Tatort Folge 1015: Borowski und das dunkle Netz



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Tatort Folge 1015: Borowski und das dunkle Netz 3 36

Nach den zwei Tatorten „HAL“ aus Stuttgart und dem Bremer Beitrag „Echolot“ aus dem Jahr 2016 wird nun erneut ein „Cyber-Tatort“ in die Krimireihe aufgenommen. Mit Fachberatung im Rücken durch den Toppoint e.V. aus Kiel, wurde der 14. Fall (eigentlich der 13., klammert man die Jubiläumsfolge „Taxi nach Leipzig“ mit Borowski/Lindholm ohne Brandt aus) des NDR-Ermittlerteams Borowski und Brandt umgesetzt: „Borowski und das dunkle Netz“. Darin mordet ein Auftragskiller, der über das Darknet angeheuert und mit Bitcoins entlohnt wird, in den Reihen des schleswig-holsteinischen Landeskriminalamts.

Der norddeutsche Tatort „Borowski und das dunkle Netz“ wird am Sonntag, den 19. März 2017 um 20.15 Uhr im Ersten Programm der ARD erstausgestrahlt.

Inhalt der Tatort-Folge „Borowski und das dunkle Netz“

Es ist ein später, kühler Abend im regnerischen Kiel. Mitten auf der Straße vor dem Fitnessstudio „Athletic-Sport-Studio“ steht ein vollkommen in Schwarz gekleideter, schlanker Mann. Er trägt eine furchteinflößende Wolfsmaske, darüber Kapuze, einen Rucksack mit herausschauendem Teddykopf – und in der Hand hält er das Foto seines Zieles: Jürgen Sternow, Leiter einer Spezialabteilung des LKA Schleswig-Holstein.

Der Vermummte betritt im Tatort-Krimi „Borowski und das dunkle Netz“ das besagte Studio mit gezückter Pistole. Schnell und sicher bewegt er sich fort, auf seiner Suche nach Sternow; der Schalldämpfer sorgt dafür, dass der von den Schüssen in den oberen Trainingsräumen nichts bemerkt. Als der Attentäter den Kriminalbeamten im Untergeschoss endlich aufspürt, jagt er diesem eiskalt eine Kugel in den Kopf und macht mit seinem Smartphone ein Bild von der Leiche. Er will gerade vom Tatort verschwinden, doch der durchtrainierte Besitzer des Studios plant den Killer an seiner Flucht zu hindern. Es kommt zu einem harten Kampf zwischen den zwei Männern. Der Mörder kann den Bodybuilder mit letzter Kraft erschießen, trägt allerdings selbst zahlreiche Blessuren davon. Dann wird es still im Sportstudio.

Hauptkommissar Klaus Borowski und seine jüngere Kollegin Sarah Brandt werden zum Tatort gerufen. Es ist mittlerweile hell und früher Morgen. Die Kriminalbeamten sichten zunächst die Spuren und das Überwachungsvideo, auf dem der maskierte Täter zu sehen ist. Das Bild von Sternow, das der Mörder bei sich trug, kann im Fitnessstudio ebenfalls sichergestellt werden. Damit liegt die Vermutung nah, dass es sich um einen gezieltes Attentat, vielleicht einen Auftragsmord handelt. Weil das Opfer beruflich im Landeskriminalamt beschäftigt war, rücken in den Morgenstunden gleich der LKA-Leiter Wolfgang Eisenberg höchstpersönlich, sowie der Staatsanwalt Tom Austerlitz an, um den Kollegen von der Kripo den Fall zu entziehen und eigene Ermittlungen in die Wege zu leiten. Kriminalrat Roland Schladitz, der Chef von Borowski und Brandt, hat dagegen keine Einwände.

Doch der hartnäckige Klaus Borowski hat bereits Witterung aufgenommen: er will diesen Fall. Und auch Kommissarin Brandt hat bereits der Ehrgeiz gepackt: sie legt ein gutes Wort für ihren Kollegen ein, schließlich sei er der „beste Mordermittler in Kiel“. Staatsanwalt Austerlitz, der schon bei seiner Ankunft am Tatort ein Auge auf die hübsche Fahnderin geworfen hat, bestärkt sie und überzeugt Eisenberg, die Aufklärung dieser brutalen Hinrichtung der Kripo zu überlassen. Klaus Borowski stimmt zu: „Mord ist Mord.“ Er und Brandt übernehmen also den Fall „Borowski und das dunkle Netz“.
 
Die ersten Ermittlungen führen zu der Tochter Sternows und dem kleinen Sohn Erik, die nun zu Vollwaisen geworden sind. Ausgerechnet am Hochzeitstag der Eltern wurde der alleinerziehende Kriminalbeamte ermordet. Die Tochter bricht zusammen. Später gibt sie den Kieler Kommissaren zu Protokoll, dass ihr Vater in letzter Zeit etwas belastet hätte. „Alt und frustriert“ sei er geworden – wie Borowski. Der besonnene Ermittler spricht auch mit dem kleinen Erik, der gerade ein Bild malt und anscheinend ein wichtiges Erlebnis damit verarbeitet; interessiert befragt ihn Borowski zu den dargestellten beiden Männern und dem seltsamen goldenen Fisch, den der „Jäger“ festhält.

