Tatort Folge 446: Das letzte Rodeo



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Die Tatort-Folge 446 „Das letzte Rodeo“ repräsentiert wieder einmal mehr das pulsierende Berlin. Auch diesmal sind die Kripo-Kommissare Till Ritter (Dominic Raacke) und Robert Hellmann (Stefan Jürgens) gefragt. In Berlin werden geradezu mysteriöse Überfälle verübt. Opfer sind vor allem Dealer und Zuhälter, die erpresst werden. Das besondere an den Überfällen ist, dass das erpresste Geld von den Tätern für wohltätige Zwecke gespendet wird.
Doch Ritter und Hellmann können den scheinbar ehrenwerten Motiven der Täter wenig abgewinnen.
Die Täter, die es offensichtlich auf die Berliner Drogen- und Rotlichtszene abgesehen haben, bekennen sich geradezu offen zu ihren Taten und nennen sich „Die Prügelknaben“. Aus Sicht der ermittelnden Fahnder sind die Untersuchungen in dem Fall deshalb von besonderer bedeutung, da ganz offensichtlich Polizei-Kollegen hinter der Erpresserbande stecken, sodass im Grunde in eigenen Reihen zu ermitteln ist.
Bei ihren Machenschaften geht die kriminelle Gruppe immer nach dem gleichen Muster vor.
Die Täter fesseln ihre Opfer und erpressen von ihnen einen Geldbetrag. Dann benachrichtigen sie selbst die Polizei, sodasss die Opfer wieder frei kommen.
Das Besondere an dem Fall ist, dass das erpresste Geld für wohltätige Zwecke gespendet wird. So zum Beispiel der örtlichen Aids-Hilfe, die natürlich zunächst hoch erfreut über den Eingang der Spenden ist. Ganz im Gegensatz zu der zuständigen Staatsanwältin Meisel, die Ritter und Hellmann unmissverständlich zu verstehen gibt, dass sie die Täter überführt haben will.

Die routinierten und unkonventionellen Berliner Kommissare Ritter und Hellmann wären keine Fahnder mit Leib und Seele, wenn sie den Tätern ihren vermeintlich vorbildlichen Einsatz für die Bedürftigen einfach abkaufen würden.
Irgendetwas, das weiter geht, als sich auf den ersten Blick erkennen lässt, muss hinter den Serienerpressungen stecken. Wie sich im Laufe der Ermittlungen zeigt, behalten Ritter und Hellmann Recht.

Die Täter verfolgen in Wirklichkeit eine Aktion, auf die weder die Berliner Kommissare noch der Zuschauer ohne Weiteres gekommen wäre. Letztlich werden ihnen die Aufzeichnungen, die eines der Opfer, ein Berliner Drogenbaron, in sein Notizbuch geschrieben hat, zum Verhängnis und verhelfen umgekehrt den Kommissaren zu weiteren wichtigen Erkenntnissen.
Thomas Wittenburg und Horst Freund schrieben das Buch zur 446. Tatort-Folge „Das letzte Rodeo“. Pete Ariel führte Regie bei diesem Berliner Tatort, er vom Freien Sender Berlin produziert wurde. Drogen- und Rotlichtmilieu überzeugen in einem Berliner Tatort mit den freundschaftlich und gut aufeinander abgestimmt ermittelnden Kommissaren Till Ritter und Robert Hellmann. Am Tag der Erstausstrahlung, dem 9. Juli 2000 schalteten 7,62 Millionen Zuschauer das Fernsehgerät ein, um die Ermittlungen der Kommissare Till Ritter und Robert Hellmann mitzuverfolgen.

Besetzung
Ina Rudolph · Gunter Berger · Slahedine Ben-Saad · Isam El Masri · Eleonore Weisgerber · Nicole Leon · Lutz Reichert · Rüdiger Wandel · Wolfram Teufel (Thorsten Kemper) · Kai Scheve (Andy Laufer) · Lars Gärtner (Matthias «Matti» Berthold) · Tom Wlaschiha (Lars Kante) · Michael Kind (Ulf Köster) · Caroline Scholze (Steffi Arnold) · Marcel Ickler (Gera Schmettkamp) · Anke Engelsmann · Joachim Kaps · Robert Meller · Rüdiger Rudolph

Stab
Regie – Pete Ariel
Buch – Horst Freund und Thomas Wittenburg
Kamera – Nicolai Kätsch
Schnitt – Kerstin Kexel
Musik – Andreas Bick · >Steve Earle & The Del McCoury
Band – «Texas Eagle»
Produktion – SFB


2 Meinungen zum Tatort Folge 446: Das letzte Rodeo

  • David Lombardo • am 24.2.13 um 12:40 Uhr

    Sehr gutes Ermittlerteam, bald wie ein altes Ehepaar.
    Spannender Fall, etwas überzogen aber unterhaltsam und manchmal ein wenig witzig.


  • Dirk • am 8.3.16 um 8:58 Uhr

    Der Tatort Nummer 446 aus Berlin mit den Polizeibeamten Ritter und Hellmann, Hauptkommissare beim Landeskriminalamt Berlin. Der Tatortort fängt mit einen als Suizid getarnten Mord an einer jungen Frau an und somit müssen Ritter und Hellmann ran, da die nun mal von der Mordkommission sind. Dem gemeinen Täter können sie aber diesbezüglich nichts nachweisen. Mittlerweile ermitteln sie parallel zu einer Gruppe von unbekannten Personen, welche Selbstjustiz an Straftätern üben und irgendwann an den Mörder und Bordellbesitzer der jungen Frau und an seinen Helfern geraten. Es entwickelt sich ein wirklich spannender Tatort-Thriller über menschliche Abgründe im Zuhältermilieu und über Polizeibeamte, die sich zu einer Gruppe zusammenfinden, welche Selbstjustiz übt, um Straftäter außerhalb der Rechtsprechung zu bestrafen. Sehenswerter und wiederholungswürdiger Tatort-Krimi.


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