Tatort Folge 304: Die Kampagne



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Tatort Folge 304: Die Kampagne 5 2

Ein Mordfall wird in dem Ludwigshafener Tatort „Die Kampagne“ mit einer umfangreichen Medienkampagne aufgeklärt – Komissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) ist sich aber nicht so sicher, ob die Medien tatsächlich den richtigen Täter gefunden haben… Damit hinterfragt der Tatort die Möglichkeit der Medien, bei polizeilichen Ermittlungen mitzuhelfen, genauso wie das Realitätsbild, das von den Massenmedien vermittelt und von vielen Menschen einfach so übernommen wird.

Tatort Die Kampagne – Vorschauvideo



Ein kleiner Junge wird in Ludwigshafen umgebracht und seine Leiche im Stadtwald versteckt. Doch der Täter hat sich in dem Tatort „Die Kampagne“ mit der Falschen angelegt: Der Mutter des Opfers, Silke Tennenbaum, gehört eine große Werbeagentur in der Stadt und der erschütterten Frau reicht es keinesfalls aus, die Ermittlungen der Polizei zu überlassen. Tennenbaum misstraut der Ludwigshafener Polizei, die in Person von Kommissarin Lena Odenthal und deren neuen Assistenten Jungkommissar Stefan Tries (Ben Becker), bekannt als Dorfpolizist aus der Tatort-Folge „Tod im Hächsler“ , nach dem Mörder fahndet.

Unterstützt von einem Privatdetektiv ruft die Mutter eine Werbekampagne mit allem drum und dran ins Leben: Radiodurchsagen, Fernsehspots und Plakate, die inhaltlich oft ziemlich skrupellos sind. Bald darauf gewinnt Tennenbaum in dem Tatort „Die Kampagne“ sogar einen Sponsor für ihre Suchaktion, so dass die Kampagne bundesweit in den Medien läuft. Die Agenturleiterin geht sogar soweit, Auftritte in Reality-Fernsehshows zu planen. Und zumindest der Erfolg scheint ihr Recht zu geben: Nach nur drei Tagen haben Tennenbaums Privatdetektive in dem Tatort „Die Kampagne“ den angeblichen Täter präsentiert.

Der Triumpf der Werbeagentur und ihrer Sponsoren bedeutet eine große Niederlage und Blamage für die Polizei – hatten doch Privatpersonen einen Mordfall deutlich schneller aufgeklärt als die Beamten. Doch Kommissarin Odenthal glaubt der schnellen Lösung des Falls noch nicht ganz und fährt mit ihren Ermittlungen fort…

Die Erstausstrahlung der Tatort-Folge 304 „Die Kampagne“ war am Sonntag, den 5. März 1995, zum ersten Mal in der ARD zu sehen.

Besetzung
Hauptkommissarin Lena Odenthal – Ulrike Folkerts
Stefan Tries – Ben Becker
Paul Gauert – Hannes Jaenicke
Silke Tennenbaum – Brigitte Karner
Thorsten Meier-Brecht – Theo Maalek
Rolf Jüsgen – Jörg Pleva
Till Netting – Benno Schreiner
Professor Wiegräfe – Günter Meisner
Johanna Silber – Carol Campbell
u.a.

Stab
Drehbuch – Thomas Bohn
Regie – Thomas Bohn
Kamera -Gudrun Böhl
Musik – Alexander Bubenheim
Produktion – SWF


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3 Meinungen zum Tatort Folge 304: Die Kampagne

  • Jochen • am 7.11.07 um 23:21 Uhr

    Ich hab mir grad die Schlussszene nochmals angeschaut und einen Regiefehler entdeckt. Der Täter wird vor dem beim Mannheimer Wasserturm (Baden-Württemberg) ermittelten Appartement mit einem Polizeiwagen (aus Rheinland-Pfalz) abgeführt und der Kameraschwenk über die nächste Mauer zeigt darunter liegend den Berliner Platz in Ludwigshafen.
    Nur für Ortskundige.
    Grüsse aus Heidelberg!
    Jochen


  • thi • am 11.1.15 um 14:27 Uhr

    Beste Folge bisher, meiner Meinung nach (ich schau chronologisch).


  • Dirk • am 27.4.16 um 22:05 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 304 aus Ludwigshafen. Lang, lang ist es her. Hauptkommissarin Odenthal und der Kollege Kommissar Tries. Nicht das schlechteste Duo damals, im Jahr 1995. Zusammen untersuchen die beiden den Mord an einen siebenjährigen Jungen und der Sittenpolizist Gauert unterstützt die beiden nach ganzer Kraft. Aber auch die geschockte Mutter des Kindes bleibt nicht untätig, entwickelt mit ihrem Fachwissen und Beziehungen eine Pressejagd, welche ihres gleichen sucht. Schnell findet man einen vermeintlich Schuldigen, böse vorbestraft, aber — nicht schuldigt. Der nimmt sich nunmehr sein Leben und Odenthal überführt das wirkliche Sch…., erfährt hierbei einen unglaublich abscheulichen Tathergang. Ein pauschalisierter und abstrakter Tatort-Fernsehfilm um den Mißbrauch und Sexualmord an einem Kind und den Folgen einer unprofessionellen privaten Medienjagd. Absolut sehenswert mit einem durchweg positiven Ermittlerduo beziehungsweise Trio und einer allgemeinen guten schauspielerischen Leistung der Darsteller.


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