Tatort Folge 098: 30 Liter Super



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Tatort Folge 098: 30 Liter Super 5 2

Der Saarbrücken-Tatort „30 Liter Super“ wartet mit – wie der Titel bereits vermuten lässt – so manch rasanter Autorennszene auf. Eine bekannt gewordene und mehrfach rezipierte Begegnung findet zwischen Eckel im BMW 635 CSI und Grabler im Porsche 911 SC statt. Kommissar Schäfermann (Manfred Heidmann) darf zwischen den Verdächtigen ermitteln.

Das Verbrechen, dass Horst Schäfermann aufzuklären versucht, ist undurchsichtig: ein Saarbrücker Bauunternehmer, Loderer mit Namen, liegt ermordet in seinem Schlafwagen. Der Mann war mit dem Zug nach Paris gereist. Die 150.000 DM, die bei ihm waren, fehlen nun – handelt es sich im Tatort „30 Liter Super“ um einen simplen Raubmord? Nein, es steckt bestimmt mehr dahinter, ahnt Hauptkommissar Schäfermann.

Schäfermanns Ermittlungen im Fall ergeben, dass der Mord bereits während eines Zugaufenthaltes bei Metz passiert sein muss. Alle Indizien deuten unzweifelhaft auf den Teilhaber des Unternehmens, Eckel, als Mörder. Der ist nämlich hoch verschuldet. Zwar hat Eckel ein Alibi für den Tatzeitpunkt, doch Kommissar Schäfermann ist überzeugt, dass der Verdächtige nicht zuhause im Bett lag, sondern mit seinem schnellen Auto den Zug überholt, Loderer ermordet hat und in Rekordzeit wieder zurück nach Saarbrücken gerast ist.

Mangels Beweise muss Eckel nach kurzer Untersuchungshaft jedoch wieder auf freien Fuß gelassen werden – dank Gaber, dem Neffen von Eckels Haushälterin. Gablers Aussage nach hatte er sich Eckels Wagen in der Mordnacht ausgeliehen, um mit seiner Freundin eine Tour nach Metz zu unternehmen.

Plötzlich sitzt Host Schäfermann selbst auf der Anklagebank: Der Rechtsanwalt von Eckel wirft ihm vor, aus persönlichen Gründen zu hart gegen einen Unschuldigen ermittelt zu haben. Eckel habe großen Schaden dadurch erlitten. Nun muss sich der Fahnder nicht nur für seine Ermittlungsmethoden rechtfertigen, er muss zeitgleich auch seine Untersuchungen vorantreiben – und zwar in Frankreich.

Die Tatort-Folge 098 „30 Liter Super“ wurde vom SR produziert und am Sonntag, den 8. April 1979, zum ersten Mal im deutschen Fernsehen gezeigt. Die Premiere des TV-Krimis lief wie gewohnt im Ersten.

Besetzung
Günther Maria Halmer (Eckel) · Martin Semmelrogge (Gabler) · Alexander May (Loderer) · Veronika Bayer (Verena Loderer) · Karl Josef Cramer (Baldauf) · Peter Uwe Arndt (Selbach) · Franz Rudnik (Dr. Zenker) · Claudia Demarmels (Karin Zinn) · Germain Muller (Kommissar Müller) · Peter Bongartz (Dr. Press) · Brigitte Dryander · Renate Redetzky · Inge Veith · Christel Dubbert · Hans-Jürgen Richter · Reinhard Musik · Raymond Vogel

Stab
Drehbuch – Bruno Hampel
Regie – Hans-Jürgen Tögel
Kamera – Michael Faust, Günter Handwerker
Schnitt – Elke Niemietzek
Musik – Joachim Ludwig


7 Meinungen zum Tatort Folge 098: 30 Liter Super

  • Mark • am 28.8.07 um 1:20 Uhr

    Einer der besten Tatorte!


  • Erni • am 23.5.09 um 22:05 Uhr

    Ein Top Tatort. Großartige Schauspieler, tolles Drehbuch.


