Tatort Folge 517: Fakten, Fakten



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Tatort Folge 517: Fakten, Fakten 5 10

In ihrem zweiten gemeinsamen Fall „Fakten, Fakten“ ermitteln Hauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Gerichtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) aus Münster den Mord an Jürgen Wilken. Wilken wurde in seinem Wagen vor dem Haus von Professor Bernhard Dreiden, einem Freund von Professor Boerne, erschossen. Kurz zuvor hatte das Opfer Dreidens Kinder von dessen geschiedener Frau Juliane vorbeigebracht. Nun steht Bernhard Dreiden unter dringendem Tatverdacht, den neuen Lebensgefährten seiner Ex-Frau ermordet zu haben. Ein Mord aus Eifersucht – das wäre sicher nicht der erste Fall für Kommissar Thiel.

Tatort Fakten, Fakten – Trailer





Bei seinem Verhör beteuert der Verdächtige Bernhard Dreiden vehement seine Unschuld. Er habe mit dem Mord nichts zu tun. Frank Thiel und die Staatsanwältin Wilhelmine Klemm zweifeln allerdings an der Aussage des Professors für Friedensforschung, schließlich konnte die Tatwaffe in Dreidens Wäschekorb von der Polizei sichergestellt werden. Zudem hatte der Tatverdächtige Glassplitter an seiner Kleidung. Zwar fehlen daran die üblichen Schmauchspuren von der Pistole, die Dreidens Schuld endgültig beweisen würden, doch für die Staatsanwältin und den Münsteraner Ermittler ist der Tatort-Fall „Fakten, Fakten“ so gut wie gelöst.

Eine Pressekonferenz mit dem entsprechend positiven Ergebnis wird abgehalten. Einzig Prof. Boerne bleibt skeptisch; er glaubt fest an die Unschuld von Dreiden, nicht nur, weil der sein langjähriger Freund ist, sondern auch, weil die rechtsmedizinischen Indizien gegen die Täterschaft sprechen.

Aufgrund der Verformung der Kugel kann Boerne beweisen, dass der Täter einige Meter von Wilkens Auto entfernt stand, als er die Tatwaffe abfeuerte. Der Verdächtige muss aber in die Richtung des Schützen geschaut haben – er überlebte den Anschlag nur, weil die Waffe eine Ladehemmung hatte. Sonst wäre Dreiden als Zeuge vermutlich im Anschluss an Wilkens getötet worden. Diese Erkenntnisse schließen Prof. Dreiden als Täter aus. Nun gibt es weder einen Verdächtigen, noch ein Tatmotiv im Fall „Fakten, Fakten“ – zu Kommissar Frank Thiels Ärger stehen er und Karl-Friedrich Boerne nun wieder am Anfang ihrer Untersuchungen.

Gemeinsam vernehmen sie Wilkens Lebensgefährtin Juliane Kraft. Die Münsteraner Ermittler befragen sie über ihr Verhältnis zu ihrem verstorbenen Partner und ihrem Ex-Mann. Als die Frau kurz darauf spurlos verschwindet, stehen Thiel und Boerne erneut vor einem Rätsel. Julianes Büro ist unverschlossen, an der Wand und auf dem Boden sind Blutspuren. Boerne stellt fest, dass es sich um das Blut der Vermissten handelt, jedoch fehlt von einer Leiche jede Spur…


9,45 Millionen Zuschauer sahen die Erstausstrahlung des zweiten Münster-Tatorts „Fakten, Fakten“ um das ungleiche Ermittler-Duo Thiel und Boerne. Die Tatort-Folge 517 wurde vom WDR produziert und am 1. Dezember 2002 zum ersten Mal in der ARD ausgestrahlt.

Besetzung
Hauptkommissar Frank Thiel – Axel Prahl
Professor Karl-Friedrich Boerne – Jan Josef Liefers
Silke Haller („Alberich“) – ChrisTine Urspruch
Wilhelmine Klemm – Mechthild Großmann
Agatha Dreiden – April Hailer
Felix Kraft – Michael Schiller
Großmutter Kraft – Gudrun Ritter
Großmutter Retzlaff – Gertrud Roll
Bernd Bulle – Oliver Bokern
Nadeshda Krusenstern – Friederike Kempter
Herbert Thiel – Claus D. Clausnitzer
Juliane Kraft – Vasiliki Roussi
Professor Bernhard Dreiden – Oliver Stritzel

Stab
Regie – Susanne Zanke
Kamera – Tamas Ujlaki
Buch – Wolfgang Panzer
Musik – Rainer Michel

Bilder: WDR/Michael Böhme


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17 Meinungen zum Tatort Folge 517: Fakten, Fakten

  • gjb • am 23.5.11 um 16:25 Uhr

    ach…dieser to mal wieder…!

    grüsse


  • Marc111079 • am 24.7.13 um 4:16 Uhr

    1A Super Tatort !!!


  • Gerd Graf • am 9.11.13 um 20:01 Uhr

    Typischer, interessanter Tatort aus Münstet. Für Fans einMuss!


  • colorwriter • am 10.11.13 um 23:59 Uhr

    Selbst nach so langer Zeit,

    ein immer wieder sehenswerter Tatort!


  • Rüdiger Frisch • am 15.11.13 um 10:39 Uhr

    Ich hab mir den Tatort gestern angeschaut und er übertrifft noch den ersten.
    Allein der kleine Junge (Max) ist der große Darsteller des Films.
    Dessen Dialoge so rüberzubringen.Grandios.
    Auch das Drehbuch und Kamera erstklassig.
    Allein das Zusammenspiel der beiden Großmütter ist sehr gut durchdacht.
    Man weiss nie ob die mit ihrem bettlägrigen Mann oder die etwas ruhigere Oma noch was zu verbergen hat.
    Auch der Darsteller des Vaters von Max wie er es versteht,cool und durchdacht sich geschickt dem Verhör und den Anschuldigungen sich zu entziehen.
    EIN ERSTKLASSIGER TATORT DEN ICH IN DER DRAMATURGIE ALS BESTEN TATORT VON PRAHL/LIEFERS BEWERTE !


