Polizeiruf 110: Und vergib uns unsere Schuld



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Polizeiruf 110: Und vergib uns unsere Schuld 5 15

Zum zehnten Mal untersucht Hauptkommissar Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) einen Fall für die Münchner Kripo. In der Polizeiruf 110-Folge „Und vergib uns unsere Schuld“ trifft er auf einen Mann, der behauptet vor zehn Jahren einen Mord begangen zu haben. Hat Meuffels damals den falschen Mann hinter Gittern gebracht?
Die Premiere in der ARD ist für Sonntag, den 17. Januar 2016, um 20.15 Uhr geplant.

Inhalt der Polizeiruf 110-Folge „Und vergib uns unsere Schuld“

Hauptkommissar Hanns von Meuffels (Mattthias Brandt) von der Münchner Kripo ermittelt im Polizeiruf 110 „Und vergibt uns unsere Schuld“ zum insgesamt zehnten Mal. Wie der Titel andeutet, dreht sich diese Kriminalgeschichte um eine essentielle Schuldfrage; Meuffels selbst hat in der Vergangenheit einen mutmaßlichen Mädchenmörder hinter Gittern gebracht, der, wie sich nun herausstellt, vielleicht vollkommen unschuldig war.

Tim Haffling hieß der Verurteilte. Zehn Jahre seiner Haftstraße saß er ab, dann beschloss er Selbstmord in seiner Zelle zu begehen. Kaum wird der Tod des Häftlings publik, meldet sich plötzlich ein Mann namens Jens Baumann bei der Kripo. Er versichert Hanns von Meuffels im Polizeiruf 110, er habe die 16-jährige Miriam auf dem Gewissen und Haffling sei zu Unrecht verurteilt worden. Ein Schock für den Kommissar, der vor zehn Jahren die Ermittlungen im Fall des Mädchenmordes leitete.

Damals tauchte die Leiche des entführten Teenagers zwar nie auf, doch alle Indizien wiesen auf Haffling als Täter. Jetzt ist der Ermittler durch Baumanns Behauptung allerdings verunsichert: Ist Jens Baumann bloß ein Trittbrettfahrer, der auf sich aufmerksam machen möchte, oder sagt er die Wahrheit? Hat der Mann psychische Probleme? Baumann bleibt jedenfalls hartnäckig. Er beteuert gegenüber Hanns von Meuffels, der wahre Täter zu sein. Und er wolle sich endlich seiner gerechten Strafe stellen.

Um seine Schuld zu beweisen, führt Jens Baumann die Polizei im Polizeiruf „Und vergib uns unsere Schuld“ an jenen Ort, an dem er vor einem Jahrzehnt das ermordete Mädchen angeblich verscharrte. Früher war dort ein Waldstück, heute ist die Fläche asphaltiert. Mit einem Aufgebot von Baggern und LKWs lässt die Münchner Kriminalpolizei den Parkplatz vor dem Baumarkt umgraben um Miriams sterbliche Überreste freizulegen. Aber: Fehlanzeige. Von einem Skelett fehlt jede Spur.

Jens Baumann, der bei den Bauarbeiten zugegen ist, ist verwirrt und verzweifelt. Hier muss die Leiche zu finden sein, davon ist der Mann fest überzeugt. Doch selbst die Spürhunde der Polizei schlagen nicht an. Hauptkommissar Meuffels Vorgesetzter macht derweil Druck, schließlich ist eine derart groß angelegte Suchaktion teuer; die Suche wird beendet. Meuffels Zweifel an Baumanns Aussage haben sich damit bestätigt.

Als der Mann schließlich weitere Einzelheiten zum Mord nennt, die damals nicht an die Öffentlichkeit gelangt sind, entschließt sich der Ermittler dazu, den Fall Miriam doch noch einmal neu aufzurollen – gegen den Willen der Staatsanwaltschaft, die den Fall endgültig ad acta gelegt hat. Die neuesten Erkenntnisse im Polizeiruf „Und vergib uns unsere Schuld“ bescheren Meuffels schlaflose Nächte und das schlechte Gewissen zerren an ihm. Er muss die Schuldfrage endlich abschließend klären. Dabei ist er sich der Gefahr bewusst, dass er mit der bewiesenen Schuld Baumanns auch seine eigene indirekte Schuld am Tod Hafflings beweist …

 
Die Dreharbeiten zum Polizeiruf 110 „Und vergib uns unsere Schuld“ dauerten vom 10. Juni bis 10. Juli 2015; die Produktion des Bayerischen Rundfunks wurde in München und Umgebung gefilmt. Das Drehbuch stammt von Alexander Buresch und Matthias Pacht, die beide in der Vergangenheit für das Skript des Meuffels-Polizeirufs „Fieber verantwortlich waren.

