Tatort Folge 735: Kinderwunsch



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Tatort Folge 735: Kinderwunsch 4 3

Nach zwei Morden kommt Chefinspektor Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) aus Wien im Tatort „Kinderwunsch“ dem schmutzigen Geschäft mit dem Kinderwunsch verzweifelter Paare auf die Spur.

Tatort Kinderwunsch – Trailer

 

Für seine Ermittlungen im Tatort „Kinderwunsch“ muss Kommissar Moritz Eisner nach Linz reisen. Dort wurde die Leiche von Sandra Walch gefunden, welche in die Donau entsorgt wurde. Für die Behörden in Österreich ist das kein gewöhnlicher Mord, denn Walsh war Reporterin und hatte häufig an Enthüllungsstories von großer Brisanz gearbeitet. So sorgt dieser Todesfall im Innenministerium für große Beunruhigung. Die Beamten sehen sich sogar genötigt, einen eigenen Sonderermittler für die Auflärung an den Tatort zu schicken und so übernimmt Eisner den Fall.

In Linz angekommen, findet der Kommissar schnell heraus, dass das Mordopfer anscheinend wieder an einer heißen Geschichte gearbeitet hatte. Seltsam ist dabei im Tatort „Kinderwunsch“ nur, dass die Reporterin die Story trotz des brisanten Themas plötzlich fallen gelassen und von einer Veröffentlichung abgesehen hatte. Woran Walsh gearbeitet hatte, erfährt Eisner bald von dessen bester Freundin Astrid Heidegger. Diese berichtet den Fahndern, dass die Tote wohl schmutzigen Geschäften bei der künstlichen Befruchtung auf die Spur gekommen sei. Nur wenig später gibt es im Tatort „Kinderwunsch“ einen zweiten Toten, welcher Heideggers Vermutung bestätigt. Denn das Opfer Max Biro hatte als Gentechniker gearbeitet und sich dabei anscheinend auch mit künstlicher Befruchtung beschäftigt. So war der Tote wahrscheinlich ein Informant von Walsh geworden, nachdem er die fragwürdige Arbeitsweise einer Befruchtungsklinik namens „Invitral“ bemerkt hatte. Wurde Biro also umgebracht, weil er die Reporterin mit Informationen versorgt hatte? Eine Verbindung zwischen den beiden Morden scheint im Tatort „Kinderwunsch“ ziemlich sicher zu sein.

Daher nimmt Kommissar Eisner aus Wien besagte Klinik näher unter die Lupe. Hatten die Zuständigen dort etwa nicht ganz sauber gearbeitet? Und wenn ja, war alles von den Klinikleitern ausgegangen oder versteckt sich im Hintergrund noch jemand, der die Strippen zieht? Verdächtig kommt Eisner im Tatort „Kinderwunsch“ auch eine Pianistin namens Maria Drenkow vor, der er selbst ziemlich nahe kommt.

Wie ernst die ganze Sache im Tatort „Kinderwunsch“ ist, bemerkt der Ermittler bald am eigenen Leibe: Als er nämlich eine Wohnung durchsucht, wird ein Anschlag auf sein Leben verübt, dem Eisner nur knapp entgehen kann. Aber woher wusste der Täter, dass sich der Fahnder aus Wien in der Wohnung aufhalten würde? Es kommt noch härter als Julia und Stefan Weber, Inhaber eines Fitnessstudios, mit der Entführung ihres gemeinsamen Sohnes gedroht wird. Denn die Webers hatten in ihrem Fitnesstudio auch häufig Patienten von „Invitral“ zur Schwangerschaftsgymnastik betreut. Die Hintermänner schrecken im Tatort „Kinderwunsch“ also vor nichts zurück und so muss auch Kommissar Eisner zu härteren Methoden greifen…

 

Der in Linz spielende Wiener Tatort „Kinderwunsch“ feierte seine Fernseherstausstrahlung am 01.06.2009. Zuvor hatte sich Walter Bannert um die Regie des vom ORF und RBB produzierten Krimis gekümmert.

