ermittlungen gleichen bald der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Überall im Kloster scheinen die gottgeweihten Frauen Geheimnisse zu hüten. Die stets freundlichen Antworten der Schwestern werden von einem beharrlichen Schweigen umgeben, sobald es um bestimmte Themen geht. „Das ist eine kircheninterne Angelegenheit“, blocken sie immer wieder ab, besonders wenn es um den Besuch zweier mysteriöser Abgesandter aus dem Vatikan geht.

Der vorbestrafte Hausmeister Friedrich Neubauer gerät schnell ins Visier der Ermittler. Seine Wut auf den Wirtschaftsprüfer war bekannt, und sein Alibi für die Tatzeit wackelt bedenklich. Als Batic und Leitmayr jedoch im fahlen Mondlicht eine nächtliche Entdeckung machen – das verborgene Grab einer siebten Nonne – eröffnet sich ihnen eine ganz neue Spur. „Zur inneren Einkehr zurückgezogen“, lautet die offizielle Erklärung für ihr Verschwinden.

In den Tiefen der alten Kellergewölbe stoßen die Kommissare auf weitere Ungereimtheiten: eine sakral ausgeleuchtete Madonnenfigur, umgeben von High-Tech-Installationen. Dazu das seltsame Verhalten der jungen Novizin Antonia, die merkwürdige Blicke mit dem jungen Sandro austauscht, und die stets abwesende Schwester Klara, deren Vergangenheit im Dunkeln liegt. Als die Ermittler schließlich einen Baby-Schrei hören, der aus einem versteckten Raum dringt, beginnt ein sorgsam gehütetes Netz aus Geheimnissen zu zerreißen…

Hinter den Kulissen

Der Tatort „Wunder gibt es immer wieder“ wurde vom 29. Juni bis zum 28. Juli 2021 in München und im Kloster Reisach in Oberaudorf gedreht. Das atmosphärische Setting war kein künstliches Filmset – das Karmeliterkloster im Landkreis Rosenheim stand tatsächlich zwei Jahre vor den Dreharbeiten leer, nachdem es aufgelöst worden war. Diese authentische Kulisse verlieh dem Film seine besondere, leicht unheimliche Atmosphäre.

Unter der Regie von Maris Pfeiffer entwickelte sich die Produktion anders als ursprünglich geplant. „Es sollte ein leichter Sommerfilm werden“, verriet die Regisseurin. „Doch bei der Recherche fiel uns auf, dass unsere Vorstellung vom Klosterleben wenig mit der Realität zu tun hatte.“ Statt weltfremder, zurückgezogener Frauen traf das Filmteam auf „weltoffene, reflektierte und total im Leben stehende“ Nonnen, die sich bewusst für diesen Lebensweg entschieden hatten.

Das hochkarätige Ensemble wurde angeführt von den Tatort-Veteranen Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl in ihrem 88. gemeinsamen Fall als Batic und Leitmayr. An ihrer Seite glänzte Theater-Star Corinna Harfouch als strenge Priorin Barbara. Die Rolle der geheimnisvollen Schwester Klara übernahm Constanze Becker, während Maresi Riegner als Novizin Antonia zu sehen war. Zum Cast gehörten außerdem Petra Hartung (Schwester Jacoba), Christiane Blumhoff (Schwester Julia), Ulrike Willenbacher (Schwester Angela) und Aurel Manthei als verdächtiger Hausmeister.

Die Erstausstrahlung am 19. Dezember 2021 bescherte der ARD einen Quotenerfolg: 9,06 Millionen Zuschauer verfolgten die Ermittlungen im Kloster, was einem Marktanteil von beeindruckenden 26,6 Prozent entsprach. Die Kritiker lobten besonders die atmosphärische Bildgestaltung von Kameramann Alexander Fischerkoesen, der die Außenaufnahmen in ein weiches, entrücktes Licht tauchte, während die Innenräume von harten Hell-Dunkel-Kontrasten dominierten.

Nach der Ausstrahlung kursierten in den sozialen Medien zahlreiche Theorien zum Ende des Films – insbesondere zur letzten Einstellung, in der die Madonna tatsächlich eine blutige Träne weint. Handelte es sich um ein echtes Wunder oder um einen kunstvollen Trick der Nonnen? Die Regisseurin ließ diese Frage bewusst offen und überließ die Interpretation dem Publikum.