Abseits des familiären Umfelds des Toten führen die Untersuchungen zwangsläufig auch zum LKA, in dem Sternow der Leiter des Dezernats 23 war, der Abteilung für Cyber-Crime. Mit drei Mitarbeitern, die in einer viel zu großen Halle im Keller an ihren Schreibtischen und im Archiv arbeiten, war Sternow für die Aufklärung von Kriminalität im Inter- und vor allem im Darknet zuständig. Die jungen „Cybercrimecops“ Cao und Dennis sind hauptsächlich damit beschäftigt, den ganzen Tag lang Handys und Festplatten auszulesen. Kommissarin Sarah Brandt, selbst ehemalige Hackerin, fühlt sich schnell in ihrem Element, wird jedoch zu Beginn der Zusammenarbeit mit Dennis und Cao kaum ernst genommen. Ihr älterer Kollege Borowski hat hingegen deutliche Schwierigkeiten, den Erklärungen der „Cyber-Freaks“ zu folgen. Für ihn ist dieser neumodische Kram eben nichts. Nur mit Mühe freundet er sich langsam mit „Sabine“ an, seiner neuen, von Sarah eingerichteten Assistentin auf seinem Smartphone.

Dank des gemalten Bildes von Erik Sternow kann Hauptkommissar Klaus Borowski den Ort ausmachen, an dem Jürgen Sternow einen unbekannten Mann – und vermutlich den Auftraggeber des Attentäters – getroffen haben muss; der kleine Junge muss als Zeuge dabei gewesen sein. Es handelt sich um das „Matrosendenkmal“ in Kiel (gemeint ist die Skulptur „Wik“ im Ratsdienergarten). Was wurde an diesem Treffpunkt besprochen?

Während der norddeutsche Beamte im Außendienst beschäftigt ist, arbeitet sich Sarah Brandt in den Kellerräumen des LKA in das Darknet ein und kommt einer geheimen Seite auf die Spur, auf der man gegen die Krypto-Währung Bitcoins Auftragskiller anheuern kann. Hier müssen sich der Mörder von Sternow und sein Auftraggeber mit Namen „Orion“ abgesprochen haben. Doch wie kommen die Ermittler im Fall „Borowski und das dunkle Netz“ hinter die Identität der zwei Kriminellen? Im anonymen Darknet sind die IP-Nummern und damit die Aufenthaltsorte der Surfer schließlich nicht nachvollziehbar. Borowski hat eine zündende Idee: Warum nicht selbst einen Mord in Auftrag geben, um an „Orion“ heranzukommen? Dass hierfür Dennis mit seinem Foto herhalten muss, findet der allerdings gar nicht lustig …

 
Der NDR-Tatort „Borowski und das dunkle Netz“ ist der erste Film von Regisseur David Wnendt für das Fernsehen. Wnendt wurde für seine prämierten, aber kontroversen Kinofilme „Feuchtgebiete“, eine Verfilmung des gleichnamigen Buches von Charlotte Roche, und „Er ist wieder da“, einer Hitler-Persiflage, bekannt. Auch sein Werk „Kriegerin“ wurde mehrfach ausgezeichnet. David Wnendt wurde vom Schauspieler Axel Milberg dazu ermuntert, an einer Tatort-Produktion mitzuwirken: die zwei hatten sich bei den Filmarbeiten zu „Feuchtgebiete“ kennengelernt.

Der Drehbuchautor dieser 14. Tatort-Folge mit dem Duo Borowski und Brandt heißt Thomas Wendrich. Wendrich, Jahrgang ’71, ist ausgebildeter Schauspieler, freischaffender Autor und Regisseur. Der Künstler erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter sind der Deutsche Drehbuchpreis für „Nimm dir dein Leben“ aus dem Jahr 2005 und der Fernsehfilmpreis für das 2016 in Das Erste gezeigte Doku-Drama „Mitten in Deutschland: NSU – Die Täter – Heute ist nicht alle Tage“. Seine erste Mitarbeit an einem Tatort war der bislang einzige Freiburger Fall „Fünf Minuten Himmel“, ein „Event-Tatort“ mit Heike Makatsch in der Rolle der Hauptermittlerin Ellen Berlinger.

 
„Borowski und das dunkle Netz“ wurde in der Zeit vom 4. Bis 27. Juli 2016 gedreht. Als Drehorte dienten neben Kiel auch Hamburg sowie die Kleinstadt Schwarzenbek und Reinbek Nähe Hamburg. Im Film sieht man eine Verfolgungsjagd von Sarah Brandt und dem mutmaßlichen Auftragskiller durch die Sparkassen-Arena in Kiel-Vorstadt; zudem dienten der Bülker Leuchtturm, der Kieler Schilksee sowie das dort ansässige Olympiazentrum und Hans-Jürgen Breustes 1982 aufgestellte Plastik „Wik“ im Ratsdienergarten als Kulissen.

Für die fachliche Beratung zum Thema Darknet, Hacking und Überwachung standen Petra und Stefan Jung vom Kieler Verein Toppoint dem Produktionsteam zur Seite. Toppoint e.V. wurde 1990 gegründet und betreibt mittlerweile einen „Hackerspace“ im Kieler Wissenschaftspark, in dem sich interessierte Menschen treffen und über die genannten Themen austauschen können.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (37 J. | Kinoliebhaberin)

Na also: Geht doch. Ein Cyber-Krimi der Traditionsmarke Tatort, sehr spannend und nachvollziehbar konstruiert. Schock-Momente sorgen für Gänsehaut, der stimmungsvolle Score untermalt das Gezeigte bestens. Von mir satte 5 Sterne!

