Tatort Folge 039: Acht Jahre später

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Erscheinungsjahr: 1974
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Kommissar: Haferkamp

Kurz und knapp – darum geht’s

Nach acht Jahren Haft wird der Einbrecher Brossberg entlassen, der Kommissar Haferkamp Rache geschworen hat, nachdem dieser bei seiner Verhaftung Brossbergs Bruder erschoss. Plötzlich steht Brossbergs ehemalige Geliebte, Frau Pallenburg, vor Haferkamps Tür und bittet verängstigt um Schutz vor dem vermeintlich rachsüchtigen Ex-Häftling. Obwohl ein Mordanschlag auf Frau Pallenburg verübt wird und Haferkamp den Täter bis auf einen Hochofen verfolgt, erscheint etwas an der Geschichte merkwürdig. Als der Kommissar mit Frau Pallenburg allein in seiner Wohnung ist, offenbart sich die wahre Bedrohung, und Haferkamp muss um sein Leben kämpfen…

Inhalt der Tatort-Folge „Acht Jahre später“

Ruß und Industrienebel liegen über der Stadt Essen, als Kommissar Heinz Haferkamp gedankenverloren in seiner Wohnung sitzt, ein Glas Bier in der Hand. Die Schatten seiner Vergangenheit holen ihn ein, als er erfährt, dass Brossberg – ein Mann, den er vor acht Jahren hinter Gitter brachte – nun wieder frei ist. Der kühle Stahl seiner Dienstwaffe wirkt plötzlich schwerer in seiner Hand, während er sich an jenen verhängnisvollen Tag erinnert, an dem er bei einem spektakulären Schusswechsel Brossbergs Bruder töten musste.

Haferkamp ist ein Mann der alten Schule – eigensinnig, verschlossen und mit einer deutlichen Abneigung gegen Einmischungen in sein Privatleben. Seine Scheidung von Ehefrau Ingrid hat tiefe Narben hinterlassen, die er hinter einer Fassade aus Zynismus und trockenem Humor zu verbergen sucht. „Nach acht Jahren denkt doch kein Mensch mehr an Rache“, murmelt er in sich hinein, als könnte er damit die aufkeimende Unruhe vertreiben. Das unerwartete Klingeln an seiner Tür durchbricht die Stille. Davor steht eine sichtlich verängstigte Frau Pallenburg – Brossbergs ehemalige Geliebte.

„Er wird mich umbringen, er hat es geschworen!“, ihre Stimme zittert, während der Regen an den Fensterscheiben wie kalte Tränen herunterrinnt. Widerwillig gewährt Haferkamp ihr Unterschlupf in seiner Wohnung, doch das Misstrauen bleibt, wie ein ständiger Begleiter. Die Überwachung Brossbergs durch die Polizei erscheint zunächst wie eine reine Routinemaßnahme – der entlassene Häftling lebt unauffällig, als seien seine Drohungen nie ausgesprochen worden.

Die Ruhe vor dem Sturm wird jäh unterbrochen, als ein Schuss aus einem gegenüberliegenden Rohbau in Haferkamps Wohnung abgefeuert wird. Die Jagd nach dem Täter führt den Kommissar durch ein Labyrinth aus Stahl und Beton, vorbei an rostigen Güterwagen und dampfenden Werksanlagen. Die Verfolgung gleicht einem Tanz auf dem Vulkan, als Haferkamp seinem Verdächtigen auf einen gewaltigen Hochofen folgt. Der beißende Geruch giftiger Abgase umhüllt ihn wie ein tödlicher Nebel, und kurz bevor er das Bewusstsein verliert, sieht er die verschwommene Gestalt Brossbergs, der an ihm vorbeistolpert, ohne den wehrlosen Kommissar anzurühren.

„Warum hat er mich nicht getötet, als er die Chance hatte?“, diese Frage verfolgt Haferkamp, während er im Krankenhaus erwacht. Seine Intuition, geschärft durch jahrelange Ermittlungsarbeit, signalisiert ihm, dass etwas nicht stimmt. Die Puzzleteile fügen sich langsam zusammen, als seine Ex-Frau Ingrid einen entscheidenden Hinweis liefert. Ist Frau Pallenburg wirklich das, was sie zu sein vorgibt? Oder ist sie das Raubtier im Schafspelz, das nur darauf wartet, zuzuschlagen?

