Tatort Folge 033: Das fehlende Gewicht



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Der einsam gelegene Gasthof Rottweiler im Bergwald bei Saarbrücken ist der ideale Umschlagplatz für Rauschgifte. Die Kripo und die Zollfahndung haben schon seit längerer Zeit ein Auge auf die Gaststätte nahe der Grenze geworfen. Als eine weitere Razzia ohne Erfolg verläuft, beginnen die Hauptkommissare Peter Liersdahl (Dieter Eppler) und Horst Schäfermann (Manfred Heidmann) zu vermuten, dass es einen Maulwurf unter den Kollegen geben muss, der die Kriminellen vor jedem polizeilichen Übergriff warnt.

Bald gerät Zollinspektor Werner Ridder im Tatort „Das fehlende Gewicht“ ins Visier der beiden Saarbrücker Ermittler. Der 30-Jährige lebt als Untermieter im Haus der Witwe Vera Ponsold; dort führt er mit der sieben Jahre älteren Frau eine eheähnliche Beziehung. Als Werner Vera zu verstehen gibt, dass er sich in ein jüngeres Mädchen verliebt hat, geht diese sofort zur Polizei. Von Eifersucht und Enttäuschung getrieben, macht Vera Ponsold Angaben, die ihren ehemaligen Geliebten im aktuellen Fall schwer belasten und den Verdacht von Liersdahl und Schäfermann bestätigen.

Am nächsten Morgen ist Vera Ponsold tot. Eine Zeitungsausträgerin findet die Frau erschossen auf einer Flussbrücke im Wald. Von Werner Ridder fehlt seitdem jede Spur. Hauptkommissar Liersdahl und sein Kollege Schäfermann leiten sofort eine Fahndung nach dem mutmaßlichen Mörder ein – und haben bereits nach kurzer Zeit Erfolg. Am Grenzübergang bei Salzburg kann der dringend Tatverdächtige durch die Polizei verhaftet und nach Saarbrücken zurückgebracht werden. Doch Werner Ridder bestreitet sowohl den Mord, als auch die Vorwürfe bezüglich einer Tätigkeit als Spitzel.

Wie sollen die beiden ermittelnden Kriminalbeamten nun weiter vorgehen? Während Peter Liersdahl der Überzeugung ist, man solle alle Mittel und Personen der Kripo nun dazu nutzen, Ridders Schuld endgültig zu beweisen, glaubt Schäfermann, mögliche andere Täter und Erklärungen sollten nicht kategorisch ausgeschlossen werden. Am Ende ihrer Ermittlungsarbeiten, die genau entgegengesetzt verlaufen, finden die Partner wieder zueinander und arbeiten gemeinsam an der Lösung des Falls „Das fehlende Gewicht“. Der Schlüssel dafür ist Werner Ridder, der dem Ermittlerteam – wenn auch unfreiwillig – dabei hilft, den Waldgasthof Rottweiler und den darin aktiven Rauschgiftring endlich zu überführen…
Der Saarländische Rundfunk produzierte beinahe drei Jahre nach ihrem ersten gemeinsamen Tatort-Fall „Saarbrücken an einem Montag“ (Tatort-Folge 2) eine weitere Episode um das Ermittlerteam Liersdahl und Schäfermann. Die Tatort-Folge 033 „Das fehlende Gewicht“ sollte allerdings auch der letzte Einsatz des Duos bleiben.
Die Regie führte Rolf von Sydow, der kurz danach beim SDR Chef des Fernsehspiels wurde. Das Drehbuch schrieb Bruno Hampel. Die Erstausstrahlung des Krimis lief am 30. September 1973 im Abendprogramm des Ersten.

Besetzung
Liersdahl – Dieter Eppler
Vera Ponsold – Xenia Pörtner
Fräulein Busch – Rita Roswag
Werner Ridder – Wolfgang Hübsch
Reinhold Gasparde – Manfred Reddemann
Petra Schröter – Anita Lochner
Frau Rottweiler – Ann Höling
Franz Rottweiler – Walter Reichelt
Schäfermann – Manfred Heidmann

Stab
Regie – Rolf von Sydow
Autor – Bruno Hampel
Szenenbild – Friedhelm Boehm
Kostüm – Beatrice Kothe
Schnitt – Renate Schröder
Kamera – Willi Raber


4 Meinungen zum Tatort Folge 033: Das fehlende Gewicht

  • manfred heidmann • am 5.12.12 um 17:52 Uhr

    Das Bild zeigt Dieter Eppler (Kommisar Liersdahl) und mich, Manfred Heidmann (Kommissar Schäfermann).


  • Veigl-Fan • am 28.9.14 um 22:46 Uhr

    Hallo, Herr Heidmann!

    Ich fand das Ermittler-Gespann Liersdahl und Schäfermann große Klasse, und bedaure, dass es zu keinem 3. Fall kam. Beide Krimis sind durchgehend spannend inszeniert, und der Kontrast zwischen den beiden Kommissaren sorgte für die notwendige Prise Humor.

    Ein wenig irritiert hat mich, dass Liersdahls Eidetik – also sein ausgeprägtes Merkmal aus dem 1. Tatort dieses Teams – in „Das fehlende Gewicht“ überhaupt nicht mehr vorkommt. Als er Vera Ponsold verhört, macht er sogar Notizen. Nur aus Freundlichkeit, damit seinem Gegenüber vermittelt wird, dass er sie ernst nimmt? Oder gehörte das zum Protokoll, und kam er deshalb nicht drum herum?

    Wie dem auch sei, der Film bietet erstklassige Unterhaltung aus dem besten Tatort-Jahrzehnt von allen.


  • Dirk • am 6.8.15 um 14:38 Uhr

    Der Tatort Nummer 033. Ein absolut sehenswerter Krimi-Klassiker mit den Hauptkommissaren Liersdahl und Schäfermann. Fuhr die Saarbrücker Polizei damals tatsächlich Peugeot? Zur damaligen Zeitpunkt im schulischen Prüfungsstress, kannte ich im Ruhrrevier nur VW Käfer und VW Variant, bei den Uniformierten. Der Zollinspektor, mit seinem 1200 Käfer-Verschnitt und ätzenden 34 PS, war wohl der klassische Fall eines kriminellen Banden- Beamten. Eine tragische Person war der mit Sicherheit nicht. Den hätte der Hauptkommissar und der Zolloberamtsrat schon anfangs knacken können. Aber dann wäre dieser erstklassige Tatort ja schon zu Ende gewesen.


  • Walter Ulbricht • am 13.10.15 um 10:20 Uhr

    Dies ist Krimiunterhaltung comme il faut; jedoch lâuft das Spiel in der zweiten Hälfte etwas ungelenk ab.


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