Tatort Folge 477: Verhängnisvolle Begierde



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Tatort Folge 477: Verhängnisvolle Begierde 3 5

In der Tatort-Folge 477 „Verhängnisvolle Begierde“ aus Leipzig ermitteln die Kommissare Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade) in einem Familienbetrieb. Nach einem Mordanschlag vertraut hier niemand mehr dem anderen. Die Ermittler müssen sich fragen, welche pikanten Beziehungen die Beteiligten untereinander zu verbergen hatten und haben.

In der Nähe von Leipzig explodiert in diesem Tatort eine Yacht. Die Besitzerin, Sonja Wasberg, überlebt den Anschlag nicht. Ihr Schwiegervater Karl, der sich ebenfalls dort befand, wird schwer verletzt. Bald stellt sich heraus, dass die Explosion kein Unfall war, sondern, dass der Schlauch des Propangaskochers vorsätzlich aufgeschnitten wurde.

Sofort beginnen die Ermittler von der Mordkommission nachzuforschen. Als Ehrlicher und Kain dem Ehemann des Mordopfers, Hajo, die Nachricht von dem Tod Sonjas überbringen, wirkt dieser sehr gefasst und wenig überrascht. Dies macht ihn schnell zu einem der Verdächtigen in „Verhängnisvolle Begierde“. Außerdem wurde kurz nach der Tat ein Motorradfahrer gesehen, der sich schnell von der Yacht entfernte und dadurch ebenfalls als möglicher Täter in Frage kommt.

Die Leipziger Kommissare finden heraus, dass die gesamte Familie Wasberg in einer Firma für den Bau von Klimaanlagen arbeitet. Diese wird von Karl geleitet. Zu dem Zeitpunkt des Mordanschlags sollten Karl und Sonja eigentlich auf dem Weg zu einem Geschäftstermin sein. Weshalb sich die beiden stattdessen auf der Yacht befanden, bleibt zunächst offen. In Hajo keimt jedoch ein schlimmer Verdacht auf und er beginnt die Sachen seiner verstorbenen Frau zu durchwühlen. Dabei findet er einen Ring, der seine Befürchtungen bestätigt: In den Ring ist „Meiner Liebe. K.“ eingraviert. Offenbar hatte Hajos Frau ein Verhältnis mit seinem Vater.

Bei Befragungen auf dem Firmengelände erfährt Kommissar Ehrlicher unterdessen, dass Hajo für seine Stelle als Juniorchef Konkurrenz hat: Da der Sohn Karls offenbar nicht sehr durchsetzungsfähig ist, gilt der als Bauleiter tätige Stefan Holl ebenfalls als möglicher Nachfolger für die Chefposition. Der Tatort-Ermittler erkennt schnell, dass auch Holl ein Motiv für den Mordanschlag gehabt haben könnte. Doch dieser hat unterdessen andere Pläne.

Holl ist hochverschuldet und erpresst Karls Frau damit, Beweisfotos dafür zu haben, dass Hajo die Tat begangen hat. Sie zahlt zunächst, doch als sie daraufhin die Fotos nicht ausgehändigt bekommt, bricht sie bei Holl ein, um die Negative zu stehlen.

In „Verhängnisvolle Begierde“ haben Ehrlicher und Kain kurz darauf einen weiteren Todesfall aufzuklären, denn es wird auch noch die Leiche von dem nun ebenfalls ermordeten Holl gefunden und an dem Tatort die Fingerabdrücke Hajos…


Die Leipziger Tatort-Folge wurde von dem Mitteldeutschen Rundfunk unter der Regie von Michel Lähn produziert und am 26. August 2001 erstmals ausgestrahlt.

Besetzung
Kommissar Bruno Ehrlicher – Peter Sodann
Kommissar Kain – Bernd Michael Lade
Karl Wasberg – Wolfram Berger
Lisa Wasberg – Eleonore Weisgerber
Sonja Wasberg – Eva Habermann
Stefan Holl – Michael Lesch
Frederike – Annekathrin Bürger
Hajo Wasberg – Marco Hofschneider
Ellen Baumann – Tina Ruhland
Techniker Walter – Walter Nickel
u.a.

Stab
Regie – Michel Lähn
Kamera – Franke Brühne
Buch – Pim Richter
Musik – Uwe Buschkötter und Mike Robken


7 Meinungen zum Tatort Folge 477: Verhängnisvolle Begierde

  • krümel • am 31.3.10 um 19:19 Uhr

    Ach super….die Wiederholungen von ehrlicher und kain kommen im moment regelmäßig. sehr schade, dass es das tatort team nicht mehr gibt. ich hab die sehr gemocht


  • Gekränkt • am 31.3.10 um 22:19 Uhr

    Ich schaue es gerade. Mensch die alten Folgen sind super.


  • Dirk • am 17.11.15 um 21:54 Uhr

    Die Kommissare Ehrlicher und Kain ermitteln im Tatort 477 aus Leipzig. Den habe ich noch in Erstsendung gesehen, mein Gott wie die Zeit vergeht. Kain wie immer an den Schuhen von Ehrlicher klebend, versucht Mord und Totschlag in einer gut situierten Unternehmerfamilie zu klären. Aber doch nicht ohne den Ehrlicher. Mord, noch dazu ein lauter, Totschlag und fiese Erpressung, sind nie ein Mittel, ein gut laufendes Unternehmen neu aufzustellen. Die Tatort-Mordkommission aus Leipzig hatte es aufgezeigt. Die Musik war von Mike Robken.