Das beschauliche Zusammenleben in Haferkamps Wohnung wird zum psychologischen Katz-und-Maus-Spiel, als er bemerkt, dass sein Telefon abgehört wird. Als Frau Pallenburg ihm ein Getränk mit aufgelösten Pillen serviert, stellt sich der Kommissar bewusstlos – eine gefährliche List, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. In der Dunkelheit seiner Wohnung offenbart sich schließlich das wahre Gesicht seiner ungebetenen Mitbewohnerin…

Hinter den Kulissen

„Acht Jahre später“ markierte am 28. April 1974 den Auftakt der Ära Haferkamp im Tatort-Universum. Als 39. Folge der ARD-Krimireihe führte Regisseur Reinhard Mieke den Zuschauer in die raue Industrielandschaft des Ruhrgebiets. Gedreht wurde im Herbst 1973 an Originalschauplätzen in Essen, wobei besonders die imposanten Industrieanlagen der Stahlwerke und Hochöfen dem Film seine charakteristische Atmosphäre verleihen.

In der Hauptrolle brillierte Hansjörg Felmy als eigenwilliger Kommissar Heinz Haferkamp, der bis zur Ankunft von Horst Schimanski als der populärste Tatort-Ermittler galt. An seiner Seite spielte Willy Semmelrogge als sein treuer Assistent Kreutzer. In einer kleinen Gastrolle war zudem Klaus Schwarzkopf als Kommissar Finke zu sehen – eine nette Überraschung für aufmerksame Zuschauer.

Die Erstausstrahlung erzielte mit 66 Prozent Marktanteil einen durchschlagenden Erfolg und etablierte den zweithöchsten Wert der gesamten Haferkamp-Ära. Der WDR-Tatort wurde damit zum würdigen Nachfolger der Fälle von Zollfahnder Kressin (Sieghard Rupp).

Nach der Ausstrahlung wurde besonders die atmosphärische Inszenierung der Verfolgungsjagd durch die Industriekulisse des Ruhrgebiets von der Kritik gelobt. Die Fernsehzeitschrift TV Spielfilm vergab in ihrer nachträglichen Bewertung die Höchstwertung und bezeichnete den Film als „packenden Einstand des Sympathieträgers“. Haferkamp etablierte mit diesem Fall einen eigenen Stil von Krimis, die weniger auf Action setzten, sondern vielmehr durch psychologische Duelle zwischen Kommissar und Täter überzeugten – ein Format, das die deutsche Fernsehlandschaft nachhaltig prägte.

Videos zur Produktion

ARD Plus Trailer

Video 30 Sekunden aus den ersten 30 Minuten

Besetzung

Kommissar Haferkamp – Hansjörg Felmy
Scheffner – Bernd Schäfer
Brossberg – Rel ja Basic
Kaslik – Ulrich von Dobschütz
Eisenbahner – Werner Gaefke
Gastkommissar NDR – Klaus Schwarzkopf
Ingrid, seine Ex-Frau – Karin Eickelbaum
Kreutzer – Willy Semmelrogge
Vorsitzender – Walter Feuchtenberg
Wilke – Hermann Günther
Wärter – Hans Beerhenke
Haftrichter – Herbert Bötticher
Frau Pallenburg – Christine Ostermayer
Direktor – Max Mairich
Müller – Klaus Münster
u.a.

Stab

Drehbuch – Karl Heinz Willschrei
Regie – Wolfgang Becker
Kamera – Joseph Vilsmaier
Schnitt – Hannes Nikel

Bilder: WDR

25 Kommentare

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  1. vor 15 Jahren

    Liebe Tatort- und Jazzfreunde,

    wer kann mir sagen, wie der Interpret / der Titel der Schallplatte (Jazzaufnahme) heißt, die Haferkamp (leicht angetrunken) im Gespräch mit seiner Ex auflegt?

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Gruhn

  2. vor 15 Jahren

    War das nicht Louis Armstrong mit einer Version von ‚Dream a little dream‘?

    Mit freundlichem Gruß
    Jochen

  3. vor 15 Jahren

    Gänsehaut pur! Erstklassige Krimikost, hab mich genauso wie 1974 u. die Jahre danach darauf gefreut, dieses in Vorfreude „Fiebern“ lange nicht mehr gekannt. „XY“ in der ARD davor, Das ist mal ein unterhaltsamer Abend gewesen!!

    Das Zusammenspiel von Vilsmaier’s Kamera mit der an einen bestimmten Italo-Western erinnernden, so stimmigen Flötensequenz, Klasse!, die eindringlichen, intensiv und genau beobachteten Alltagsszenen.
    Schon ne‘ simple Straßenbahnfahrt . .

    Die Ausstattungsgegenstände im Büro, die bunten 70’er-Krawatten, die so präzisen Dialoge mit Zeit und in Großaufnahme. Das ist Fernsehdramatik im Krimi!

