Tatort Folge 652: Bienzle und die große Liebe



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In seinem vorletzten Fall als Stuttgarter Kommissar beschäftigt Ernst Bienzle (Dietz Werner Steck) zunächst ein Mord auf einer Großbaustelle, ehe er im Tatort „Bienzle und die große Liebe“ um das Leben seiner Freundin Hannelore fürchten muss, die zur falschen Zeit am falschen Ort war.

In Stuttgart soll eine neue Messe entstehen, zur Zeit ist das prestigeträchtige Projekt jedoch noch eine einzige Baustelle. Genau diesen Ort hat sich im Tatort „Bienzle und die große Liebe“ ein Unbekannter als Tatort ausgesucht, um den Kranfahrer Jochen Heeb an seinem Arbeitsplatz in einer der Krankanzeln zu erschießen. Obwohl die Baustelle von einer Securityfirma namens SSF bewacht wurde, hatte es der Täter anscheinend geschafft, unbemerkt auf das Gelände einzudringen. In dieser Nacht waren neben dem Mord jedoch auf der Baustelle auch noch zwei weitere Verbrechen geschehen. So sind nicht zum ersten Mal Baumaschinen entwendet worden, deren Wert bei etwa einer halben Million Euro lag. Auch wurden in derselben Nacht Parolen auf die Wände im Parkhaus gesprüht wurden. Es sieht im Tatort „Bienzle und die große Liebe“ jedoch zunächst nicht so aus, als würde ein Zusammenhang zwischen den drei Verbrechen bestehen.

Den Mordfall Heeb übernehmen Kommissar Bienzle und sein Kollege Günter Gächter (Rüdiger Wandel). Als ersten Verdächtigen nehmen die beiden Fahnder aus Stuttgart Stefan Ortlieb, der zuweilen militant gegen den Neubau der Messe protestiert hatte, unter die Lupe. Ortlieb gesteht im Tatort „Bienzle und die große Liebe“ zwar, für die Graffiti im Parkhaus verantwortlich gewesen zu sein, er streitet jedoch jegliche Beteiligung am Mord des Kranführers vehement ab. Zweiter Verdächtiger ist der Wachmann Milan Popov, welcher als Mitarbeiter von SSF in der Mordnacht auf der Baustelle Dienst gehabt hatte. Popov kannte das Opfer, mit dem er früher Schach gespielt hatte. Außerdem war es zwischen den beiden Männern im Tatort „Bienzle und die große Liebe“ zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen, weil Heeb dessen Ehefrau Kathi Popov belästigt hatte. Gegen Popov spricht bald auch die Erkenntnis der Ballistik, dass die Kugel, mit der Heeb getötet worden war, aus der Dienstwaffe des Wachmannes abgeschossen wurde. So wird Popov, der die Tat abstreitet, festgenommen. Selbst die Aussage seines Chefs Paul Rapp, welcher seinen Mitarbeiter absolut nicht für einen Mörder hält, kann dem Verdächtigen nicht mehr helfen. Dabei hat der Wachmann eigentlich ganz andere Sorgen, weil sein jüngerer Bruder Tom immer mal wieder in den Konflikt mit dem Gesetz gekommen ist. Bis jetzt hatte Popov Tom immer wieder geschützt, sehr zum Missfallen seiner Frau Kathi.

Inmitten seiner Ermittlungen hat Kommissar Bienzle im Tatort „Bienzle und die große Liebe“ auch noch ein wichtigen privaten Plan am Laufen. Er will seiner Freundin Hannelore endlich einen Heiratsantrag machen. Diese sieht jedoch nicht ein, warum sie Bienzle heiraten muss – schließlich sind die beiden auch ohne Ehe glücklich und heiraten ist eh nur was für Spießer. Hannelores Ablehnung, mit der er nicht gerechnet hatte, enttäuscht den Kommissar aus Stuttgart zutiefst.

Nicht nur Hannelore kommt den Wünschen von Bienzle nicht nach. Auch Popov weigert sich in den Verhören, eine Beteiligung an dem Mord einzugestehen oder überhaupt mit dem Ermittler zu reden. Doch der Fahnder ist sich nicht sicher, ob der Verdächtige – selbst wenn er selbst nicht der Täter war – nicht doch etwas Wichtiges wissen könnte. Als Milan Popov die Kündigung droht, macht sich seine Frau Kathi, der der Wachmann auch nicht alles erzählt hatte, im Tatort „Bienzle und die große Liebe“ selbst daran, Beweise für die Unschuld ihres Liebsten zu suchen. Und tatsächlich entdeckt die Ehefrau einen Hinweis, der dem Kommissar bis jetzt verborgen war.

Dadurch bringt Kathi im Tatort „Bienzle und die große Liebe“ aber nicht nur sich selbst, sondern auch andere in Gefahr. Als der Mörder nämlich in der Wäscherei der Popovs auftaucht, um Kathi zum Schweigen zu bringen, ist dort zufälligerweise gerade auch Hannelore vor Ort. Als dann auch noch Bienzle und Gächter in der Wäscherei auftauchen, eskaliert die Situation und der Mörder flieht mit Hannelore, die er als Geisel nimmt …

Die Tatort-Folge 652 „Bienzle und die große Liebe“ wurde von Drehbuchautor Felix Huby und Regisseur Hartmut Griesmayr inszeniert, für die der am 7. Januar 2007 erstausgestrahlte Krimi bereits die zehnte Zusammenarbeit bei einem Bienzle-Tatort darstellt.

Besetzung
Ernst Bienzle – Dietz Werner Steck
Hannelore Schmiedinger – Rita Russek
Rominger – Walter Schultheiss
Milan Popow – Misel Maticevic
Günter Gächter – Rüdiger Wandel
Kathi Popow – Katja Studt
u.a.

Stab
Drehbuch – Felix Huby
Regie – Hartmut Griesmayr
Kamera – Andreas Bein
Szenenbild – Klaus Peter Platten
Musik – Joe Mubare

Bilder: SWR/Schweigert


1 Meinung zum Tatort Folge 652: Bienzle und die große Liebe

  • Dirk • am 3.6.16 um 7:41 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 652 aus Stuttgart. Hier ermittelt der Hauptkommissar Bienzle zusammen mit dem Kollegen Gächter an einem außergewöhnlichen Mordfall. Ein Kranführer ist am Arbeitsplatz erschossen worden und wertvolle Baumaschinen wurden gestohlen. Ein grundsolider und gut zu schauender Polizei- und Kriminalfilm, in dem die langjährige Freundin von Bienzle, die Schmiedinger, maßgeblich zur Aufklärung des Verbrechens beiträgt und als Belohnung einen Heiratsantrag, in dieser vorletzten Tatortfolge aus dem Jahr 2007, erhält. Ein Tatort-Fernsehfilm ohne Ecken und Kanten, ab und an mit einem Anflug von Spannung, gemütlich vom Sessel aus zu sehen.


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