Tatort Folge 1153: Das ist unser Haus



So 17.01. 20:15 Uhr ARD

So 17.01. 21:45 Uhr ONE

Di 19.01. 00:40 Uhr ARD

Erscheinungsjahr: 2021
Kommissar: Lannert und Bootz
Ort: Tatort Stuttgart


  3 Meinungen
Tatort Folge 1153: Das ist unser Haus 3 3

Das Stuttgarter Ermittlerduo Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) bekommt es in seinem 27. Fall „Das ist unser Haus“ mit einer alternativen Baugemeinschaft zu tun, die wortwörtlich eine Leiche im Keller – pardon, AM Keller – hat. Das bringt nicht nur die positive Schwingungen innerhalb der Wohngruppe, sondern sogar die Aura des gesamten Hauses kräftig durcheinander. Schließlich wird der Mörder in den eigenen Reihen vermutet!

Das vom SWR produzierte Tatort-Kammerspiel, eine Arbeit von Dietrich Brüggemann, wird am Sonntag, den 17. Januar 2021 um 20.15 Uhr im Ersten Programm erstgesendet.

Inhalt der Tatort-Folge „Der große Schmerz“

Prost! Die Baugemeinschaft „Oase Ostfildern“ stößt feierlich in ihrem Gemeinschaftsraum auf die Einweihung des Hauses an. Nach fünf Jahren Planung und Bauzeit konnten die neun Erwachsenen und drei Kinder nun vor kurzem ihre Wohnungen in dem frisch sanierten Eckhaus beziehen. Das Glück wäre perfekt, gäbe es da nicht den Wasserschaden unten im Keller. Hier hat die zwar teure, aber minderwertige Öko-Dichtung versagt – eine Entscheidung von Udo, dem geschiedenen Vater, der mit seinem pfiffigen Sohn Finn in der Einrichtung lebt.

Gerade entbrennt eine hitzige Diskussion zwischen dem streitsüchtigen Marco Breuer, der Udo für seine Wahl der ökologischen Baumaterialien an den Pranger stellt, als die Bauarbeiter unvermittelt die Maschinen stoppen. Was sie an der Außenwand des Kellers entdeckt haben, lässt die Wohngemeinschaft die Konflikte vorerst vergessen: Eine stark verweste Leiche liegt dort in der Baugrube. Finn schießt gleich ein paar Fotos mit seinem Handy.

Die Hauptkommissare Lannert und Bootz düsen von Stuttgart nach Ostfildern und kümmern sich um den Leichenfund. Durch den Rechtsmediziner Dr. Vogt erfahren sie, dass die Unbekannte vor rund einem Jahr an einem Genickbruch starb und unter dem Fundament des Hauses abgelegt wurde. Sie trug rötliches Haar. Die Identifikation ist darüber hinaus schwierig, doch Finn glaubt die Tote an ihren Schuhen wiedererkannt zu haben: Beverly. Die hatte sich einst bei der Gruppe beworben und dort für kurze Zeit gelebt, war dann aber vor einem Jahr von einen Tag auf den anderen einfach verschwunden. Bingo!

Die mögliche Identität des Opfers spricht sich unter den Bewohnern des Hauses herum. Die Verdächtigungen nehmen zu, und zwar nicht nur seitens der Kriminalpolizei. Den Erzählungen nach flirtete Beverly liebend gerne, mit Frauen wie mit Männern der Gruppe. Eifersucht wurde ein Thema.

Zwischen Räucherstäbchen, Frühstück bei Kerzenschein und selbstgebackenem Kuchen kommt der unnatürliche Tod der Frau – deren Identität dennoch nicht eindeutig geklärt ist – immer wieder auf den Tisch. Die Verdächtigungen und Anschuldigungen säen Misstrauen und vergiften die häusliche Harmonie, während Thorsten Lannert und Sebastian Bootz krampfhaft versuchen, Ordnung in die Beziehungsstrukturen zu bringen und klar zu sehen.

Infos zur Tatort-Produktion

Dietrich Brüggemann und Daniel Bickermann inszenierten gemeinsam in der Vergangenheit den sehr erfolgreichen, preisgekrönten Stuttgarter Tatort-Krimi „Stau“ im Jahr 2017 (Tatort-Folge 1027), ein Kammerspiel, das fast ausschließlich auf der Panoramastraße Neue Weinstraße stattfindet. Wie bei „Stau“ steckt auch in „Das ist unser Haus“ ein Alltagsproblem hinter der Krimigeschichte, denn Wohnungsnot ist in der Region Stuttgart ein großes Thema. In beiden Fällen stehen jedoch nicht nur Verkehrsprobleme und der Häuslebau im Blickfeld, die Krimis sind vor allem auch Sozialstudien.

Ein Großteil der Filmszenen für den SWR-Tatort „Leiche im Keller“ – so der Arbeitstitel von Folge Nummer 1153 – entstand in Daxlanden, das ist ein Stadtteil von Karlsruhe. Ein noch ungenutzter Neubau an der Langenackerstraße, Ecke Pfalzstraße, diente als Kulisse für die fiktive „Oase Ostfildern“. Die Heilpraxis der Figur Wendelin liegt in der Körnerstraße 56 in der Karlsruher Weststadt.