Gerald (37 J. | IT-Nerd)

Tatorte mit dem Internet hatten bisher immer den „Drang“ in absurde Fiktionen abzudriften. Firewalls wurden binnen Sek. ausgeschaltet und große Rechenzentren angezapft. Dieser Tatort ist der Realität wunderbar nah und wirkt daher für einen „Internet-Tatort“ unglaublich realistisch. Daumen *HOCH* und einschalten.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Klaus Borowski – Axel Milberg
Kommissarin Sarah Brandt – Sibel Kekilli
Kriminalrat Roland Schladitz – Thomas Kügel
Staatsanwalt Tom Austerlitz – Jochen Hägele
Jürgen Sternow, Leiter einer Spezialabteilung des LKA – Pjotr Olev
Wolfgang Eisenberg, LKA-Leiter – Michael Rastl
LKA-Mitarbeiter – Kurt Glockzin
Attentäter Hagen Melzer – Maximilian Brauer
Julie Sternow – Philine Stappenbeck
Erik Sternow – Ole Hermann
Cao – Yung Ngo
Dennis – Mirco Kreibich
Rosi – Svenja Hermuth
Besitzer des Fitnessstudios – Ulf Nadrowski
Frau Holstein – Elisabeth Schwarz
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Thomas Wendrich, David Wnendt
Regie – David Wnendt
Bildgestaltung/Kamera – Benedict Neuenfels
Szenenbild – Stefanie Kromrei
Schnitt – Robert Rzesacz
Musik – Enis Rotthoff
Fachberatung – Petra und Stefan Jung vom Toppoint e.V.

Video zur Tatort-Produktion

Bilder-Galerie zum Krimi aus Kiel


65 Meinungen zum Tatort Folge 1015: Borowski und das dunkle Netz

  • Turicum04 • am 19.3.17 um 8:59 Uhr

    Mit grosser Sicherheit wieder so eine Kacke mit grünen Männchen wie die beiden anderen Cybertatorte. Jedenfalls habe ich heute „freie“ Zeit für etwas anderes.


  • Rumo • am 19.3.17 um 10:51 Uhr

    #Turicum04
    Oooh, ist dies etwa eine „TATORT-Prognose“ eines Fans von Christian Buß im SPIEGEL …?

    Wäre dann nicht eine TV-Alternative für den heutigen Abend:
    ZDF, „Chaos-Queens: Für jede Lösung ein Problem“ …?


  • Guru • am 19.3.17 um 20:27 Uhr

    Wenig zu sehen- müßt ihr Strom sparen???


  • theresa002 • am 19.3.17 um 20:49 Uhr

    hab schon umgeschaltet auf Stubbe ZDF Neo, die letzten Tatort-Sendungen waren alle eine Zumutung, zum Glück gibts ja noch die vor ein paar Jahren,die waren wenigestens spannend , dieses ganze Dazwischengemurkse ist doch nicht mehr normal.


  • theresa002 • am 19.3.17 um 20:52 Uhr

    sterne höchstens 1


  • arsylang • am 19.3.17 um 21:08 Uhr

    Vielleicht sind die Macher draus gekommen, ich jeden Falls nicht


  • Stiefmp • am 19.3.17 um 21:12 Uhr

    Booooaaahhh, das war es für heute. Wenn ich die Sendung mit der Maus sehen will schalte ich vormittags an. Comics kann ich besser lesen. Digital natives als Kinderpolizisten, Vorurteile gegen Frauen und der alte Analogtrottel, soviel Klischee halte ich nicht aus! Nee, ich geh‘ nun ins „helle Netz“ und sehe mir einen schönen Film an, vielleicht sogar einen mit vernünftiger, natürlich wirkender Ausleuchtung und scharfen wackelfreien Bildern.


  • Norbert Weidemann • am 19.3.17 um 21:20 Uhr

    Schrecklich, unrealistisch, realitätsfern, brutal – ohne Inhalt! Als Gebührenzahler bin ich sehr enttäuscht! Gibt es mal einen Tatort aus unserem Leben oder leben die Verantwortlichen nicht in unserem Leben!

    Gespannt auf Ihre Antwort verbleibe ich

    mit freundlichen Grüßen

    Norbert Weidemann


  • Wolle • am 19.3.17 um 21:21 Uhr

    Inhaltlich totaler Schwachsinn, nervig laute Hintergrundmusik, unrealistische Filmaufnahmen aus dem fahrenden Auto …!


  • Moritz W. • am 19.3.17 um 21:27 Uhr

    Hilfe!! Nie wieder TO!!!!


  • Wolfgang • am 19.3.17 um 21:35 Uhr

    Was muss man geraucht haben um so einen Tatort abzuliefern.
    Verschwendung von Lebenszeit!


  • Paula • am 19.3.17 um 21:37 Uhr

    Wie mal 1:45 Stunde Lebenszeit verschwendet… Katastrophe


  • Karin • am 19.3.17 um 21:40 Uhr

    Langweilig, unrealistisch, und reiht sich ein in die Abwärtsspirale, in der sich die Tatort Reihe seit geraumer Zeit befindet. Schimanski, bitte auferstehen und übernehmen.
    Da lobe ich mir einen Wilsberg im ZDF. Da schalte ich nicht immer nach Hälfte des Films aus…..
    Das wird noch ein langes Tatort Jahr. Im Sommer laufen ja dann die Wiederholungen, dann lohnt das Einschalten vielleicht wieder.


  • Wabrowski • am 19.3.17 um 21:41 Uhr

    Jetzt weiß meine Oma endlich wie das Darknet funktioniert. Dabei lernt sie auch, dass „vermeintliche Informatiker“ stottern und keinerlei fachliche Kompetenz haben, aber bei der Cyber Crime Polizei arbeiten können.

