Tatort Folge 285: Deserteure



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Tatort Folge 285: Deserteure 4 6

Der Sohn eines ehemaligen Einbrechers wird in dem Tatort „Deserteure“ bei einem Waffendeal von einem hinterlistigen V-Mann der Düsseldorfer Polizei erschossen – ein Mord, der nicht nur Arbeit für Kommissar Flemming (Martin Lüttge) bedeutet, sondern auch nach einer Rache des Vaters ruft.

Einst waren Hans Gebhard und „Kalle“ Maisch Experten auf ihrem Spezialgebiet, dem Einbruch. Ehe die Polizei sie schnappen konnte, haben sich die beiden zur Ruhe gesetzt. Während Kalle als Bewohner eines Altenheims nur noch die Malerei hat, gehört Hans eine kleine Düsseldorfer Autowerkstatt. Der Werkstattbesitzer selbst hat seine kriminelle Vergangenheit hinter sich gelassen und ist dementsprechend auch keinesfalls erfreut, als sein Sohn Axel in dem Tatort „Deserteure“ ebenfalls in illegale Aktivitäten gerät. Aufhalten kann er Axel jedoch nicht und außerdem kann er den größeren Geldbetrag, den sein Sohn ihm verspricht, gut gebrauchen.

Zu Axels Pech hat er sich nicht mit einem gewöhnlichen Kriminellen, sondern mit Charly, einem V-Mann der örtlichen Polizei, zusammengetan, der seinen ganz eigenen Plan verfolgt. Eigentlich soll Charly in dem Tatort „Deserteure“ dafür sorgen, dass das BKA bei einem Waffendeal die Abnehmer direkt während der Geldübergabe festnehmen kann. Doch anstatt das Geld wie geplant an die Polizei zu geben, soll Axel für Charly den Koffer mit Falschgeld befüllen und die regulären Scheine an sich nehmen. Charly will die Beamten hintergehen und das Geld selbst behalten – für seine Hilfe verspricht er auch Axel einen Teil der Summe. Wie sich in dem Tatort „Deserteure“ schnell herausstellt, betrügt Charly nicht nur seine Kontakte bei der Polizei. Weil er nicht will, dass jemand von seinem Geldaustausch weiß, bringt der V-Mann auch Axel durch einen Sprengstoffanschlag um.

Bald darauf ermittelt Kommissar Flemming in dem Mordfall. Doch er ist nicht in dem Tatort „Deserteure“ der einzige, der nach Charly sucht: Auch Hans Gebhard und „Kalle“ Mainsch wollen ein letztes Mal in den Kampf ziehen und Axels Tod rächen.


Die Erstausstrahlung der Tatort-Folge 285 „Deserteure“ lief am 19. Dezember 1993 erstmals im Fernsehen.

Besetzung
Kriminalhauptkommissar Bernd Flemming – Martin Lüttge
Kriminalkommissarin Miriam Koch – Roswitha Schreiner
Kriminalhauptmeister Max Ballauf – Klaus J. Behrendt
Hans Gebhardt – Heinz Schubert
Kalle Maisch – Gunnar Möller
Axel Gebhardt – Jürgen Tonkel
Charly – Stefan Reck
u.a.

Stab
Regie – Ilse Hofmann
Kamera – Daniel Koppelkamm
Buch – Horst Vocks
Musik – Andreas Köbner

Bilder: WDR/v. d. Heydt


10 Meinungen zum Tatort Folge 285: Deserteure

  • Karl-Heinz Ludwig • am 3.6.11 um 3:06 Uhr

    Dieser Tatortfilm von 1993 Deserteure mit Heinz Schubert
    hat für mich alles was das Leben so mitsich bringt in
    guter Darstellung.

    Hätte gerne ein DVD von Deserteure,leider noch nicht gefunden,vielleicht finde noch. Hoffe bestes.


  • Gerald • am 3.6.11 um 7:18 Uhr

    Hallo Karl Heinz,

    leider gibt es keine offizellen DVD Mitschnitt. Du kannst aber bei der ARD Mitschnittstelle anfragen.