Die Redaktion von Tatort-Fans meint …

Sabine (40 J. | Kinoliebhaberin)

Uii, das hat Spaß gemacht! Die ersten Dialoge der Wohngruppe sind wegweisend für den Rest des Films: entweder wird Verständnis gezeigt oder gestritten. Ein Ideal wird versucht, das an der Natur des Menschen scheitert. Herrlich beobachtet und schonungslos erzählt von den Herren Brüggemann & Bickermann, deren feine ironische Note mir sehr gefällt. Viel Bla-Bla rund um Love, Piece & Fake, aufgerundet vier Sterne.

Gerald (41 J. | IT-Nerd)

Das ist wieder einer der Tatorte, die sich im Kreis drehen. Man hat das Gefühl man kommt aus diesem Haus nie raus, bis auf die Rennradszenen. Besonders das Ende kann man nicht ernst nehmen. War das gewollt witzig? Klar ist das Geschwafel der Hausbewohner lustig gemeint, aber es war vor allem eben langweilig. 90 Minuten in denen ich wieder toll andere Dinge nebenher erledigen konnte.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Thorsten Lannert – Richy Müller
Hauptkommissar Sebastian Bootz – Felix Klare
Gerichtsmediziner Dr. Daniel Vogt – Jürgen Hartmann
Leiterin der „Oase Ostfildern“ Ulrike Hoffmann – Christiane Rösinger
Heilpraktiker Wendelin Schneider – Eike Jon Ahrens
Mitbewohner Udo – Oliver Gehrs
sein Sohn Finn – Kilian Jürgens
Mitbewohnerin Kerstin – Nadine Dubois
Mitbewohnerin Victoria – Lana Cooper
Ihre Freundin Birgit – Desiree Klaeukens
Mitbewohner Marco Breuer – Joseph Konrad Bundschuh
Mitbewohnerin Martina – Anna Brüggemann
ihr Ehemann Karsten – Michael Kranz
Beverly – Sarah Bauerett
Kira, Ex-Freundin von Marco – Linda Elsner
Nachbar Klaus Mendel – Heiner Hardt
Nachbarin Frau Binder – Hede Beck
Mordverdächtiger Stefan Heuer – Heinz Rudolf Kunze
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Dietrich Brüggemann, Daniel Bickermann
Regie – Dietrich Brüggemann
Kamera – Andreas Schäfauer
Szenenbild – Cosima Vellenzer
Schnitt – Barbara Brückner
Ton – Peter Tielker, Robin Hörrmann
Musik – Dietrich Brüggemann

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Stuttgart


3 Meinungen zum Tatort Folge 1153: Das ist unser Haus

  • Bina • am 16.1.21 um 23:07 Uhr

    wie kann man eine Tatort schon vorher kommentieren, siehe Sabine und Gerald, wenn morgen erst die Premiere ist? Versteh wer will.
    Bekommen die ne extra Wurst gebraten oder sind das die „Vorkoster“ der ARD? Behaltet doch Eure Meinung für Euch, damit man sich auch mal auf etwas unkommentiert freuen kann. Danke.


  • logiclöcher • am 17.1.21 um 10:20 Uhr

    Hallo Bina, können tut man alles. Außerdem gibt es einen Kreis von Menschen, die sich den Tatort vorab anschauen können. Wahrscheinlich gehören die Beiden dazu. Und man muss ja einen Kommentar nicht lesen. Viel Spaß trotzdem. Er wird sicher gut. Übrigens, ich schaue mir den Tatort immer erst in der Mediathek an, nachdem ich einige Kommentare – lesbar oder ungenießbar – vorweg gelesen habe. Ich kann dann viel entspannter schauen und die Erwartung ist nicht mehr so hoch oder so niedrig. Aufgrund aussagekräftiger Kommentare weiß ich was auf mich zukommt und bin dann meistens positiv überrascht.


  • arte-Versteher • am 17.1.21 um 10:23 Uhr

    @Bina
    Gilt Ihre Petition auch für Herrn Buß von Spiegel Online, Herrn Dell von Zeit Online und alle anderen Journalisten, die den Film vorab sehen können? Sie tun gerade so, als wären Vorabrezensionen bei Büchern, Filmen, Serien, Theateraufführungen etwas völlig Neues. Für mich sind die Vierzeiler von Sabine und Gerald immer eine gute Orientierung, ob sich das Einschalten lohnt. Die Inhaltsangaben und die Kritiken der journalistischen Großrezensenten lese ich dagegen in der Regel bewusst nicht im Vorhinein, um nicht gespoilert zu werden. Halten Sie’s doch einfach umgekehrt: Wenn es Sie stört, scrollen sie doch einfach über die zwei deutlich gekennzeichneten Kurzstatements der Site-Betreiber weg.


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