Tatort Folge 367: Schlüssel zum Mord



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Die Ermordung eines Sicherheitsangestellten in Berlin stellt für die beiden Ermittler Ernst Roiter (Winfried Glatzeder) und Michael Zorowski (Ronbinson Reichel) im Tatort „Schlüssel zum Mord“ den Beginn eines kniffeligen Falles dar.

Das Mordopfer in dem Berliner Krimi ist Heinz Bachmann, der bei dem privaten Sicherheitsdienst Argus arbeitet. Mitten im Dienst wird Bachmann, der gerade auf einer Großbaustelle in der Bundeshauptstadt für Sicherheit sorgen soll, erschossen. Der Fall wird Kommissar Roiter und seinem Assistenten Zorowski übertragen, die sich sogleich im Umfeld des Opfers umhören. Bald werden die zwei Fahnder in dem Tatort „Schlüssel zum Mord“ mit dem Gerücht konfrontiert, dass Bachmann an dunklen Geschäften beteiligt gewesen sein könnte. Genauer wird vermutet, dass der Wachtmann in Aktivitäten mit Schwarzarbeitern auf der Großbaustelle verwickelt war und diese mit der Androhung einer Strafanzeige erpresst hatte. Für diese These spricht in dem Tatort „Schlüssel zum Mord“, dass seit der Mordnacht auch mehrere illegale Arbeiter aus Rumänien verschwunden und seitdem nicht mehr auf der Baustelle aufgetaucht sind. Die möglichen krummen Geschäfte eines Sicherheitsangestellten erregen auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und schaden dem Image der Security-Branche allgemein.

In Bachmanns Wohnung stoßen die beiden Fahnder auf Hinweise, dass das Mordopfer schon mehrfach Erfahrung mit Erpressung gesammelt haben könnte, die illegalen Arbeiter für ihn also nicht das erste Mal waren. Doch es ist schließlich ein weiterer Toter, der Roiter und Zorowski im Tatort „Schlüssel zum Mord“ den richtigen Weg weist. Aus dem Wannsee wird nämlich die Leiche eines unbekannten Mannes gezogen, in dessen Magen die Gerichtsmedizinerin einen Motorradschlüssel findet. Wahrscheinlich hatte das Opfer den Schlüssel kurz vor seinem Tod verschluckt, um den Polizisten einen Anhaltspunkt für die Suche nach seinem Mörder zu geben. Die Beamten können herausfinden, dass das Motorrad Rainer Toplitz gehört, der die Berliner Sicherheitsfirma leitet, bei der auch das Mordopfer Bachmann angestellt war. Später wird die Wasserleiche als Martin Rauch identifiziert, der in Frankfurt sein Geld mit dem Drogenhandel verdient hat. Doch was haben der Drogendealer und der Securityunternehmer in dem Tatort „Schlüssel zum Mord“ miteinander zu tun? Und wie passt der ermordete Bachmann in den Fall?

Bei ihren Untersuchungen stoßen Roiter und Zorowski auch auf Tanja, deren leiblicher Vater Rauch ist, die aber von Martin Toplitz aufgezogen und wie eine eigene Tochter angenommen wurde. Die Befragungen von Tanja und Toplitz´s Frau Regina setzen den Chef der Sicherheitsfirm in dem Tatort „Schlüssel zum Mord“ deutlich unter Druck…

 

Die Tatort-Folge 367 „Schlüssel zum Mord“ wurde vom SFB produziert. Das Drehbuch stammte von Rolf Silber, Leo W. Helm und Rudolf Bergmann und wurde von der Regisseurin Sylvia Hoffmann umgesetzt, die zuvor bereits mehrere Tatort-Episoden gedreht hatte. Seinen TV-Einstand hatte der Krimi aus Berlin am 10.08.1997.

Besetzung
Hauptkommissar Roiter – Winfried Glatzeder
Kommissar Zorowski – Robinson Reichel
Rainer Toplitz – Michael Greiling
Regina Toplitz – Anke Sevenich
Tanja Toplitz – Daniela Preuß
Berk – Heinz Trixner
Bachmann – Dietmar Huhn
Huber – Hanns Zischler
u.a.

Stab
Regie: – Sylvia Hoffman
Buch – Leo W. Helm
Kamera – Jürgen Heimlich
Schnitt – Kerstin Kexel
Musik – Ralf Zang
Produktion – SFB


1 Meinung zum Tatort Folge 367: Schlüssel zum Mord

  • Dirk • am 2.3.16 um 20:02 Uhr

    Der Tatort Nummer 367 aus Berlin und mit Hauptkommissar Roiter sowie Hauptkommissar Zorowski in einen interessanten und durchaus spekulativ wirkenden Tatort-Krimi. Berliner Wachdienstunternehmen kämpfen um die Vorherrschaft in ihrer Branche, mit allen Regeln der Kunst, in diesem aufkommenden Gewerbe in den mittigen 1990iger Jahren. Man versucht sich zu etablieren, hat ehemalige Polizeibeamte in den Reihen und Leute, welche mit Abhörtechnik umgehen können. Und – man hat keine Skrupel vor Mord, Erpressung, Korruption. Wo man bei der Polizei mit aufhören musste, da fängt man im zivilen Sicherheitsdienst wieder mit an. Die Tatort-Polizeibeamten Roiter und Zorowski, die ich in damaliger Zeit immer gerne gesehen habe, müssen höllisch aufpassen, zumal der Ehrenkodex bei denen auch vor Suizid nicht haltmacht, der Zeuge und Täter geht von dieser Welt. Dennoch gehört dieser Tatort-Fernsehfilm, meines Erachtens, nicht zu den spannenden Streifen dieses Ermittler-Duos, spielt aber in einer geheimnisvollen, sich langsam aufbauenden Branche.


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