Videos zur Produktion

Trailer ARD

Vorschauvideo ORF

ORF Trailer 2024

Tatort-Kritik:

Die Redaktion von Tatort-Fans meint:
Ein Tatort, der so wohl nur im katholisch geprägten Oberbayern spielen kann. Die Idee, die beiden Großstadtcowboys Leitmayr und Batic mal in einem abgeschiedenen Kloster ermitteln zu lassen, ist reizvoll und funktioniert. Dabei ist der Kontrast vielleicht gar nicht so groß, wie er auf den ersten Blick scheint, denn die Ordensfrauen werden nicht als weltabgewandte Einsiedlerinnen dargestellt, sondern als kluge und reflektierte Persönlichkeiten mit ihren individuellen Lebensgeschichten und Schicksalen. Leider bleibt die Spannung dabei etwas auf der Strecke: So richtig Fahrt nehmen die Ermittlungen erst im letzten Drittel des Films auf, als endlich der heißersehnte Durchsuchungsbeschluss vorliegt. Die Lösung des Falls kommt dann sehr plötzlich und wirkt wie aus dem Hut gezaubert.
Fazit: Als sommerlich-spiritueller Ausflug ganz nett, aber ihren nächsten Fall lösen die beiden Kommissare dann hoffentlich wieder im Münchner Großstadtdschungel.

Musik

Die Filmmusik wurde eigens für den Tatort von Richard Ruzicka komponiert und ist nicht im Handel erhältlich.

Tatort-Besetzung:

Hauptkommissar Franz Leitmayr – Udo Wachtveitl
Hauptkommissar Ivo Batic – Miroslav Nemec
Kommissar Karl-Heinz „Kalli“ Hammermann – Ferdinand Hofer
Schwester Barbara – Corinna Harfouch
Schwester Jacoba – Petra Hartung
Schwester Klara – Constanze Becker
Schwester Angela – Ulrike Willenbacher
Schwester Julia – Christiane Blumhoff
Schwester Antonia – Maresi Riegner
Friedrich Neubauer – Aurel Manthei
Sandro – Samuel Benito
Monsignore Martini – Rudy Ruggiero
Signor del Fabbro – Michele Cuciuffo
Stefan Lechner – Richard Hentschel
Dr. Mathias Steinbrecher – Robert Joseph Bartl
u.v.a.

Tatort-Stab:

Regie – Maris Pfeiffer
Drehbuch – Alex Buresch, Matthias Pacht
Bildgestaltung – Alexander Fischerkoesen
Musik – Richard Ruzicka
Casting – Nessie Nesslauer
Kostümbild – Tina Keimel-Sorge (VSK)
Szenenbild – Monika Maier
Schnitt – Vera van Appeldorn
Ton – Udo Steinhauser
Sounddesign – Jochen Fenzl
Mischung – Michael Gerlach
Requisite – Christof Schmidt, Selda Kavulok
Maske – Sabine Hehnen-Wild, Stefan Niehues, Germaine Mouth
Licht – Roman Breitwieser
2. Kamera – Jens Winkler
Kameraassistenz – Yannic Schwerdtfeger, Luis Koppelkamm
Regieassistenz – Regina Spreer
Postproduktion – Dunja Limbrunner, Martina Kiechle (BR)
Aufnahmeleitung – Philipp Alzmann, Lucius Brombeis
Produktionsleitung – Cecile Lichtinger
Producerin – Katrin Weikart
Herstellungsleitung – Volker Hahn, Melanie Bührdel (BR), Stefanie von Lerchenfeld (BR)
Produktion – Roxyfilm (Annie Brunner, Andreas Richter, Ursula Woerner) im Auftrag des BR für die ARD
Redaktion – Cornelius Conrad

Bilder-Galerie

41 Kommentare

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  1. vor 3 Jahren

    Leitmayr war doch als Bub Ministrant… Da fühlt er sich im Kloster bestimmt wohl….

  2. vor 3 Jahren

    Der Name der Rose a la Tatort. Pfffzzzz

  3. vor 3 Jahren

    Im Namen des Schierlings. „Es ist wie mit den Socken, eine fehlt immer. Wenn sie wieder auftaucht, ist das ein Wunder.“ Auf diesem Niveau läuft die Ermittlung von Batic und Laitmayr in klösterlicher Umgebung. Die beiden ermitteln in der idyllischen Atmosphäre des Klosters mit seinen vielen kleinen Geheimnissen. Schon Flemming hat in der Folge „Heilig Blut“ innerhalb eines Klosters ermittelt, diese Folge sei hier empfohlen. Während die bayerische Variante doch zu sehr in den Klischees verhaftet bleibt, und eher die Antwort aus Bayern auf Barneby zu sein dürfte. Mich hat es nicht überzeugt, zwei Sterne für das strapazierte Phrasenschwein.

