Tatort Folge 1153: Das ist unser Haus



Mi 10.11. 22:00 Uhr SWR

Do 11.11. 02:25 Uhr SWR

Erscheinungsjahr: 2021
Kommissar: Lannert und Bootz
Ort: Tatort Stuttgart


  59 Meinungen
Tatort Folge 1153: Das ist unser Haus 4 59

Das Stuttgarter Ermittlerduo Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) bekommt es in seinem 27. Fall „Das ist unser Haus“ mit einer alternativen Baugemeinschaft zu tun, die wortwörtlich eine Leiche im Keller – pardon, AM Keller – hat. Das bringt nicht nur die positive Schwingungen innerhalb der Wohngruppe, sondern sogar die Aura des gesamten Hauses kräftig durcheinander. Schließlich wird der Mörder in den eigenen Reihen vermutet!

Das vom SWR produzierte Tatort-Kammerspiel, eine Arbeit von Dietrich Brüggemann, wird am Sonntag, den 17. Januar 2021 um 20.15 Uhr im Ersten Programm erstgesendet.

Inhalt der Tatort-Folge „Der große Schmerz“

Prost! Die Baugemeinschaft „Oase Ostfildern“ stößt feierlich in ihrem Gemeinschaftsraum auf die Einweihung des Hauses an. Nach fünf Jahren Planung und Bauzeit konnten die neun Erwachsenen und drei Kinder nun vor kurzem ihre Wohnungen in dem frisch sanierten Eckhaus beziehen. Das Glück wäre perfekt, gäbe es da nicht den Wasserschaden unten im Keller. Hier hat die zwar teure, aber minderwertige Öko-Dichtung versagt – eine Entscheidung von Udo, dem geschiedenen Vater, der mit seinem pfiffigen Sohn Finn in der Einrichtung lebt.

Gerade entbrennt eine hitzige Diskussion zwischen dem streitsüchtigen Marco Breuer, der Udo für seine Wahl der ökologischen Baumaterialien an den Pranger stellt, als die Bauarbeiter unvermittelt die Maschinen stoppen. Was sie an der Außenwand des Kellers entdeckt haben, lässt die Wohngemeinschaft die Konflikte vorerst vergessen: Eine stark verweste Leiche liegt dort in der Baugrube. Finn schießt gleich ein paar Fotos mit seinem Handy.

Die Hauptkommissare Lannert und Bootz düsen von Stuttgart nach Ostfildern und kümmern sich um den Leichenfund. Durch den Rechtsmediziner Dr. Vogt erfahren sie, dass die Unbekannte vor rund einem Jahr an einem Genickbruch starb und unter dem Fundament des Hauses abgelegt wurde. Sie trug rötliches Haar. Die Identifikation ist darüber hinaus schwierig, doch Finn glaubt die Tote an ihren Schuhen wiedererkannt zu haben: Beverly. Die hatte sich einst bei der Gruppe beworben und dort für kurze Zeit gelebt, war dann aber vor einem Jahr von einen Tag auf den anderen einfach verschwunden. Bingo!

Die mögliche Identität des Opfers spricht sich unter den Bewohnern des Hauses herum. Die Verdächtigungen nehmen zu, und zwar nicht nur seitens der Kriminalpolizei. Den Erzählungen nach flirtete Beverly liebend gerne, mit Frauen wie mit Männern der Gruppe. Eifersucht wurde ein Thema.

Zwischen Räucherstäbchen, Frühstück bei Kerzenschein und selbstgebackenem Kuchen kommt der unnatürliche Tod der Frau – deren Identität dennoch nicht eindeutig geklärt ist – immer wieder auf den Tisch. Die Verdächtigungen und Anschuldigungen säen Misstrauen und vergiften die häusliche Harmonie, während Thorsten Lannert und Sebastian Bootz krampfhaft versuchen, Ordnung in die Beziehungsstrukturen zu bringen und klar zu sehen.

Infos zur Tatort-Produktion

Dietrich Brüggemann und Daniel Bickermann inszenierten gemeinsam in der Vergangenheit den sehr erfolgreichen, preisgekrönten Stuttgarter Tatort-Krimi „Stau“ im Jahr 2017 (Tatort-Folge 1027), ein Kammerspiel, das fast ausschließlich auf der Panoramastraße Neue Weinstraße stattfindet. Wie bei „Stau“ steckt auch in „Das ist unser Haus“ ein Alltagsproblem hinter der Krimigeschichte, denn Wohnungsnot ist in der Region Stuttgart ein großes Thema. In beiden Fällen stehen jedoch nicht nur Verkehrsprobleme und der Häuslebau im Blickfeld, die Krimis sind vor allem auch Sozialstudien.

Ein Großteil der Filmszenen für den SWR-Tatort „Leiche im Keller“ – so der Arbeitstitel von Folge Nummer 1153 – entstand im Januar/Februar 2020 in Daxlanden, das ist ein Stadtteil von Karlsruhe. Ein noch ungenutzter Neubau an der Langenackerstraße, Ecke Pfalzstraße, diente als Kulisse für die fiktive „Oase Ostfildern“. Die Heilpraxis der Figur Wendelin liegt in der Körnerstraße 56 in der Karlsruher Weststadt.

Die Redaktion von Tatort-Fans meint …

Sabine (40 J. | Kinoliebhaberin)

Uii, das hat Spaß gemacht! Die ersten Dialoge der Wohngruppe sind wegweisend für den Rest des Films: entweder wird Verständnis gezeigt oder gestritten. Ein Ideal wird versucht, das an der Natur des Menschen scheitert. Herrlich beobachtet und schonungslos erzählt von den Herren Brüggemann & Bickermann, deren feine ironische Note mir sehr gefällt. Viel Bla-Bla rund um Love, Piece & Fake, aufgerundet vier Sterne.

Gerald (41 J. | IT-Nerd)

Das ist wieder einer der Tatorte, die sich im Kreis drehen. Man hat das Gefühl man kommt aus diesem Haus nie raus, bis auf die Rennradszenen. Besonders das Ende kann man nicht ernst nehmen. War das gewollt witzig? Klar ist das Geschwafel der Hausbewohner lustig gemeint, aber es war vor allem eben langweilig. 90 Minuten in denen ich wieder toll andere Dinge nebenher erledigen konnte.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Thorsten Lannert – Richy Müller
Hauptkommissar Sebastian Bootz – Felix Klare
Gerichtsmediziner Dr. Daniel Vogt – Jürgen Hartmann
Leiterin der „Oase Ostfildern“ Ulrike Hoffmann – Christiane Rösinger
Heilpraktiker Wendelin Schneider – Eike Jon Ahrens
Mitbewohner Udo – Oliver Gehrs
sein Sohn Finn – Kilian Jürgens
Mitbewohnerin Kerstin – Nadine Dubois
Mitbewohnerin Victoria – Lana Cooper
Ihre Freundin Birgit – Desiree Klaeukens
Mitbewohner Marco Breuer – Joseph Konrad Bundschuh
Mitbewohnerin Martina – Anna Brüggemann
ihr Ehemann Karsten – Michael Kranz
Beverly – Sarah Bauerett
Kira, Ex-Freundin von Marco – Linda Elsner
Nachbar Klaus Mendel – Heiner Hardt
Nachbarin Frau Binder – Hede Beck
Frau C. – Isolde Barth
Herr A. – Oliver Jung
Mordverdächtiger Stefan Heuer – Heinz Rudolf Kunze
Bauarbeiter – Berthold Biesinger
Vorarbeiter – Dario Krosely
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Dietrich Brüggemann, Daniel Bickermann
Regie – Dietrich Brüggemann
Kamera – Andreas Schäfauer
Szenenbild – Cosima Vellenzer
Schnitt – Barbara Brückner
Ton – Peter Tielker, Robin Hörrmann
Musik – Dietrich Brüggemann

Trailer zur Tatort-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Stuttgart


119 Meinungen zum Tatort Folge 1153: Das ist unser Haus

  • Bina • am 16.1.21 um 23:07 Uhr

    wie kann man eine Tatort schon vorher kommentieren, siehe Sabine und Gerald, wenn morgen erst die Premiere ist? Versteh wer will.
    Bekommen die ne extra Wurst gebraten oder sind das die „Vorkoster“ der ARD? Behaltet doch Eure Meinung für Euch, damit man sich auch mal auf etwas unkommentiert freuen kann. Danke.


  • logiclöcher • am 17.1.21 um 10:20 Uhr

    Hallo Bina, können tut man alles. Außerdem gibt es einen Kreis von Menschen, die sich den Tatort vorab anschauen können. Wahrscheinlich gehören die Beiden dazu. Und man muss ja einen Kommentar nicht lesen. Viel Spaß trotzdem. Er wird sicher gut. Übrigens, ich schaue mir den Tatort immer erst in der Mediathek an, nachdem ich einige Kommentare – lesbar oder ungenießbar – vorweg gelesen habe. Ich kann dann viel entspannter schauen und die Erwartung ist nicht mehr so hoch oder so niedrig. Aufgrund aussagekräftiger Kommentare weiß ich was auf mich zukommt und bin dann meistens positiv überrascht.


  • arte-Versteher • am 17.1.21 um 10:23 Uhr

    @Bina
    Gilt Ihre Petition auch für Herrn Buß von Spiegel Online, Herrn Dell von Zeit Online und alle anderen Journalisten, die den Film vorab sehen können? Sie tun gerade so, als wären Vorabrezensionen bei Büchern, Filmen, Serien, Theateraufführungen etwas völlig Neues. Für mich sind die Vierzeiler von Sabine und Gerald immer eine gute Orientierung, ob sich das Einschalten lohnt. Die Inhaltsangaben und die Kritiken der journalistischen Großrezensenten lese ich dagegen in der Regel bewusst nicht im Vorhinein, um nicht gespoilert zu werden. Halten Sie’s doch einfach umgekehrt: Wenn es Sie stört, scrollen sie doch einfach über die zwei deutlich gekennzeichneten Kurzstatements der Site-Betreiber weg.


  • Spiderman916 • am 17.1.21 um 11:30 Uhr

    @bina: ich kenne Sabine persönlich und sie darf schon Wochen vor der Premiere den Tatort sehen und frei von Zwängen an dieser Stelle ihn kommentieren. So auch Gerald.