    Gruß

    Gerald


  • Seebaer • am 29.7.15 um 17:52 Uhr

    Große schauspielerische Leistung der Darsteller. Für mich einer der außergewöhnlichsten Tatorte überhaupt. ☺☕🛀🎷


  • Dirk • am 7.1.16 um 14:08 Uhr

    Der Tatort Nummer 285 mit Hauptkommissar Flemming und seinen Mitarbeitern Koch und Ballauf aus Düsseldorf, Mordkommission. Ein vollgepackter Tatort-Krimi über korrupte und mordende Polizeibeamte, Falschgeldherstellung, Waffenhandel, Mord und Rächer. Die entpuppen sich als alte Wehrmachtsdeserteure mit Kontakten nach Griechenland, welche die beiden auch bitter nötig haben. Der eine entflieht einem Altenheim, nebenher wird auch die Problematik Altenpflege angesprochen. Das ist aber noch nicht alles! Hauptkommissarin Koch wird von ihrem Freund, der Leitender Staatsanwalt ist, geschlagen und Hauptmeister Ballauf wegen seiner Spielschulden von seinen im Milieu ansässigen Gläubigern zusammengeschlagen und streitet sich am Telefon, im Beisein der Kollegen, mit seiner Frau über Guthaben und Restaurant. Hauptkommissar Flemming sitzt derweilen in einer Sauna, die sich in einem Kuhstall befindet, kommt, völlig verschwitzt und nur mit einem Saunatuch bekleidet, an den Frühstückstisch ins Freie und erzählt seiner Freundin über seine Angst, im Altenheim zu landen. Die zwei Alten, mit den geraubten zwei Millionen Deutsche Mark lässt man ohne weiteres ziehen und der korrupte Ermittler kommt in den Knast. Wau. Welcher behördengeschädigte Autor hat dieses Drehbuch verfasst? Aufgrund der guten Schauspieler, kam dieses im Tatort-Dreh auch noch alles peinlich gut rüber.


  • Henning • am 22.8.18 um 0:59 Uhr

    Zunächst einmal eine tolle Leistung von Gunnar Möller und von Heinz Schubert, der hier ausnahmsweise mal mit relativ wenig Worten und dafür mit der Tiefe des eher stillen, auf Rache sinnenden Vaters überzeugen darf. Ich dachte zunächst, hier wird eine Geschichte im Stile von „Archy und Harry“ (Kirk Douglas und Burt Lancaster) erzählt. Ein wenig ist es dann auch so, einer arbeitet noch, der andere ist im Altersheim. Vor allem, als die beiden schwarz gekleidet und mit Hut aus dem Altersheim gehen, nachdem einer von ihnen vor den Augen des Anstaltsleiters in den Blumentopf uriniert hat, erinnert im Stile an den amerikanischen Film.

    Die Story selber ist mir ein wenig zu dick aufgetragen, auch wegen der privaten Probleme der Assistenten. 3 Sterne.


  • Henning • am 22.8.18 um 1:02 Uhr

    Ach ja, die misslungene Kneipenschlägerei des einen erinnert auch an Archy und Harry. Und ich habe 5 Sterne gegeben, sollten aber nur 3 sein, daher hier noch einmal 1 Stern.


  • Hannes • am 22.8.18 um 1:08 Uhr

    Kennt jemand das Lied im Abspann? Habe leider nichts gefunden..ansonsten grossartiger Film mit dem genialen Heinz Schubert


  • Andreas Klein • am 22.8.18 um 17:03 Uhr

    Das Lied hei0t „Irgendwo im Süden“ und wird gesungen von Stefan Waggershausen


  • Henning • am 22.8.18 um 20:19 Uhr

    Hallo Hannes,

    zumindest kommt das Lied von Stefan Waggershausen. Wie es heißt, weiß ich zwar nicht, doch vermutlich ist es auch aus 1992/1993. Viel Spaß beim Suchen.


  • @chim • am 22.8.18 um 20:48 Uhr

    Das ist „Irgendwo im Süden“


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