  4. vor 3 Jahren

    Mal was anderes. Eine schöne Sommeratmosphäre, das tut im Winter sehr gut. Die Geschichte mit überraschender Wende zum Schluss.

  5. vor 3 Jahren

    Ich will mal so sagen: Es gab in diesem Jahr schon wesentlich schlechtere Filme.

    Unaufgeregte Variante des beliebten Thema Kloster-Krimi, in wunderschöner Umgebung.

  6. vor 3 Jahren

    Der Tatort war sehenswert aber gebts doch bittschön dem Wachtveichtel mal einen Rasierer der schaut ja aus wie a Penner

  7. vor 3 Jahren

    Was für ein gelungener Tatort! Das war ja fast so etwas wie ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.
    Etwas von „Der Name der Rose“, ein wenig von „Braunschlag“, unaufgeregt und doch atmosphärisch, spannend, ohne musikalische Überladung. Coole Sprüche und gut gespielt. Ein Vergnügen!
    Bitte mehr davon.

  8. vor 3 Jahren

    Ein sehr betulicher Beginn. Minutenlang lateinische Gesänge. Die Dialoge. „Worüber haben Sie geredet? – „Über Aktien…“ – „Sie meinen … Aktien?“ – „Ja, sie meint Aktien…“ Man kann die Handlung auch zäh nennen. „Wenn ich morgen tot aufwach, dann weck mich“

    Gemäß der Regel ‚je bekannter der Schauspieler desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es der Täter ist, hatte man schnell die Wahl zwischen Priorin und Hausmeister. Überraschung: beide waren es nicht!

    Die Geschichte wurde zähflüssig erzählt. Vermutlich viel „Um Gottes willen“. Das ist aber Spekulation, weil ich die Serie nicht kenne. Die Auflösung dann hat mir nicht gefallen, war sie der besagten Serie geklaut?

    Insgesamt war mir das Ganze zu fad. Ja, es war ein konventioneller Krimi. Die Auflösung des Falls stand im Mittelpunkt. Keine Ermittler mit Problemen, kein erhobener Zeigefinger, selbst das von mir befürchtete Kirchen- und Klosterbashing war dosiert. Aber ein bisschen Spannung hätte schon dabei sein können.

  9. vor 3 Jahren

    Auch wenn für den Fall im Prinzip 70 Minuten ausgereicht hätten, so bot er doch am Ende eine Lösung, auf die ich zumindest nicht im Entferntesten gekommen bin. Und es wurde nicht, wie beim bereits vorher erwähnten Fleming-Tatort „Heilig Blut“ geschehen, von vermeintlich progressiven Leuten auf billige Art und Weise mit den Institutionen der Kirche abgerechnet. Nein, der Ton war inhaltlich (und diesmal auch akkustisch!) vollkommen in Ordnung. Batic tut die Altersmilde gut, er schreit nicht mehr so viel herum wie früher und ist jetzt sympathischer. Auch nach fast 30 Jahren kommen die Münchener immer noch mal wieder mit einem guten Krimi um die Ecke. Dafür von mir 4 Sterne.

  10. vor 3 Jahren

    Ich fand den Film sehr sehr gut! Ist euch eigentlich auch die Ähnlichkeit der mehrmals gezeigten Skulpturen von der Madonna und des Jungens mit Antonia und Sandra aufgefallen? Schon da hab ich irgendwas geahnt. War cool gemacht.

  11. vor 3 Jahren

    Überdurchschnittlich erfrischend anders, dieses „Stückerl“ aus katholischem Lande.

    Katzenjammer, Kinderschreie, Schläge mit der Geißel können einem schon den kalten Angstschweiß in den nächtlichen Schlaf treiben. Ein Kloster ist eine prima Lokation. Wenn man aber eine Geschichte zuviel damit würzt, zeigt das nur, dass sie eigentlich zu fade schmeckt. Und so war es auch.

