Tatort Folge 051: Das zweite Geständnis



Erscheinungsjahr: 1975
Kommissar: Veigl
Ort: Tatort München


  9 Meinungen
Tatort Folge 051: Das zweite Geständnis 5 9

Oberinspektor Melchior Veigl (Gustl Bayrhammer) aus München beschäftigte sich im Jahr 1975 mit seinem sechsten Fall: In der Tatort-Folge 051 „Das zweite Geständnis“ rollt der bayerische Ermittler einen Fall auf, in dem ein Mann zwei Verbrechen angelastet werden. Es geht um Brandstiftung und Mord.

Der Bauer Leo Koczyk sitzt in Untersuchungshaft. Sein Hof ist komplett niedergebrannt, er hat nichts mehr. Die Kriminalpolizei hat Hinweise vorliegen, dass er selbst Brandstiftung begangen und seine Schwägerin Thea ermordet hat. Der Tatverdächtige bestreitet jedoch beide Vergehen vehement. Am Abend vor dem ersten Prozesstag provoziert ihn sein Mithäftling dermaßen, dass der Beschuldigte plöztlich zugibt, den Mord begangen zu haben. – Ein echtes Geständnis oder nur Angeberei vor dem Mitgefangenen?

Der gemütliche, behäbige Ermittler Veigl, der die Untersuchungen im Brandfall geleitet hat, wird nun von der Staatsanwaltschaft zum Mordfall hinzugezogen. Nun, vielleicht kommt er in dem Fall besser voran, denkt Veigl, denn die Ursache des Brandes konnte der Inspektor bislang nicht aufklären. Der Prozess gegen Kocyk wird vertagt und Veigl fängt an, den Mord in kleinen Schritten zu rekonstruieren. Er besucht den niedergebrannten Hof des angeklagten Bauern, wo er das private Umfeld von Leo Koczyk kennenlernt. Die Aussagen von Freunden und Bekannten des Tatverdächtigen helfen dem Münchner Kripo-Beamten dabei, Fortschritte bei der Klärung des Sachverhalts im Fall „Das zweite Geständnis“ zu machen…


Als Gastkommissar taucht im Veigl-Tatort „Das zweite Geständnis“ Franz Gerber aus Baden-Baden auf, verkörpert von Schauspieler Heinz Schimmelpfennig. Das Drehbuch verfasste Michael Molsner, die Regie führte erneut Wilm ten Haaf, der diverse Tatort-Folgen um Oberinspektor Melchior Veigl inszenierte.

Die Erstausstrahlung des BR-Tatorts am 11. Mai 1975 erreichte eine Einschaltquote von 51 Prozent Marktanteil.

Besetzung
Oberinspektor Veigl – Gustl Bayrhammer
Kriminalobermeister Meindl – Eberhard Peiker
Kriminaloberwachtmeister Lenz – Helmut Fischer
Kriminalwachtmeister Brettschneider – Willy Harlander
Kriminalkommissar Gerber – Heinz Schimmelpfennig
Kriminalrat Härtinger – Hans Baur
Staatsanwalt – Thorwald Lössl
Adelheid Koczyk – Veronika Fitz
Leo Koczyk – Wilmut Borell
Thea Schwaiger – Lisa Fitz
Verteidigerin Frau Dr. Saarstedt – Eva Christian
Jonny Mergentheimer – Siegfried Raudch
Otto Tamm – Peter Schiff
u.a.

Stab
Drehbuch – Michael Molsner
Regie – Wilm ten Haaf
Musik – Arpad Bondy

Bilder: BR/Foto Sessner


14 Meinungen zum Tatort Folge 051: Das zweite Geständnis

  • Martin • am 12.3.13 um 12:16 Uhr

    Gedreht wurden einige Sequenzen Ende 1974 / Anfang 1975 im Landkreis Erding. Das Waldcafe befindet sich in Buch am Buchrain und die Ziegelfabrik in Isen – beide sind noch in Betrieb, das Waldcafe nach knapp 40 Jahren natürlich in renoviertem Zustand.


  • Gisbert • am 27.6.16 um 11:21 Uhr

    Ich würde diese Folge gerne mal wieder sehen. Aber weder bei YouToube, wo man die meisten alten Tatorte sehen kann, noch bei Amazon oder sonst irgendwo findet man das Video. Kann mit jemand einen Tip geben ??