  • gerd • am 28.5.09 um 16:03 Uhr

    kann mich nur den anderen (wenn auch wenigen im Jahre 2009)
    Meinungen anschliessen. Ein sehr gut durchdachtes Werk,
    grossartige Schauspieler. Ein Tatort vom Feinsten !!

    Würde mir mehr solche Bücher und vor Allem Darsteller

    wünschen.

    gerd


  • Cuspert Wank • am 16.4.15 um 23:49 Uhr

    Heute habe ich den mal auf Youtube gesehen, aus Versehen, weil der fälschlich den Haferkamp-Tatorten zugeordnet war. Am Anfang hat das ja noch was. Günther Maria Halmer als Eckel war gut. Ansonsten fand ich das sehr mäßig. Kommissar Schäfermann – oder der Schauspieler – hat so etwa das Charisma einer Einbauschrankwand, wie sie damals angesagt war. Also es ist mir rätselhaft wie so eine Figur oder so ein Schauspieler besetzt werden konnten, selbst zur damaligen Zeit. Ein Stück Realismus ist jedoch bezeichnend: Die Bösewichte fahren in BMW oder Porsche davon und die Ermittlungsbeamten kommen in ihren weit unterlegenen Dienstfahrzeugen (waren das tatsächlich französische Modelle bei der Polizei im Saarland? kann ich mir nicht vorstellen) nicht hinterher. Das hat sich eigentlich nicht nicht geändert.


  • Dirk • am 24.6.15 um 16:41 Uhr

    Der Tatort Nummer 098. Soviel hat in damaliger Zeit ein Liter Super gekostet. Ja, Ja, etwas mehr, aber in Pfennig nicht in Cent. Hauptkommissar Schäfermann aus Saarbrücken ermittelt, in einem fast schon realistisch anmutenden Fall. Geldraub und das ohne Leben, Erpressung des Mörders durch einen Ganoven, Beseitigung des Ganoven durch den Mörder, da Erpresser nun einmal nicht ihren Hals voll kriegen können. Der Mörder rechnet nicht mit der Cleverness der Polizei, diese kam ja auch blöd mit der Schwester ins Maklerbüro, wird aber letztlich auf frischer Tat des Mordes in Tateinheit mit einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr überführt. Nettes Renne zwischen Porsche und BMW Coupe. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, der BMW hätte gewonnen. Heute sind die Modelle gesuchte Raritäten. Tolle Szene. Interessanter Tatort. Beste Schauspieler. Mein erster Wagen war übrigens ein Simca 1000 GLS, BJ 1968, Farbe: Minna-Grün, gekauft 1976, Spritpreis Super: 97 Pfennig.


  • Susanne Martin • am 26.3.16 um 1:52 Uhr

    Ein wirklich guter Tatort, vor allem weil man sich an diesem genialen Charakterdarsteller Martin Semmelrogge erfreuen kann !!!

    Tolle Geschichte, prima zum Mitermitteln, eine gute Prise Spannung und klasse Darsteller!!!!
    Auch wenn ich kein Fan von Autorennen und Verfolgungsfahrten bin: die hier gezeigte „Mörderfahrt“ hat es in sich und ist (mal abgesehen davon, dass unrealistischerweise den beiden nirgends ein Auto entgegenkam) sehr spannend.


  • Paul • am 4.9.18 um 22:52 Uhr

    Zitat Cuspert Wank:
    „Kommissar Schäfermann – oder der Schauspieler – hat so etwa das Charisma einer Einbauschrankwand, wie sie damals angesagt war. Also es ist mir rätselhaft wie so eine Figur oder so ein Schauspieler besetzt werden konnten, selbst zur damaligen Zeit.“

    Ich finde ihm großartig, er spielt der Typ von Polizisten die sich fast ein runter holen wenn sie einen Fall lösen. In der Hinsicht kann ich ihm nicht leiden, macht der Tatort aber umso besser.
    Es ist einer meine Lieblingsfolgen, auch weil der Semmelrogge sich großartig gibt.


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