Tatort Folge 005: Kressin und der Laster nach Lüttich



Erscheinungsjahr: 1971
Kommissar: Kressin
Ort: Tatort Köln


  7 Meinungen
Tatort Folge 005: Kressin und der Laster nach Lüttich 5 7

Der charmante Zollfahnder Kressin, verkörpert von Sieghardt Rupp, verschlägt es in seinem zweiten Tatort-Fall „Kressin und der Laster nach Lüttich“ nach Köln: Kressin observiert am Hauptbahnhof einen Verdächtigen. Es handelt sich um einen gewissen Sievers, der bereits im ersten Kressin-Tatort „Kressin und der tote Mann im Fleet“ auftauchte. Wieder einmal ist der Ermittler einem Schmugglerring auf der Spur.

Die Bande aus dem Ostblock schleust unverzollten Alkohol nach Deutschland. Dabei wenden die Kriminellen einen raffinierten Trick an: Die Ladung wird beim Grenzübergang als Säure ausgegeben und als Transitgut nach Belgien deklariert. Die Mitglieder der Schmugglerbande leiten den Laster dann von der Autobahn in ein Versteck und tauschen dort den Alkohol gegen die in den Zollpapieren angegebene Ware aus. Die weitere Fahrt nach Lüttich in Belgien ist damit ohne jedes Risiko für die Kriminellen.

Inmitten der Untersuchungen meldet sich der Zollrat, Kressins Vorgesetzter, bei dem Fahnder und bestellt ihn zu einem Tatort. Vondracek, ein Kollege Kressins, wurde vorsätzlich von einem Lastwagen überfahren! Der Zollfahnder hatte sich undercover in den Schmugglerring eingeschleust – das grausame Verbrechen kann nur auf das Konto der Bande gehen. Da es sich zweifelsohne um einen Mord, und nicht um einen Unfall handelt, wird Kommissar Lutz von der Mordkommission mit der Aufklärung des Falls beauftragt. Der findet heraus, dass Vondracek zuletzt 100 Fässern Leinölfirnis von Bulgarien über Deutschland nach Belgien überführte. Da als Grenzübergangsstelle nach Belgien Aachen vermutet werden kann, machen sich Kressin und Lutz gemeinsam auf den Weg dorthin. Möglicherweise können sie dort den Laster nach Lüttich – und damit auch die Mörder Vondraceks – erwischen…

Tatsächlich treffen die beiden Ermittler rechtzeitig am Zoll in Aachen ein. Sie untersuchen den LKW und die Ladung; ein beschädigter Plombendraht lässt darauf schließen, dass die Ware bereits ausgetauscht wurde. Kurzentschlossen setzt sich Kressin hinter das Steuer des Lasters, um ihn zu seinem Ziel nach Lüttich zu bringen. Nur so können es Kommissar Lutz und der Zollfahnder endlich schaffen, an die Schmugglerbande heranzukommen – ein gefährliches Abenteuer, auf das sich die beiden Fahnder da eingelassen haben….

Der WDR-Tatort „Kressin und der Laster nach Lüttich“ wurde erstmals am Sonntag, den 7. März 1971, im Ersten gezeigt. Mit 61 Prozent gemessenem Marktanteil schalteten an jenem Abend noch mehr Bundesbürger den Fernseher ein, als bei Kressins erstem Tatort-Einsatz „Kressin und der tote Mann im Fleet“ – eine Fangemeinde Kressins und eine wahre Bewerbungswelle bei der Kölner Zollbehörde entstanden.
Dieses Mal hatte der Schauspieler Werner Schumacher in der Rolle des ermittelnden Kommissar Lutz einen Gastauftritt; Lutz hatte zuvor bereits einen eigenen Fall in Tatort-Episode 004 „Auf offener Straße“ im Jahr 1971 zu lösen.

Die Dreharbeiten zur Tatort-Folge 005 „Kressin und der Laster nach Lüttich“ fanden größtenteils in Aachen und Monschau statt. Das ehemalige Kloster Reichenstein bei Kalterherberg diente als Drehort für das Hauptquartier der Schmuggler. In der Nähe davon, zwischen der Rurbrücke und der Norbertuskapelle, wurde im Film die Leiche von Vondracek gefunden – Tatort-Fans habe die Stelle heute mit einem aufgestellten Wegkreuz gekennzeichnet.

Besetzung
Zollfahnder Kressin – Sieghardt Rupp
Zollrat – Hermann Lenschau
Vondracek – Manfred Seipold
Desroches – Jean-Pierre Zola
Elisabeth – Katrin Schaake
Strauss – Friedrich Schütter
u.a.

Stab
Drehbuch – Wolfgang Menge
Regie – Tom Toelle
Kamera – Jan Kalis
Musik – Klaus Doldinger


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15 Meinungen zum Tatort Folge 005: Kressin und der Laster nach Lüttich

  • Frasch • am 18.11.07 um 14:32 Uhr

    einer der besten Doldinger Grooves in dieser Folge.


  • Christine Bauer • am 13.12.07 um 13:38 Uhr

    Habe heuer im Juni Sieghardt Rupp in Strobl am Wolfgangsee/A in einem Kurhotel getroffen! Er ist inzwischen 76 Jahre und noch immer fesch und sportlich unterwegs!
    LG


  • Christine Bauer • am 13.12.07 um 13:39 Uhr

    Ich bin Jahrgang 1960 und kenne keinen einzigen Tatort mit Kressin (Sieghardt Rupp)! Werden die noch wiederholt??