    Da half auch das finale Plädoyer vor versammelter Klosterschaft nicht weiter. Die Story war einfach seicht. Für wirklich moralische Verwerfungen hat es nicht gereicht, für vatikanische auch nicht, und, dass eine Nonne ein Kind bekommt, entlockt nicht mal Tebarz Van Elst ein Räuspern.

    Trotzdem: Guter Film und es ist vierter Advent. Also 4 Sterne. Amen.

  12. vor 3 Jahren

    Sandro meine ich

  13. vor 3 Jahren

    Ein bisschen Agatha Christie, ein bisschen der Name der Rose, und, ja, ein bisschen auch Rosamunde Pilcher.
    Alles insgesamt Regie und Kamera hervorragend, das Buch zieht die Spannung sehr, sehr lange, um dann alles ganz schnell zu lösen, sobald der Untersuchungsbeschluss vorhanden war.
    Meiner Meinung nach eine sehr gute Folge, keine echte, nenneswerte Kritik, 4 Sterne von mir.

  14. vor 3 Jahren

    Unglaublich zäh und ermüdend diese Folge. Gesänge und düstere Klosteraufnahmen ohne Ende. Kein wirklich überraschender Plot. Wirklich nicht der ganz große Wurf.

  15. vor 3 Jahren

    wie bereits erwähnt – halt mal was Anderes aber durchaus mit erwartetem Unterhaltungsfaktor nach Münchner Art – dafür auch verdiente 4 Sterne .

  16. vor 3 Jahren

    Ich fand es sehr gut. Sympathische Charaktere, tolle Landschaft, interessante Story. Daumen hoch.


  17. Ende der Erstausstrahlung

  18. vor 3 Jahren

    Ein guter TO. Ermittlungen an einem Ort, verrückte Zusammenhänge, die immer mehr ans Tageslicht kommen, bisschen mystisch und unheimlich, dabei aber nie den Humor aus dem Blick verloren. Fand ich irgendwie cool alles.

  19. vor 3 Jahren

    Eine gemütliche Sache, wobei der Sachverhalt ziemlich lange im dunkeln blieb. Aber man wird entschädigt durch die entschleunigte Vorstellung des Klosters und seiner Umgebung und nicht zuletzt durch die liturgischen Gesänge der Nonnen zu Ehren der Muttergottes (wenn ich es richtig verstanden habe). Erfreulich der Einsatz des Hausmeisers für „seine“ Nonnen. Auch die Tracht Prügel, die der windige Wirtschaftsprüfer bezieht, konnte mit Genugtuung registriert werden. Das wird leider erst spät im Bild gezeigt. Daß auch Nonnen sich bisweilen mit Aktien auskennen, weiß der Krimi-Liebhaber schon von einer Folge der Reihe „Wilsberg“ her. Bei der Novizin wußte man allerdings nicht so recht, was sie für den jungen Gehilfen des Hausmeisters derart anziehend macht, daß er mit ihr sogar ein Kind, wenn auch sicher unabsichtlich, gezeugt hat. Vielleicht liegt es nur an der Einsamkeit und der Spannungslosigkeit der Umgebung. Da steht ja, wie man am Ende des Films erfährt, eine Änderung in Aussicht. Bes. gelungen fand ich, daß die Marien-Statue tatsächlich zum Schluß nochmals blutige Tränen weint – ein Mysterium, das den Vatikanesen und den Kommissaren vielleicht zu denken gegeben hätte, wenn sie es denn mitbekommen hätten. Aber Wunder sind nichts für Ungläubige. Ähnlich unerklärliche Phänomene kommen verschiedentlich bei Tom Barnaby vor und bleiben ebenfalls so stehen.

  20. vor 3 Jahren

    Ich war begeistert. Die 2 vom Vatikan hatte ich der Mafia zugeordnet. Und es war auch echt interessant mal hinter Klostermauern und dem dortigen Treiben zu schauen.

  21. vor 3 Jahren

    Unglaublich zäh und ermüdend diese Folge. Gesänge und düstere Klosteraufnahmen ohne Ende. Kein wirklich überraschender Plot. Wirklich nicht der ganz große Wurf.

    23:03 ??? Tut uns leid, heute geschlossene Gesellschaft.

  22. vor 3 Jahren

    Warum nicht mal als Krimi-Filmkulisse ein von Frauen geleitetes Kloster, was zugleich auch den Zweck einer religiösen Lebensgemeinschaft – mit allen denkbaren Unzulänglichkeiten – erfüllt. Dazu eine recht schöne Landschaft ringsherum.
    Halt mal etwas anderes, was einige bereits schon schrieben.