    Scheinbar ist es auch wieder cool mit dem Handy am Steuer zu fahren, wenn Klaus doch nur eine Freisprecheinrichtung für seine Sabine hätte…


  • User1967 • am 19.3.17 um 21:47 Uhr

    Nun ja..es hat also wirklich auch schon schlimmere tatortfolgen gegeben!

    Der hübsche junge in badehose war jedenfalls nett anzusehen……


  • BG • am 19.3.17 um 21:47 Uhr

    Was für einen Film haben die beiden aus der Tatort-Fans-Redaktion gesehen? Dieser Film driftete leider auch all zu oft ins Absurde ab….


  • Peter Silié • am 19.3.17 um 21:47 Uhr

    unlogisch, nicht nachvollziehbar, realitätsfern, zu überinszeniert – einen Punkt für Rosi und ihre Natur


  • Christine • am 19.3.17 um 21:48 Uhr

    Wir fanden es eindeutig spannend und gut gemacht
    Ob realistisch oder nicht ist egal- wir wollen unterhalten werden und das ist den Machern aus unserer Sicht sehr gut gelungen!
    Daumen hoch!!!


  • User1967 • am 19.3.17 um 21:49 Uhr

    Aehm…die sterne wollte ich eigentlich schon noch reduzieren..


  • Daniel • am 19.3.17 um 21:51 Uhr

    Wer denkt sich eigentlich so einen Schwachsinn aus! Kann man nicht dieses Thema vernünftig behandeln? Traurig! Drehen Sie bitte einen vernünftigen Tatort wie in der letzten Woche!


  • Jan • am 19.3.17 um 21:53 Uhr

    Gute Unterhaltung.
    Nur was ist mit Rosi?


  • skorpion • am 19.3.17 um 21:55 Uhr

    Jetzt lässt auch der Borowski-Tatort nach. Völlig schwachsinniges Drehbuch. Wenn’s keine Ideen mehr gibt, sollte man einfach mal aufhören.


  • Chromeheart • am 19.3.17 um 21:55 Uhr

    Grimme Preis für Rosi


  • Uli • am 19.3.17 um 21:57 Uhr

    Schwachsinn , mal wieder absoluter Schwachsinn.


  • WolfG • am 19.3.17 um 21:57 Uhr

    Meines Erachtens war dieser TO völlig abstrus und unglaubwürdig. Die Darstellung des LKA als Dilettanten- und Deppenhaufen halte ich für sehr fragwürdig. Interessant zu was ein schwer verletzter Attentäter alles fähig ist. Die absurden Ekelszenen (z.B. Finger ab, Leiche im Schacht) waren völlig unnötig. Das hat der sonst überragende TO aus Kiel nicht verdient!
    Der Staatsanwalt als irrer Täter – geht’s noch??? Bei diesen ganzen Merkwürdigkeiten blieb leider – zumindest bei mir – die Spannung auf der Strecke.
    Nach drei misslungenen Versuchen: Bitte keinen weiteren Cyber-TO mehr!


  • Thorsten • am 19.3.17 um 22:00 Uhr

    Gewollt und nicht gekonnt. Nebenbei noch Internet-Nachhilfe für öffentlich-rechtliche Rentner.


  • Andy • am 19.3.17 um 22:03 Uhr

    Klasse Tatort! Vor allem die geile Rosi. Super Busen, ich war sehr erregt!


  • Gelder Strom • am 19.3.17 um 22:03 Uhr

    Das war ein Super-Tatort! Nicht sehr realistisch, und sicher teilweise absurd, aber filmisch absolut auf der Höhe von Sherlock und z.B. mit der Episode „Der blinde Banker“ vergleichbar. Schade eigentlich, dass die geneigten Tatort-Kritiker und das geschätzte Publikum das nicht so sehen und auf Tatort-Realismus bestehen. Meiner Ansicht nach war die Folge grandios. Eine der besten überhaupt, wenn auch eher als Unterhaltung und sicher nicht als an der Wirklichkeit orientierte Darstellung von Polizeiarbeit. Sibel Kekillis Sarah Brandt kommt hier endlich mal in allen ihren Stärken und Schwächen zum Zug und die Art, wie das geschieht, ist gut und überraschend aufgebaut. Überhaupt bleibt der Verlauf der Handlung bis zum Schluss unvorhersehbar. Toll gemacht, keine Minute langweilig und mit jeder Menge Augenzwinkern und ein paar schönen Bösartigkeiten vom Schlage „Kottan ermittelt“ bis zum letzten Moment unterhaltsam und witzig. Erinnert fast an einige der späten Filme von Alfred Hitchcock. Und das im ARD Tatort! Kompliment an David Wnendt und sein Team. Und dann kritisieren hier die Zuschauer, dass Borowski keine Freisprecheinrichtung benutzt…irgendwie wird Ironie in D nicht verstanden. Einige Tatortfolgen entwickeln sich, aber das Publikum ist in den 1970er Jahren stehengeblieben.


  • Colorwriter • am 19.3.17 um 22:08 Uhr

    Bis auf ein paar vertretbare Logikfehler unterhaltsam und spannend.

    Ich finde da nichts zu Meckern.


  • Aart • am 19.3.17 um 22:11 Uhr

    Gut aber etwas unglaublich.


  • Gerald • am 19.3.17 um 22:12 Uhr

    Wie hieß denn das Easy listening Stück, das im B

    Bei uns gabs zwei mal Rklame für irgendeine Derie eingeblendet.
    Ist das noch normal?ungalow am Ende lief?
    Iregendetwas von Mantovani?