  • Der Fremde • am 17.1.21 um 18:46 Uhr

    @Bina: Ich halte es ähnlich wie @arte-Versteher und verwende die beiden Kommentare als eine Art „Orientierungs-Hilfe“.
    Um ein Beispiel zu nennen: Vor kurzem waren die Kommentare etwa sehr nützlich beim letzten Polizeiruf aus Magdeburg Ende Dezember, den ich mir ansonsten möglicherweise nicht angeschaut hätte (da die Folgen mit diesem Team in der Vergangenheit nicht immer prickelnd waren). Hier hätte ich ohne die Kommentare vielleicht einen der (von den Schauspiel-Leistungen her) besten Krimis der letzten Jahre versäumt …
    Nicht nur aus diesem Grund herzlichen Dank also an @Sabine und @Gerald für deren wertvolle Beiträge!
    Und falls solche Vorab-Kommentare jemanden nicht interessieren, braucht sie diese/r ja nicht zu lesen …


  • es reicht!!!!!! • am 17.1.21 um 20:40 Uhr

    Reicht Corona nicht aus?
    Muss der Tatort noch ein drauf setzen.
    Schade dass nicht mehr an den Zuschauer gedacht wird.
    Entweder laufend Wiederholungen oder Experimente .


  • Core • am 17.1.21 um 20:43 Uhr

    Leider ziemlich daneben, die WG „Oase Ostfildern“ zu nennen und dann ca. 80 Kilometer entfernt von Ostfildern zu drehen 😏.
    Dialektik passt leider auch nicht – da stellen sich jedem Stuttgarter oder Esslinger die Nackenhaare. Schade.
    Hatte mich echt auf einige Sequenzen in Ostfildern gefreut – stattdessen ist wieder nur die Weinsteige zu sehen.


  • Katrin • am 17.1.21 um 20:54 Uhr

    Was für ein Dreck…..


  • JotJotEl • am 17.1.21 um 21:08 Uhr

    Nach 45 Min steht für mich fest, daß das wieder ein Tatort ist, den man vergessen kann. Keine Spannung, viel gerede um nichts, kein Krimi. Und was wieder extrem nervt ist das schwäbische. Ich als Norddeutscher frage mich, warum in den norddeutschen Tatorten dann nicht mal plattdeutsch gesprochen wird.


  • Christian • am 17.1.21 um 21:19 Uhr

    Nach 5 Minuten abgeschaltet…haben die Schauspieler die Rolle in einem Preisausschreiben gewonnen ? Schade für Stuttgart…


  • Montgomery • am 17.1.21 um 21:22 Uhr

    Schwäbisch, leienhafte Schauspieler, viel Blabla ,keine Spannung. Nur die Kommissare sind gut wie immer. Rausgeworfene GEZ-Gebühren.


  • Marita Malzahn-Hagen • am 17.1.21 um 21:27 Uhr

    Im heutigen Tatort trägt die Ex-Frau einen Fellmantel mit Camouflagedruck.
    Was ist das für ein Modell?
    Ich würde mich riesig freuen wenn Sie mir eine Info dazu geben könnten.
    Mit freundlichem Gruß
    Marita Malzahn-Hagen


  • Barbara • am 17.1.21 um 21:28 Uhr

    Schon lange nicht mehr so amüsiert am Sonntag Abend, fantastisch!!


  • Der Fremde • am 17.1.21 um 21:28 Uhr

    Inhaltlich ist die heutige Folge wohl eher eine Farce.
    Lannert darf sich wieder an seine ehemalige WG-Zeit erinnern (in der Folge „der rote Schatten“ berichtete er ja u.a., dass er dort Auge in Auge mit einer bekannten RAF-Terroristin zusammentraf).
    Vom Persönlichen her gestehe ich, dass ich mit keiner dieser Vielzahl an MitbewohnerInnen auch nur 1 Tag in einer WG leben wollte.
    Ich würde dort nach kürzester Zeit flüchten …


  • Sylvie • am 17.1.21 um 21:29 Uhr

    Schon lange nicht mehr so amüsiert am Sonntag Abend, fantastisch!!


  • Sino • am 17.1.21 um 21:40 Uhr

    Mann, Mann, Mann… da ist ja was los, wie man in der Eifel sagen würde.

    Am Anfang dachte ich ja noch es wird lustig, wird’s aber leider nicht.

    Babbeldasch 2.0 oder wie so soll man das verstehen?
    Gääähn….


  • Yvonne • am 17.1.21 um 21:41 Uhr

    Zum Gähnen langweilig. Null Spannung. Gute Nacht


  • m_driver • am 17.1.21 um 21:45 Uhr

    Totaler Bullshit.
    Obwohl ich die Stuttgarter eigentlich gerne sehe.


  • Winfried Vorbeck • am 17.1.21 um 21:46 Uhr

    „Ich fahre jetzt – ohne Helm…“ – „Machen Sie wenigstens Licht an!“. Nur ein Beispiel des immer wieder eingestreuten trockenem Humor. Ich liebe sowas. „Das ist wie Polyamorie, nur das Gegenteil davon“. „Aber wer ist dann die Leiche?“ – „Irgendwer, jeder stirbt mal“

    Ich kann mich nicht erinnern, bei einem Tatort so oft gelacht zu haben. Und das, obwohl das kein komischer Krimi ist, wie zum Beispiel die Münster-Tatorte. Es sind Einstreuungen in einen ernsten Film.

    Mir hat’s gefallen – so gut, dass ich über Schwächen in der Handlung hinweg sehe.


  • Thorsten • am 17.1.21 um 21:49 Uhr

    Heiligs Blechle, selten habe ich mich bei einem Tatort so gut amüsiert! Geniale Dialoge (ich sage nur: Dach mit Knäckebrot decken) , eine ökologisch korrekte Verfolgungsjagd und eine perfekte Schlussszene. Die Stuttgarter überzeugen immer wieder auf ganz unterschiedliche Weise.


  • Mart • am 17.1.21 um 21:49 Uhr

    Also, mir hat es gefallen. Klar, es war nicht der erwartete übliche Krimi, eher wie ein Theaterstück. Ich bin Sachse und ich hab alles gut verstanden, trotz Dialekt. Der Schluss war richtig klug.


  • arte-Versteher • am 17.1.21 um 21:50 Uhr

    „Mein Kollege lernt das noch mit der gewaltfreien Kommunikation.“
    Was für ein Sprüche-Feuerwerk, und dann noch perfekt gespielt! Beängstigend gut. Fünf Sterne.


  • MM223 • am 17.1.21 um 21:51 Uhr

    Herrlich! Hinter der Fassade der Weltverbesserer sind es doch nur, wie Kira sagte, biodeutsche Weißbrote. Krimi war es wohl weniger, aber sehr unterhaltsam. Und für alle Ermittler der Spruch des Abends „Willst Du wissen ob einer lebt, dann frage beim Finanzamt“. Top


  • Barney • am 17.1.21 um 21:52 Uhr

    Der einzige Lichtblick in diesem langweiligen Tatort war Heinz Rudolf Kunze.


  • Anni • am 17.1.21 um 21:52 Uhr

    Kein „Krimi“ im klassischen Sinn, aber total unterhaltsam. Auch so geht Tatort. Toll gespielt von den Schauspielern, die alternative Szene in BW , die ja bereits in den 70 ern so entstanden ist, wird super persifliert! Herrlich! Lannert und Bootz wie immer klasse. Hab sehr gelacht und fühle mich großartig unterhalten.


  • Nelly • am 17.1.21 um 21:54 Uhr

    Mir hat der Tatort heute ganz gut gefallen. Das war mal was ganz anderes. Dieses Geschwafel der Hausbewohner war so schön blöd, dass es schon wieder gut war. Eine schöne Satire auf solche „Lass uns das mal bei einem Bananentee bequatschen“-Typen. Auch wie sich die Beziehungen der Personen untereinander verändert haben, nur weil sie vermutet haben, wer die Leiche ist, und wer alles der Mörder/in sein könnte. Und auch ein außerhalb wohnender Verdächtiger wird fast von ihnen umgebracht. Sehr interessante Konflikte. Es war aber mehr ein Soziodrama als ein Krimi.


  • Karin L. • am 17.1.21 um 21:54 Uhr

    Der 3. Tatort des Jahres, der nächste Flop. Es lohnt sich nicht einmal, irgendwas zu kritisieren oder zu analysieren, was und warum. Man sollte eher eine Liste führen, welches jetzt der mieseste Tatort des Jahres war. Die Liste würde lang werden…..


  • Supi • am 17.1.21 um 21:55 Uhr

    Ein grottenschlechtes Kammerspiel, furchtbar. Ich mag normalerweise die Stuttgarter TOs, der war nur bräsig.


  • Tatortfan • am 17.1.21 um 21:56 Uhr

    Ein Tatort zum Abschalten. Keine Spannung und die Hauptpersonen der Handlung (außer der Kommisare) scheinen alle der Klapse entsprungen. Keine Spannung, kein Humor, kein Tatort.


  • Jürgen AUT • am 17.1.21 um 21:57 Uhr

    Absoluter Mist !!

    Wieder mal totale Zeitverschwendung !
    Dachte schon die TO Reihe hätte endlich wieder die Kurve gekriegt – und dann das !
    Solche Leute wie in diesem ( Sozialprojekt für Geisteskranke ) Haus vorkommen – kann ich schon in echt nicht ausstehen !!!
    Mit nem Krimi hatte das gar nichts zu tun und die beiden ( ansonsten guten )
    Kommissare spielen die Deppen dazu !!


  • Silluze • am 17.1.21 um 21:58 Uhr

    Jesses. War das langweilig. Komissare waren gut wie immer. Übelste Story. Tatort zum vergessen.


  • Gregor • am 17.1.21 um 22:00 Uhr

    …war doch ein richtig lustiger Abend, nicht nur Münster kann lustig….


  • H-J • am 17.1.21 um 22:00 Uhr

    😂😂 hab mir fast in die Hose gemacht vor lachen. Tolle Persiflage.