Der Termin für die Erstausstrahlung ist für Sonntag, den 17. Januar 2016, um 20.15 Uhr im Ersten Programm der ARD angesetzt.

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (35 J. | Kinoliebhaberin)

Vor dem Hintergrund des WM-Sommermärchens 2006 wird eine Kriminalgeschichte erzählt, die arg symbolgeschwängert ist (Regen, Musik, Farben, Licht). Markovics überzeugt, auch Brandt spielt gut – jedoch: das Bild ist nicht ganz rund.

Gerald (36 J. | IT-Nerd)

Aufwendig erzählter Tatort mit Fragen nach Reue und Schuld, stellenweise etwas langatmig, insgesamt aber spannend. Einschalten lohnt!

Polizeiruf 110-Besetzung

Hauptkommissar Hanns von Meuffels – Matthias Brandt
Miriam Springer – Lola Dockhorn
Konrad Springer – Stefan Merki
Renate Springer – Sylvana Krappatsch
Jens Baumann – Karl Markovics
Tim Haffling – Sebastian Griegel
Rösner – André Jung
Lisa Haffling – Margarethe Tiesel
Schöller – Wolfgang Maria Bauer
Mayerhof – Matthias Ransberger
Streifenpolizist – Felix Everding
u.a.

Polizeiruf 110-Stab

Drehbuch – Alexander Buresch, Matthias Pacht
Regie – Marco Kreuzpaintner
Kamera – Philipp Haberlandt
Schnitt – Claus Wehlisch
Musik – Oliver Thiede

Videos zur Polizeiruf-Produktion

Trailer 1: ARD Vorschau zum Polizeiruf 110 „Und vergib uns unsere Schuld“



Bilder-Galerie zum Krimi aus München


43 Meinungen zum Polizeiruf 110: Und vergib uns unsere Schuld

  • Lilo Helmke • am 17.1.16 um 21:22 Uhr

    Ich liebe alle Filme mit Matthias Brandt, aber dieser Polizeiruf ist bisher einfach langweilig, jetzt und Rückblenden ätzend langweilig!!!!!! Es passiert einfach zu wenig!!!!


  • Sabine • am 17.1.16 um 21:40 Uhr

    Sehr spannend! Und ohne ganz ohne Knallerei! Ich bin begeistert!


  • Berit Grubert • am 17.1.16 um 21:44 Uhr

    Ein sehr sensibles Thema wurde ganz großartig umgesetzt.Spannend bis zum Schluss und hervorragend von den beiden Hauptakteuren gespielt ! Großes Lob !


  • Thorsten • am 17.1.16 um 21:45 Uhr

    Ungewöhnlich, raffiniert, spannend, immer wieder überraschend – Polizeiruf ist der bessere Tatort.


  • Ivonne • am 17.1.16 um 21:54 Uhr

    Welche „alte“Musikgruppe hat den Song angespielt? Danke


  • Der Todesbote • am 17.1.16 um 21:56 Uhr

    Dicht inszeniertes Kammerspiel aus München. Karl Markovicz und Matthias Brandt dominieren dieses Drama um Schuld und Vergebung gekonnt. Sicher einer der besseren Polizeiruf 110 – Folgen. Und in der Tradition der DDR-Serie, in der es oft weniger um das Wer? als um das Warum? ging. Die seelischen Abgründe eines scheinbar normalen Menschen und die schrittweisen Enthüllungen einer abscheulichen Tat haben mich dann doch gefesselt.


  • filmklang • am 17.1.16 um 21:56 Uhr

    Welches war das Musikstück bei der Rückblende Szene, wo das Mädchen vergraben wurde, so ein Super Hit aus den 70ern?


  • Kordula • am 17.1.16 um 21:59 Uhr

    Spannende Geschichte gute Schauspieler. Aber muss ich mir ansehen wie ein Mensch erwürgt wird? NEIN! Armes Deutschland!