    Dann, mit die dramatischsten Szenen der ganzen Reihe,
    am Oberhausener Hochofen, Abstich, Stahlwerk live,
    Brosberg jagt Haferkamp, ne‘ umgekehrt, großes Kino,
    ein Drehbuch für einen spannenden Krimi.

    Na, und das ein Musikfreund entzückt ist über den Schallplatten-Sammler Haferkamp, die schöne Session
    in seiner Junggesellenbude . . nicht zu überbieten.

    Kohlenmonoxid(CO)- und Kohlendioxid(CO/2)Vergiftung,
    in einem Film als Tatwaffen . . Auch das ist Klassisch.

    Negativ die Sendezeit, 22.50 Uhr am Mi.-Abend,
    wer darf/kann das sehen? Ne‘ Schande, solche Juwelen der
    Fernsehunterhaltung dem breiten Publikum vorzuenthalten.

    Wiederholt endlich die ganzen Haferkamps, Finke’s, Trimmel’s, Lutz’e, verwöhnt uns immer wieder mal mit richtig guten Krimi’s . . schickt die Münster-Komiker
    endlich in Rente, laßt Profi’s ran . . .
    Danke, wdr!!

    LG Peter, Berlin

  4. vor 15 Jahren

    Hallo Peter,

    fast per Zufall hatte ich gestern nachmittag festgestellt, dass im WDR ein Haferkamp-Tatort wiederholt wird! Natürlich sofort den DVD-Recorder klar gemacht und aufgenommen! Als ich dann sah, dass das der erste Tatort mit Kommissar Haferkamp war, habe ich in der Programmzeitschrift nachgeschaut und zu meinem Entzücken festgestellt, dass jetzt wohl jeden Mittwoch eine Folge wiederholt wird.

    Die späte Sendezeit juckt mich dabei nicht so sehr, da ich alle Folgen aufnehmen und zu gegebener Zeit genießen werde.

    LG aus dem Kohlenpott (bin in Essen geboren)

  5. vor 15 Jahren

    Die Erstausstrahlung war wohl eher 1974, und nicht 1994, wie im Text, oder?

  6. vor 15 Jahren

    @Monika

    Was, jeden Mittwoch im wdr jetzt?

    Alle 20 Haferkamps? Es wär zu schön und ein Anfang!

    Jaaaaa !!! Du hast recht, Monika, freu‘ mich wie ein Schneekönig, es geht zumindest weiter . . .

    20. Januar 2010 23.00 Uhr „Zweikampf“ Klassiker, toll.
    27. Januar 2010 23.00 Uhr „Der Mann aus Zimmer 22“,

    Wenn Du mich jetzt sehen könntest, Monika, ich habe Gänsehaut und zittere am ganzen Leib.
    Habe ja jahrelang für diese Filme in diversen Foren getrommelt, wer weiß, wo+was den wdr jetzt bewogen hat.
    Danke, wdr, wir, der Zuschauer, sind so entzückt.

    Logisch mach‘ ich mir auch Aufnahmen. Die Hollywood-Typen bringen ja auf Ihrer Essen-Box nur 3 Haferkamps, für 39,90 oder so. Da muß man also selbst ran . .

    Liebe Grüße nach Hattingen, Monika,
    freuen wir uns, ich denke an Dich.

    Peter, Berlin

  7. vor 15 Jahren

    Hallo Zusammen,
    Kann mir jemand sagen ob die Haferkamp DVd Box nun erscheint oder nicht?Es gibt dort widersprüchliche Meinungen.Meiner Meinung nach,war Kommisar Haferkamp der beste Tatort Kommisar aller Zeiten!

    1. vor 15 Jahren

      Hallo Sven,

      eine Haverkampbox mit den Folgen Zweikampf, Der Mann aus Zimmer 22, Spätlese und Rechnung mit einer Unbekannten wird erscheinen. Aber der nächste Schwung DVDs kommt am 25. März in die Läden und da ist diese Box noch nicht geführt. Auch für den 20. Mai, die nächste veröffentlichungswelle, ist hier noch nichts zu sehen. Aber gelistet ist sie bei den Händlern teilweise schon.

