Tatort Folge 424: Kriegsspuren



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Tatort Folge 424: Kriegsspuren 5 1

Nach dem Mord an einem Kriegsreporter kommen die Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) aus Ludwigshafen und ihr Assistent Mario Kopper (Andreas Hoppe) in der Tatort-Folge 424 „Kriegsspuren“ bei ihren Ermittlungen einem Kriegsverbrechen auf die Spur.

Die wenigstens Menschen freuen sich, wenn sie aus dem Urlaub nach Hause und vor allem in ihren Alltag zurückkehren müssen. Den Journalisten Peter Hausmann erwartet zurück zu Hause jedoch noch viel mehr Unangenehmes als nur die alltäglichen Ärgernisse. Genauer gesagt erhält der Kriegsberichterstatter gleich zwei schlechte Nachrichten. Während seiner Abwesenheit wurde im Tatort „Kriegsspuren“ sein Kollege und Freund Tom Salsa umgebracht, mit er seit einigen Jahren aus den Kriegsschauplätzen dieser Welt berichtet hatte. Als wenn das nicht genug ist, hat es in seinem Haus außerdem einen Einbruch gegeben. Anscheinend ging es dem Einbrecher, der auch Hausmanns Tocher Anja bedroht hatte, speziell darum, mit dem Journalisten zu sprechen. Dieser vermutet daraufhin, dass der Einbruch wahrscheinlich mit seinem Beruf zusammenhängt.

In der Zwischenzeit hat sich Lena Odenthal im Tatort „Kriegsspuren“ bereits an die Ermittlungen im Mordfall Salsa gemacht. Odenthal war auch, die zuvor dem Freund des Toten die schlechte Nachricht überbracht hatte. Weil Salsas Leiche in der Nähe eines Asylantenheims gefunden wurde, hört sich die Ermittlerin bei den Bewohnern um, die ihr jedoch nicht weiterhelfen können. Allein einer der Asylbewerber, ein farbiger Rosenverkäufer namens Franklin, scheint mehr zu wissen und auch den Täter zu kennen. Mit den Beamten reden will der Mann jedoch erst, wenn ihm eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung zugestanden wird. Schließlich gibt Franklin im Tatort „Kriegsspuren“ einen Hinweis auf einen Mann, der von allen nur der „Doktor“ genannt wird und sich häufig in dem „Cafe Istanbul“ aufhält. Dort sieht Odenthal den Mann auch, er kann jedoch erfolgreich vor der Ermittlerin fliehen. Daraufhin hört sich die Kommissarin bei den Gästen des Cafes um, die jedoch allesamt mit Schweigen glänzen. Immerhin kann ihr der Wirt berichten, dass der Doktor, ein anscheinend beliebter Mann, in Deutschland auf der Suche nach seiner Frau ist. Nachdem Odenthal den Verdacht äußert, der Doktor könne ein Kriegsverbrecher sein, nennt der Cafeinhaber den Mann auch bei seinem Namen – Damir Kovac.

Auch Hausmann ist der Doktor zumindest vom Namen her im Tatort „Kriegsspuren“ nicht unbekannt. Wie Odenthal vermutet auch der Journalist, dass der Doktor ein Kriegsverbrecher sein könnte, der in Deutschland untergetaucht ist. Genauer nimmt er an, dass der Doktor sonst unter dem Namen „Drago“ bekannt ist, über den Hausmann schon eine Weile recherchiert.

Auch Lena Odenthal ist dem Doktor immer mehr auf den Fersen und hat dabei die Vermutung, dass es eine Verbindung zwischen dem potenziellen Kriegsverbrecher und dem Reporter Hausmann geben könnte. Diese These erweist sich im Tatort „Kriegsspuren“ als richtig, wobei Odenthal immer stärker vor die Frage gestellt wird, ob Hausmann jetzt zu den Guten oder den Bösen zählt…

 

Der vom SWR produzierte Krimi „Kriegsspuren“ wurde nicht nur in Ludwigshafen, sondern auch nahe Baden-Baden und in Mannheim gedreht, wobei Nina Grosse als erfahrerene Tatort-Regisseurin für den Dreh verantwortlich war. Drehbuchautor war Harald Göckeritz und gezeigt wurde der Tatort zum ersten Mal am 10.10.1999 im deutschen Fernsehen.

Besetzung
Kommissarin Lena Odenthal – Ulrike Folkerts
Franklin – Nino Sandow
Kovac – Rudolf Kowalski
Peter Hausmann – Dominique Horwitz
Tom Salsa – Gregor Bloeb
Anja – Miriam Horwitz
Dr. Damir Kovac – Rudolf Kowalski
Salsa – Gregor Bloéb
Becker – Peter Espeloer

Stab
Regie – Nina Grosse
Buch – Harald Göckeritz
Kamera – Immo Rentz
Schnitt – Gudrun Böhl
Musik – Biber Gullatz · Eckes Malz
Produktion – SWR


1 Meinung zum Tatort Folge 424: Kriegsspuren

  • Dirk • am 25.7.16 um 16:47 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 424 aus dem Jahr 1999. Ein düsterer Tatort-Spielfilm, beschäftigt er sich doch mit dem Zusammenfall von Jugoslawien, diesem aus Kalaschnikow – Kugeln zusammengeschweißten Staat. Gekämpft wird auf allen Seiten, unehrenhaft und jeder gegen jeden, Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung, mit und ohne Waffen, sind an der Tagesordnung. Die flüchtigen Täter und deren Opfer schlagen sich bis Deutschland durch und behaken sich weiter, auch tödlich. So erscheinen die Hauptkommissare aus Ludwigshafen, Frau Odenthal und Herr Kopper, zum Einsatz als Mordermittler, denn es kommt zu Tötungs- und Bedrohungshandlungen. Schnell erkennen die beiden Profis einen Bezug nach Ex-Jugoslawien und sind trotzdem gehandicapt. Spannendes und professionell gedrehtes Tatort-Drama, welches sich mit dem Thema Gut und Böse beschäftigt und nur am Rande dramatischste Menschenrechtsverletzungen und Blut und Rache Konsequenzen aufzeigen kann. Sensationelle journalistische Wissbegier in den Kriegsgebieten zeigen die Verrohung des Geschehens mit auf, was wiederum zu Verfolgungssituation führt. Kein uninteressant erscheinender und wiederholungswürdiger Tatort-Streifen, aus einem unsäglichen Kapitel in der neueren europäischen Geschichte.


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