  • Saschag • am 17.1.16 um 22:06 Uhr

    Sehr interessant, ungewöhnlich aber sehr unterhaltsam.


  • Schneider • am 17.1.16 um 22:08 Uhr

    Mir hat der Polizeinotruf sehr gut gefallen. Wo erfahre ich die einzelnen Musikgruppen und Titel. (Nicht Heintje) Led Zeppelin oder so…


  • alter Fan • am 17.1.16 um 22:10 Uhr

    durchaus sehenswert – interessante Story und Umsetzung – der klassische Kriminalfall sozusagen verdreht aufgerollt .


  • Rainer • am 17.1.16 um 22:50 Uhr

    sehr gute storry, geniale schauspieler


  • nakura • am 17.1.16 um 22:51 Uhr

    Hervorragend!


  • Magda • am 17.1.16 um 22:53 Uhr

    Ich fühlte mich sehr gut unterhalten.


  • G. E. Rücht • am 17.1.16 um 23:02 Uhr

    Sehr geil!!!
    Einfach großes Schuld-Sühne-Kino!
    ….und dann noch Child in Time! *seuftz*


  • Helmut • am 17.1.16 um 23:08 Uhr

    Gute Sonntagabend Unterhaltung


  • gomero • am 18.1.16 um 2:58 Uhr

    das sollen sich die tatort münchen, köln, kiel, WEIMAR teams mal ganz demütig anschauen


  • Bertel Ismaili • am 18.1.16 um 7:54 Uhr

    Einfach nur genial. Matthias Brand umwerfend!


  • arte-Versteher • am 18.1.16 um 8:49 Uhr

    Schließt in Machart und Qualität nahtlos an den hochklassigen Vorgänger „Kreise“an. Ein ungläubiges Stirnrunzeln gibt es von mir für die Umsetzung der Suche auf dem Parkplatz. Nach einer so vagen Ortsangabe nur an drei Stellen Maulwurfshügel aufzuwerfen, statt den Platz großräumig auf den Kopf zu stellen, schien mir unlogisch. Dennoch volle Punktzahl.


  • Miss Adele • am 18.1.16 um 8:58 Uhr

    Ich sehr gerne den Polizeiruf mit Matthias Brandt. Dank und gerade wegen seiner stets hervorragenden schauspielerischen Leistung, kann ein Film mit ihm nie wirklich schlecht werden. Das gestern aber hat mich erst nur genervt, dann gelangweilt und am Ende nur noch angewidert. Mein ungutes Gefühl im Bauch hallt noch heute nach…


  • Mkraemus • am 18.1.16 um 9:03 Uhr

    Super Story! Super Schauspieler!
    Der Song aus den 70ern ist von Deep Purle. „Child in Time“


  • Michael • am 18.1.16 um 9:53 Uhr

    Deep Purple ist die Alte Musikgruppe:))


  • Schimanski • am 18.1.16 um 10:42 Uhr

    Ein wirklicher guter Polizeiruf.


  • Nurgast • am 18.1.16 um 10:45 Uhr

    Deep Purple – Child In Time

    (als Antwort auf die Frage nach dem Lied)


  • Frischling • am 18.1.16 um 11:26 Uhr

    Großartiger Film mit überzeugenden Darstellern! Ich bin regelrecht beeindruckt! Bei Karl Markovics lief mir ein ums andere Mal eine Gänsehaut über den Körper. Respekt!
    Das Lied, das während des Begrabens lief, war Child in time von Deep Purple.


  • Sandra • am 18.1.16 um 13:14 Uhr

    Sehr gut gemachter Polizeiruf mit zwei erwartungsgemäß starken Hauptdarstellern. Meine Frage: in welcher Kirche spielte eine der Szenen mit dem Mörder? Danke im voraus.


  • chromeheart • am 18.1.16 um 14:08 Uhr

    Kinners. Der Song lautet Child in Time von Deep Purple. Ist ein absoluter Klassiker


  • chromeheart • am 18.1.16 um 14:10 Uhr

    Beide Hauptdarsteller haben sich gegenseitig an die Wand gespielt.