  • revilo • am 3.12.15 um 9:36 Uhr

    Der Film fängt ganz gut an. Wie fast immer spielt sich alles in einem kleinen Raum ab. Hier ist es ein Familienbetrieb, der im Baugeschäft tätig ist. Nach einem Anschlag mit Todesfolge kommen als Täter nur Mitglieder dieses Unternehmens in Frage. Wie fast immer ermitteln Kain und Ehrlicher dann in dieser Agatha-Christie-Atmosphäre, um den Täter zu entlarven. Hier wird die Geschichte immer schlechter, ohne eigentlich unehrlich zu sein. Bei der Wahl des Täters, den ich schon früh in Verdacht hatte, konnte ich, auch wegen der guten Darstellung des Charakters von dem entsprechenden Schauspieler, nicht wirklich glauben, dass so ein Charakter eine solche tat ausführen kann. Vielleicht aber war das die überraschende Wendung, mit der ein Film eigentlich dann als gut bezeichnet wird. Für mich aber ist dieser Film, obwohl ich Sympathien gerade für Ehrlicher hege, nur für zwei Sterne gut. Für weitere Sterne brauchen die Beiden etwas mehr als nur Normalform. Und bei dieser Folge hatten sie diese sie nur.


  • revilo • am 3.12.15 um 10:39 Uhr

    Zwei Fehler gefunden

    Der Film fängt ganz gut an. Wie fast immer spielt sich alles in einem kleinen Raum ab. Hier ist es ein Familienbetrieb, der im Baugeschäft tätig ist. Nach einem Anschlag mit Todesfolge kommen als Täter nur Mitglieder dieses Unternehmens in Frage. Wie fast immer ermitteln Kain und Ehrlicher dann in dieser Agatha-Christie-Atmosphäre, um den Täter zu entlarven. Hier wird die Geschichte immer schlechter, ohne eigentlich unehrlich zu sein. Bei der Wahl des Täters, den ich schon früh in Verdacht hatte, konnte ich, auch wegen der guten Darstellung des Charakters von dem entsprechenden Schauspieler, nicht wirklich glauben, dass so ein Charakter eine solche Tat ausführen kann. Vielleicht aber war das die überraschende Wendung, mit der ein Film eigentlich dann als gut bezeichnet wird. Für mich aber ist dieser Film, obwohl ich Sympathien gerade für Ehrlicher hege, nur für zwei Sterne gut. Für weitere Sterne brauchen die Beiden etwas mehr als nur Normalform. Und bei dieser Folge hatten sie diese nur.


  • ein-arte-fan • am 12.1.16 um 21:44 Uhr

    Aus der Aufzeichnung: Tatort #477, Baujahr 2001(!), mit dem mir bisher unbekannten Ermittlerduo Ehrlicher und Kain aus Leipzig.
    Synopsis: Wer gerne die „früher war alles besser“ Geige fidelt gehört mit diesem Machwerk zwangsbestrahlt.
    Die Folge beginnt mit weichgezeichneten blumigen Bildern, davor in gelber Schrift die Darsteller der Folge, unterlegt mit Gedudel. In Summa eher Rosamunde Pilcher als Tatort. Eine fröhliche Familie verlässt der Reihe nach die Drei-Generationen-Villa auf dem Weg zum Tagesgeschäft, -vielleicht also doch eher Drombuschs als Pilcher. Und leider sieht das auch nicht nach ironischer Bildsprache aus, nein die Requisiten beiseite vermittelt die ganze Folge den Eindruck: 90er Jahre FamilienTV. Tina Ruland ist auch dabei.
    Wir lernen dass die Familie ein Baugeschäft hat, die Mutter beaufsichtigt die Haushälterin, Vater ist Geschäftsführer, Junior der Bauleiter, dessen Frau macht da auch irgendwas, nur der Enkel ist noch zu klein.
    Und dann fliegen Vattern und seine Schwiegertochter (mon dieu) bei einer Gasexploision auf ihrem Boot in die Luft.
    Auftritt weitere Personen: der fiese Bauleiter Nummer 2, sowie Juniors Sekretärin. Und ein mysteriöser Motorradfahrer.
    Heran die Ermittler und ein paar Minuten später wissen wir, dass jeder der eins braucht auch ein Motiv hat, nur nicht der Enkel, aber der hat immerhin Windpocken. Eine halbe Stunde später erkennt jeder der noch nicht eingeschlafen ist wer der Täter war, während das Drehbuch nochmal wild Tatmotive würfelt, im Hintergrund etwas Familiendrama ala Guldenburgs. Der aufmerksame Zuseher weiss allerdings schon viel länger wer der Täter war, jene eine Person für die kein Motiv konstruiert wurde. Und natürlich nimmt das Drehbuch auch diesen Weg nach Hause.
    Unterm Strich *der* Krimiplot der schon hundertfach gesehen, in Bildern die eher 90er als 2000er Jahre vermitteln, mit Ermittlern die… viel zu wenig private Probleme haben um daraus irgendwie noch etwas interessantes zu machen.
    Zwei Sterne weils für denjenigen der noch nie einen Krimi sah oder gelesen hat doch was neues sein könnte.


  • Walter Ulbricht • am 17.4.18 um 17:45 Uhr

    Wenn die Weisgerber und die Ruhland mitspielen kann der Film nicht schlecht sein.
    Deshalb schon mal vier Punkte vorab.


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