  • Werner • am 17.1.21 um 22:02 Uhr

    Ein irre guter Tatort. Hab mich weg gebrüllt


  • Bruno • am 17.1.21 um 22:03 Uhr

    Trotz sehr vieler Schwächen durch die Dialoge ganz unterhaltsam.
    Ein * minus für das überhandnehmende Schwäbeln, selbst wenn ein Sachse das verstehen konnte. :)>
    Ein weiterer Abzug für einen fehlenden hellroten Faden, den ich eigentlich als Krimi-Fan erwarte, um ein wenig selbst kriminalisieren zu können, wie es der Bulle von Tölz so gerne tat.


  • A. Le. • am 17.1.21 um 22:06 Uhr

    „Sie müssten mit der Straßenbahn nach Heslach oder Vaihingen“
    „Ihr Vater war sehr christlich“
    „Damit finden wir sie bestimmt“

    „Osteoporose mit 40“
    „Bringt uns das weiter? “
    „Nein, aber es ist interessant“.

    Absolut super. Meine Lieblingsermittler. Stuttgart at his best. Aus dem Leben. Experience..


  • Garbak • am 17.1.21 um 22:08 Uhr

    Hallo Fans
    mein Gott, was für Dialoge. Alles dreht sich umeinander. Wirklich wohltuend, wenn einer der Kommisare seufzt, die Augen rollt, und sichtlich ermüdet in eine Sitzgelegenheit fällt.
    Am Besten hat mir gefallen, als sie als Gruppe den Stefan Heuer besucht haben, „sie wollen, daß er weiß, das er ihnen nichts anhaben kann“. Die Lesbe beschimpft ihn als Sexkriminellen, daß hebt die Stimmung, und schon gibt´s Kloppe. Heiligs Blechle! (Zitat: Thorsten).

    Im Ernst, ich war am Ende auch geschafft ;)
    5 Sterne


  • cosmobobbo • am 17.1.21 um 22:14 Uhr

    Die Lilli sucht ihren Bobo!

    Grandioser Tatort. Geniale Dialoge.
    Die Stuttgarter in den letzten Jahren immer anders und immer gut.


  • Iris • am 17.1.21 um 22:14 Uhr

    Großartige Christiane Rösinger als Oasenchefin, witzige Details z.B. das Telefonat, das der Junge mit Lannert führt, die Sitzkreise, die Ökoabdichtung! Ich hab mich sehr gut unterhalten und der Schluss war sehr klug: Wir sind alle irgendwie ein bisschen bekloppt!


  • Barbara BD • am 17.1.21 um 22:15 Uhr

    Ich habe die Stuttgart Tatorts schon immer besonders gemocht. Habe heute viel gelacht und mich gut unterhalten gefühlt.
    Leider fehlt in den letzten Folgen das „Salz in der Suppe“ sprich Nika und Alvarez. Deshalb freue ich mich immer über Wiederholungen z.B morgen über Scherbenhaufen. Vielleicht findet sich ja mal wieder eine witzige, spritzige Kollegin für die Kommissare.


  • alter Fan ( tm ) • am 17.1.21 um 22:18 Uhr

    luschtiges Filmle auschm Schwabenländle – nachhaltig und biologisch abbaubar – so richtig Tatort Stuttgart , auf den ich mich eigentlich gefreut hatte , war´s leider nicht – der Versuch , die Produktion mit H.-R.Kunze aufzupeppen hatte für meinen Geschmack auch nicht so den richtigen Effekt – meine Lieblingskommisare haben´s halt wieder so ein bischen gut gemacht – kann mir allerdings nur 3 Sterne abringen


  • Attila • am 17.1.21 um 22:19 Uhr

    Wieder ein Tatort, dem die Meinungen sich stark spalten. Das bedeutet schon, dass man etwas künstlerisches geschafft hat :-)
    Es würde sich eigentlich lohnen, die ganze Folge noch einmal zu gucken (ja, nicht jetzt, ich muss früh aufstehen), und schauen, wie Wendelin sich verhält, zum Beispiel beim Thema Stefan Heuer. Auf einiges kann ich mich erinnern, aber nicht auf alles.
    Ich fand es einen tollen Tatort, 4 Sterne von mir.


  • Katrin • am 17.1.21 um 22:22 Uhr

    Einfach schee !! Bin kein Schwabe und hatte totale Freude beim diesem Tatort. Und sogar mal einen entspannten Bootz, ganz ohne Privatdramen. Das macht Hoffnung, eine tolle Unterhaltung ohne Ballerei und wilden Verfolgungsjagten.
    Jeder einzelne Schauspieler war eine Freude!!


  • Tatort-Liebhaber • am 17.1.21 um 22:26 Uhr

    Wenn ein Film es schafft, dass ein Zuschauer überlegt, ob er mit einer der Protagonistinnen wohnen könnte, hat er sein Ziel schon erreicht, finde ich. Mir ging es, wie einem Kritiker weiter oben: ich habe noch nie so oft bei einem Tatort gelacht. Bin mir nicht sicher, ob der Regisseur das wollte. Wenn nicht: bitter für ihn, denn unfreiwillige Tatort-Komödien gibt es schon genug.


  • BK • am 17.1.21 um 22:30 Uhr

    Ein super gelungener Tatort, der den Zuschauer genau an jenen Punkten traf, an denen das individuelle Denken ausgelöst wird.
    Kombiniert mit einer durch Akustik, Optik und Sein beeinflussten Athmosphäre, die diesen TO so einzigartig bewegend machte!

    Jedes Teil passte zum Anderen und doch bildeten die Menschen dieser „Gruppe“ nicht wirklich eine, die den „Idealsvorstellungen“ und „Lebensbildern“ jedem einzelnen hier gerecht wurden, da sich der Abstand von Mensch zu Mensch ja stets vergrößerte und von „Peace & Love“ nicht mehr existierte als das an der Flurwand hängende, dann auf dem Boden liegende, von der Inkompetenz des eigenen Daseins (?) zerschepperte Bild der Gruppe und des Friedens, der unter diesen Menschen vielleicht einmal herrschte?

    So war dieser TO, wie die meisten TOs, mal wieder super an die Realität geknüpft und doch so anstoßend einzigartig, dass sich ein Welt- und Menschheitsbild widerspiegelte, was durch erstklassige schauspielerische Leistung hervorgehoben, betont und dargestellt wurde.
    Einfach gelungen und genial!…und so wahr!


  • tortart • am 17.1.21 um 22:33 Uhr

    Ich vergebe 3 gewaltfreie Sterne ;-)


  • Lothar • am 17.1.21 um 22:34 Uhr

    Langweilig


  • klaus ellwanger • am 17.1.21 um 22:49 Uhr

    die Lösung „bei therapie gebrochenes Genick“ war zwar an den haaren herbeigezogen (Vorsicht beim nächsten Osteopathen-Besuch!) und, wer
    nicht wie ich Jahre unter schwaben verbracht hat, mag wohl anstoss nehmen am voll durchgezogenen Dialekt, trotzdem: großartig Christiane Rösinger, die soviel ich weiß schon -zig jahre in Berlin lebt; was ich an mir selbst nicht kapiere: wieso werden mir gerade die Rollen sympathisch, die, wie hier, als parodisten unterwegs sind, oder, wie im Polizeiruf Rostock, als Arschlöcher ??


  • G. E. Rücht • am 17.1.21 um 22:51 Uhr

    Im Wortfeld „Linksspießer“ gibt es auch „den Birkenstockträger“ (Ausnahmenbestätigen die Regel): Schmal im Denken, breit im Fuß!
    Fehlte nur noch die „lila Latzhose“, die uns noch schnell einen
    Mate-Tee aufbrüht.
    Das ganze unterm Knäckebrotdach. Einfach perfekt getroffen.
    Wir fühlten uns kurzweilig unterhalten. :-)


  • Smokie • am 17.1.21 um 22:57 Uhr

    Wie jemand schon anmerkte, eine gekonnte Persiflage, auf die nach außen hin wirkende scheinbare Harmonie alternativen Wohngemeinschaften.
    Heinz-Rudolf Kunze hat dabei seinen Part auch ganz gut gemeistert (zuerst dachte ich, das Gesicht kennst du doch irgendwo her).
    Gute Rollenverteilung und vorallem unterhaltsam.


  • Wasserfleck • am 17.1.21 um 23:04 Uhr

    Für mich der lustigste Stuttgrter bisher. Die sind ja generell eher weniger humoristisch unterwegs, aber hier musste ich mehr lachen als bei so manchem Münster-Fall. Die Story ist stellenweise eher Nebensache, aber dafür kommen mal wieder die Kommissare mehr ins Spiel. Richy Müller als Lannnert mag ich sowieso sehr, und heute kommt Bootz auch mal wieder besser weg. Die erste Stuhlkreisszene war schon etwas folterhaft ausgedehnt, aber sonst fühlte ich mich durchweg unterhalten, so dass ich das gern verzeihen kann.


  • HerrBert • am 17.1.21 um 23:13 Uhr

    Lustiger Anfang, aber sehr realistisch in diesen Zeiten. Sehr amüsant und trotzdem kein blödsinniger Klamauk. Da kann man echt entspannt lachen. Neben all diesen Techtelmechtels harmoniekranker Pseudo-Ökos vermisse ich Tiefgang. Geistiger ringelpiez mit Anfassen für umsonscht. Auch die Ermittlungsarbeit ist mir zu fisselig.
    Insgesamt ein gutes Stück, leider Schwächen in der Geschichte ansich.


  • Duck Holiday • am 17.1.21 um 23:20 Uhr

    Herrlicher Tatort & daher auch die volle Punktzahl!
    Gute schauspielerische Leistungen, geniale Dialoge, treffsichere Pointen & Charakterstudien von ganz normalen durchschnittlichen Menschen (siehe auch die beschwipste Nachbarin). Man sollte sich hier nämlich nicht täuschen lassen: wenn auch mit anderem Sujet wären solche Dialoge sowohl hinsichtlich des Verlaufs als auch der Logiktiefe durchaus auch bei einem Kleintierzüchterverein o.ä. denkbar – ganz „normal“ verrückt eben – gleichzeitig lustig & echt gruselig – echte Realsatire).
    Wir waren bestens unterhalten & finden solche Tatorte (wie auch die mit Ulrich Tukur oder das leider neulich begrabene Duo aus Weimar) deutlich interessanter als das ewig gleich „wer-war’s-und-warum“ aus Köln, München oder einer beliebigen anderen deutschen Stadt …
    Hoffentlich kommt davon noch mehr!