  23. vor 3 Jahren

    Leider nur in einem groß: in den Klischees.

    (Durchsuchungsbeschluß für ein ganzes Kloster? Lächerlich.)

    („Diese Briefe sind Teil der Seelsorge. Das ist sehr privat. Haben Sie gar keinen Anstand?“ Nö, den haben Ermittler im BRD-Fernsehen schon um der Quote willen nicht.)

  24. vor 3 Jahren

    Das Kloster Reisach bei Oberaudorf – echt schön.
    der Tatort? Ganz nett, einer der besseren Münchner Tatorte des Jahres.
    An die großen Münchner Meisterwerke früherer Jahre kommen die beiden leider schon lange nicht mehr ran.
    Wohltuend: keiner der Ermittler war in den Fall persönlich verstrickt.
    Keine Missionierung, keine Sozialmoral, einfach ein ganz liebenswertes Stückchen Krimi.
    Wie hat Winfried Vorbeck weiter oben geschrieben?
    19.12., 21:59h
    „Gemäß der Regel ‚je bekannter der Schauspieler desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es der Täter ist, hatte man schnell die Wahl zwischen Priorin und Hausmeister. Überraschung: beide waren es nicht!“

    Ganz richtig – und: gelungen.

    Also, danke … nochmal würde ich mir den Tatort nicht ansehen, aber dieses eine Mal hat mir recht gut gefallen.

    Für 4 Sterne reicht es trotzdem nicht ganz. das ist dann schon eine sehr hohe Sterne-Kategorie – jedenfalls aus meiner Sicht – , die dieser Tatort mit 3,4 Sternen nicht erreicht.

  25. vor 3 Jahren

    Ein Weihnachtsmärchen im Hochsommer, als Krimi verpackt … so was (gekonnt) Schräges kriegen schon fast nur die Münchner hin. Stilistisch mit einer ganz eigenen Handschrift, entschleunigt, mit souverän aufspielenden Kommissaren, die nach mittlerweile Jahrzehnten an Dienstjahren eine Reife erreicht haben, ohne ausgelaugt zu wirken, wie sie nur ganz selten im Tatort zu besichtigen ist. Dazu – ganz Retro -ein Schuss Miss Marple oder Hercule Poirot am Schluss, das war alles schon gut und in sich stimmig gemacht, wenn es natürlich auch, wie erwähnt, eher Märchen als Krimi war. Herrlich übrigens auch die Herren aus dem Vatikan, die eher an Abgesandte der Mafia erinnert haben. Nun ja, sollten sie vielleicht auch. Der Plot als solcher natürlich, gewollt, abstrus, spätestens, als das Kind aufgetaucht ist, war klar, dass es das um „Realität“ (ohnehin allerdings bei Filmbetrachtungen ein stets zweifelhafter Begriff) nicht gehen sollte. Insgesamt schön anzusehen, natürlich auch wegen der heutzutage schon exotischen Location, unterhaltsam, rechtfertigt mal zum vierten Advent 4 Sterne.

  26. vor 3 Jahren

    Es war mir ein Vergnügen diesen Tatort anzuschauen. Bin sonst nicht so Fan von den 2 alten Ermittlern in der Grossstadt – aber auf dem Land machten sie doch einen soliden Eindruck. Mir hat der Tatort von A-Z gefallen. Gemütliche Handlung und überraschendes Ende. Ich fand ihn toll – bis auf die lateinischen Gesänge am Anfang. Denn da hatte es Männerstimmen dabei !! obschon es ja nur Nonnen singen sollten. Irgendwie hat es da mit der Regie gehapert. Wunderschöne Bilder einer alten Klosteranlage, die es ja nicht mehr als solche geben soll. Was mir auch nicht passte waren die zwei Abgesandten vom Vatikan. Waren die absichtlich so als Mafiosi dargestellt? Man hätte doch eher zwei richtige salbungsvolle Softies von Patres nehmen können. Die hätten m.A. nach besser und echter gewirkt. Auf alle Fälle war es ein vergnüglicher Sonntagabend mit den verschiedenen Schmankerl von Leitmayr und Batic.

  27. vor 3 Jahren

    Franz und Ivo gehen eigentlich immer!

