Tatort Folge 236: Seven-Eleven



Erscheinungsjahr: 1990
Kommissar: Fichtl
Ort: Tatort Wien


  1 Meinung
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In seinem zweiten Fall als Chefinspektor der Wiener Polizei, dem Tatort „Seven Eleven“, muss der Wiener Kommissar Fichtl (Michael Janisch) gleichzeitig gegen das illegale Glückspiel vorgehen und einen Mordfall aufklären.

Im Mittelpunkt des Tatorts aus der Österreichischen Landeshauptstadt steht ein illegales Würfelturnier, das den Spitznamen Seven-Eleven hat und von einem einflussreichen Unterwelt-Boss veranstaltet wird. Dieser Boss hat in dem Tatort „Seven-Eleven“ Geburtstag, den er standesgemäß feiern will – und das nicht einfach nur bei einem Restaurantbesuch oder einer privaten Party auf ganz legale Art und Weise, wie es andere normale Menschen getan hätten. Denn zur Feier seines Geburtstags lädt der Boss zunächst zu einem privaten, unerlaubten Boxkampf ein – eine Einladung, der fast die ganze Unter- und Schattenwelt Wiens folgt, so dass eine berühmtberüchtigte Geburtstagsgesellschaft zusammentrifft. Im Anschluss können die Gangster dann an einem streng geheimen Treffpunkt beim Seven Eleven ihr Glück mit den Würfeln probieren, mit hohem Einsatz und jenseits sämtlicher Legalität. Damit die Polizei nicht bei dem Glücksspiel auftauchen kann, wurde allen geladenen Teilnehmern der Ort erst kurz vor Beginn der Veranstaltung mitgeteilt – Sicherheit wird schließlich groß geschrieben im Verbrechermilieu.

Doch dieses Mal kommt die Unterwelt trotz aller Vorbereitungen nicht so einfach ungestraft davon: Der Wiener Polizei ist es in dem Tatort „Seven Eleven“ erstmals gelungen, einen Undercover-Polizisten erst zum Boxkampf und dann an den Würfeltisch zu schmuggeln, ohne dass der Fahnder vorher enttarnt wurde. Während des Turniers greift die Polizei dann zu. Die Razzia erweist sich als großer Erfolg: Die Beamten können Kriminelle aus ganz unterschiedlichen Milieus festnehmen – von Glücksspiel über Drogenhandel bis hin zu Mord. Um die Verhafteten auch tatsächlich hinter Schloss und Riegel zu bringen, muss die Wiener Kriminalpolizei nun möglichst schnell aussagekräftige Beweise finden. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, da die Anwälte der Gangster alles daran legen, dass sämtliche Beweise nicht in die Hände der Fahnder fallen.

Auf Kommissar Fichtl kommt in dem Tatort „Seven Eleven“ jedoch noch mehr Ermittlungsarbeit zu. Während der Razzia beim Seven Eleven wurde auch ein Mord begangen, der womöglich sogar direkt mit dem Glücksspiel zusammenhängt…

 

Die Rolle des Regissuers bei der Tatort-Folge 236 „Seven Eleven“ hat der Österreicher Kurt Junek übernommen. Dieser hatte zuvor bereits 1987 die Folge „Wunschlos tot“ um den damaligen Wiener Kommissar Passini inszeniert. Für den aktuellen Tatort stammte das Drehbuch von Peter Zingler, für den es der erste Tatort-Einsatz war, auf den jedoch in den kommenden Jahren noch einige weitere folgten. Der Krimi wurde am 11.11.1990 erstmalig im deutschen Fernsehen gezeigt.

Besetzung
Inspektor Fichtl – Michael Janisch
Inspektor Winter – Dorothea Parton
Inspektor Katzki – Gerhard Roiss
Ferdl Willek „Der Gstopfte“ – Sieghardt Rupp
Berger – Joachim Unmack
Rolli – Peter Zingler
Vera Klein – Michaela Rosen
Bergers Anwalt – Heino Fischer
Dr. Liska – Otto Tausig

Stab
Buch – Peter Zingler
Regie – Kurt Junek
Kamera – Wolfgang Koch
Szenenbild – Herwig Libowitzky


2 Meinungen zum Tatort Folge 236: Seven-Eleven

  • Natasha • am 11.6.09 um 11:33 Uhr

    Genialer, leider viel zu selten gezeigter Tatort aus den 90ern. Mit einem umwerfenden Sieghardt Rupp („Zollfahnder Kressin“ in den 70ern) als Gangster Willek. Das Ende ist überraschend und gelungen. Durch Rupp wird dieser Film ein echter Genuss und macht immer wieder großen Spaß.


  • Dirk • am 2.10.15 um 14:20 Uhr

    Der Tatort Nummer 236 aus der Landeshauptstadt von Österreich. Der Wiener Chefinspektor Fichtl, der macht seinem Dienstrang Ehre, ermittelt mit seinen “ Ich-Hab`-Keine-Anderen-Mitarbeiter“ in der Unterwelt. Er begleitet einen sogenannten Solitär zur letzten Ruhestätte, der hatte leider keinen Sekundär. Pech und/oder Geiz. Einer seiner Gegenspieler, der bekannte Ex-Zollfahnder Kressin. Der hat mittlerweile wohl die Fronten und den Namen gewechselt und vergnügte sich im Boulevard. Er sah besser aus als in den 1970iger Jahren. Der legendäre Spruch in der 22 Minuten dieses wienerischen Tatortes ist wohl in die filmische Box-Geschichte eingegangen. Das war aber schon alles an dieser gestelzten Youngtimer-Aufführung. Nicht ganz. Das Ende von Kressin, alias Willek, ich will es einfach nicht glauben, kongenial. Die Kamera führte Wolfgang Koch.


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