  • Frank • am 17.1.21 um 23:27 Uhr

    Köstlich! Unglaublich gut gespielt, konnte jedem seine Rolle abnehmen. Absolut phantastische Dialoge. Ein tolles Gesamtpaket, für mich sind die Stuttgarter Garant für ganz feine Beiträge; daher hängt der Himmel voller Sterne, hier halt fünf.


  • Leni • am 17.1.21 um 23:32 Uhr

    Herrlich, herrlich, herrlich! Ich schließe mich den Positivkommentaren an: die Dialoge waren köstlich, feiner Humor, die Vollspacken-WG war zum Wegschmeißen.
    „Biodeutsche Weißbrote“ … , „Willst du wissen, ob einer lebt, dann frage das Finanzamt“.
    Ich habe mich lange nicht so gut unterhalten gefühlt. Dabei war die Ermittlungsarbeit der Kommissare durchaus glaubwürdig, spannend und mit überraschendem Ende ohne Klamauk nach Münsteraner Art. Großes Kino für mich. Chapeau!


  • Butzekarl • am 17.1.21 um 23:44 Uhr

    Aneinanderreihung von Klisches über Ökos, WGs, Räucherstäbchen, Paar- und Gruppendynamik bis Waldorf und das in Dauerschwäbisch, das mir als gebürtiger Badener von Natur aus auf den Sack geht und siehe da, es gab noch eine Steigerung: die pure Langeweile, die den Film durchzog und in einem an Banalität nicht zu überbietenden Finale endete. Hätte man doch die Leiche vor dem Keller gelassen – Murot hilf!


  • Henning • am 18.1.21 um 0:08 Uhr

    Ich kenne eine Leute aus einer ähnlichen Wohngruppe und ich kann sagen: das war verdammt gut beobachtet, auch von den Gruppengesprächen her. Das mit der Nachbarin am Ende kam überraschend. Heinz-Rudolf Kunze hat nach einer Rolle in „In aller Freundschaft“ einen weiteren glaubwürdigen Auftritt als Schauspieler. Mir hat es gefallen, 4 Sterne.


  • RB • am 18.1.21 um 3:16 Uhr

    Totaler Schmarr’n!!!


  • Juergen Weber • am 18.1.21 um 6:48 Uhr

    Dieser Schmarrn hat bei mir fast körperliche Schmerzen erzeugt.Dieses WG Geschwaffel erinnert mich an die 80 er Jahre.Bitte nie mehr wieder…


  • Bryan • am 18.1.21 um 8:02 Uhr

    Dieser Tatort war sehr kurzweilig. Auch die Leistung der Schauspieler war einfach nur genial! Man konnte die beiden Welten, reale Welt dargestellt durch die beiden Kommissare, sowie „ideale“ Welt dargestellt durch die Hausbewohner, wahrnehmen. Vielleicht nicht der spannendste Krimi, trotz der potentiell vielen verdächtigen, aber ein sehr unterhaltsamer Film!


  • Flo D. • am 18.1.21 um 9:20 Uhr

    Ich kann mich nur Karin L. anschließen. Langsam wird es echt schwierig den schlechtesten Tatort 2021 zu küren und wir stehen erst ganz am Anfang des Jahres. Einer schlechter als der Andere. Ich frage mich nur immer was sich die Regisseure bei so einem Drehbuch denken…
    Zwei Sterne gibt’s für die gute Leistung der Kommissare, die mir ehrlich gesagt leid tun, sich mit so einem Quark abgeben zu müssen.


  • Heiner Karli • am 18.1.21 um 9:27 Uhr

    Ich sehe das als ein gelungene Karikatur auf Gutmenschen in solchen WG genannten Sekten. Eine vage Möglichkeit, wird zum fact erklärt und eine Trauerfeier für eine Person die man eigentlich in negativer Erinnerung hat. Ein Normalo wird völlig freihändig zum Kinderschänder erklärt und die Wohnung gestürmt. Auch der Nichtkontakt zu Nachbarn gut dargestellt. Ja so bekloppt sind solche Leute. Es fehlte noch, daß man sich von Nazis bedroht fühlt.


  • stephan_muenchen • am 18.1.21 um 9:46 Uhr

    Wann ist ein Tatort ein guter Tatort für mich??? Dann, wenn er mich so gut unterhält, dass ich bedauere, wenn der Abspann läuft. Und dieser Tatort „Das ist unser Haus“ mit dem Ermittlerduo Lannert und Bootz war in meinen Augen nicht nur sehr gut, er war einfach köstlich, genial und teilweise zum schießen komisch.

    Und na klar war dieser Schduaged-Tatort eigen und noch „na klarer“, dass er mal wieder die Gemeinde polarisieren wird. Es lamentieren all diejenigen, für die ein Tatort nur dann ein Tatort ist,
    – wenn er einen Mord hat,
    – zwei ernsthaft ermittelnde Kommissare im Fokus stehen,
    – ausschließlich spannend ist,
    – definitiv keine Nazi-, DDR- oder sonstige Aufarbeitungsthemen der Deutschen Geschichte beinhaltet,
    – auf Humor jedweder Art verzichtet,
    – bloß keine Steuergelder u/o GEZ-Gebühren verschwendet,
    – in klassischer „who-done-it“-Art abläuft,
    – schön brav und ohne offensichtliche Spoiler in der Handlung der Täter ermittelt und überführt wird,
    – und sich bitte bloß nicht allzu nahe an der Realität bewegt, denn man könnte sich ja selbst in der Handlung ungut wiederfinden.
    Wer sich jedoch von dieser Klischeevorstellung löst, der wird diese Tatortfolge wesentlich differenzierter und tendenziell positiver bewerten.

    Immerhin gab es in „Das ist unser Haus“ keine alten NS-Geschichten und auch die alte DDR wurde nicht aufgearbeitet. Dafür aber bekam ein andere Bevölkerungsgruppe auf geniale und gleichzeitig sehr liebevolle Weise alle gängigen Klischeebilder in 90 Minuten auf humorvolle Art und Weise gespiegelt – und das alles in ein klassisches Tatort-Ausgangsszenario verpackt.
    Meine gesamte Familie hat sich „beömmelt“ vor Lachen über die skurrilen Bewohner der Wohngemeinschaft, die fast alle irgendeinen Spleen hatten, überzeichnet stark ökologisch und/oder pseudo-weltverbesserisch angehaucht waren, ein gewaltfreies Weltbild vor sich hergetragen (aber im nächsten Atemzug selbst dagegen verstoßen) haben und auch sonst die gesamte Palette deutschen Spießertums vertreten haben. Ich spare mir, meine Highlight-Sprüche aufzuführen, denn das haben meine Vorrezensenten schon ausführlich, aber keinesfalls vollständig (dafür muss man diese Tatortfolge sicher noch ein zweites Mal sehen, um wirklich alle sprachlichen Nuancen in den Dialogen mitzubekommen) getan.

    Und interessanterweise hat es auch dieser Tatort geschafft, den Mord bis fast zum Schluss unaufgeklärt zu lassen und trotzdem bereits ganz am Anfang Hinweise auf die Identität des Opfers auf dem Tablett zu servieren.

    Köstlich, wie zunehmend irritierter und frustrierter die beiden Ermittler Lannert und Bootz auf die Skurrilitäten der Wohngemeinschaft reagiert haben und trotzdem mit allem Ernst und Eifer auf Mörder- und Motivsuche gegangen sind.

    Ich ziehe meinen Hut vor den Machern von „Das ist unser Haus“, weil sie so unglaublich differenziert und Detail verliebt dieses Kammerspiel inszeniert haben… und weil sie es geschafft haben, mich 90 Minuten lang ungetrübt und gleichzeitig gespannt auf die Auflösung des Mordes zu unterhalten.

    Und dass sich bei allem Humor sehr viel Ernsthaftigkeit hinter alledem versteckte, zeigte die allerletzte Szene, in der die Leiterin der „Oase Ostfildern“, Ulrike Hoffmann, sich bei den beiden Ermittlern quasi für ihre Mitbewohner und das ganze Gezicke und Gestreite sinngemäß mit den Worten entschuldigte, dass in der Wohngemeinschaft letztendlich auch nur ganz normale Menschen wie „draußen“ wohnten – mit dem einzigen Unterschied, dass andere da seien, wenn sie sterben würden.


  • stiborsky • am 18.1.21 um 9:53 Uhr

    Es wäre schön, wenn die Zeit des Experimentierens aufhören könnte und die Autoren sich mal wieder auf das Wesentliche eines Tatort-Krimis konzentrieren könnten.
    Bei den letzten Folgen richtete sich der Tatort immer an eine relativ kleine Zielgruppe, der große Rest musste tolerieren oder ausschalten.
    Bei diesem Tatort war die Zielgruppe so klein, dass es an ein Wunder grenzt, das überhaupt eine messbare Zuschauerzahl bis zum Ende dabeiblieb, ich habe jedenfalls nicht sehr lange ausgehalten.
    Zwei Grundvoraussetzungen mussten gegeben sein, um überhaupt folgen zu können: Der Zuschauer musste das Schwäbische beherrschen (oder wenigstens annähernd verstehen können) und musste in der Lage sein, eine ausgeflippte Gruppe von Menschen ertragen zu können.
    Es kann unmöglich sehr lange gutgehen, wenn die KommissarInnen der einzige Grund sind überhaupt einzuschalten. Auf diese Art wird sicher kein weiteres Jubiläum gefeiert werden können.


