Tatort Folge 287: Die Sache Baryschna



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Ein Fall von illegaler Schlepperei, bei dem zwei der ausländischen Flüchtlinge sterben, ruft in dem Tatort „Die Sache Baryschna“ den Berliner Kommissar Franz Markowitz (Günter Lamprecht) und seinen Kollegen Pohl (Hans Nitschke) auf den Plan.

Die beiden Ermittler bekommen es in dem Krimi mit einer Schlepperbande zu, die aus dem Leid anderer Menschen und deren Wunsch nach einem Neuanfang in einem besseren Land gnadenlos Profit schlägt. Eigentlich wollten die Schleuser in dem Tatort „Die Sache Baryschna“ ihre menschliche Fracht von Bratislava über Prag und Deutschland nach Skandinavien bringen. Doch aufgrund eines Motorschadens muss der LKW der Schlepper in Berlin einen unfreiwilligen Zwischenstop einlegen.

Während der Fahrt haben die Flüchtlinge bereits unter der immer stärker zur Neige gehenden Frischluft in dem Transportcontainer gelitten und als sie dann in Berlin in ein anderes Fahrzeug umgeladen werden sollen, kommt es zu einer Panik. In Berlin lassen die Verbrecher in dem Tatort „Die Sache Baryschna“ schließlich nur eine Familie zurück: ein totes Flüchtlingsehepaar und deren Tochter Sanieba, die zwar überlebt hat, aber aufgrund der furchtbaren Erlebnisse unter Schock steht.

Kommissar Markowitz wird zusammen mit seinem Kollegen Pohl an den Fundort der Leichen gerufen. Beim Anblick des Leids beschließt der Ermittler, sich nicht nur damit zufrieden zu geben, die Mörder der beiden Flüchtlinge zu finden – er will auch die Hintermänner der Schleuserbande hinter Gitter bringen. Für dieses Vorhaben bräuchte der Fahnder in dem Tatort „Die Sache Baryschna“ dringend die Aussage der Überlebenden Sanieba, doch diese schweigt beharrlich. Zu groß ist ihre Angst, gegen ihren Willen Deutschland wieder verlassen zu müssen.

In ihrer Panik flieht die junge Frau sogar von den Beamten. Hilfe erhofft sie sich anstatt von der Polizei von den Drahtziehern der Schleuserei, welche sich im Tatort „Die Sache Baryschna“ ebenfalls in Berlin aufhalten. Sanieba ist jedoch nicht bewusst, dass von den Schleusern eine deutlich größere Gefahr ausgeht als von den Beamten.

Für Kommissar Markowitz hat die Flucht seiner Zeugin im Tatort „Die Sache Baryschna“ ein Gutes: Das verzweifelte Mädchen führt in geradewegs zu den Verbrechern, die am Tod ihrer Eltern Schuld tragen…

Die Tatort-Folge 287 „Die Sache Baryschna“ wurde am 6. Februar 1994 zum ersten Mal ausgestrahlt und war damit der zweite 1994 veröffentlichte Fall aus der Krimireihe. Regie führte Matti Geschonneck, das Drehbuch stammt von Andreas Pflüger. Eine ähnliche Geschichte rund um Schleuserei wurde 2002 in dem Saarbrückener Tatort „Reise ins Nichts“ aufgegriffen, in dem Kommissar Palu ebenfalls gegen internationale Schlepperbanden ermittelt.

Besetzung
Hauptkommissar Franz Markowitz – Günter Lamprecht
Kommissar Alfred Pohl – Hans Nitschke
Beate Berger – Claudia Balko
Bütow – Michael Degen
Gehlmann – Manfred Lehmann
Sanieba – Idil Üner
Fila – René Toussaint
Grabowski – H.H. Müller
Stewardeß – Sabine Cruso
Pathologe – Hans-Martin Stier
Saniebas Vater – Bechir Cherif
u.a.

Stab
Drehbuch – Andreas Pflüger
Regie – Matti Geschonneck
Szenenbild – Manfred Glöckner
Kamera – Wolfram Beyer


2 Meinungen zum Tatort Folge 287: Die Sache Baryschna

  • Dirk • am 24.8.16 um 14:42 Uhr

    Ein spannender Tatort-Kriminalfilm aus dem Jahr 1994. Der spielt in der Bundeshauptstadt Berlin und der zuständige Ermittler der dortigen Mordkommission ist kein anderer als der Hauptkommissar Markowitz. Es geht in diesem leisen, eher subtilen Tatort-Spielfilm, um ein Verbrechen der illegalen Einschleusung von suspekten Personen und um Mord. Die Schleuserbande der eingereisten Personen will Geld sehen und zwar nicht zu knapp, ist natürlich auch bereit, hierfür buchstäblich über Leichen zu gehen. Ein heute wieder sehr aktuelles Tatort-Thema mit dem immer nachdenklich und menschlich wirkenden Hauptkommissar Markowitz, der weder “ vor oben noch vor unten“ klein bei gibt. Dieser Streifen ist wirklich sehenswert und wiederholungswürdig.


  • Schulze Friederike • am 27.9.17 um 22:25 Uhr

    Ich habe selten einen so langweiligen, schleppenden Tatort gesehen. Von diesem Regisseur hätte ich mehr erwartet. Nach der Hälfte des Films habe ich aufgegeben und abgeschaltet. Besonders fragwürdig die schauspielerische Leistung der jungen Flüchtlingsfrau mit klarem Hochdeutsch ohne Akzent.


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