  • hansdampf • am 15.11.13 um 11:30 Uhr

    wie immer – top!


  • scheylock • am 1.2.14 um 19:48 Uhr

    Der TO gefällt mir von Mal zu Mal besser, ich schaue ihn heute zum 12. Mal an. Leider hatte ich zweimal keine Zeit, und ORF kriege ich bei mir nicht rein. Mehr davon, bitte!


  • Jens Brendler • am 4.1.15 um 20:56 Uhr

    Münster-Tatort ist immer super!!!


  • renate thies • am 10.1.15 um 23:15 Uhr

    Wie heisst der Darsteller des Jungen Max?

    In dem jungen Alter. Ein geniales Sxhauspieltalent!!


  • Filipp • am 11.1.15 um 20:07 Uhr

    Sehr guter Münster-Tatort! Das Techtelmechtel zwischen Thiel und Börne ist noch recht träge, bremst aber im Gegensatz zu neueren Episoden trotzdem des eigentlichen Fall nicht aus.


  • Dirk • am 13.6.15 um 17:16 Uhr

    Der Tatort Nummer 517, mit der seltenen Ermittlerkonstellation, Hauptkommissar Thiel – Mordkommission – und
    Professor Boerne – Rechtsmedizin -. Detektivarbeit mit Köpfchen wurde gezeigt, Eifersuchts- und Vertuschungsmorde rund um das Thema Kuckuckskinder. Welch ein blödes Wort! Spannend alle male, aufregend weniger. Aber ein Traumteam hat sich gefunden, mit jeweils zwei sympathischen Assistentinnen. Unvergessen die Szene zum Schluß, nach dem Lob der Staatsanwältin an Hauptkommissar Thiel. Professor Boerne macht den Tauberich. Er ist halt ein eitler und auf sich bezogener Pfau, mit dem Hang zum Neid.


  • Seebaer • am 8.4.16 um 11:33 Uhr

    Die Musik im Film.
    Giuseppe Verdi: Dies Irae, aus: Requiem.
    Edvard Grieg: In der Halle des Bergkönigs, aus: Peer Gynt Suite No. 1, op. 46 (gepfiffen von Prof. Boerne).
    Franz Lehar: Ja, das Studium der Weiber ist schwer, aus: Die lustige Witwe


  • Heidi • am 8.12.16 um 14:43 Uhr

    Sicherlich schlechter als der erste Teil, der aber nun wirklich erste Sahne war.


  • MadMonkey • am 5.5.17 um 17:10 Uhr

    Eher mittelmäßiger fall aus Münster


  • Mara27 • am 20.1.18 um 22:20 Uhr

    @ renate thies vom 10.1.15:
    „Wie heisst der Darsteller des Jungen Max?
    In dem jungen Alter. Ein geniales Sxhauspieltalent!!“

    Auch wenn’s schon über drei Jahre her ist, aber bisher ist ja keine Antwort da: Ich habe die Folge nicht gesehen und kenne auch den Rollennamen nicht, aber ich weiß, dass Jannis Niewöhner in diesem Tatort seine erste Rolle gespielt hat. Wundern würd’s mich nicht, wenn er gemeint wäre. ;-)


  • Westgucker • am 24.1.18 um 14:13 Uhr

    @renate thies: der kleine Max wurde vom 1993 geborenen und drum heute großen Martin Kurz gespielt: schauspielervideos.de/fullprofile/actor-martin-kurz.html
    (bei Vita ist die Tatort-Folge aufgeführt)

    Schön an der Folge auch, dass es ein echter Münster Tatort war und nicht immer wieder Außenaufnahmen aus Köln zu erkennen sind wie bei den späteren Folgen.

    Und wenn die Kommentare hier die Option böten, bei Folgekommentaren benachrichtigt zu werden, würde ich den sechsten Stern vermissen.


  • Mara27 • am 4.7.18 um 22:01 Uhr

    Da lag ich mit meiner Ins-Blaue-Spekulation zu dem Kinderdarsteller ja schön daneben… Aber immerhin scheine ich mit meinem Beitrag ausgelöst zu haben, dass die Frage nach 3 Jahren endlich mal geklärt wird. :-)

    Dank Wiederholung im WDR hatte ich jetzt auch die Möglichkeit, diese Folge anzuschauen. :-) Martin Kurz liefert wirklich beeindruckend viel und komplexen Dialog ab für so einen kleinen Jungen. Andererseits hätte ich mir angesichts des hier geäußerten Lobes (und der Ereignisse) noch etwas mehr Bandbreite erwartet.

    Jannis Niewöhners Talent zeigt sich in seiner Minirolle aber in der Tat auch schon. Wie er ohne viele Worte das Verheimlichen / Lügen rüberbringt, deutet schon an, was ich auch heute noch für seine größte Stärke halte, nämlich das Nicht-Sprachliche am Schauspiel.

    Insgesamt hat mich die Folge, auch wenn ich ein paar Schwierigkeiten hatte, die Familienverhältnisse zu sortieren, wirklich gut unterhalten. Jeder erschien irgendwie auf seine ganz eigene Art undurchsichtig, man konnte jeden mal verdächtigen und auch, als es schon aufgeklärt schien, musste man immer noch mit einer überraschenden Wendung rechnen.


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