  • arte-Versteher • am 18.1.21 um 10:04 Uhr

    @stiborsky
    „Am Sonntagabend war dann zudem wie üblich am „Tatort“ kein Vorbeikommen. Der diesmal aus Stuttgart stammende Krimi „Das ist unser Haus“ lockte 10,15 Millionen Zuschauer vor den Fernseher, schon zum zweiten Mal in diesem Jahr gelang damit der Sprung über die 10-Millionen-Marke. Nicht nur beim Gesamtpublikum war der Film mit 28,1 Prozent Marktanteil überaus erfolgreich, auch bei den 14- bis 49-Jährigen lief es super: 25,4 Prozent liegen auch für „Tatort“-Verhältnisse am oberen Rand des Üblichen.“

    dwdl.de/zahlenzentrale/81126/stuttgarter_tatort_knackt_erneut_die_10millionenmarke/


  • Karl Kasper • am 18.1.21 um 10:20 Uhr

    Oinr von de beschde TO wo i bis jetzt guggt hann.
    Ja, schwäbisch kommt von der Beliebtheit her gleich hinter sächsisch, aber mehr Mundart würde allen Tatorten gut tun. Sich hier über das Honoratoren-schwäbisch aufzuregen finde ich ungerecht.

    Die Story ist zugegeben etwas schwach und nach 1Std. hab ich mich auch gefragt was das mit Krimi zu tun hat. Aber das Schauspiel und die Dialoge, unschlagbar. Bis zur kleinsten Nebenrolle. Die Nachbarn in der Straße, die dauerbeschwipste Witwe die verzweifelt mittrinker sucht, die 3 Herren (Eure Mütter) von der Agentur und H.-R. Kunze als miesepetriger Ex-Kommunarde, köstlich. Dann die Oasen-Bewohner, die mit aller Gewalt in aggresionslose Diskusionen zu zwingen versuchen. Kommt zwar etwas hölzern rüber, aber genau das macht es ja realistisch. Kann jeder für sich im Selbstversuch mal ausprobieren wie man verbal seinen Gesprächspartner unmissverständlich zur Sau macht, ohne ihn dabei potentiell, emotional zu verletzen.

    Mich hat dieser Tatort begeistert.


  • MoistvonLipwikBat • am 18.1.21 um 10:34 Uhr

    Zunächst sei auf die Kritk von Herrn Dell in der ZEIT verwiesen. Diese kann ich uneingeschränkt unterschreiben.
    Auch in den Details amüsante Satire. Sogar die Slapstick-Szenen konnten gelungen und ohne der Handlung Gewalt anzutun eingebaut werden. Daneben Homagen an andere Komiker (Dieter Hallervordens „Ist das peinlich!“). Besonders schön: es wurde auf die sonst üblichen Schwenks verzichtet: Kerstin („ihre Aura ist noch intakt“) wusste nicht mehr als die anderen, sondern hatte einfach nur zufällig Recht. Auch sonst verdient das Drehbuch Lob: der Plot passte in die 90 Minuten (das gelang den Stuttgartern bekanntlich nicht immer) und kam daher ohne auffällige Längen bzw. Rückgriffe auf obskure Zufälle oder erratisches (hier: erratischeres) Verhalten der Charaktere aus.
    Endlich bin ich auch mit den Stuttgarter Ermittlern warm geworden: Bootz, der einen Teil der Belegschaft nicht nur als Verdächtige/Zeugen wahrnimmt, sondern auch als Frauen, Lammert, der zunehmend angeödet ist. Auch sonst war das Spiel im Wesentlichen beanstandungsfrei.
    Es gelang sogar, mit der gleichen Beiläufigkeit die Zuschauer daran zu erinnern, dass die Polizei bisweilen mehr als nur einen Fall zu bearbeiten hat.
    Spannung kam nicht auf. Aber das ist ja nicht Job einer Kommödie.
    Fazit: verdiente fünf Sterne.
    P.S.: wer Probleme mit Dialekten hat, ist außerhalb Zentralniedersachsens in der Bundesrepublik falsch. Hier waren alle Sätze für Menschen, deren Gehirn mindestens 75% der Nennleistung erbringt, problemlos verständlich. Theaterhochdeutsch gibt’s in der Tagesschau – und sonst nirgends.


  • spiderman916 • am 18.1.21 um 10:41 Uhr

    Dieser Tatort hat mit seiner Andersartigkeit bei mir gepunktet. Herrliche Dialoge, sehr unterhaltsam, obwohl eine Spur zu schwäbisch für mich, darum nur 3 Sterne. Für Laiendarsteller wurde sehr gut gespielt.


  • Penelope • am 18.1.21 um 11:19 Uhr

    Vielen Dank, ich habe mich köstlich amüsiert!
    Für mich einer der besten Tatorte der letzten Monate mit einem spielfreudigen Ensemble, sympathischen Ermittlern, einer soliden Story und genialem Humor.
    Endlich lagen die Befindlichkeiten da wo sie hingehören, bei den Verdächtigen und nicht bei den Ermittlern.
    Sogar die Mundart passte, als Nordlicht konnte ich mühelos folgen.
    Fünf gewaltfreie Sterne von mir.


  • AZ313 • am 18.1.21 um 11:38 Uhr

    Wann hört die ARD endlich auf mit diesen Experiment Tatort Sendungen.
    Ich habe immer gedacht das Tatort eine Krimisendung ist und nicht ein Komödien Stadel. Die sollten sich mal als Beispiel die Schwedischen und Dänischen Krimis anschauen. Die sind Spannend und sehr gut gemacht.


  • Momi • am 18.1.21 um 12:11 Uhr

    Mann, dachte ich anfangs „wie langweilig und schlimm wird das noch“. ich wurde eines besseren belehrt und habe mich köstlich amüsiert. Vielen Dank an alle Schauspieler – so viel dummes Geschwätz zu bieten braucht Nerven und man driftet in die Rolle rein. Hoffentlich sind die Schauspieler normaler als die Personen, die sie darstellten. Es wurde mir auch klar, dass ich niemals in so eine WG einziehen könnte, oder wie man heute auch meint in ein sog. „Mehr-Generationen-Haus“. Ist ja bei uns bereits gross in Mode. Ich jedoch möchte zb. in Ruhe mit meiner Frau am Morgen frühstücken, ohne Gequengel von Familien und Mitmenschen in einem Gemeinschaftsraum. Auch könnte ich mich mit einem „Plenum“ im „Gemeinschaftsraum“ nicht befreunden. Das einzige was an so einer Gemeinschaft wirklich gut ist: Wenn man stirbt, dann merkt es bald ein Mitbewohner. Das war auch die Quintessenz dieses „Krimis“ – eher jedoch Sozialstudie über die Problematik der Gemeinschaft und des Sterbens. Von den Nachbarn der Leiche hat niemand mitbekommen, dass die Person gestorben war. Kurz vor Weihnachten ist in unserer Ueberbauung (60 Wohnungen) ein Herr (85 J.) gestorben und niemand hat bis nach Sylvester gemerkt, dass er nicht mehr lebt. Durch den Verwesungsgeruch im Treppenhaus wurden Mieter aufmerksam und alarmierten die Polizei. Der arme Mann hatte also keinen Kontakt mehr zu seiner Familie über Weihnachten und Neujahr – wie traurig ist denn das – und es kommt immer häufiger vor. Obschon wie gesagt kein Krimi und erst recht nicht ein Tatort, so doch ein sehr guter Film, der die Problematik von Zusammensein und Alleinsein trifft. Vielen Dank dem Stuttgart-Team.


  • Hardy Hatzius • am 18.1.21 um 12:19 Uhr

    Dank an die Createure dieses Programms aus Stuergert (war Karlsruhe) –
    hier wurden alle meine Vorurteile und Abneigungen gegenüber den Schwobe (nur die ätzende Sprache und Gestik) herzerfrischend bedient.
    Besser hätte man nicht begründen können, dass man einen Arbeitsplatz in Metzingen nicht antritt, für den man schon einen Vertrag hat.
    Aber das Schlusswort im Film gab ja ein feines Resumé zum Menschsein an sich.
    Soweit die Worte eines Saarländers – aber deren Moselfränkisch muss man ja auch nicht lieben – es ist aber meine Muttersprache und prädestiniert unsere Nachbarn in Frankreich und Luxemburg mit eigener, angeborener Zunge zu bedienen und zu verstehen.
    Köstlich menschelnd dieser Beitrag und Gruß an H-R. Kunze. Hoffentlich hat er keine blauen Flecken abgekriegt.


  • Franziska aus F. • am 18.1.21 um 12:40 Uhr

    Klar, schon alles sehr überzeichnet und klischeehaft. Trotzdem einfach genial!!!!!! Perfekt war die Schauspielerin der „Ulrike Hofmann“. Sowas von authentisch. Wahnsinn!!!!

    De „Carschden“ war auch cool mit seiner Teetrinkerei und Heulmentalität.

    Und dann halt Richy Müller, in den ich „verliebt“ bin seit ich 13 bin :-)


  • Jokus • am 18.1.21 um 13:52 Uhr

    @Hardy Hatzius
    […]Gruß an H-R. Kunze. Hoffentlich hat er keine blauen Flecken abgekriegt.

    Doch – hat er! Sagt zumindest die Zeitung mit den vier großen Buchstaben… ;)


  • Colorwriter • am 18.1.21 um 14:24 Uhr

    Ein richtig guter Tatort.

    Schon alleine der Titel “ Das ist unser Haus“ (Zitat aus einem Songtext von Rio Reiser) machte Neugierig.

    Diesmal im Fokus. – Das Milieu der (Links)-Alternativen.
    Genauer, wurden die Esoterisch Orientierten Wohngemeinschafts-Kommunarden behandelt. Die jedes Problem im Stuhl und Arbeitskreis zu lösen versuchen.

    Soderle versammelt sich die Zuschauerschaft vor dem letzten Lagerfeuer in der Fernsehlandschaft. Die einen, um sich zu gruseln, die anderen um sich zu erinnern (Wie ich als EX-WG ler) und die weiteren, um sich auf zu regen.

