Tatort Folge 559: Heimspiel



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In der Tatort-Folge 559 „Heimspiel“ ermittelt die Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) von LKA in Hannover in ihrer Heimatstadt Lüneburg in der Pharmabranche.

Klaus Gerlitz ist in seiner Limousine in Lüneburg auf einer Landstraße unterwegs, als der Wagen plötzlich von einem anderen Fahrzeug gerammt wird. Abgedrängt von dem Wagen überschlägt sich Gerlitz Limousine mehrfach, ehe das Auto auf dem Feld am Straßenrand landet. Wie durch ein Wunder ist Gerlitz, der ein Pharmaunternehmen in Lüneburg leitet, durch den Unfall nicht verletzt worden. Er kann sich sogar aus dem Unfallwagen selbst befreien und fliehen. Komischerweise hindert ihn der maskierte Unbekannte, der den zweiten Wagen gefahren hatte, trotz seiner Waffe nicht an der Flucht. Der Täter geht sogar soweit, dass er im Tatort „Heimspiel“ den Chauffeur des Unternehmers aus dem Wagen zerrt, ehe das Auto explodiert. Nach dieser Hilfeleistung tritt auch der Täter die Flucht an.

Kommissarin Lindholm wird nach diesem Autounfall von Hannover nach Lüneburg gerufen, wo die Ermittlerin auch aufgewachsen ist. Dort soll sie herausfinden, ob Gerlitz überfallen wurde oder es sich nur um einen ungewollten Autounfall gehandelt hat. Die Lüneburger Kollegin Belinda Utzmann ist im Tatort „Heimspiel“ zumindest von letzterem überzeugt. Genauso geht es auch Gerlitz, der den Unfall selbst erlebt hatte – wobei der Unternehmer den Polizisten das ungewöhnliche Verhalten des Täters verschweigt. Anders sieht das anscheinend nur Steffen Gerlitz, der Juniorchef des Pharmaunternehmens, der für den Leiter einen Personenschutz arrangiert. Zu Kommissarin Lindholms Missfallen wird das Sicherheitsteam ausgerechnet von ihrem Ex Rolf Jacobi geleitet, mit dem sie früher auch zusammengearbeitet hatte.

Als das Pharmaunternehmen nur kurze Zeit später eine Drohung per E-Mail erhält, wird der Fahnderin aus Hannover und ihrer Lüneburger Kollegin im Tatort „Heimspiel“ klar, dass doch mehr hinter dem Unfall steckt. Denn der anonyme Absender will von Gerlitz zwei Millionen Euro als Schutzgeld. Somit war der noch einmal glimpflich ausgegangene Unfall wahrscheinlich als Warnung der Erpresser gedacht. Bei ihrer Suche nach Verdächtigen stößt Kommissarin Lindholm bald auf eine Bande politischer Aktivisten, die schon lange gegen das Pharmaunternehmen sind, weil die Gerlitz AG sich mit Genforschung beschäftigt und auch Gene manipuliert. Die Ermittlerin befragt zwei der Mitglieder, die jedoch behaupten, nichts mit der Erpressung zu tun zu haben. Von den beiden Aktivisten erfährt Lindholm in dem Tatort „Heimspiel“ jedoch von Sonja Bertram, die zusammen mit ihrem Freund Philipp anscheinend einen kleinen Privatkrieg gegen die Gerlitz AG führt. Denn Sonjas Vater war ein ehemaliger Mitarbeiter des Unternehmens, ehe er an Krebs starb. Bertram vermutet jetzt die Ursache für den Krebs in dem Pharmaunternehmen. Philipp war bereits auf der Suche nach Beweisen für diese Theorie in der Firma eingebrochen und sitzt, weil er dabei geschnappt wurde, jetzt in Untersuchungshaft.

Nur wenige Zeit später machen die unbekannten Erpresser ihre Drohung wahr und entführen Klaus Gerlitz. Als die Geldübergabe schief läuft, übernimmt der Staatsschutz die Ermittlungen. Charlotte Lindholm will sich jedoch damit nicht zufriedengeben und verfolgt, da sie noch sehr viele Spuren hat, den Fall weiter alleine. Denn sie glaubt nicht, dass allein Sonja Bertram mit ihrem Bedürfnis nach Rache im Tatort „Heimspiel“ hinter der Entführung steckt …

Der Regisseur Thomas Jauch drehte den Hannoveraner Krimi „Heimspiel“, während Orkun Ertener für das Skript verantwortlich war. Die TV-Premiere erfolgte am 29. Februar 2004.

Besetzung
Hauptkommissarin Charlotte Lindholm – Maria Furtwängler
Martin Felser – Ingo Naujoks
Rolf Jacobi – Heikko Deutschmann
Belinda Utzmann – Catrin Striebeck
Klaus Gerlitz – Ernst Stötzner
Richard Poll – Dieter Okras
Steffen Gerlitz – Max von Pufendorf
u.a.

Stab
Drehbuch – Orkun Ertener
Regie – Thomas Jauch
Kamera – Busso von Müller
Musik – Stephan Massimo

Bilder: NDR/Marion von der Mehden


3 Meinungen zum Tatort Folge 559: Heimspiel

  • Frajo • am 22.3.13 um 2:30 Uhr

    Ich guck mir die Lindholm-Tatorte grad noch mal an und bin bei diesem auf einen merkwürdigen Satz gestoßen. Belinda fragt Charlotte, ob sie Kinder habe, und sie antwortet „Eins.“. Belinda fragt nach dem Alter und Charlotte sagt „39“!
    Hat jemand eine Ahnung, was das soll? Meint Charlotte sich selbst damit? Oder vielleicht Martin?
    Denn für ein 39jähriges Kind ist sie ja eindeutig zu jung.


  • Dumpfbacke • am 1.12.13 um 13:06 Uhr

    Dat Kind, wat denn sonst. Is doch klar. Liegt doch auffe Hand. Wieso fragste überahaupt?


  • Dirk • am 26.6.16 um 7:20 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 559 aus dem Jahr 2004. Der spielt bei Lüneburg und die Hauptkommissarin beim Landeskriminalamt in Hannover, die Hauptkommissarin Lindholm, darf als Sonderermittlerin dort Untersuchungen aufnehmen. Ihr platonischer Intimus, der Felser, Martin, gibt ihr wie immer den inneren Halt und die notwendige Welle. Ermittelt wird im Falle der Entführung eines Industriellen und die damit verbundene horrende Lösegeldforderungen an die Familie sowie auf dem Hofe wohnender anarchischer Aktivisten, die eigentlich für alles verdächtigt erscheinend sind. Guter Tatort-Spielfilm mit einer hervorragend agierenden Hauptkommissarin, welche ja ein Lüneburger Mädchen ist und den einen und die andere noch aus der Jugendzeit kennt. Da auch mit den notwendigen Actionszenen in diesem Streifen nicht gespart worden ist, kann er, meiner Meinung nach, durchaus als vorgezogen sehenswert bezeichnet werden.


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