Tatort Folge 365: Bienzle und der tiefe Sturz



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Tatort Folge 365: Bienzle und der tiefe Sturz 3 3

Ein ungeklärter Todesfall im Urlaub wird für den Stuttgarter Kommissar Ernst Bienzle (Dietz-Werner Steck) in dem am 6. Juli 1997 erstmalig im TV gezeigten Tatort „Bienzle und der tiefe Sturz“ zu einer privaten Belastungsprobe.
 
Nach zahlreichen anstrengenden Kriminalfällen macht Kommissar Bienzle aus Stuttgart endlich einmal Pause. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Hannelore und einem befreundeten Pathologen namens Dr. Kocher ist er in die Schwäbische Alb gefahren, um dort das gute Herbstwetter bei einer Wanderung zu genießen. Doch wie es nunmal im Leben von Bienzle so ist, verfolgt ihn sein Beruf auch in der Freizeit. So müssen die drei Wanderer im Tatort „Bienzle und der tiefe Sturz“ zu ihrem Erschrecken miterleben, wie an ihnen vorbei ein Mann in die Tiefe stürzt. Während Bienzle, Hannelore und Kocher eine Verschnaufpause eingelegt hatten, fällt der Mann von einer Felswand über ihnen und ist durch den Aufprall aus großer Höhe auch sofort tot. Der Kommissar bekommt in dem Krimi bald mit, dass es sich bei dem Toten um Edwin Schimmel handelt, der als Unternehmer gerade ausgerechnet zusammen mit seinen Mitarbeitern auf einem Betriebsausflug war.

Alles deutet in dem Tatort „Bienzle und der tiefe Sturz“ darauf hin, dass der Chef einer Firma im Ort bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. Bienzle, der sich auch nach Feierabend nicht von seinen Instinkten als Ermittler verabschieden kann, hört sich jedoch bald unter der Belegschaft um. Stutzig wird der Stuttgarter Kommissar besonders, als einige Angestellte des Toten allzu eifrig der Vermutung eines Unfalltodes zustimmen.

Daraufhin hört sich Bienzle weiter um und macht sich auch über das Unternehmen des Opfers schlau. Dabei erfährt der Fahnder, dass Schimmel der sicherlich größte Arbeitgeber in der Kleinstadt war, es jedoch um die finanzielle Situation des Betriebes aktuell weniger gut steht. Anscheinend sind die prekären wirtschaftlichen Verhältnisse in dem Tatort „Bienzle und der tiefe Sturz“ auch zu den Mitarbeitern des Unternehmens durchgedrungen, wo sie in den letzten Wochen für einige Unruhe gesorgt haben. Besonders aufgebracht hatte die Angestellten der Plan ihres Chefes, die Produktion aus Kostengründen von dem kleinen Ort ins Ausland zu verlagern. Bei seiner Befragungen gibt jedoch keiner der Mitarbeiter zu, von diesen Plänen gewusst zu haben.

Stück für Stück gelingt es Bienzle in dem Tatort „Bienzle und der tiefe Sturz“, alle Menschen mit einem möglichen Mordmotiv auf einen kleinen Kreis an Tatverdächtigen einzugrenzen. Zu diesen gehören, wie zu vermuten war, einige seiner Mitarbeiter, denen ein Jobverlust droht. Aber auch Schimmels Ehefrau könnte ein Interesse an dem Tod ihres Mannes haben: So hatte diese schon länger eine Affäre mit Christian Steinhoff, den sie auch direkt nach dem Tod ihres Mann zum Geschäftsführer macht.