    Die Handlung:

    Der erste große Unterschied; Im „Nordosten“ werden die (maroden) Häuser (mittellos) besetzt, im Südwesten lässt man sie, selbst finanziert, (neu) (an)bauen. Hoch im Norden ist die Sprache weitverständlich Hochdeutsch, im Süden Bodenständig Schwäbisch. Inhalte und Vokabular sind jedoch Gleich. Man „kämpft“ auch nicht mehr vorzugsweise mit Faust und Pflasterstein, sondern mit Worten bzw. wohlformulierten Phrasen. Beides hinterlässt ja Verletze aller Art, kein Wunder, das somit auch diese Gemeinschaft „Eine Leiche im Keller, bzw. AM Keller, liegen hat“

    Was die Sache verschärft, ist die Unfähigkeit der Beteiligten, tatsächlich sozial und menschlich zu handeln. – Weil es allesamt Egozentriker sind, deren Eltern sich wundern und schämen, was sie da in der Erziehung falsch gemacht haben. Letztendlich scheiterte bisher jedes Sozialistische Projekt an allzu Menschlichen Makeln. Eifersucht & Machtgier sowie Neid und Missgunst.

    Vor lauter Laber Runden schafft man es nicht, auf die Nachbarn zuzugehen.
    Man ist so auf sich fixiert, dass es gar nicht auffällt, wie jemand heißt, oder wohnt, gar wie jemand wirklich tickt. Wen wundert es, dass dann nicht weiter auffällt, wenn wer „verschwindet“.

    Doch auch Arbeitswelt und Nachbarschaft bekommen ihr Fett weg. Weil ja alles so „Frei“ ist, bekommen selbst die Enkel von „Häberle und Pfleiderer“ (Geniale Anspielung auf ein bedeutendes Komikerduo) nicht mit, dass eine (Freie) Mitarbeiterin deswegen fehlt, weil sie längst Tod ist. Man kommuniziert ja nur anonym per E-Mail.

    Und die Nachfahren der legendären Schwäbischen Hausfrau, die den Bürgersteig, ebenso wie die Wohnung 3 x am Tag Staub und Keimfrei hielt und über jeden Nachbarn alles wusste, versagen. Da allzu sehr auf sich fixiert.

    Was mir am besten gefiel, war die Sprache und die gut beobachtete Szene. Manche Dialoge gehören da echt in Stein gemeißelt. Wer kein Schwäbisch versteht, so wie ich, dem Helfen ja die Untertitel. Der eigentliche Mord sowie die Logik dahinter trat da schnell in den Hintergrund. Einzelne Figuren waren gut heraus gearbeitet. Dank exzellenter Schauspieler.
    Manches hätte man mehr herausarbeiten können. Wie der Umgang der Truppe mit ihrem geschassten Mitmacher. Beachtlich: Heinz Rudolf Kunze.

    Fazit: Der Mensch muss einen Menschen haben. Damit man am Schluss des Lebens nicht alleine ist. Was dabei hilft hat so ähnlich Konrad Adenauer formuliert.

    Mann muss mit den Leuten auskommen, die da sind. Es gibt sonst keine anderen.


  • Mona • am 18.1.21 um 14:29 Uhr

    Wenn schon schwäbisch, dann bitte richtig und nicht so grottenschlecht. -Bis auf den Bauarbeiter – Ich als Schwäbin konnte es kaum aushalten. So ging es mir auch bei dieser Hausgemeinschaft. Ich bin froh, die 60er und 70er ohne Schaden überlebt zu haben, indem der Krug mit „ewig Diskutierenden“ an mir vorbei ging. Dabei mag ich den Richie so gerne.


  • alehalo • am 18.1.21 um 14:45 Uhr

    Bereits in den ersten Minuten wurde ich zum Mörder. Ein Haus voller Idioten.


  • Stefan G. • am 18.1.21 um 15:20 Uhr

    Ein Tatort der absoluten Spitzenklasse. Die Dialoge auf Top-Niveau, humorvoll, intelligent. Diesen Tatort sollte jeder Soziologie bzw. Psychologie – Student als lehrreiches Anschauungsmaterial für gewaltfreie Kommunikation mindestens einmal gesehen haben.
    Auch schön: die Gespräche zwischen Sebastian Bootz und der sympathischen Mitbewohnerin deren Namen ich leider nicht mehr erinnere.
    Bitte weiter so.


  • arte-Versteher • am 18.1.21 um 15:38 Uhr

    Vielen Dank @Colorwriter für das Freilegen tieferer Schichten AN diesem Keller. Die Hommage an Häberle und Pfleiderer, über die ich schon als Kind sehr gelacht habe, wäre mir glatt entgangen.

    Dass dieser TO voll ins Grüne getroffen hat, merkt man spätestens, wenn die Rezensentin der Stuttgarter Zeitung schreibt, „so plump, wie hier alternative Lebensformen, Öko und neue Wohnkonzepte verspottet werden, spricht das für ein altbackenes Weltbild der „Tatort“-Macher.“

    Mit diesem Statement könnte sie nahtlos im Ostfilderner Oase-Stuhlkreis Platz nehmen: „Dietrich und Daniel, schämt euch, ihr vermittelt mit eurem Drehbuch ein total altbackenes Weltbild!“ – So selbstzufrieden redet es sich daher, wenn man ständig den Splitter im Augen des anderen sieht, aber nicht den dicken Balken des Spießertums im eigenen.

    (Denken Sie sich als meine Schlussgeste bitte den Move von Lannert dazu, wenn er während der Diskussion mit dem Chiropraktiker in dessen Praxis die Augen verdreht und zur Seite auf die Liege abkippt.)

    Drei Sterne wg. Mehrfachpost, meine Bewertung für diesen großartigen TO sind fünf Sterne


  • Colorwriter • am 18.1.21 um 16:27 Uhr

    @arte-Versteher

    Gern geschehen. Und Danke sehr für den Hinweis auf die Schlussgeste von „Lannert“. Für mich auch einer der aussagekräftigsten Szenen in diesem Tatort.

    Schon klar, das und wie allzu selbstgerechte Mitmenschen derart patzig reagieren, wenn man ihnen einen Spiegel vor hält. Der Kritiker Ulrich Noller vom WDR(5) hat an dem Tatort auch kaum ein gutes Haar gelassen…

    Beim gucken des Tatorts hatte ich, als ehemaliger WG Mitbewohner, so manches Deja vue. Im Prinzip verhalten wir uns doch alle wie Primaten. Nur haben wir nun einen Tablett Computer oder ein Smartphone in der Hand, anstatt eines Stöckchens. Und bewerten unsere Mitmenschen immer noch an dem, was sie nicht gut können, anstatt ihre Stärken zu schätzen.


  • Jokus • am 18.1.21 um 16:33 Uhr

    @ Stefan G.: […] die Gespräche zwischen Sebastian Bootz und der sympathischen Mitbewohnerin deren Namen ich leider nicht mehr erinnere. […]

    Siehe Darsteller-Liste: Mitbewohnerin Kerstin – Nadine Dubois :-)

    @ Colowriter: […] Der eigentliche Mord sowie die Logik dahinter trat da schnell in den Hintergrund. […]

    Soweit ich das verstanden habe, war es doch eigentlich kein Mord, sondern eher ein ‚Versehen‘?! :)


  • Thorsten • am 18.1.21 um 16:43 Uhr

    Nachdem ich die Folge noch einmal angesehen habe, erhöhe ich auf fünf Sterne für dieses böse und liebevolle Porträt einer Baugruppe zwischen Gewaltfreiheit und Lynchjustiz, die mehr als eine Leiche im Keller, pardon, AM Keller hat. Die Dialoge sind ein Feuerwerk an brillianten Ideen, dabei bleibt der Humor immer fein und intelligent, wird nie seicht wie in Münster oder verkrampft wie in Weimar.
    Dazu kommen liebevolle Details, angefangen beim schon von Colorwriter erwähnten Rio-Reiser-Zitat im Titel und dem Auftritt von „Eure Mütter“ als Häberle und Pfleiderer in der Werbeagentur, der knickige Schwabe, der seinen USB-Stick zurück will, sogar die Weinsteige aus dem Stau-Tatort wird zitiert. Diese Folge hat das Zeug zum Klassiker.


  • arte-Versteher • am 18.1.21 um 16:59 Uhr

    @Colorwriter
    Ulrich Noller auf WDR 5 schafft tatsächlich den Bogen zum „Reichstagssturm“. Dort hätte er die Heilpraktiker viel lieber verortet, das wäre für ihn relevant gewesen. Die Leichen haben halt immer die anderen AM Keller. Sein Lesetipp, wie man es „richtig“ macht, kommt aus Australien. Dazu fällt mir überhaupt kein Move mehr ein. Facepalm ist da zu wenig.

    @Thorsten
    „dieses böse und liebevolle Porträt“ – perfekt auf den Punkt gebracht. Zumindest H.R. Kunze, der Sozialarbeiter alten Schlages, hat den auch liebevollen Aspekt erkannt, sonst hätte er wohl nicht mitgespielt.


  • Resi • am 18.1.21 um 17:01 Uhr

    Weshalb soll das eigentlich kein richtiger Tatort gewesen sein?
    Es gab eine Leiche und es wurde auf Beverly komm raus ermittelt.
    Ich fand’s wunderbar. Herrlich, die beiden genervten Kommissare.


  • Nordlicht • am 18.1.21 um 17:42 Uhr

    Auch in Schleswig-Holstein verstanden – ein großartiges Kammerspiel! Chapeau!


  • Wiese • am 18.1.21 um 17:47 Uhr

    nach 3 Minuten bin ich selbst zum Mörder geworden, so präzise und herrlich genau die Dialoge dieser weisen Gutdeutschen, alles mit dem richtigen Quentchen an: “ dort will ich nicht mal zum Kaffeetrinken hingehen “ inzeniert.
    War doch bei uns jeder Waldorfelternabend so…Tatort im erweiterten Sinne….
    einziger Minusaspekt : das schlechte schwäbisch….


  • Felix • am 18.1.21 um 18:33 Uhr

    So ein Schwachsinn, was hatte das denn noch mit „Tatort“ zu tun?
    Dass der Richy Müller so einen Quatsch überhaupt mitgemacht hat, kann ich nun nicht mehr verstehen. – Oder wurde er sogar dazu gezwungen?
    Bereits nach 20 Minuten musste ich mir selbst einen Gefallen tun und endlich diesen Mist abschalten. Die zwei Drehbuch-Fritzen und der Regisseur sind ganz bestimmt aus der Psychiatrie ausgebüxt.


