Tatort Folge 519: Time Out



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Im Berner Tatort „Time out“ müssen die beiden Kommissare Philipp von Burg (László I. Kish) und Markus Gertsch (Ernst C. Sigrist) zum Abschluss ihrer gemeinsamen Ermittlungsarbeit den Mord an einem Eishockey-Trainer aufklären und unter zahlreichen Verdächtigen den Täter finden.

Tatort Time Out- Trailer



 

Fredi Cortesi hat im Tatort „Time out“ ein bewegtes Leben hinter sich. Viele Jahre lang hatte er beim bekannten Berner Stadtverein SCB aktiv Eishockey gespielt und als guter Spieler auch einiges erreicht. Eine Verletzung beendete die Karrire des Eishockey-Profis jedoch unerwartet und stürzte Cortesi in ein tiefes Loch. Der einstige Sportstar wurde zum Drogenabhängigen und verschwand vollkommen aus der Öffentlichkeit und den Medien. Nachdem er anscheinend dieses dunkle Kapitel seiner Vergangenheit überwunden und abgeschlossen hat, will Cortesi im Tatort „Time out“ wieder zurück in den Eishockey-Sport, diesmal jedoch als Trainer. Ihm ist es auch gelungen, bei dem Provinzverein EHC Biel ein Team aufzubauen, das aufgrund seiner jungen, erfolgshungrigen Spieler erste Erfolge feiert. Doch ehe er seine ambitionierten Ziele mit dem Club erreichen kann, wird der Trainer im Tatort „Time out“ ermordet. Die Tat fand in den Garderobenräumen des heimischen Stadions statt.

Kommissar von Burg und sein Partner Gertsch, der wegen seiner Eishockeybegeisterung ein besonderes Interesse an dem Fall hat, machen sich an die Ermittlungen. In dem Spind des Toten finden die beiden Fahnder aus Bern im Tatort „Time out“ einiges Kokain. Hatte der Mord also etwas mit Drogen zu tun? Und war der Trainer zurück in die Drogenabhängigkeit verfallen?

Der erste Verdächtige für von Burg und Gertsch ist Reto Knop, ein jähzorniger Spieler aus Cortesis Team. Gerüchten zufolge hatte Knop mit der Freundin des Toten, Alberta Cerda, geschlafen. Wollte der Sportler also vielleicht die Frau endlich ganz für sich allein haben? Doch auch Cerda könnte an dem Mord beteiligt sein. Denn anders als ihr Freund hatte sie auch jetzt noch etwas Kokain konsumiert. Und dann ist da im Tatort „Time out“ auch noch die Frage, warum sich in Cortesis Spind Drogen befunden haben und wo das Kokain hergekommen ist. Hier liegt die Vermutung nahe, dass auch Herbie Knop, der Bruder von Reto, etwas mit dem Fall zu tun haben könnte. Denn Herbie ist selbst drogenabhängig und beschafft außerdem ab und zu Rauschgift. Zu den Verdächtigen gesellt sich im Berner Tatort „Time out“ auch noch Arsène Renweg, der früher zusammen mit dem Opfer Eishockey gespielt hatte und jetzt den SCB managet. Renwegs Ziel war es, dem kleineren EHC Biel die besten Spieler wegzuschnappen, so dass die beiden Männer ein konkurrierendes Verhältnis hatten. Ein starkes Konkurrenzdenken ist auch bei dem Präsident von SCB, Alex Kerger, zu finden, welchem die stetige spielerische Verbesserung des Provinzvereins im Tatort „Time out“ keinesfalls gefallen hatte.

Von Burg und Gertsch haben im Tatort „Time out“ also eine lange Liste von möglichen Verdächtigen, die sie mit der Unterstützung des Spurenspezialisten Max Münger nach und nach abarbeiten. Als hilfreich erweist sich bei der Ermittlung auch Jakob Leutenegger, Jimmy genannt, durch sein umfassende Wissen über Eishockey. Kommissar von Burg vermutet, dass Cortesi im Tatort „Time out“ aus persönlichen Gründen ermordet wurde, es sich also um ein Beziehungstat handelt. Weil Gertsch dieser Vermutung nicht zustimmt, guckt sich der zweite Berner Inspektor anderweitig um…

 

Die Tatort-Folge 519 „Time out“ stellt den letzten gemeinsamen Fall für die Ermittler von Burg und Gertsch und gleichzeitig den bis heute letzten Berner Tatort dar. Nachdem von Burg zehn Jahre lang in Bern in Mordfällen ermittelt hatte, zieht ihn nach diesem Fall ein Angebot der englischen Polizei zurück in den Dienst von Scottland Yard, wo er der internationalen Abteilung hilft. Passenderweise wurde dieser letzte Fall von Bernhard Ginger gedreht, der auch für das Debüt der Berner Kommissare Gertsch und von Burg, den Tatort „Gehirnwäsche“ aus dem Jahr 1993, verantwortlich war. Den letzten Einsatz der Fahnder aus Bern sahen die Zuschauer am 22.12.2002 im deutschen Fernsehen.

Besetzung
Kommissar Philipp von Burg – László I. Kish
Kommissar Markus Gertsch – Ernst C. Sigrist
Eva Schwab – Sabina Schneebeli
Alberta Cerda – Alberta Cerda Andrea Bürgin
Arséne Renweg – Stefan Gubser
Alex Kerger – Mathias Gnädinger

Stab
Regie – Bernhard Giger
Buch – Peter Purtschert · Stefan Witschi
Kamera – Edwin Horak
Schnitt – Christof Schertenleib
Musik – Peter von Siebenthal
Produktion – SF


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1 Meinung zum Tatort Folge 519: Time Out

  • Dirk • am 20.3.16 um 22:33 Uhr

    Der Tatort Nummer 519 mit den Berner Kommissaren (Inspektoren) Burg und Gertsch. Die beiden Schweizer Polizeibeamten ermitteln letztmalig gemeinsam in Sache Mord, dann trennen sich ihre jahrelangen zusammen geschusterten Wege. Untersucht wird der Mord an einen ehemals erfolgreichen Eishockey – Spieler, welcher nunmehr Trainer eines unterbelichteten Vereins ist und mit neuem Vor-Turner wieder die ersten Erfolge verbuchen kann. Burg und Gertsch gehen der Spur einer möglichen Tat aus Neid nach, die Konkurrenz im Sportgeschäft ist groß, aber auch die Schicki-Micki-Droge Koks könnte eine Rolle spielen und Frauen sind auch im Rennen. Die letzte Tatort-Folge dieses Ermittlergespanns ist so aufregend wie alle anderen vorherigen auch. Eingefleischte Berner Tatort-Zuschauer mögen sie wollen, mir reicht endgültig ein zweites Mal. Für die Musik verantwortlich war Peter von Siebenthal – und nur der.


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