      Grüße
      Mario

  8. vor 15 Jahren

    Hallo Mario,
    Danke für deine Antwort.Hab gerade bei Amazon gesehen,das am 25.03.zumindest 2 Folgen auf DVd erscheinen.Weisst du evtl noch,ob mehrere(Alle) ;-)Folgen auf DVD kommen werden?
    Suche insbesondere Fortuna 3!
    Grüsse Sven

  9. vor 10 Jahren

    Der Tatort Nummer 039. Hauptkommissar Haferkamp. Einer der besten Tatort-Kommissare der 1970iger Jahre ermittelt, diesmal auf eigene Faust und das ist auch gut so. Naja, nicht ganz. Kriminal-Hauptmeister Kreutzer macht mit und auch Hauptkommissar Finke, der aus Kiel, ebenfalls ein Tatort-Star der 70iger, will mithelfen. Das Katz und Maus Spiel in der Wohnung von H. mit der P., welche die Geliebte des B. ist, einmalig. Die Koks-Heizung in der Etagen-Wohnung von H. klassisch für den damaligen gediegenen Altbau. Ich hatte 20 Jahre später immer noch vier Öl-Öfen, bis dann endlich die Fernwärme kam. Dieser wirklich gute Tatort-Krimi war sein erster Fall in Essen, weitere gute folgten. Bis heute alle sehenswert.

  10. vor 10 Jahren

    Bei den Haferkamp TOen ist regelmäßig die Psychologie der Figuren matt. Außerdem zu starke Betonung seiner Privatsphäre, die ja mit der Haupthandlung überhaupt nichts zu tun hat.
    Das wurde später noch viel schlimmer ausgewälzt, z.B. bei der Lindholm.
    Außerdem mangelt es an Attraktivität des Interieurs. Die Tapeten z.B. finde ich zum Kotzen (Entschuldigung).
    Die Regie arbeitet nach der Holzhammermethode, grobschlächtig und monoton, enttäuschend schwach und langweilig. Oder liegt es am Drehbuch?
    Na ja, das ist ja auch der erste Haferkamp.
    Felmy muß sich erst in die Rolle hinein finden.

  11. vor 9 Jahren

    Walter Ulbricht, man muss diese Sendung(en) der 70er mal vergleichen mit amerikanische Filme aus diese zeit. Und, nun ja, so sah die Welt/der Ruhrpott nun mal aus in die 70er.
    Diese Tatorte sind meiner Meinung nach echt Spitze.

    Übrigens fällt es keiner auf?
    H(!)einz H(!)aferkamp, gespielt von Hansjörg Felmy, Sohn von ein Wehrmachtgeneral des 2. Weltkrieg, der sich dabei auch noch nach alten Zeiten sehnt (alten Jazz)…? Hihihi…

  12. vor 9 Jahren

    Die Haferkamp TOe haben eines gemeinsam:
    Wenig Kra-wumm, aber dafür grausame Tapeten.
    Hier ist der Gesetzgeber gefordert. Sollte das nicht verboten werden?

  13. vor 9 Jahren

    Dank an den HR für die Wiederholung. Ich habe sie sehr genossen, obwohl ich mich an die Handlung noch gut erinnern konnte. Bitte mehr Haferkamp!

  14. vor 7 Jahren

    Kann dem Haferkamp immer noch nichts abgewöhnen. Da lobe ich mir Till Schweiger, wo alles stimmig ist, auch die Tapeten, die nicht wie bei Haferkamp aus den 90ern stammen.

  15. vor 5 Jahren

    Hans Gruhn hatte am 13.01.2010 gefragt, welche Jazznummer gespielt wird, als sich Haverkamp scheinbar leicht angetrunken im Gespräch mit seiner Ex befindet. Möglicherweise ist das Wohnzimmergespräch mit Frau Pallenburg gegen Ende des Films ab 1 h 15 Minuten gemeint gewesen? Dann könnte ich helfen: Dort lief im Hintergrund eine alte Nummer von Woody Herman mit dem Titel „Blue Flame“. Danach hat die Pallenburg dann Louis Armstrong mit „I’m just a Gigolo“ aufgelegt …

    Nichts gegen Till Schweiger, Walter Ulbricht: Was dem einen sein Uhl, ist dem andern sein Nachtigall. Ich bekenne mich aber auch ganz klar zur Haverkamp-Fangemeinde!

  16. vor 5 Jahren

    Upps, natürlich Haferkamp mit f und nicht Haverkamp mit v, das geht ja gar nicht …

  17. vor 5 Jahren

    Bin ganz grosser Tatort Fan besonders von Haferkamp bzw Felmy liebe aber auch die MÜnster, Weimarer etc, Teams . Die mit Humorkomponeten ;-). Für Puristen sicher ein Affront…
    Eine Frage zum „Acht Jahre danach“, kennt jemand die Musik,die als „Leitmotiv“ den Film durchzieht und auf einer Panflöte gespielt wird?