  • Dirk • am 7.8.16 um 22:50 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 051 aus dem Jahr 1975. Ja! Und es tritt auf der Oberinspektor Veigl, zusammen mit seinen Mithelfern, dem Brettschneider und dem Lenz. Und eine Adelheid Koczyk kommt auf die bajuwarische Bühne. Mir aus der Erstsendung immer noch bekannt. Dieser, nach meiner Meinung nach, eher mittelmäßige Tatort-Fernsehfilm, vertritt trotzdem einen Kult-Status. Tiefste landmännische Traditionen suchen ihre strafrechtliche Ahndungen. Und dafür zeichnet der Veigl nun einmal ab, seine unbestechliche Beamtenseele bei der Münchener Mordkommission, arbeitet unerbittlich der Gerechtigkeit zur Genüge und ist nur augenscheinlich behäbig. Dieser Kult-Kommissar der 1970ziger Jahren, konnte aber, trotz großer Sympathie, nicht den Haferkamp aus Essen oder den Finke aus Kiel toppen. Trotzdem, ein sehens- und wiederholungswerter Tatort-Spielfilm. Und die authentischen Drehkulissen sind heute noch vorhanden. Ist doch toll.


  • Mel • am 6.12.20 um 22:24 Uhr

    Die Sender wie ARD ZDF Br WDR usw. könnten viel mehr alte Serien bringen. Nachts würden das bestimmt viele schauen, gerade ältere Menschen wo Nachts nicht schlafen können. So toll ist viel von dem neuen Zeug nicht. Lg Mel


  • MadMonkey • am 26.2.21 um 19:47 Uhr

    Richtig Klasse dieser Münchner Tatort mit Kommissar Veigl. Sehr gut besetzt und Klasse umgesetzt. Schönes Piano Spiel im Hintergrund. Super 5 Sterne


  • HerrBert • am 10.4.21 um 22:06 Uhr

    Schönes Kriminalstück, spannend inszeniert. Gustl Bayerhammer alias Veigl nebst seinen Kollegen sind eine angenehm sympathische Besetzung gewesen, wie sie heute wohl nicht mehr gelingen mag. Warum eigentlich nicht?

    Ein echter Krimi, bei dem es um Mord aus Habgier geht, mit verschlungen angelegten Handlungen. Gut gemacht und gut gespielt, wenn auch der ganz große Wurf es nicht war. Aber sehr empfehlenswert.


  • Christian Preuß • am 10.4.21 um 22:14 Uhr

    Und ewig rauschen die Wälder! Gerade angeschaut und das war es Wer!
    Grüße gehen raus aus München!


  • Helmut Dolzer • am 11.4.21 um 8:29 Uhr

    Sehr guter Tatort, man kann die Handlung gut verfolgen. Die Darsteller sind gut zu verstehen.
    Leider ist dies bei den neuen „Tatorten“ kaum der Fall! Schade, dass solche Sendungen nicht
    öfters kommen.


  • KlausiStuttgart • am 11.4.21 um 11:37 Uhr

    Das war wieder ein Abend, drei alte Tatorte hintereinander, absolut genial. Diesen kannte ich noch nicht. Spannend gemacht, nicht so leicht durchschaubar, und gute Schauspieler. Er wirkte auch nicht so künstlich, sondern ziemlich real. Und auch die Örtlichkeiten passten hervorragend.
    Wenn man öfters Filme aus den 70er Jahren anschaut, sind auch die Nebendarsteller nicht mehr so unbekannt, wie z.B. Eva Christian, die in der Serie „Drüben bei Lehmanns“ mitspielt. Auch interessant war die Tatsache, dass die Feuerwehr teilweise rote Helme hatte; genauso wie die Playmobil-Männchen aus der damaligen Zeit.
    Der BR sendet die alten Tatorte in 16:9. Das finde ich richtig gut. Ausser BR und WDR macht das sonst kaum ein Sender. Ich hoffe, dass noch mehr alte Tatorte kommen. Fans gibt es jedenfalls viele.


  • Smokie • am 11.4.21 um 12:16 Uhr

    Oberinspektor Veigl alias Gustl Bayrhammer, war auch ein Unikum in dieser damaligen filmischen Tatort-Zeit; nebst Kollegen. Schwierig zu toppen, fast unmöglich.
    Lisa Fitz noch ganz jung; wird dieses Jahr 70.

    Zu den Autos sei noch anzumerken: die alten 02er BMW`s noch mit runden Rückleuchten ausgestattet; ab`75 waren diese dann in rechteckiger Ausführung. Der VW Passat I, bereits als Polizeiwagen. 1975 kam dieses Modell erst auf den Markt (indirekte Werbung?). Und natürlich ein SL Cabrio von Mercedes; dieses Modell war damals auch noch nicht allzulange erhältlich. War übrigens eine Top-Karte im Auto-Quartett.


  • KlausiStuttgart • am 11.4.21 um 14:23 Uhr

    Ja, da hast du recht. Die alten Autos sind auch ein guter Grund, die früheren Tatorte anzuschauen. Der Mercedes (vermutlich ein 350SL) ist mein absolutes Lieblingsauto. Wenn man Glück hat, kommen die alten Autos auch in neueren Filmen vor, wie z.B. genau dieser Mercedes in „Der letzte Lude“ (am Anfang; in gold).
    Die alten Tatorte sind natürlich ein Garant für alte Autos.