  • Dirk • am 19.3.17 um 22:12 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 1015 aus Kiel. Neben Hauptkommissar Borowski und Hauptkommissarin Brandt war auch der Kriminalrat Schladitz dabei, alle zusammen haben mir erst einmal gut getan. Der Tatort-Spielfilm war schon ein Hammer, zeigte er doch auf, dass viele leitende Posten immer noch nach Alter vergeben werden, von Personen, welche immer noch die gute alte Merkzettelwirtschaft bevorzugen und sich mehr oder weniger auf das aufgestaute Fachwissen der dritten Generation verlassen. Kriminelle Machenschaften in den Bereichen des öffentlichen Sicherheitsdienstes, mehr oder weniger brillant dargestellt, aber trotzdem immer noch vereinfacht am Thema vorbei „gedarkt“. Für Computermuffel wahrscheinlich ein unheimlich wirkender Tatort-Fernsehfilm , hochaktuelle Technik und primitive, aber effektive Waffen, treffen aufeinander. Zettelwirtschaft und zig Bildschirme stehen nebeneinander. Ein interessant zu schauender Tatort-Krimi, nett anzusehen, nicht wirklich prickelnd, nicht wirklich brisant, nette Abendunterhaltung. Servus.


  • Benno Knapp • am 19.3.17 um 22:25 Uhr

    Unrealistisch, unglaubwürdig, überzeichnet.
    Unfreiwillige Parodie.
    Peinlich, wenn ich mir vorstelle, dass Macher amerikanischer Serien wie „Breaking Bad“ oder „Game of Thrones“ so etwas sehen könnten…
    Die halten uns Deutsche dann für vollkommen verblödet.


  • Christine • am 19.3.17 um 22:25 Uhr

    Modern, spannend, unterhaltend , mit exzellenten Schauspielern besetzt.
    Tolle Unterhaltung und genau das was ich von einem Tatort erwarte. Gut gemacht!


  • TheVincent14 • am 19.3.17 um 22:37 Uhr

    Insgesamt nicht so schlecht, ich mag halt Borowski. Über Darstellung, Inhalt usw. kann man streiten, einen echten Logikfehler hab ich aber schon gefunden: Warum schreit das Kind (Dirk?) los, als es den Täter sieht ? OK, das erste Opfer hat einen Stick von ihm bekommen, das sah er, aber das ist ja an sich nichts böses…


  • MM223 • am 19.3.17 um 22:45 Uhr

    Man hat wohl die GEZ Gebühren in Bitcoins umgetauscht und ein im Darknet vergrabenes Drehbuch gekauft. Das war da, weil es nie das Licht der Welt erblicken sollte. Aber mangels guter Drehbücher grast man nun alles ab. Kurzum das war Schrott


  • Birgit • am 19.3.17 um 22:50 Uhr

    Heute klasse Tatort, letzte Woche klasse Tatort…man könnte sich dran gewöhnen. Fast wie früher. Bitte weiter so. Und ob das nun 100prozentig logisch ist, spielt doch keine Rolle. Jedenfalls keine wichtige. Film war unterhaltsam und spannend. Danke.


  • Josefs • am 19.3.17 um 23:37 Uhr

    Jetz ham die nich nur dat jrass sonern jleich dä janze Film bei de Dealer fon nebnan jekauft
    GEZ hilf!


  • Mimi • am 19.3.17 um 23:38 Uhr

    Borowski gehört zu meinen Lieblingsermittlern, hier gab es schon viele spannende und clever inszenierte Fälle. Der heutige war aber ein Tiefpunkt. Ab der Hälfte habe ich innerlich abgeschaltet.
    Eine Kommissarin, die nebenbei die Arbeit der Cyber-Spezialisten erledigt – klar.
    Eine Rezeptionistin, die es offenbar anmacht, wenn ihr ein echter Mörder gegenüber steht – total nachvollziehbar.
    Ein Kommissar, der anscheinend zum ersten Mal ein Handy in der Hand hat – das gibt’s ja ständig.
    Könnte noch viel mehr aufzählen, aber das ändert auch nichts mehr. Zwei Punkte gebe ich noch für die ein oder andere originelle Idee und Kameraführung, ansonsten gehöre ich wahrscheinlich zur Minderheit, die es gar nicht schade findet, dass Sibel Kikelli aufhört. Bin nie mit ihr warm geworden…


  • alter Fan • am 19.3.17 um 23:59 Uhr

    war doch ein recht ordentlicher Borowski – TO ; spannend und unterhaltsam – nicht etwa ein Dokumentarfilm über Aktivitäten im Darknet ; was sollen da nur immer diese “ Detailvergeistigungen “ ?
    das zeitgemäße Smartphon aus dem Auto werfen Irrsinn oder nicht ??? – ich kann´s nachempfinden . Hätte ich an Borowskis Stelle auch so gemacht .


  • Dolly • am 20.3.17 um 0:01 Uhr

    Stimme Birgit zu: Heute klasse Tatort, letzte Woche auch.


  • Karin • am 20.3.17 um 0:21 Uhr

    Scheinbar hopp oder topp.

    Seltsame Kritikbeiträge, meist absolut entgegengesetzt in dem allgemeinen Empfinden zu diesem Machwerk, das besprochen wird.

    Halte den Tatort trotzdem für schwach, die Gegenargumente kann ich nicht nachvollziehen.


  • Nicht nur sonntags • am 20.3.17 um 0:40 Uhr

    Ich habe nicht das Bedürfnis gehabt abzuschalten – also war er gut


  • ERwin • am 20.3.17 um 1:14 Uhr

    Wat mutt, dat mutt! Aber dat? Mutt dat??