  18. vor 4 Jahren

    Als hätte der Maestro Morricone die Musik für den ersten Haferkampf Krimi selbst geschrieben. Die Hochofen Verfolgungsjagd ist der Wahnsinn und ein Highlight in der Tatort Geschichte. Für 4 Sterne

  19. vor 3 Jahren

    Sah vorhin, dass die Erstausstrahung dieses Essener-Haferkamp-Tatorts an dem Tag stattgefunden hat, als ich 11 Jahre alt wurde. Schon deshalb ganz klar lockerleichte, maximale 5 Sternchen.

  20. vor 3 Jahren

    Nachtrag:
    Wiederholt am 08.12.2021 im WDR um 00:15 Uhr. Warum ausgerechnet zu dieser Uhrzeit? – Jenes ist doch Wahnsinn! Die Verantwortlichen des WDR sollten mal darüber nachdenken………

  21. vor 3 Jahren

    Ein Klassiker aus den Archiven des Westdeutschen Rundfunks mit der Nummer 039 und aus dem Jahr 1974. Leider zur sehr späten Stunde gesendet und man muß schon genau die Fernsehzeitung blättern, um den nicht zu übersehen.
    Meine Meinung vom 09.06.2015 halte ich.

  22. vor 3 Jahren

    Also zunächst einmal versuche ich immer jede Meinung zu tolerieren, so auch meine ,-)
    Da ich aus dieser Zeit komme – 13 -19 Jahre alt war – kenne ich die Geschichte des Tatorts und liebe Haferkamps Felmy – wie die Meisten hier. Für mich war und ist er der Beste und wie er mit seiner Ex umging, war damals schon revolutionär.
    Womit ich jedoch nicht klarkomme, sind die seltsamen und abstrusen Kommentare von Walter Ulbricht, bei dem ich sogar von einem Fakenamen ausgehe.
    1. Was hat der denn für einen Tapetenkomplex ?
    2. Die Krönung fand ich ( falls es Niemanden aufgefallen ist ), sein
    „Kann dem Haferkamp immer noch nichts abgewöhnen. Da lobe ich mir Till Schweiger, wo alles stimmig ist, auch die Tapeten, die nicht wie bei Haferkamp aus den 90ern stammen.“

    Bei Haferkamp kommen die Tapeten aus den 90ern ???????? Wie futuristisch, da es 1974 gedreht wurde. Nicht schlecht „unser“ Felmy, eben immer seiner Zeit voraus hehehehe,.
    Daher grüße ich ALLE, die ihn mögen ( und die Anderen eben nicht ! ).

  23. vor 2 Jahren

    Haferkamp Tatorte sind ganz großes Kino. Sein erster Fall schlägt schon ein wie `ne Bombe. Diese Krimis, genauso wie die Finke-Tatorte, haben Spielfilmqualität.

    Der oben erwähnte Schweiger-Nuschler oder der Schimanski-Prolet, beide können keinem der 20 Haferkamp Krimis das Wasser reichen.

    Die mehr als überflüssige Szene, in welcher sich Schimanski/George an der Plakatwand mit Felmy-Werbung kopfschüttelnd seine Schuhe zubindet, ist sehr armselig!

  24. vor 2 Jahren

    Von matter Psychologie der Figuren, wie weiter oben behauptet, kann hier keine Rede sein. Ein Beispiel: Die Rolle des Brossberg. Dass er Haferkamp in einer hilflosen Situation nicht umbringt, kann mit seinem später erwähnten Plan zusammenhängen; es kann aber auch eine gewisse Ritterlichkeit hinein interpretiert werden. Auch sein ausdrucksstarkes Gesicht sagt einiges aus über die Gefühle, die er gerade durchlebt; z. B. die Szene, als er vor Haferkamp flüchtet und sich hinter einem Mauervorsprung versteckt. Haferkamp rennt zu ihm über die Gleise, er wendet sich ab mit einem Ausdruck von Pragmatismus und genervtem Ärger, und das ganze versteckt hinter seiner eiskalten Fassade. Absolut genial gespielt von Relja Basic, dem kroatischen Charles Bronson.
    Weiter oben wurde erwähnt, dass die Tapeten aus den 90ern wären. Das bezieht sich wohl auf den Fehler der Redaktion, dass die Erstsendung anfangs auf 1994 statt auf 1974 betitelt wurde (siehe Beitrag von Lohengrin vom 14. 1. 10, der nicht von allen Lesern hier gelesen wurde – oder nicht verstanden wurde) – zur Ehrenrettung von Walter Ulbricht.

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