Tatort Folge 302: Ein ehrenwertes Haus



  3 Meinungen
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In einem gutbürgerlichen, durchschnittlichen Dresdner Mietshaus wird der Musiker Steiner tot in seiner Badewanne gefunden. War es Selbstmord?
Was zunächst nach einem offensichtlichen Fall für die beiden Tatort-Kommissare Bruno Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade) ausschaut, wird im Laufe der Ermittlungen zu einer äußerst verzwickten Angelegenheit.

Am Tatort beginnen Ehrlicher und sein Assistent Kain von der Mordkommission Dresden sogleich mit ihrer Arbeit und befragen die anderen Mieter und den neuen Besitzer des Hauses, Rudolf Vermeier. Dabei kristallisiert sich das Mietshaus als Dreh- und Angelpunkt des Geschehens heraus und schon sehr bald wird den Beamten klar: dieses „ehrenwerte“ Haus hütet ein Geheimnis. Seine Bewohner sind nicht so anständig, wie es den Anschein macht. Kommissar Ehrlicher und Kollege Kain schließen die Möglichkeit eines Suizids schnell aus – es war Mord.

Diese Feststellung macht den Fall für das Dresdner Ermittler-Duo allerdings keineswegs unproblematischer, denn beinahe alle Hausbewohner hätten ein Motiv gehabt, den Musiker umzubringen. Die Kripobeamten erfahren, dass Steiner in dem Haus regelrecht gehasst wurde. Selbst der Hausbesitzer Vermeier konnte seinen Mieter nicht ausstehen, der erfolglose Musiker war ihm ein Dorn im Auge. Wer also war der Täter? Einzig Rebecca Schwarzkopf, eine ältere Dame, die mit ihren 20 Katzen im zweiten Stock wohnt, kommt als Verdächtige kaum in Frage.

Die Lösung des Tatort-Falls „Ein ehrenwertes Haus“ wird obendrein erschwert, als sich Kain mit der Zeit in eine Mieterin verliebt. Jo, die ältere Tochter von Walter Lohr, hat sein Herz im Sturm erobert. Kain gibt seinen romantischen Gefühlen nach, das erweist sich jedoch als folgenschwerer Fehler. Währenddessen lichtet sich nach und nach das Geheimnis um das scheinbar ehrenwerte Haus, sein Bewohner und die Umstände, wie der Musiker zu Tode kam. In versammelter Runde befragt Bruno Ehrlicher die Verdächtigen ein letztes Mal. Am Ende ist der Täter zwar endlich gestellt, doch Hauptkommissaren Ehrlicher und Kain wird bewusst, dass es in diesem vertrackten Fall zwar nur einen Täter, aber viele Schuldige gibt…


Die Tatort-Folge 302 „Ein ehrenwertes Haus“ wurde 1995 von der Regisseurin Petra Haffter („Der Kuss des Tigers“, „Crash Kids“) für den MDR in Dresden gedreht. Sie führte später außerdem die Regie bei den Tatorten „Gefährliche Übertragung“ (Folge 335) und „Inflagranti“ (Folge 376). Die Erstausstrahlung des Krimis „Ein ehrenwertes Haus“ mit dem Ermittler-Duo Ehrlicher und Kain lief am 8. Januar 1995 im Fernsehen; acht Millionen Zuschauer schalteten an diesem Abend ein.

Besetzung
Kommissar Bruno Ehrlicher – Peter Sodann
Kommissar Kain – Bernd Michael Lade
Dr. Ingholm – Gunter Schoß
Jo Lohr – Nicolette Krebitz
Rebecca – Marga Legal
Melanie – Anne-Sophie Briest
Frau Ingholm – Julia Lindig
Walter Lohr – Vladimir Weigl
Vermeier – Peter Fricke
Barbara – Anne Kasprik

Stab
Regie – Petra Haffter
Kamera – Michael Heiter
Buch – Stefan Kolditz
Musik – Franz Langner

Bilder: WDR


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4 Meinungen zum Tatort Folge 302: Ein ehrenwertes Haus

  • gjb • am 9.6.10 um 12:21 Uhr

    dieser tatort erinnert mehr an die alten polizeiruf 110

    und nicht an einen tatort.

    grüsse

    gjb


  • M.K. • am 12.2.15 um 0:37 Uhr

    Kameraführung, Schnitt, Dialoge und Hintergrundmusik erinnern in der Tat an den alten Polizeiruf 110, aber auch an alte Tatorte.

    Und Ehrlichers Auftritt bei der Auflösung in der Runde der Verdächtigen erinnert an Columbo.


  • Dirk • am 12.2.15 um 10:23 Uhr

    Gestern, auf MDR, 22:00 h, schaute ich mir diesen, schon damals im Jahre 1995 als mittelreifen …. – Streifen zu bezeichnenden, Tatort an. Geändert hat sich an meiner Meinung nichts. Ein Toter in einem Mietshaus, sozial-geschädigte Mieter und Vermieter aller Schichten, zwei Kommissare, die sich verdreschen lassen und dieses tunlichst vor dem Vorgesetzten verheimlichen, welcher noch als Darsteller real erschien. Wahrscheinlich ein Wessi-Zuversetzter aus der 2. Reihe. Bei dem zarten Aufbau einer Romanze zu einer allgemein Verdächtigten entpuppte sich der auch nicht mehr so junge Kommissar als ein Spät-Pubertierender , der im übrigen im ganzen Krimi-Mimi herum lief, wie der kleine Vampir. Ein Ostalgie-Film, wenn auch fünf Jahre nach der Wende gedreht, mit dem obligatorischen Pommes-Wagen auf dem Gehweg, drittklassigen Bars, starken ost-west Aversionen, heruntergekommenen, ich glaube Jugendstil-Häusern und einen kleinen Schwenker in die historische Vergangenheit. Vielleicht eine kleine Laune des Regisseurs. Aber vielleicht schaue ich in 20 Jahren mal wieder rein.


  • MadMonkey • am 29.4.17 um 18:31 Uhr

    Bei Ehrlicher und Kain stimmt fast immer alles. Auch diese sehr unterhaltsame Folge macht Spaß und die Columbo Auflösung Grandios. Toller Tatort


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