  • Eiriksson • am 18.1.16 um 15:01 Uhr

    Ja, von mir gibts auch ein sehr gut


  • Eiriksson • am 18.1.16 um 15:04 Uhr

    Mir tat sich nur die Frage nach dem Sinn der Buddelei auf dem Parkplatz auf. Wir tief soll den der Täter damals das Opfer vergraben haben? Beim Bau des Parkplatzes wurde doch sicher mindestens 1m Mutterboden usw. abgetragen?


  • Uli • am 18.1.16 um 20:05 Uhr

    Karl Markowicz unglaublich….ich bin kein Mensch! ….. Solche Abgründe so glaubwürdig darzustellen ist hohe Kunst


  • Baer • am 18.1.16 um 20:46 Uhr

    Gut,aber ein paar nicht ganz logischen Szenen.Kennt jemand den Badesee aus dem Film?


  • ulli • am 19.1.16 um 1:11 Uhr

    Matthias Brandt ist immer ein Garant für Qualitätsfernsehen. Der heutige Polizeiruf ist nicht zu toppen. Gänsehaut pur. Krimikost vom Feinsten. Danke an die TOP- Schauspieler. Tja, Fernsehen kann richtig gut sein.


  • Jens • am 19.1.16 um 9:55 Uhr

    Endlich mal wieder ein Tatort ohne (Depri-) Schwedenkrimi oder „Alarm für cobra 12“ ;-) Elemente. Kein Depressionsfilm trotz ernstem Thema. Keine übermäßige sebisenile Klimpermusik alla Schwedenkrimi die Handlung zu pimpen oder zu strecken.
    Guter Tatort wie man Ihn sehen will. Minimalistische Story mit leisen Wendungen. Gute Schauspielerwahl Symphatien aufzubauen und zu zerstören.
    Ja! die Musik ist toll… wie gesagt, bitte bitte im Tatort keine Klimpermusik zur Spannungserhaltung (wo keine ist) . Es funktioniert auch anders, wie man an den Kommentaren sieht


  • Annelore Klliemnn • am 19.1.16 um 17:36 Uhr

    Ein hervorragender Polizeiruf (fast ein Kammerspiel), sehr gute Schauspieler, gute Regie und mit Fingerspitzengefühl unterlegte Musik, so waren die Dialoge immer verständlich.


  • Moni • am 19.1.16 um 18:42 Uhr

    Der Film war spitze, ich bin jedoch seid Sonntag auf der Suche nach dem Song welcher im Hintergrund lief… ca. 21:10 im Film… ein ganz altes Lied!! Kann mir jemand helfen… :-(


  • auchnurgast • am 19.1.16 um 20:15 Uhr

    Seine Schuld vor sich selbst und anderen eingestehen und um Vergebung bitten. Sich der Vergebung ausliefern. Die Szene bei der Mutter. Das hatte ich schon fast vergessen, das man das so machen kann. Danke. Grosses Kino.


  • Seereuber • am 20.1.16 um 0:23 Uhr

    Der Polizeiruf ist ein großer Wurf!


  • Mark • am 20.1.16 um 12:12 Uhr

    An diesem kleinen Meisterwerk sieht man, wie bescheiden das Niveau der meisten anderen Fernseh-Krimis ist.
    Und ich liebe ja Filme, die ein und die selbe Szene aus verschiedenen Perspektiven zeigen. Sieht man leider auch im Kino viel zu selten. Die Rückblenden waren hier auch sehr gelungen und nicht wie so oft sonst hauptsächlich verwirrend. Kreativ und gut nachvollziehaber zugleich: So muss das sein.


  • Thomas • am 23.1.16 um 18:23 Uhr

    Liege seit zwei Tagen im Krankenhaus und hab nach einem Kölner Tatort mit Ballauf gestern, heute den Polizeiruf gesehen. Klarer Punktsieg für den Polizeiruf insbesondere schauspielerisch eine ganz andere Liga.


  • brunerro • am 27.1.16 um 20:04 Uhr

    Hallo Filmklang,

    das war natürlich „Child In Time“ von DEEP PURPLE
    ,der besten Rockband aller Zeiten ;-))


  • Denni$ • am 23.3.16 um 22:04 Uhr

    Fand den Polizeiruf super. Sehe gerne mehr von ihm. Erst fand ich ihn nicht so toll, aber nach dem zweiten Film bekomme ich nicht mehr genug von ihm.


  • WW • am 14.8.18 um 12:39 Uhr

    Ein ganz hervorragender Polizeiruf.


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