Tatort Folge 030: Weißblaue Turnschuhe



Erscheinungsjahr: 1973
Kommissar: Veigl
Ort: Tatort München


  3 Meinungen
Tatort Folge 030: Weißblaue Turnschuhe 4 3

Das Münchner Ur-Gestein Gustl Bayrhammer geht in die zweite Runde: Als Hauptkommissar Melchior Veigl kommt er in der Tatort-Folge 030 „Weißblaue Turnschuhe“ durch einen Bagatellfall einem Kapitalverbrechen auf die Spur, das die Kriminalpolizei der bayerischen Landeshauptstadt schon seit langer Zeit beschäftigt:

Tatort – Weißblaue Turnschuhe – Trailer





Ein Überfall am helllichten Tag. Es ist Punkt zwölf Uhr mittags, als einer alten Dame auf dem Münchner Friedhof von einem Obdachlosen plötzlich die Handtasche entrissen wird. Der Täter entkommt mit der spärlichen Beute – einer Lesebrille und zehn Mark. Die geschockte Rentnerin kann sich an keine Details erinnern, nur daran, dass der Mann auffällige, weißblaue Turnschuhe trug.

Das Opfer macht sich sofort auf den Weg zur nächsten Polizeiwache, um den Diebstahl zu melden. Die diensthabenden Kriminalbeamten haben allerdings wenig Lust, sich um den Fall zu kümmern; sie wenden sich lieber wichtigeren Dingen zu, als dem Verlust von 10 Mark und einer Brille Beachtung zu schenken. Einzig Kommissar Veigl, der eigentlich gerade dabei war, den wohlverdienten Urlaub anzutreten, kümmert sich um das Anliegen der alten Dame. Es ärgert den rechtschaffenen Ermittler, dass sich ein Täter ausgerechnet an einer 83-Jährigen vergreift, für die jede Mark zählt.

Schnell ist ein tatverdächtiger Obdachloser ausfindig gemacht, auf den die Beschreibung mit den weißblauen Turnschuhen passt. Die Polizei findet bei dem mutmaßlichen Täter außerdem wertvollen Schmuck, den er angeblich gefunden hat. Als eine kleine Zeitungsmeldung über einen Schmuckdiebstahl auftaucht, wird Kommissar Veigl hellhörig. Der Obdachlose beteuert indessen, den Raub nicht begangen zu haben. Ereignisse auf einem unbewohnten Bauernhof im Chiemgau und ein altes, reichhaltiges Strafregister führen Oberinspektor Melchior Veigl bald zu einem Kapitalverbrechen, das die Polizei damals nicht aufklären konnte…


Das Drehbuch zum BR-Tatort „Weißblaue Turnschuhe“ schrieb Herbert Rosendorfer, Regie führte Wolf Dietrich. Rosendorfer, als Autor mehrfach ausgezeichnet, arbeitet selbst eine Zeit lang als Richter. Seine beruflichen Erfahrungen ließ er gerne in seine Drehbücher miteinfließen, und so handeln seine Skripte vom Polizeialltag mit all seiner mühseligen Kleinarbeit, und die Bedeutung von Kommissar Zufall bei der kriminalistischen Arbeit.

Die Erstausstrahlung des Tatorts „Weißblaue Turnschuhe“ lief am 24. Juni 1973 im Ersten.

Besetzung
Oberinspektor Veigl – Gustl Bayrhammer
Kriminaloberwachtmeister Lenz – Helmut Fischer
Kriminalwachtmeister Brettschneider – Willi Harlander
Muatterl – Franziska Liebing
Schilling – Nikolaus Schilling
Stallwangerin – Maria Stadler
Zimmermann – Edd Stavjánik
Sondermeier – Karl Obermayr
Kriminalrat Härtlinger – Hans Baur

Stab
Regie – Wolf Dietrich
Drehbuch – Herbert Rosendorfer

Bilder: BR/Foto Sessner


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3 Meinungen zum Tatort Folge 030: Weißblaue Turnschuhe

  • Gricko • am 17.11.14 um 15:17 Uhr

    Spannende Handlung bei guter schauspielerischer Besetzung! Der Friedhof zu Beginn der Folge befindet sich in Bogenhausen (St. Georg) und ist inzwischen als Promi-Friedhof bekannt (u.a. Carl Wery, Werner Kreindl, Helmut Fischer, Bernd Eichinger, RW Fassbinder, Walter Sedlmayr, Liesl Karlstadt, Siegfried Lowitz, Peter und Rudolf Vogel, usw.)


  • Uwe D. • am 1.1.15 um 23:52 Uhr

    Klasse Schauspieler, herrliches Lokalkolorit und ein gutes Drehbauch. Kultig-schön.


  • Dirk • am 4.9.15 um 14:27 Uhr

    Der Tatort Nummer 030 aus München. Hauptkommissar Veigel und Kriminalobermeister Lenz aus München ermitteln, in kurzer Zusammenarbeit mit Hauptkommissar Liersdahl aus Saarbrücken, welcher der geistige Chef von Hauptkommissar Schäfermann war, in einem spektakulären Entführungsfall. Nebenbei löst KHK V., die Rangbezeichnung Oberinspektor gab es gar nicht bei der Kripo, den Handtaschenraub an einer Rentnerin, auf einem Promi-Friedhof. Zwanzig Jahre später hat es diese Volksschauspielerin in Realität nur bis zu Westfriedhof München geschafft. Eigentlich ein urgemütlicher bayerischer Tatort-Spielfilm, den Veigels Dackel auch alleine hätte lösen können. Interessant die Automodelle aus den frühen 1970iger Jahren. Einige konnte ich später noch selbst fahren oder mitfahren. Meine noch, einen Fiat 850 Coupe erkannt zu haben, ein damaliger Freund aller Werkstätten. In den letzten 30 Jahren habe ich diesen Tatort-Krimi ein zweites Mal gesehen und es wird sicherlich nunmehr auch dabei bleiben. Ja!


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