  • Al.Ter • am 13.4.21 um 17:26 Uhr

    3er-Pack Veigl am 10. April 2021 beim BR, darunter zwei Premieren – der Nostalgiker hat alle Hände voll zu tun!
    Der Auftaktfolge vermag ich nicht 5 Sterne zu geben, allzu gemächlich kommt der – zugegeben reichlich verzwickte – Fall daher. Schon etwas skurril mutet der Beginn an, Koczyk liegt in der Zelle auf dem Bett und betet: „Ich bin klein, mein Herz ist rein…“ Was mag das wohl werden?

    Aber 4 Sterne gibts allemal, ist er doch spannend aufgebaut, und es wird jede Menge Personal aufgeboten:
    Die Damen Veronika & Lisa* Fitz, im echten Leben Tante (‚Die Hausmeisterin‘ Haslbeck) & Nichte (Kabarettistin) als Schwestern mit Zündpotential und Siegfried Rauch*, unvergessen als Käpt’n vom Traumschiff und Erich Stahler in Steve McQueens epochalem Film ‚Le Mans‘ (sehr empfehlenswert ist das Buch „Unser Le Mans – Der Film. Die Freudschaft. Die Fakten“ hrsg. von Hans Hamer, Delius Klasing 2016), ist in der Rolle des Jonny Mergentheimer ist schon mal ein Kandidat im Kreis der Verdächtigen.
    Dann ist da der zurückhaltende, freundliche Oberingenieur Otto Tamm, verkörpert von Peter Schiff*: Da hab ich immer die Stimme von HAL, dem freundlichen Computer aus ‚2001: Odyssee im Weltraum‘ im Ohr!
    Allen voran jedoch der Hauptverdächtige Leo Koczyk „aus der DDR“, Wilmut Borell – der mir, das muß ich zugeben, bislang unbekannt war. Er bestach durch eindrucksvolle Präsenz, war lt. Wikipedia in den 60/70/80er Jahren oft in Serien zu sehen, erinnert mich ein wenig an Edgar Selge.
    Beides gelernte Bühnenschauspieler halt…

    Der hatte Dreck am Stecken, das war klar, aber Mord? Da kämen doch eher der smarte Herr Mergentheimer im grünen 350 SL-Roadster oder sein Prokurist Tamm in Frage, der nur nen roten Fiat 125 fährt und in recht bescheidenen Verhältnissen lebt, worauf auch das äußerst karge Wohnzimmer hindeutet.

    Kleinigkeiten, am Rande wahrgenommen: Der Enzian blühte noch blau; früher war alles Bio, die Kühe hatten Hörner und bekamen hackgeschnitzelte Rüben als Futter; das schwarz gerahmte Erinnerungsfoto von Dackel Oswald auf Veigls Schreibtisch; das hölzerne Ungetüm von Fernschreiber aus den 50er Jahren im Büro des Kriminalrats – und ein déjà-vu: Eva Christian, die Verteidigerin, haben wir kürzlich erst als Mordopfer Eva Konalsky in ‚Saarbrücken, an einem Montag‘ gesehen.

    * Diese Namen vermisse ich in der Besetzungsliste:
    Thea Schwaiger – Lisa Fitz
    Jonny Mergentheimer – Siegfried Rauch
    Otto Tamm – Peter Schiff

    Sodele, jetzt auf zum nächsten Fall: 094 Schwarze Einser!


  • Smokie • am 13.4.21 um 20:02 Uhr

    @Al.Ter
    Sind Sie sich wirklich sicher, dass der Prokurist Tamm einen Fiat 125 fuhr? Mir kam es so vor, dass dies ein roter Simca (nicht mehr existierende französische Marke) war. Kann mich aber auch irren.


  • Al.Ter • am 20.4.21 um 8:25 Uhr

    @Smokie
    Ja, ist tlw. schwer auseinanderzuhalten, bei unklarer Lage konsultiere ich gerne die IMCDb.org, die Angaben dort sind recht zuverlässig: imcdb.org/movie_73938-Tatort-Das-zweite-Gestandnis.html
    Ähnlich bei ‚Schwarze Einser‘: Da kommt zu Beginn in der Auffahrt ein grüner Fiat zum Stehen, ich hätte ihn für einen 131 Mirafiori gehalten (Röhrl/Geistdörfer wurden 1980 mit dem Rallye-Weltmeister!), lt. imcdb.org soll es jedoch der Typ 132 sein.
    Ja Simca, welch ein Name, ging bedauerlicherweise mit dem franz. Konglomerat Matra-Simca-Talbot unter.


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