    Ich hatte mich so sehr auf Borowski gefreut…. leider wird es wohl das letzte Mal gewesen sein. Nun ja, spannend war es ja, aber eigentlich, wenn wir ehrlich sind, doch nur wegen der geheimnisvoll dunklen Hintergrundmusik. Was bleibt, nehmen wir sie einmal weg? Öde Dialoge, oder, besser gesagt, Borowskis Monologe.

    Irgendwie scheinen mir die Macher des TO auf dem Holzweg; klar, alles muss mal ausprobiert werden, aber wieso kommt dann nur noch Schrott dabei heraus? Kann denn keiner mehr einen kniffligen Mordfall konstruieren, ohne diesen ganzen Cyber Kram?

    Nein, ich wünsche mir nicht Filme à la Finke und Haverkamp; das hatten wir ja damals. Aber ich wünsche mir Filme, die wenigstens einen Funken von Realität an sich haben, und Schauspieler, die ihre Rolle überzeugend spielen und nicht darum bemüht sind, die von ihnen dargestellte Person in den Vordergrund zu rücken. (Sorry, Borowski! Ohne Bart hattest du mir sowieso besser gefallen! ;) )

    PS: Das ist nun seltsam. Ich weiß genau, dass ich anfangs nur 1 Stern gab; wieso stehen da jetzt plötzlich doch 3 Sterne?? Weg damit!


  • Andy • am 20.3.17 um 7:48 Uhr

    Ein guter Tatort mit Borowski-typischen, doppelbödigem Humor. Die fresssüchtige Hotelrezeptionistin („Ich bin die Null“), die sich sprichwörtlich zu Tode futtert, der reichlich untalentierte Auftragskiller, der schon am Tatort krankenhausreif geprügelt wird und sich später noch versehentlich einen Finger abtrennt und natürlich die hypermoderne Cybercrime-Abteilung (überstolzer LKA-Chef: „Sowas haben nicht einmal die Bayern!“), die sich als unterfinanzierter Zwei-Mann-Betrieb im Keller entpuppt.

    Großes Kompliment: Abgesehen von zwei Punkten (Cyberspezialisten dargestellt als absolut typische Nerds und das panische Herausreißen der Netzwerkkabel) wurde das Darknet-Thema angenehm nüchtern und vor allem realistisch dargestellt.


  • Monika • am 20.3.17 um 7:59 Uhr

    Arte versteher, wo bist du? Brauche dringend jemand ,der mir den Tatort erklärt. Für mich war er dermaßen unlogisch und unrealistisch, dass es fast nicht mehr auszuhalten war. Aber das war sicher Kunst und hintersinnig, nur ich habs wieder nicht verstanden. Sicher steckte ein tieferer Sinn darin, die beiden inkompetenten Nerds in der leeren Tiefgarage, borowskis telefon, das Antworten gibt, die auch ein perfekt programmierter computer niemals geben kann, das war sicher alles gewollt und irgendwie intellektuell ,nur ich bin wohl zu unterbelichtet um es zu verstehen. Vielleicht war es auch eine absurde Komödie und gar nicht Tatort?


  • Hanz W. • am 20.3.17 um 8:45 Uhr

    Aus der Reihe der „Cyber-Tatorte“ sicherlich sich der beste. Zumal einmal klar gemacht wurde, dass es – am Ende – im Internet auch nur um den schnellen kleinen Raub geht und nicht immer um die ganz große Weltverschwörung.
    Gut in jedem Fall, dass die „digitale Thematik“ doch eingebettet war in eine recht spannend erzählte, fast konventionell anmutenden Kriminalgeschichte. Mit ein paar faszinierenden Facetten allerdings, besonders hinsichtlich der Figurenzeichnung: die Rose war wunderbar, die Jungs im Keller waren es ebenso wie der halbirre Killer, und Sibel Kekilli in absoluter Top-Form, so gut habe ich die überhaupt noch nicht gesehen. Dass es da ein paar Über- und Zuspitzungen gab: selbstverständlich, aber wenn die als Stilmittel gekonnt eingesetzt werden, macht das schon den Unterschied aus.
    Gelungener Tatort, würde ich mir auch nochmal ansehen.


  • arte-Versteher • am 20.3.17 um 9:19 Uhr

    Monika, Ihr Vertrauen ehrt mich. ;) Ich verrate Ihnen etwas. „Kunstanspruch“ ist das Letzte, was bei mir den Ausschlag gibt für die die Sterne, die über meinem Beitrag stehen. Für meine Sternchen gibt es nur ein Kriterium: Hab ich beim Anschauen gequält mit der Hand nach der Fernbedienung gezuckt? Oder hätt ich gerne noch ne halbe Stunde weitergeschaut? Der SciFi-TO Wendehammer z.B. hat mich damals mit seiner demonstrativ zur Schau getragenen kafkaesken Kunstfertigkeit eher vergrätzt. Gestern saß ich mit einem breiten Grinsen vor dem Fernseher. Sicher war da vieles in der Story hanebüchen (ein Kind, das nicht benennen kann, wer von den Anwesenden bei ihm einen Schreianfall ausgelöst hat; oder die erst zu viel zu spät beginnende Suche nach dem LKA-Archivar, von dem man schon früh annehmen konnte, dass er verwickelt ist; oder die Tatsache, dass eine Kommissarin mit gezückter Waffe durch den öffentlichen Raum rennt). Aber ehrlich gesagt hat mich das wenig gestört, da ich als Zuschauer nicht notwendigerweise auf dieser Ermittler-Logikebene unterwegs sein muss. Was mir gefallen hat: Mich hat die Ego-Shooter-Bildsprache gleich am Anfang angenehm überrascht und für diesen Film eingenommen. Die Erklärbar-Clips fand ich lustig, ohne dass ich mir einen Kopf machen würde, ob man sowas „darf“ (Was man in einem TO darf, ist mir sowas von egal). Ich fand den möchtegern-coolen, aber unterm Strich nur täppischen Auftragskiller, der ständig Prügel bezieht und sich seinen guillotinierten Finger mit Tape verarztet, herrlich. Und die jugendlichen Tölpel von der Cyberabwehr? Ich gebe hier mal ein Zitat aus WIRED vom Juni 2016 rein (einfach copy & paste und googeln, der Artikel ist noch im Netz):
    —Zitat— Einer der Vorschläge, mit denen die Bun­deswehr sich schick machen will für die Namestnikovs: „Durchführung von IT-Turnieren als mögliches Instrument der Personalrekrutierung (z.B. in Form von LAN-Partys für die Rekrutierung von Talenten aus der Gamer-/E-Sport-Szene)“. Als würde ein Fußballverein versuchen, seinen Nachwuchs bei ­Kicker-Turnieren anzuwerben. — Zitat Ende —