  • Hanz W. • am 18.1.21 um 18:53 Uhr

    Zweifellos ganz nett und unterhaltsam einerseits, während man zusieht, auch mit jenen ja nicht durchweg unangenehmen Fremdschäm-Momenten durchsetzt, einer Art von wohligem Gruseln, wenn man anderen in ihrem Desaster zusieht (moralisch ist das selbstverständlich alles andere als einwandfrei! Aber so isser halt, der Mensch…). Letztlich die Art von Vergnügen, mit der man „früher“ den Herrn mit der umhäkelten Klopapierrolle im Auto bewundert hat, und letztlich sollte das ja auch nichts anderes sein: Spießertum, alternativ interpretiert. Dass es die Leiche (Mord war es ja wohl nicht einmal, nicht einmal dazu, möchte man hinzufügen, hat’s bei der sonderbaren Combo gereicht) nur gab, weil das Label „Tatort“ das nun einmal erfordert… geschenkt, kann man machen, völlig in Ordnung. Und dass es, wie hier schon mehrfach zitiert, eine ganze Reihe spritziger Dialogzeilen gab… wunderbar.
    Andererseits, mit einem Tag Abstand: ein wenig arg simpel gestrickt und damit schnell konsumiert ist der Film halt auch. Ein durchaus amüsanter Grundeinfall wird (fast, die letzte Szene relativiert das ein wenig, aber halt nur die) eigentlich ohne jede Entwicklung durchgeführt. Eine wirklich vertane Chance, der Geschichte noch eine dynamische, mutmaßlich böse, aber darum wohl interessante Nuance abzugewinnen, war der Besuch des Selbstjustiz-Kommandos bei dem Heuer. Da dachte ich für einen Moment: ui, jetzt gewinnt das Fahrt, jetzt wird’s schillernd. Aber schon eine Minute war das der gleiche Verbaltrott wie von Anbeginn: ein paar Idioten, nervtötend, selbstgefällig, aber harmlos, solange man nicht selbst im „Plenum“ sitzen muss. Letztlich unterscheidbar sind mir die Figuren auch kaum geworden, weil sie eben das waren: Figuren, mehr oder minder beliebig, ohne Geschichte. Dafür waren es dann acuh zu viele, aber anders wiederum hätte das wohl gar nicht funktioniert. Drei gute Sterne für einen durchaus unterhaltsamen Abend, zum Aufrunden kann ich mich heute nicht entschließen.


  • Butzekarl • am 18.1.21 um 19:33 Uhr

    Herrlich: BK am 17.01. um 22:30

    ich habe es danach ohne Umschreibung probiert : klischeehaft, langweilig, dilettantisch, laienhaft, kam aber nicht durch. Vielleicht jetzt? Murot hilf!


  • Jochen • am 18.1.21 um 19:59 Uhr

    Intelligent-witzige Dialoge.
    Tolle SchauspielerInnen.
    1A-Tatort!!!!


  • Petra Schilde • am 18.1.21 um 20:07 Uhr

    Mein Fernseher läuft in der Regel einmal in der Woche….gestern befand ich mich in einer absoluten Geduldsprobe nicht auszuschalten, die sozialpädagogischen Stuhlkreise waren an irgendwann kaum zum aushalten, schwäbische Realität….gepaart mit einer esoterischen Menschengruppe, die irgendwann nur noch langweilte und nervte….bitte nicht noch einmal so einen Tatort aus Stuttgart….Danke.


  • M.S. • am 18.1.21 um 21:29 Uhr

    Klasse! Super Unterhaltung in der derzeitigen, eher tristen Welt.


  • Christine • am 18.1.21 um 22:39 Uhr

    Netter Tatort. Ich habe den Witz in den überzogenen Dialogen verstanden. Schade nur, dass nicht in Ostfildern gedreht wurde. Das geht doch bitte besser!


  • Tom_Muc • am 19.1.21 um 5:48 Uhr

    Wer hat das Casting verbrochen ?


  • Penopold • am 19.1.21 um 6:48 Uhr

    Nervig von der ersten bis zur letzten Minute. Selbst die besten Ermittlerteams sind kein Garant mehr für einen guten Tatort.
    Diese Unart, entweder um jeden Preis lustig sein zu wollen, dann die ständigen Dialekte oder oft einen Deppen vom Dienst im Polizeiapparat. All das lässt die Lust auf den Tatort schwinden.


  • Frau Schlau • am 19.1.21 um 9:25 Uhr

    Das war der beste Tatort, den ich seit langem gesehen habe. Er hatte eindeutig mehr Witz und Ironie, als Mord und Totschlag, aber davon gibt es ja in allen anderen Krimis schon eindeutig genug. Allerdings mit einem Hauch von Ironie und Sarkasmus eine Geschichte zu erzählen, ist eine hohe Kunst, die leider nur wenige verstehen und noch weniger beherrschen. Gerne mehr davon!


  • Georg Zewe • am 19.1.21 um 10:14 Uhr

    Skurril goldig gezeichnete Lebensgemeinschaft mit allem, was dazugehört. Liebe aller Sorten, Streitereien; aber: großer Geist in dieser für mein Empfinden normalen liebenswerten Gemeinschaft.
    Das Schlusswort der „Mediatorin“ der Wohngruppe finde ich so treffend. Eine sehr gut gezeichnete Persönlichkeit.
    Die manchmal bewusst extrem überzeichneten Szenen sind stark genug, um manchen ‚Wahnsinn‘ im Zusammenleben zu zeigen, machen die Gemeinschaft aber nicht lächerlich sondern zeigen, wie skurril Menschsrin wird, wenn sie sich auseinandersetzt und nicht aneinander vorbei lebt, was ja in dem Schlusswort der Streitschlichterin exzellent beschrieben wird.
    Als absoluter Tatort-Fan finde ich Heinz-Rudolf Kunze Topp in dieser Rolle, „Eure Mütter“ hierit reinzubringen absolut genial!
    Und: Ja, was macht unsereins in der Situation, die hier bei dem Therapeuten geschildert wird? Wer kann glauben, was da passiert ist und wie hoch ist die Angst, dass das tatsächliche Missgeschick nicht als Unfall sondern als beabsichtigte Tötung angesehen wird.
    Auch mir haben sich anfangs die Nackenhaare oft gesträubt, denn erst bei näherem Hinsehen kommt der Tiefe Sinn wirklich durch.
    Fazit:
    Ich finde diesen Tatort absolut Spitze, auch wenn ich mir anfangs manchmal die Augen gerieben habe, aber gerade das ist der Witz!


  • wolko • am 19.1.21 um 10:45 Uhr

    Trotz einiger Längen ein prima Tatort.
    Ich fühlte mich sehr gut unterhalten.


  • Khk • am 19.1.21 um 13:54 Uhr

    2 Kommissare in immer gleichen Klamotten machen wie Hausierer Klingelputz in der Nachbarschaft, ohne je was rauszubekommen, und am Ende entkommt ihnen noch der Täter auf dem Rennrad. Was für zwei Gurken. Die WG war gelungene Satire, aber was hat das noch mit Krimi zu tun? Milieustudie mit 2 tumben Ermittlern als Randfiguren, von denen der jüngere vermutlich von Boss gesponsert wurde, wäre das passendere Genre für diesen spannungslosen Beitrag


  • blaubeere • am 19.1.21 um 16:10 Uhr

    Toller Film. Feiner Humor und nicht unspannend. Na sagen wir, göttlicher feiner Humor. Ohne Schuldzuweisung und Ichbezogenheit.


  • StefanG • am 19.1.21 um 17:29 Uhr

    @jokus:

    Vielen Dank für die Information. Die Frau Dubois hat mir ganz besonders gut gefallen.


  • HansM • am 20.1.21 um 13:54 Uhr

    Das war einer der schlechteste Tatorte , den ich bislang gesehen habe. Der Fall selbst und die Ermittlungsarbeiten gerieten zur Nebensache. Genickbruch durch den Physio- Glückwunsch zu dieser dramaturgischen Idee. Pseudoschwäbische Dialoge , Kammerspielcharakter. Nein, so geht Tatort auf keinen Fall. Bitte nächstes Mal wieder in gewohnter Qualität – und der Stuttgarter Tatort kann das.


  • Jokus • am 20.1.21 um 13:57 Uhr

    @Tom_Muc: Wer hat das Casting verbrochen ?

    So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Meiner einer fand die Stuhlkreisgruppe in jeder Hinsicht authentisch [also z. B. auch die Klamotten].


  • herbert2 • am 21.1.21 um 6:00 Uhr

    Mann kann jetzt die Story sehen wie man will, für mich war es seit langem wieder mal was ich anschauen konnte.
    Es war sehr unterhaltsam so wie es sich für einen Film gehört.
    Es hat in dem Film auch sehr viel lustige Augenblicke aus dem Leben gezeigt


  • Teddy • am 21.1.21 um 14:22 Uhr

    Absolut unterirdisch langweilig – unsäglich flache Milieu-Studie eine ÖKO-WG – hat das noch was mit Krimi zu tun?
    eigentlich sehe ich die Stuttgarter TO gerne, aber die Typen immer nur in gleichen Klamotten, die (erfolglose) Verfolgung eines Rennrades mit nem Porsche war dermaßen unrealistisch dass wir diesen Tatort abstalten mussten – Unerträglich schlecht gemacht!
    Schaut euch mal die klasse& spannenden Skirpts der Skandinavischen Krimis als „Ein Fall für Annika Bebgtzon“ etc. an – DAS sind toll und spannende Krimis –
    nicht so eine gäääähnend langweilige Öko-Chouse !
    Genau so schlimm, wie der im Studio gedrehte „Stau“-mist an der Weinstiege/Studio-Chose …Schlimm, Schlimm –
    rausgeschmissenen GEZ-Gebühren ! ..klingelputzende Beamten -wollen Sie vl. nen kaffe & Co ? hallo !?!? gehts noch langweiliger – mehr Spannung Bitte !!!
    P.S. auch schwäbisch (sparsame) Komissare sollten ab und zu evtl.. mal ihre Grderobe wechseln?