Eigentlich hat sich der tödliche Sturz nicht in Bienzles Zuständigkeitsbereich ereignet, was diesen jedoch nicht davon abhält, sich in dem Tatort „Bienzle und der tiefe Sturz“ noch weiter umzusehen. Hannelore, die sich endlich mal mehr Zeit mit ihrem Freund wünscht, ist von der Arbeitswut des Kommissars überhaupt nicht begeistert und vor allem enttäuscht, dass er wieder einmal seine Arbeit über ihre Beziehung stellt. Daraufhin flüchtet sich Hannelore langsam zum Pathologen und beginnt, ungewollt angeheizt durch Bienzle, eine Affäre mit Kocher. Jetzt hat Bienzle im Tatort „Bienzle und der tiefe Sturz“ nicht nur einnen Todesfall aufzuklären, sondern besonders seine Beziehung zu Hannelore zu retten, die längst vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist…

 
Die Erstausstrahlung des Stuttgarter Tatorts „Bienzle und der tiefe Sturz“ fand am 6. Juli 1997 im Ersten Programm statt. Am Premierenabend schalteten 7,19 Millionen Zuschauer ein.

Besetzung
Kommissar Ernst Bienzle – Dietz-Werner Steck
Hannelore Schmiedinger – Rita Hussek
Günter Gächter – Rüdiger Wandel
Edwin Schimmel – Bernd Tauber
Constanze Schimmel – Ulrike Kriener
Christian Steinhoff – Martin Umbach
Pathologe Dr. Kocher – Klaus Spürkel
Hajo Baldauf – Horst Krebs
Frau Baldauf – Barbara Zechel
Georg Zimmermann – Hubert Mulzer
u.a.

Stab
Regie – Peter F. Bringmann
Buch – Felix Huby
Kamera – Georg Steinweh
Schnitt – Karin Brost
Musik – Norbert J. Schneider
Produktion – SDR


4 Meinungen zum Tatort Folge 365: Bienzle und der tiefe Sturz

  • Dirk • am 18.7.16 um 10:02 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 365, die Zahl die das Jahr in Tage aufweist, aus dem Jahr 1997, ist wohl einer der interessanten und aufwühlenden Tatort-Fernsehfilme des Stuttgarter Hauptkommissars Bienzle und dem Gächter, sein Gernhilfe. Hannelore Schmiedinger geht Fremd!! Da wird der Mordfall fast zur Nebensache, in welchen sich der engagierte Hauptkommissar der Mordkommission, im Urlaub auch noch, hinein gekniet hat. Sehenswerter Kriminalfilm der Bienzle-Ära, nicht nur für Bienzle Fans geeignet, auch für Anhänger der leisen Kriminalistik. Gerne mal wieder gesehen.


  • heidelerche • am 14.9.16 um 19:08 Uhr

    Bienzle hat die wohl größte aller Tatort-Lücken hinterlassen. Sein unverfälschtes Lokal-Colorit es fehlt Leuten wie Richy Müller neben vielem anderen abgeht, es steht für den Südwesten. Das ist nicht nur Mundart und aufgesetzt sondern landecht und urwüchsig.
    Sein Hang zum Bruddeln ist genauso ausgeprägt wie der zu „einsamer Leistung“. Mitarbeiter werden von ihm eher „anderweitig beschäftigt“ als in die Lösung seiner Fälle wirksam integriert. Schwäbisch eben. Liebevoll hinterfotzig aber LIEB eben!


  • MadMonkey • am 12.5.17 um 16:35 Uhr

    Allein wegen der Figur Bienzle immer sehenswert. Zudem schöne Landschaft und ein gut durchdachtes Drehbuch. Es ist wohl auch für Bienzle ein Tiefer Fall. Gute Folge. Danke Herr Bienzle


  • Oheim Petri • am 4.8.17 um 16:00 Uhr

    Bienzle mal wieder tramtütig wie eh und je… Die Rolle der Lebensabschnittgefährtin ist erschreckend, das hält man ja nicht aus mitanzusehen… Die Nebenhandlung mit den Nutten und deren Gehabe ist einfach nur peinlich und hat mit dem Fall rein gar nix zu tun. Warum die Erbin zum Showdown Mitten in der Nacht in der Firma auftaucht erschließt sich wohl auch nur dem Drehbuchautor.
    Was zum Geier soll das mit dem neuen Geschäftsführer der in arbeitende Maschinen greift…


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