    Um noch mal einen Vergleich zu bemühen: Wenn Wendehammer ein Kafka sein wollte, dann war das hier mit den bunten Farben und Erzählweisen eines Comic-Hefts gemalt. Kann man gerne doof finden oder eben lustig, ich für mich muss nicht lange drüber nachdenken. Das Ende mit Brandt als hormonell verwirrtem „Opfer“ fand ich dagegen eher unlustig. Die Auflösung ziemlich banal und flach (und natürlich ist das schwache Ende ein Indiz dafür, dass die gesamte Konstruktion der Story nicht wirklich zu den dunklen Seiten vordringt.) Aber 4 Sterne war dieser Abend, an dem ich viel gelacht habe, für mich allemal wert.


  • MoMi • am 20.3.17 um 11:00 Uhr

    Endlich wieder mal ein Tatort der aussergewöhnlich in jeder Beziehung ist. Lange auf einen so guten Film gewartet. Gratulation – nur schade, dass Frau Brandt nach der nächsten Folge nicht mehr dabei ist.
    Der Tatort war filmisch, musikalisch, ironisch hochklassig. Ob die Cyber-Story nun realistisch ist oder nicht – das Darknet existiert und wird für die wildesten Sachen missbraucht. Die Kritiker des Tatorts wissen es allem Anschein am besten – sind wahrscheinlich auch im DN unterwegs. Ich habe mich über Borowski und seine Smartphone Abenteuer aber köstlich amüsiert. Habe einen tollen Filmabend erlebt. Danke Borowski und Brandt.


  • CarstenH • am 20.3.17 um 12:21 Uhr

    Unterdurchschnittlich und ärgerlicher Tatort. Überall stereotype Erklär-Bären, damit ein zu vermutendes „Durchschnittspublikum“ nicht den (schecht umgesetzten) Faden verliert. Dabei ist sind Story und Tätermotiv viel zu abwegig. An vielen Stellen dann auch noch gewollt komisch.
    Ein Sternchen gebe ich für die tollen Schauspieler (Borowski sehe ich immer gern, der Auftragskiller war super). Ein Sternchen für ein paar wenige spannende und aktionreiche Szenen (Killerszene am Anfang und Verfolgungsjagd durchs Stadion). Ansonsten war das ganze Drehbuch und das sorgsame „an die Hand nehmen“ des Zuschauers durch eine abstruse Geschichte durchweg nervig und für die Tonne.


  • individualist • am 20.3.17 um 13:57 Uhr

    hm hm hm. der tatort war irgendwo zwischen thriller und parodie angesiedelt, was ihn besonders macht. die klischees bis an die schmerzgrenze ausgereizt, die settings und die nebendarsteller extrem überzeichnet.
    rosi einfach wunderbar, auch täter1 sehr gut. pfeiffers putzfrau sensationell.
    parodie: wir erklären das darknet, die riesenhalle für 2cyberpolizisten weil das budget nicht ausreicht, badehosennerd…
    im gegensatz zur entsetzlichen babbeldasch hat das für mich konzept hier funktioniert.
    und endlich wieder mal ein schönes haus in einem tatort. war in meiner kindheit ja ein muss: die tatort und derrick villen mit hallenbad und riesigen wohnlandschaften :o)
    schade dass Sibel Kekilli aufhört. hoffe ja dass sie die neue leiterin der sonderabteilung wird und uns so wenigstens als side kick für zukünftige fälle zur verfügung steht.


  • Monika • am 20.3.17 um 14:58 Uhr

    @arte versteher, vielen dank, jetzt weiß ich wenigstens warum man diesen tatort gut finden konnte. Die Egoshooter optik am anfang fand ich auch sehr gelungen, und ich dachte mir dass es interessant werden könnte, aber ich habe mich wohl zu sehr in meinem Anspruch auf eine realistische story verloren. Ich lese ihre kommentare ausgesprochen gerne, oft denke ich mir: aha, so kann man das also auch sehen.