  28. vor 3 Jahren

    Gemütlich und erfrischend altmodisch. Nur der Witz mit ‘kein Empfang’ ist seit Jahren nicht mehr wirklich witzig.

  29. vor 3 Jahren

    So gehts auch !!
    Etwas besinnlich und ruhiger und trotzdem ein Krimi mit Qualität !!
    Die ganze Stimmung im Kloster super eingefangen – gefällt !!

  30. vor 3 Jahren

    Na – wenn das mal kein Tatort für die Traditionalisten unter den Krimifans war. Ein Mord; jede Menge Verdächtige; ein paar falsche Spuren; zwei altgediente und engagierte Ermittler mit einem kreativen Assistenten; a bisserl, aber bloß nicht übertriebener Humor; a bisserl, aber bloß nicht übertriebene Mystik; a bisserl, aber bloß nicht übertriebene Spannung; eine schlüssige, aber unspektakuläre Auflösung;… gute Unterhaltung also. So gehören klassische Krimistorys, und allemal Tatort-Folgen, für die oben bereits angesprochenen Traditionalisten und sogar für üblich verdächtigen GEZ-Gebühren-Mahner gestrickt.

    Da haben es die Münchener Ermittler Leitmayr und Batic mit ihrem Assi Kalli (der ja gar kein Assi, sondern Kommissar ist) mal wieder den ewigen Nörglern gezeigt. An dem neusten Fall „Wunder gibt es immer wieder“ gab es keine Experimente der Drehbuchschreiber oder des Regisseurs… lediglich der Kameramann durfte sich ein wenig austoben und die Heiligenstatuen und -bilder mit wackliger Hand und Zoom mystisch in Szene setzen. Die Location – das ehemalige Kloster der „unbeschuhten Karmeliten“ in Reisach bei Oberaudorf in der Nähe zu Kufstein war günstig, da leer stehend. Andere Location gab es in den 90 Minuten so gut wie keine – außer ein Zugabteil und ein Strandbad. Okay – das war dann vielleicht doch wirklich innovativ: Kalli hat den Home-Office sehr frei ausgelegt und vom Badesteg und aus dem Wasser heraus Leitmayr und Batic unterstützt – sehr erfolgreich im Übrigen.

    Ansonsten gibt es echt nicht viel zu schreiben… weil eben so gar keine Aufreger. Obwohl – wenn ich es mir recht überlege: da war ja noch die gebärenden Novizin, die Einblicke in das Gebaren der Katholischen Kirche bei „Wunder-Verdacht“ und die lakonisch-sarkastischen Kommentare Leitmayrs zu den Blutstränen der Hlg. Maria. Ob da wohl schon Protestnoten aus dem Vatikan unterwegs sind oder gar die Moralistenfraktion sich erhebt und den München-Tatort zum „der, dessen Name in der Kirche eher nicht so gerne ausgesprochen wird“ wünscht?

    „Wunder gibt es immer wieder“ hat in der Tat auf eine sehr einfache, handwerklich gut gemachte Art ziemlich gut unterhalten. So geht Tatort dann doch auch noch. Vier Sterne von mir.

  31. vor 3 Jahren

    Ein bisschen zu zäh, zu viele Klischees und zu daher geholt.
    Dennoch sehenswert, wenn man die zwei „Silver Twins“, sow ie ich,, ins Herz geschlossen hat.

  32. vor 3 Jahren

    Ich teile die Meinungen von @Winfried Vorbeck bzw. @Frank (19.12.; 21:46) und gebe die gleiche Punktezahl (2 Sterne):
    Auch aus meiner Sicht war dieser TO etwas zu entschleunigt bzw. etwas zu klischeebehaftet (es fehlte eigentlich nur noch ein Handlungs-Ast mit einer lesbischen Beziehung zw. zwei Nonnen) . Die Folge „Heilig Blut“ (mit Maria Schell als Oberin) ist mir gestern durchaus auch in Erinnerung gekommen. Ich fand allerdings auch die damalige Folge, als die Assistentin von Flemming „undercover“ im Kloster ermittelte, nicht allzu überzeugend.
    Habe letzte Wo. die Münchner Folge „Vorstadt-Ballade“ gesehen (aus 2004), die war im Vergleich doch – vom Spannungsaufbau her und der Geschichte an sich – um Klassen besser …

  33. vor 3 Jahren

    So schön….. langweilig. Mit Mühe wach gehalten um ein konstruiertes und ebenso ödes Ende zu sehen. Und am Ende muss natürlich die Madonna ihre blutige Träne weinen…
    2 Sterne wegen der toll in Szene gesetzte Kulisse.

