Tatort Folge 023: Die Samtfalle



Erscheinungsjahr: 1972
Kommissar: Marek
Ort: Tatort Wien


  2 Meinungen
Tatort Folge 023: Die Samtfalle 5 2

Bezirksinspektor Wirz ist auf einer winterlich verschneiten Landstraße in der Nähe von Wien unterwegs, als er zufällig neben der Fahrbahn einen Körper liegen sieht. Er hält an und findet eine Leiche vor. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem Toten in der Tatort-Folge 023 „Die Samtfalle“ um den Spediteur Sebastian Kremer, der offensichtlich überfahren wurde. Aufgrund der Indizien am Tatort kann jedoch weder ein Unfall, Mord oder gar Selbstmord ausgeschlossen werden.

Viktor Marek (Fritz Eckhardt), Ermittler im Bezirkskommissariat 24 der Wiener Bundespolizeidirektion, übernimmt fortan die Ermittlungen im Fall „Die Samtfalle“. Er fährt zum Haus des Opfers und spricht mit Marion und Isabell Kremer, der Ehefrau und der Tochter des Toten. Schnell zeigt sich, dass die Verhältnisse der Familienmitglieder untereinander alles andere als harmonisch sind: Mutter und Tochter hassen sich abgrundtief. Frau Kremer hat seit einiger Zeit eine Affäre mit einem anderen Mann – der stellt sich überraschend als Zollfahnder Kressin aus Köln heraus! Beide Frauen haben außerdem undurchsichtige Freundeskreise. Für Oberinspektor Marek gute Gründe, die Familie Kremer gründlich unter die Lupe zu nehmen.

Als in der Zwischenzeit herauskommt, dass eine Ladung mit 80 Tonnen Uranerz, die Kremer eigentlich fahren sollte, verschwunden ist, ist sich Marek sicher, dass beide Fälle miteinander verknüpft sind und Sebastian Kremer ermordet wurde. Um den Mord aufzuklären, taucht Kommissar Marek im Rahmen seiner Ermittlungen immer tiefer in das Netz aus privaten Lügen und Intrigen der Familie Kremer ein. Der österreichische Kriminalist erfährt, dass Marion Kremer in der Vergangenheit schon einmal in einen Prozess wegen Gattenmord verwickelt war. Die Ehefrau gilt damit als dringend tatverdächtig. Als Inspektor Marek dem Täter schließlich auf die Schliche kommt, ist der smarte Zollfahnder Kressin bereits in dessen Visier geraten – der Wiener Ermittler muss das Schlimmste verhindern…

Der Schauspieler Fritz Eckhardt – ein Allround-Genie – schrieb für diese und alle anderen Tatort-Folgen um Inspektor Marek das Drehbuch. Bei einigen Episoden führte er außerdem die Regie. Mit Zollinspektor Kressin stieß der Wiener Ermittler Marek erstmals in der Tatort-Folge 20 „Kressin und der Mann mit dem gelben Koffer“ im Jahr 1972 zusammen: Viktor Marek hatte hier seinen ersten Gastauftritt in der Tatortreihe.

Die Erstausstrahlung des ORF-Tatorts „Die Samtfalle“ lief am 12. November 1972 in der ARD.

Besetzung der Tatort – Folge „Die Samtfalle“:
Oberinspektor Marek – Fritz Eckhardt
Bezirksinspektor Wirz – Kurt Jaggberg
Susi Wodak, Vertragsangestellte – Lieselotte Plauensteiner
Marion Kremer – Maria Emo
Kressin – Sieghardt Rupp
Terp Alexander Hegarth
Schlüter – Heinz Reincke
Roya, Polizeizeichner – Tom Krinzinger
Herr Kriegel – Kurt Sobotka
Herr Kral Hanes Schiel
Dr. Stoll, Rettungsarzt – Heinz Payer
Moser, Leiter des Unfallkommandos – Otto Beier
Lisa, Zofe – Susanne Granzer
Inspektor Berntner – Albert Rolent
Bütt, Polizist – Dieter Hofinger
Inspektor Kramer – Kurt Radiecker
Frau Thomas – Bibiane Zeller
Isabell Kremer – Ursula Siller
Prendergast – Guido Wielan

Stab
Kamera: Martin Wolf
Szenenbild: Gerhard Hruby
Regie: Walter Davy

Erstausstrahlung der Tatort – Folge „Die Samtfalle“: 12.11.1972


3 Meinungen zum Tatort Folge 023: Die Samtfalle

  • Arthur Lemming (BDA) • am 30.3.09 um 7:19 Uhr

    Oh, da staunt der Tatort-Kenner: In diesem ORF-Tatort führte Walter Davy Regie!
    Walter Davy ist den Meisten wohl noch gut als einbeiniger Dezernatsleiter Schremser aus den beliebten „Kottan ermittelt“-Filmen bekannt.


  • Dirk • am 1.8.15 um 20:43 Uhr

    Der Tatort Nummer 023. Ein Oberinspektor Marek aus Wien ermittelt. Seine Mitarbeiter sind bekannt und Zollfahnder Kressin aus Köln durfte auch schwitzen. Wenn ich diesen Tatort in Erstausstrahlung gesehen haben sollte, was wahrscheinlich ist, dann nur, weil meine Oma frühzeitig zu Bett gegangen ist. Damals besaß die alte Dame die alleinige Herrschaft über das Fernsehprogramm. Diesen Tatort-Spielfilm hätte man auch als Bühnenstück aufführen können und Adrian der Tulpendieb, Ältere wissen wer gemeint ist, hätte nicht so dilettantisch unglaubwürdig spielen müssen.


  • MadMonkey • am 27.4.17 um 14:55 Uhr

    Ich mag den Marek sehr und auch dieser vielleicht etwas theatralisch wirkende Tatort wird immer wieder gern gesehn viel öfter als Haferkamp, Finke oder Trimmel


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