  • arte-Versteher • am 20.3.17 um 15:37 Uhr

    @Monika
    Ich finde es absolut legitim, wenn jemand sagt, ich mag TO, die sich rein auf der realistischen Schiene von Polizeiarbeit bewegen – aber irgendwie ist es für mich das Salz in der Suppe, immer mal wieder zu sehen, dass man Geschichten auch anders erzählen kann. In der Literaturgeschichte gibt es den schönen Begriff der „willing suspension of disbelief“. Natürlich weiß man als Zuschauer immer, dass man einer Illusion, einem Machwerk aufsitzt – und wie sehr man bereit ist, seine eigenen „Ungläubigkeit“ für 90 Minuten zurückzustellen, ist individuell sehr verschieden, sie variiert übrigens auch enorm von Genre zu Genre. Man kann z.B. Hitchcocks „Die Vögel“ nur schwer genießen, wenn man sich darauf versteift, dass es so massive Krähenangriffe auf Menschen tatsächlich wohl noch nie gegeben hat ;)

    @individualist
    Ihr Kommentar, zusammen mit dem von @Gelder Strom, bringt mich dazu, zu bekennen, dass ich die Villa als Location toll fand. Hat mich sehr an Hitchcocks „Der unsichtbare Dritte“ erinnert, wie Borowski (analog Roger Thornhill) draußen vor der uneinnehmbaren Festung umhertappst, während Brandt (analog Eve Kendall) drinnen in Lebengefahr ist…

    (3 Sterne als Enthaltung wg. Mehrfachposting)


  • Peter Caßens • am 20.3.17 um 15:40 Uhr

    Volle Punktzahl, super Tatort


  • Klaus • am 20.3.17 um 17:13 Uhr

    Sehr aussergewöhnlich!!! Hat mit dem normalen Tatortfolgen wenig zu tun aber in letzter Zeit ist man ja dort sehr experimentierfreudig. Auf die Schockbilder hätte man aber verzichten können. Im Kopf des Zuschauers spielt sich oft viel mehr ab.


  • Marion • am 20.3.17 um 18:48 Uhr

    Super Tatort


  • BG • am 20.3.17 um 19:44 Uhr

    Wird zu viel rum experementiert in den Tatorts in letzter Zeit. So kann man diese Kultserie auch kaputt kriegen…


  • Mr. Marple • am 20.3.17 um 22:38 Uhr

    Super Tatort!
    Die Selbsterfahrung mit der „humanen“ Falle sowie der Millionen-Euro-Zettel zum Bonbonausspucken am Ende haben die ganze Handlung sehr schön abgerundet.
    Auch die Hommage an HAL aus „2001 – Odyssee im Weltraum“ fand ich sehr gelungen.
    Schade, dass Borowski und Brandt sich bald trennen werden.


  • henne • am 21.3.17 um 1:31 Uhr

    Der war einfach gut und nicht so ein Mist wie aus Münster oder Weimar, bitte mehr davon: Sarah Brandt, die Musik, die Verfolgungsjagd, Rosi, die Erklärvideos, die Traumvilla, das neue Smartphone vom Borowski, der Staatsanwalt, die etwas verzwickte Story…


  • Zydania • am 21.3.17 um 13:13 Uhr

    Eindrücklich.
    Den üblichen Deutschen Bierernst nicht beachtend hat sich die Cybergeschichte ganz gut entwickelt: Wegen des etwas schwachen Endes habe ich aber nur vier Sterne gegeben.
    Wunderbare Kleinigkeiten wie das Ende der nervigen „Sabine“ als Verneigung an 2001: Dies allein macht schon einen ganzen Stern aus.


  • Rumo • am 21.3.17 um 13:40 Uhr

    #Henne
    Volle Zustimmung meinerseits.
    Nämlich auch in puncto „Mist aus Münster“.
    Allerdings treten wir damit in tiiiefes Fettnäpfchen …


  • RaPa • am 21.3.17 um 23:07 Uhr

    Borowski & Brandt – top
    Action & Humor – top
    Rosi – scharf
    Alles in allem gute Unterhaltung!


  • Sir Sherlock • am 22.3.17 um 21:07 Uhr

    Für mich war es „Gute Unterhaltung“ , über die Story kann man sich streiten !
    Sahrah Brand war klasse in Form ! Ein Lichtblick zu den vergangenen Versuchen was neues zu probieren.


  • Merten Holst • am 23.3.17 um 9:43 Uhr

    Hin und wieder hat die Handlung in zu viele Sackgassen geführt (z.B. Rosi – wenn auch als comic relief sehr üppig), aber hat trotzdem immer Schwung gehabt. Es wäre schön gewesen, wenn die Figur des Staatsanwalts noch etwas schärfer konturiert gezeigt worden wäre und man seine Motivation besser oder frühzeitiger hätte nachvollziehen können. Dann wäre vielleicht für die Zuschauer eher erkennbar gewesen, wie er versucht, Sarah Brandt in die Falle zu locken, das hätte noch mehr Spannung aufbauen können. So bleibt der Auftragskiller, der eigentlich gleichzeitig ein Opfer ist, eindrucksvoller (auch schauspielerisch) als der eigentliche Bösewicht. Überhaupt konnte man in dieser Folge zum ersten mal das volle Potenzial der Figur Sarah Brandt sehen, und Sibel Kekilli hat sie ganz hervorragend gespielt. Schade, dass sie geht, und dass Sarah Brandt auf der Drehbuchseite über die Folgen hinweg keine kontinuierliche Entwicklung gehabt hat. Die mangelnde Kontinuität bei der Figurenentwicklung ist zum Teil eines der großen Probleme bei TO.


  • Der Fremde • am 24.3.17 um 14:21 Uhr

    @ Chromeheart:

    Ich finde auch, dass ROSI der Höhepunkt in dieser TO-Folge ist, die sonst eher durchschnittlich daherkommt.
    Schade allerdings, dass Rosi ihrer Lust auf Süßes so rasch Tribut zollen muss. Ich hätte gern mehr von ihr gesehen …


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