  34. vor 3 Jahren

    Ein beschaulicher Tatort, der vor allem von der Atmosphäre des Klosters und den durchweg überzeugenden Schauspielern getragen wurde. Die Auflösung am Ende hat mich stark an Agatha Christie erinnert.

  35. vor 3 Jahren

    Eine wunderbare Geschichte, die zu Herzen geht. Die starke Klostergemeinschaft, die ihr besonderes Leben zu bewahren versucht, mit weltlichem Know-how und auch mit (fast) allen Mitteln, fand ich sehr beeindruckend. Das sonnendurchflutete Klosteranwesen war schön in die Umgebung gebettet und tat mit seiner fast greifbaren mystischen Aura sein übriges für den Sehgenuss.
    Batics Albträume und die rätselhaften Dinge, die innerhalb der Klostermauern vorgingen, von denen man nicht wusste, ob sie nun gut oder böse waren, sorgten für geheimnisvolle Spannung, die ganz nach meinem Geschmack war. Selbst die rolligen Katzen hatten zuweilen etwas Unheimliches. Die beiden dubios wirkenden Vatikan-Abgesandten hielt ich auch sofort für Mafiosi :-)

    Alles in allem ein sehr gelungener Tatort und ein Plädoyer für ein selbstbestimmtes (weibliches) Leben abseits vom üblichen „Sex, Drugs und Rock ’n‘ Roll“ – volle 5 Sterne !!

  36. vor 2 Jahren

    Die gewohnt souveränen Kommissare in einer ungewohnten Umgebung, die ihre eigenen „Gesetze“ hat.
    Sehr sehenswert, auch wegen den „Besonderheiten“ der katholischen Kirche. Hier wird dezent der Finger in die richtigen „Wunden“ gelegt.

  37. vor 10 Monaten

    Der Tatort mit der Nummer 1182 aus München und glatt in Wiederholung. Stark, mal schwitzende Mordermittler zu sehen. Aber in einem Ruhe-Kloster? Na Ja. Die katholische Kirche ist so offen wie das Finanzministerium. der BRD.

  38. vor 10 Monaten

    Leider sehr, sehr langweilig, kein einziger Spannungsbogen, null Action und öfter ziemlich sinnfreie Dialoge. Das Einzige, was mich bis hierher durchhalten hat lassen, war die Darstellung der (katholischen) Kirche und die Verlogenheit des “christlichen Glaubens”. Das war eigentlich das Einzige, was hervorzuheben war.

  39. vor 10 Monaten

    Gääähn

  40. vor 10 Monaten

    das Drehbuch stammt tatsächlich nicht von Umberto Eco -den München TO heute zum zweiten mal angeschaut – fand ihn aber dennoch sehr unterhaltsam und gut gemacht

  41. vor 10 Monaten

    Ein sehr schöner Krimi der eher klassischen Sorte. Die beiden Münchner Kommissare in Hochform und selbst Kalli kann vom Badesee aus mitmischen. Hatte der eigentlich Sommerurlaub oder nur die Zeit genutzt wo die Chefs mal nicht vor Ort waren? Zumindest hatte er seinen Rechner dabei und konnte somit alle Recherchewünsche erfüllen. Das er im Finale dann vor Ort war spricht eigentlich gehen einen Urlaub. Also war es wohl eher: „Wenn die Katze aus dem Haus ist tanzen die Mäuse“.

    Nur, dass man immer wieder Corinna Harfouch in allen möglichen Rollen vorgesetzt bekommt geht mir etwas auf die Nerven. Gibt es denn in Deutschland wirklich so wenig Schauspieler, oder ist das tatsächlich beim Besetzen der Rollen so eine Vetterleswirtschaft wie es oft behauptet wird?

    Wirklich fast tragisch finde ich, dass dieses wunderschön gelegene Kloster bei Oberaudorf in Wirklichkeit seit 2019 tatsächlich leer steht und die Zukunft ungewiss ist.

  42. vor 9 Monaten

    Ich habe immer darauf gewartet, dass Fritze Wepper um die Ecke kommt … ;O) Ansonsten: sehr entschleunigt, schöne Bilder, konnte ich gut kucken. Von mir 3 Kreuze und 1 Gebetbuch.

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