    MfG


  • Günter • am 17.12.07 um 14:58 Uhr

    Es gibt insgesamt nur 7 Fälle mit Kressin. Diese werden leider nicht mehr all zu oft gesendet. Man muß ab und zu mal schauen, ob die „Dritten“ sie ab 21:00 Uhr senden – betrifft generell die älteren Tatort-Folgen. Ansonsten gibt es da noch andere Wege an die Folgen zu kommen, allerdings schreibe ich dazu mal lieber nicht all zu viel, da diese Methode in letzter Zeit ein wenig ins Visier des Gesetzes geraten ist.
    Die alten Folgen haben mit den neueren eigentlich gar nichts gemeinsam, so sieht man z.B. in „Tote Tauben in der Beethoven-Straße“ Kressin nur wenige Minuten, die meiste Zeit agieren die Spitzbuben vor der Kamera.


  • Clemens Levink • am 20.1.09 um 20:59 Uhr

    Für mich war die Wiederholung vom „Laster nach Lüttich“ (19.01.09) totale Nostalgie! Gut zu lesen, dass Christine Bauer Herrn Sieghardt Rupp in seiner vollen Gesundheit getroffen hat!


  • Triumph Tom • am 23.12.10 um 17:00 Uhr

    Hallo Günter,

    eine Kopie des Films wäre schon interessant für mich, da im Film wohl auch ein Triumph Tr-4A eine wichtige Rolle spielt.

    Wo kann man so etwas bekommen?

    Gruss
    Thomas


  • Gerald • am 23.12.10 um 19:59 Uhr

    Hallo Thomas,

    leider gibt es von diesem Film keine offizielle DVD. Daher frag doch einfach mal bei der ARD an, ich denke dort kann dir geholfen werden.

    Gruß

    Gerald


  • David Lombardo • am 17.6.12 um 11:10 Uhr

    Gut Organisierte Schmuggler versuchen, eine Menge Geld mit unverzolltem Alkohol zu verdienen.
    Da es sich um Profis handelt, wird jeder Störenfried kalt gestellt.

    Tolle Story, tolle Schauspieler und Spannung bis zur letzten Minute. Solche richtig gut gemachten Filme sucht man heute im Deutschen Fernsehen leider erfolglos.


  • Klabautermann • am 5.7.13 um 2:39 Uhr

    Manche alten Tatort-Folgen gibt’s auf YouTube. Wer suchet, der findet! :-)


  • Ella • am 12.9.15 um 21:57 Uhr

    Naklar, jetzt werden die uralten Filme wieder rausgeholt. Man, man, man…schönen Samstagabend noch.


  • Walter Ulbricht • am 14.9.15 um 19:29 Uhr

    Guter und spannender Krimi, flapsige Nebenhandlungen – mal mit dem roten Triumph, mal mit der hübschen Reisebekanntschaft – mit Dialogen, die der Auflockerung dienen, wie man es von Kressin gewohnt ist, mit einigen dramaturgischen Schwächen in der letzten Viertelstunde.


  • Ralle • am 4.10.15 um 11:34 Uhr

    Die Melodie während der Szenen, in denen Kressin LKW fährt, erinnert doch stark an „In A Gadda Da Vida“ von „Iron Buttefly“, oder irre ich mich da? Das Motiv taucht übrigens auch in „Kressin stoppt den Nordexpress“ auf, kurz bevor der „Neger“ (so heißt es im Film) auf die Lok klettert.


  • Erik • am 1.11.15 um 2:03 Uhr

    Über Manfred Seipold in einer Nebenrolle habe ich mich sehr gefreut, aber nicht nachvollziehbar war für mich, warum es ihm nicht reicht den geheimen Unterschlupf zur Warenumladung entdeckt zu haben. Ähnlich fragwürdig auch die Übernahme des Lasters an der Grenze durch Kressin als neuer Fahrer. Als Wild-West-Verfilmung hätte ich die Handlung noch akzeptiert, aber nicht als Krimi zu Zeiten von Telefonen und Durchsuchungsbefehlen.


  • Dirk • am 10.11.15 um 15:08 Uhr

    Der Tatort Nummer 005 aus Köln. Der Zollfahnder Kressin, damals in seinem zweiten Auftritt, ermittelt gegen eine Schmuggler- und Mörderbande, die seinen Kollegen, Zollobersekretär war der, wissentlich mit einem 30-Tonner-Sattelschlepper überrollt haben. Nun ermittelt auch die zuständige Mordkommission unter Hauptkommissar Lutz. Er philosophiert mit Kressin im Fahrzeug-Fond über das Hungergefühl bei dienstreisenden Beamten. Einfach köstlich. Und Kressin, dieser Fahnder dieser, kann ihm folgen. Gut das nicht sein Zolloberamtsrat dabei war, welcher sich auch einmal im Außendienst hat blicken lassen. Die Kleinwagen-Parade von VW Käfer, R 4 und Triumph war auch sehenswert und das Duell der Lastkraftwagen alle male. Ich finde einer der besten Kressin-Tatortstreifen, mit Witz, Ironie und Action ausgestattet. Kann man immer einmal wieder sehen.


  • Karin • am 26.7.17 um 15:37 Uhr

    Dirk spricht mir aus der Seele, und als 60er Jahre Kind erfreut man sich alleine schon an den alten Lastwagen von Mercedes-Benz und MAN.
    Dann noch das Outfit der Damen, Lackstiefel und Hosenröcke, schrille Farben, macht den Film sehenswert.
    Und die Sprüche, und Action, sowie die Jagd nach Sievers und seinen polierten Schühchen, die in Andeutungen in mehreren Kressin Folgen bis zum Showdown liefen, zu damaliger Zeit ungewöhnlich und faszinierend.
    Immer wieder gerne, die Musik natürlich obenauf als Sahnehäuptchen!
    Fünf Punkte.


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