Tatort Folge 028: Stuttgarter Blüten



Erscheinungsjahr: 1973
Kommissar: Lutz
Ort: Tatort Stuttgart


  4 Meinungen
Tatort Folge 028: Stuttgarter Blüten 5 4

„Stuttgarter Blüten“ heißt der dritte Fall für Tatort-Kommissar Eugen Lutz, der 1971 mit dem Schauspieler Werner Schumacher in die Krimireihe eingeführt wurde. Der oftmals schlecht gelaunte, mürrische Ermittler kam beim Publikum trotz – oder gerade wegen? – seiner Launenhaftigkeit gut an, insgesamt 16 Fälle klärte er bis 1986 auf.

In Stuttgart kursieren Blüten: in regelmäßigen Abständen tauchen zwei gefälschte Hundert-Mark-Scheine auf. Kommissar Lutz, der mit der Aufklärung des Falls betraut wurde, hat den alten, etwas wunderlichen Herrn Eckstein im Verdacht. Eckstein arbeitet als untergeordneter Angestellter in einer Druckerei, hier wäre es für ihn ein Leichtes, das Falschgeld herzustellen. Die Kripo nimmt den Verdächtigen genauer unter die Lupe – doch der hat eine strahlend weiße Weste. Die Ermittlungen enden vorerst in einer Sackgasse.

Erst als Eckstein in der Nähe der JVA in Stammheim einen schweren Autounfall hat, findet die Polizei bei ihm eine unbenutzte Druckplatte für falsche Hunderter. Und die Platte weist ähnliche Merkmale auf wie die im Umlauf befindlichen Blüten! Ist das der entscheidende Beweis für Ecksteins Schuld? Das Unfallopfer liegt ohne Bewusstsein im Krankenhaus, kann also im Fall „Stuttgarter Blüten“ nicht vernommen werden.

Hauptkommissar Eugen Lutz schließt aus der Tatsache, dass sich der Verdächtige mit einer Druckplatte auf dem Weg nach Stammheim befand, dass die Druckerei aller Wahrscheinlichkeit nach in dem Stuttgarter Stadtteil zu suchen ist. Die Polizei durchkämmt das Stadtgebiet – jedoch ohne Erfolg. Da spielt Eckhart, der in der Zwischenzeit wieder ansprechbar ist, der Kripo einen seiner gefälschten Geldscheine zusammen mit einem verschlüsselten Tipp zu. Es gelingt Lutz, das Rätsel zu lösen: die Falschgeldserie wird in der Gefängnisdruckerei hergestellt! Nun heißt es, die Vermittlungen auf die Justizvollzugsanstalt in Stammheim zu verlagern…

Wolfgang Menge, der zuvor bereits einige Kressin-Tatorte und den zweiten Einsatz von Kommissar Lutz inszeniert hatte, führte bei der Tatort-Folge 028 „Stuttgarter Blüten“ Regie. Der vom SDR produzierte Krimi erreichte bei seiner Erstausstrahlung am 1. April 1973 einen überragenden Marktanteil von 71 Prozent.

Besetzung
Kommissar Lutz – Werner Schumacher
Brauchle – Max Strecker
Schroth – Wolfgang Hepp
Ewald Eckstein – Willy Reichert
Glöckle – Frank Strecker
Paula Eckstein – Elisabeth Kuhlmann
u.a.

Stab
Drehbuch – Wolfgang Menge
Regie – Theo Mezger
Kamera – Horst Schalla
Szenenbild – Dieter Hoepker


9 Meinungen zum Tatort Folge 028: Stuttgarter Blüten

  • Karl Wagner • am 17.4.10 um 16:42 Uhr

    Hallo !
    ich möhte wissen ob die Tatort Folge 028: Stuttgarter Blüten auf DVD erscheind ?


  • UHu • am 29.5.13 um 23:27 Uhr

    Mein Lieblingstatort, Willi Reichert ist hier einach genial. Den hätte ich auch gern auf DVD.


  • Martha • am 17.7.13 um 16:33 Uhr

    Der Text ist inhaltlich und vom Schreibstil her eine echte Zumutung.Alleine schon für die sechsmalige Wiederholung des Titels (fünfmal davon mit dem Wort Tatort davor) in gerade mal 14 Zeilen würde es im Deutschunterricht – zu Recht – ein ungenügend geben.


  • scheylock • am 10.11.14 um 16:44 Uhr

    Große Klasse, der TO. Danke!

    Herrlich, nebenbei bemerkt, die Informationen zu den Lebenshaltungskosten von 1973. Eine Frau kauft einiges ein, Eier, Brot, Kleinigkeiten, und zahlt 4,43 DM, also 2,22 €. Dafür kann man heute vielleicht sechs Eier kaufen.

    Ich hoffe, daß die Regionalsender weiter alte TO bringen, sie sind jeder auch kleine Zeitdokumente.


  • Rothe Klaus • am 10.11.14 um 18:51 Uhr

    Zweifellos gibt es bessere Tatort, jedoch man kann es kaum glauben: Ein alter Tatort wird gesendet, ohne Experimente am Bildformat, ohne ihn auf 16:9 zu zerstückeln. Ja tatsächlich, es handelt sich um einen Film, der NICHT auf DVD zu kaufen ist. Die ARD verkauft nicht nur die alten Filme, sie sendet sie sogar. Zufrieden bin ich allerdings erst, wenn in einem Spartenkanal jede Woche abends um 11 ein alter Tatort gesendet wird, anstatt die aktuelle von 20.15 zweimal zu wiederholen.


  • scheylock • am 11.11.14 um 18:57 Uhr

    Rothe Klaus: *seufz*


  • Paul • am 20.6.15 um 20:54 Uhr

    Der Unfallort hat sich über die Jahre kam geändert wie man auf Google Streetview sehen kann.
    Gästehaus Wenninger gibt es immer noch und sieht noch fast genau so aus.
    Ich finde es ein gelungener Tatort, und heutzutage gleichzeitig eine Zeitreise.
    Auf Youtube wiederzufinden.


  • Dirk • am 29.9.15 um 17:21 Uhr

    Der Tatort Nummer 028, nicht ein, sondern der Hauptkommissar Lutz aus Stuttgart ermittelt. Mit dabei, „Blüten-Eckstein“, in seiner letzten Fernsehrolle, als kreativer Kunstfälscher von Hundert-Deutsche-Mark-Scheinen. Aber der konnte auch anders, zusammen mit seinem Chef, welcher durch Ganovenhand das Zeitliche segnete. Ja, die Falschgeldkriminalität ist mit die gefährlichste Art, schnell reich zu werden. Bis heute noch. Für die Herstellung der Blüten wurde durch die Verbrecher ein sicherer Ort gewählt, der Knast von Stammheim, welcher später noch in der Realität von sich Reden machen wird. Dieser Tatort-Spielfilm ist alle Male sehenswert, wie alle Fernsehfilme mit KHK Lutz, welcher die Rolle des klassischen Kriminalisten immer identisch und realistisch auf die Bühne brachte. Toll.


  • Uwe Handelmann • am 24.9.16 um 5:04 Uhr

    Das ist ein Tatort aus meiner Kindheit, den ich niemals im Leben vergessen. Klaae Darsteller, Riesen Story, und vollkommen unaufgeregt, trotz Action. Leider ist das Konzept heute nicht mehr der Standard, außer bei den Münstetanern Thiele und Börne.


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