 

Besetzung
Chefinspektor Moritz Eisner – Harald Krassnitzer
Gruppeninspektor Karin Brandstätter – Fanny Stavijanik
Astrid Heidegger – Martina Theresia Stilp
Max Biro – Arthur Klemt
Maria Drenkow – Dorka Gryllus
Melanie Kubicek – Sabine Haupt
Julia Weber – Tamara Metelka
Philipp Weber – Calvin Claus
Dr. Beck – Johannes Zeiler
Chefredakteur – Gerhard Naujoks
Josef Koltay – Julian Sharp
Adelheid Hausner – Gerti Drassl
Katlovski – Manuel Rubey
Gebhard Hausner – Holger Schober
Dr. Ziegler – Serge Falk
Stefan Weber – Daniel Keberle
Gerlinde Biro – Ursula Strauss
Kriminalassistent Wolfgang Rohrmoser – Michael Menzel

Stab
Buch – Thomas Braun und Walter Bannert
Regie – Walter Bannert
Kamera – Duli Diemannsberger
Musik – Ludwig Eckmann

Bilder – rbb/ORF/Allegro Film/Petro Domenigg


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10 Meinungen zum Tatort Folge 735: Kinderwunsch

  • Loto Schulmann • am 24.1.11 um 5:44 Uhr

    Ich merke jetzt in diesem Moment, dass ich deinen Blog deutlich häufiger lesen müsste ;-) – da kommt der Leser wirklich auf super Ideen


  • Anton Lillich • am 31.7.12 um 12:50 Uhr

    Ihr scheint euch sehr gut auszukennen, ich hätte eine spezielle Frage zum Tatort Kinderwunsch.
    Im Film dirigierte einer der verdächtigen Ärzte ein Orchester, welche Musik wurde da gespielt (Titel, Komponist).
    Wäre super, wenn ihr mir das beantworten könntet.

    mfg Anton


  • Clemens Taferner • am 1.8.12 um 20:12 Uhr

    Manche Drehbücher sind so schwach, daß sogar ein Kaliber wie Walter Bannert nur mit Mühe etwas retten kann.


  • Clemens Taferner • am 1.8.12 um 20:13 Uhr

    Pardon, die 5 Sterne sind natürlich ein Irrtum gewesen.


  • Hans-Dieter Pavlicek • am 26.7.13 um 22:12 Uhr

    Gratuliere: während Schenk, Schimanski oder Stöver lediglich auf ca. 30% Spielzeit mit vollem Mund kommen, bricht Frau Brandstätter alle Rekorde, Wahrscheinlich hat sie die Rolle nur bekommen, damit sie sich mal richtig sattessen kann.Sonstige Talente lässt sie vermissen.


  • Matsche • am 30.7.13 um 12:38 Uhr

    Hallo Anton,

    das Jugendorchester im Tatort spielt die Overtüre aus „le nozze di Figaro“ von Mozart.


  • Anita Schmitt • am 19.10.14 um 14:43 Uhr

    So charmant Herr Krassnitzer in seinen Tatorten agiert: aber müssen seine Assistenten unentwegt etwas in sich hineinstopfen, sich die Finger ablecken und während der Texte dauernd kauen??? Oder ist es doch so, dass Schauspielerinnen, die keine sind, einfach immer essen müssen…? Eine Zumutung.

    Macht mich „satt“ und sehr ärgerlich: umgeschaltet!!


  • Ina • am 6.8.15 um 12:50 Uhr

    Tatort Wien – sehenswert!


  • Dirk • am 2.4.16 um 17:01 Uhr

    Der Tatort Nummer 735. Der Wiener Chefinspektor und Sonderermittler Eisner ermittelt in zwei Mordfällen sowie einer Kinderentführung, zusammen mit den Linzer Polizeibeamten Brandstätter (w) und Rohrmoser (m). Im Zuge der Mordermittlungen kommen unglaubliche Skandale einer kriminellen und nach Mafiagangart geführten Klinik für künstliche Befruchtung ans Tageslicht. Zeugungsunfähigen Frauen werden, ohne gefragt zu werden, fremde Eizellen implantiert. So was muss man sich einmal vorstellen! Und neben der pekuniären Situation muss Eisner auch noch feststellen, dass seine enge private Partnerin in dieser Kinderschokoladengeschichte mit involviert ist, dieser, vom Ausland agierenden, skrupellosen Mafia zuträglich ist. Eisner, nunmehr platt und fertig, stellt aber den gemeinen mordenden Drahtzieher der fiesen Taten, zusammen mit seinen zwei Kollegen, welche für ihren Tatort-Einsatz Blutzoll zu leisten haben. Alleine vom Thema her schon ein interessanter Tatort-Fernsehfilm, der aber weniger hält als er verspricht. So absurd, dass er schon wieder Realitätsnähe aufzeigen könnte, werde ich mir ein zweites Anschauen wohl für längere Zeit verkneifen. Ehrlich.


  • MadMonkey • am 28.5.17 um 17:20 Uhr

    Uh hah der zieht sich. Zäh wie Leder. Hier ist alles sehr grau gehalten. Ich kenne die Linzer Stahlsinfonie, dass ist eher sie Linzer Schnarchtherapie. Walter Bannert kann wohl nichts dafür 1,4 Sterne.


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