  • ursusHORRIBILIS • am 22.1.21 um 21:23 Uhr

    Ich schau vielleicht zwei, dreimal rein im Jahr – so zufällig auch in dieses Haus.
    Erst ungläubig, dann begeistert – die authentischste Verfolgungsjagd, die ich ich im deutschen Fernsehen je gesehen habe! Ansonsten versuchen die Macher der Serie stets Amerikanische Versatzstücke zu kopieren, als ob in MittelEuropa der Wilde Westen nachgespielt würde. Und wie die Dienstälteste dieser WG den Mief des Zusammenlebens auf den Punkt bringt – ist schlicht grosser Kino


  • Ploppi • am 24.1.21 um 17:20 Uhr

    Teils fiese Satire auf die „modernen“ Menschen.
    Die humorlose Bigotterie wird schön dargestellt.


  • logiclöcher • am 24.1.21 um 21:20 Uhr

    Danke für die vielen unterschiedlichen Kommentare. Schaue mir den Tatort erst an, wenn es hier einige Kommentare gibt. Daraus könnte man auch mal einen Krimi drehen. Wer meuchelt den „Tatort-Fan“. Spaß beiseite, wenn man selber gerade dabei ist in ein sogennanntes Mehrgenerationen-Haus zu ziehen, der kann von den quälenden Auseinandersetzungen ein Lied singen. Hier im Tatort war das natürlcih komödiantisch zusammengezogen und kompremiert, aber die diversen Charaktäre in einer Gründungsphase immer auf. Und jeder bringt etliche Leichen aus seinem Keller mit. Sperre einfach 20 Menschen auf eine Insel, wo sie sich um alles selber kümmern müssen. Nach zwei Monaten sind es nur noch 15. Der ganze Tatort ist natürlich nichts für Menschen, die sich nicht selber sehen können und meinen alles wäre einfach.


  • Nelly! • am 30.1.21 um 23:44 Uhr

    Eigentlich fand ich den Tatort ja fragwürdig. Aber nachdem ich ein Weilchen drüber nachgedacht habe, und mir all die schönen Kommentare hier angesehen habe, habe ich mich umentschieden. Er war wirklich witzig, ich habe einige male gelacht. Er kam mir zuerst albern und überzogen vor, dabei hatte ich nur den tatsächlichen Sinn nicht verstanden. Richy Müller war eh gut wie immer. Und Bootz ohne Provatdrama war angenehm. Das Ende hat viel rausgerissen!


  • Bina • am 31.1.21 um 14:59 Uhr

    @logiclöcher

    ich hab deinen Rat beherzigt und lese auch erstmal die Kommentare, dann schau ich die Wiederholung ;-)

    Hat sich überraschend gut entwickelt, dieser Tatort. Nah 10 Minuten hätte ich ja beinah abgeschaltet, aber da ich etwas Kömodie mag, blieb ich dabei. Diese Wohngemeinschaft wurde als tolles Abbild der heutigen Gesellschaft dargestellt, tragisch-komisch. Der Spannungsbogen hielt, was er versprach. Von daher, sehenswert.


  • Helmut • am 1.2.21 um 21:26 Uhr

    Viel langweiliger geht’s kaum.
    Leute, die das ist doch kein spannender Krimi.
    Grottenschlecht


  • Mariannchen • am 8.2.21 um 23:53 Uhr

    Das war, mit Abstand, der beste Tatort, den ich je gesehen hab. Obwohl ich ja ein großer Fan der alten Folgen und der Münsteraner bin. Sehr gut gemacht ist die Darstellung der gewaltfreien Kommunikation, meine Tochter hat jahrelang Kurse in dieser Richtung mitgemacht, seit dieser Zeit ist sie sehr gewöhnungsbedürftig.
    Super vor allem auch der Schluss.


  • Martin Jost • am 21.3.21 um 11:42 Uhr

    So, jetzt „muss“ ich mich auch der Fünf-Sterne-Fraktion anschließen.
    Seit Langem nicht mehr so gelacht, wie bei dem Tatort. „Eigentlich“ müsste ich die Zitate in meine Sammlung übernehmen:
    – „Ond wenn die Leit s’Dach mit Knäckebrot decke, wolle, dann decke mer’s halt mit Knäckebrot“
    – Und die Liste der möglichen TäterInnen und Motive kurz danach (1-6, wenn ich mich richtig erinnere) ist auch so ein Brüller…
    – „Das muss ich Ihnen am lebenden Objekt zeigen“ [Dem gefundenen Skelett];
    „Und bringt uns das jetzt weiter ?“
    „Nein, aber es ist hochinteressant !“
    – Der Firmenboss, der groß(spurig) erklärt, dass man aber ja nicht Hinsehen darf, weil sie zum wiederholen Mal einen Auftrag der lokalen Autoindustrie haben – er verrät aber immerhin nicht ob Porsche oder Mercedes…
    – Die Polizei die klar auch nicht perfekt ist; in der einen Familie ist die „Tote“ längst wieder aufgetaucht, in der nächsten das Zahnschema nicht in den Akten, …. und in der dritten kommt wieder so ein Moment zum Schlucken: „Und dann stellt man fest, dass es so eigentlich leichter ist – aber das können Sie niemand erzählen, weil Sie dann wie ein Monster angesehen werden“
    – Und so geht es einen Spielfilmlänge weiter – unglaublich. Und nein, dass kann man nicht versehentlich machen (wie hier in den Kommentaren vermutet wurde)

    Dazu die Beschreibung der Gruppendynamik in der „WG“: Diese Art von Humor liebe ich: Wenn ich nicht so richtig weiß,ob ich schallend lachen will, in Tränen ausbrechen oder nur denke „Oh Mann, oh Mann – hoffentlich mache ich das nicht so …“
    (Den Schwarz-humorigen Spruch des Heizungs-Admins, wieso die Leiche da liegt, könnte ich auch so raushauen – und dann entsprechend angegangen werden…)

    Auch die Kommentare hier haben teilweise Satire-Quailtät: „und das in Dauerschwäbisch, das mir als gebürtiger Badener von Natur aus auf den Sack geht“
    Also dieser Schwaben-diskriminierenden Spruch ! Den müssen wir mal in Ruhe gewaltfrei ausdiskutieren ! Und was ist mit den Badisch oder Allemanisch schwätzende‘ SchauspielerInnen ???

    P.S.: Um den kleinen Klugscheißer in mir zufrieden zu stellen: Das GFK-Diagramm (**) – gleich in den ersten Bildern – ist natürlich falsch angeordnet; egal wo ich in welche Richtung zu Lesen beginne. (**) Und das Firefox mir das zu „FKK-Diagramm“ korrigieren will, ist auch sehr satirisch….


  • Martin Jost • am 23.3.21 um 7:28 Uhr

    Ok, ich hab‘ schon kommentiert – kann gerne zu meinem ersten. Hier ist die Zitatesammlung – auch als „Teaser“ für Unentschlossene:

    Gerichtsmediziner: „Das muss ich Ihnen am lebenden Objekt zeigen“ (der Toten)
    „Und was bringt uns das jetzt ?“
    „Nichts – aber es ist interessant“

    „Wir wollen nur sicher gehen, dass Sie nicht sich oder andere gefährden“
    „Ich werde mich jetzt gefährden – ich fahre Fahrrad – ohne Helm !“
    „Dann machen Sie wenigstens das Licht an“

    „Das ist wie Polyamorie, nur das Gegenteil davon: man fängt mit zwei Frauen was an, hat dann aber mit keiner was.“

    „Biodeutsche Weißbrote“

    „Willst du wissen, ob einer lebt, dann frage das Finanzamt“.

    „Und dann stellt man fest, dass es alleine besser ist [nachdem seine Frau verschwunden ist] – das können Sie niemand sagen, weil alle sie wie ein Monster ansehen !“
    [Schluck]

    „Aber wer ist dann die Leiche?“
    „Irgendwer, jeder stirbt mal“

    „Mein Kollege lernt das noch mit der gewaltfreien Kommunikation.“

    „Danach fühlt man sich wie neu geboren !“
    „Also schreiend und hilflos ?“
    „Entschuldigung, aber diese Witze“

    „Wollen Sie einen Tee ?“
    „Nein danke !“
    „Ich auch nicht…“

    „Gab es innerhalb der Gruppe besondere Vorkommnisse ?“
    „Ja wir haben ständig besondere Vorkommnisse – aber die Polizei haben wir noch nie holen müssen“

    „Wahrscheinlich hat Udo eine Frau abgemurkst und in das Fundament gelegt – das hat man früher bei Kathedralen so gemacht.
    Aber irgendetwas hat er falsch gemacht, deshalb ist das Fundament jetzt undicht – vielleicht war sie keine Jungfrau“
    „Das finde ich nicht so witzig !“
    „*Ich* … *schon*“

    „Vertreiben Sie die bösen Geister ?“
    „An böse Geister glaubt hier keiner – das ist nur eine provisorische Maßnahme, um die Energie halbwegs im grünen Bereich zu halten“

    „Ich könnte fragen – tue es aber nicht.“

    „Aber das wäre schrecklich – das würde sie doch nicht tun !“
    „Man glaubt gar nicht, was Menschen alles so tun !“

    „Und wenn die Leut wolle, dass mer des Dach mit Knäckebrot decke, dann decke mer des Dach ebe mit Knäckebrot“

    „Das ist Amateur-Arbeit – wenn ich eine Leiche verschwinden lassen wollte, würde ich die im Fundament eingießen“


  • zappa1994 • am 10.5.21 um 10:37 Uhr

    … wir haben´s in der gruppe ausdiskutiert, mögen alle die stuttgarter ermittler und sind dann doch gemeinsam zum ergebnis gekommen für den etwas anderen tatort 3 sterne zu vergeben :)
    Fazit: anders aber sehenswert!


  • Anton Schwarz • am 24.5.21 um 0:05 Uhr

    Genial. Absolute Vollspacken-WG, da schließe ich mich einem anderen Kommentar hier an. Lustiger TO, aber ohne Klamauk. Sehr nice. Ich hab schon viele TOs geschaut, und dieser hier ist vmtl eine meiner Lieblings-Folgen!


  • Maik • am 14.7.21 um 21:55 Uhr

    Für mich das Highlight der Tatort-Saison!


  • arbine • am 16.7.21 um 0:09 Uhr

    Lang nicht mehr so viel gelacht. Toller Tatort. Mehr von sowas!


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