Tatort Folge 565: Mörderspiele



  8 Meinungen
Tatort Folge 565: Mörderspiele 5 8

Der Tatort „Mörderspiele“ führt den Münsteraner Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Gerichtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) auf einige falsche Fährten, bis sie der Lösung ihres fünften gemeinsamen Falls endlich näher kommen. Das ungleiche Ermittlerduo muss dafür zunächst ein kompliziertes Beziehungs-Dickicht entwirren, um sich Klarheit zu verschaffen.

Der Krimi beginnt mit einem Deja-vu-Mord: Am Aasee in Münster wird die Leiche einer Frau gefunden – genauer gesagt taucht lediglich der Rumpf des verstümmelten Opfers auf. Während einer ersten Spurenuntersuchung am Tatort klingelt das Handy des Ermittlungsleiters Frank Thiel. Der Hauptkommissar erfährt, dass am anderen Ufer des Sees weitere Leichenteile entdeckt wurden; es handelt sich bei dem Fund um die untere Körperhälfte der Frau.

Tatort Mörderspiele – Trailer



Der Tathergang erinnert dabei an ein skandalöses Verbrechen, das die Domstadt in den 1950er Jahren erschütterte: der Fall Rohrbach. Diente die damalige grauenhafte Tat etwa als eine Art Anleitung für den aktuellen Mord? Da der Kopf der Toten noch immer fehlt, ist es nahezu unmöglich, die Identität der Frau festzustellen. Bei der Obduktion des Magens der Toten stößt Prof. Boerne Reste auf eine erlesene Mahlzeit samt Trüffeln und Rotwein. Auch dieser Umstand passt, bis auf die Trüffel, zum Rohrbach-Fall. Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann) macht wie gewohnt Druck auf Thiel, den Fall schnell zu lösen.

Kurze Zeit später meldet sich im Tatort „Mörderspiele“ die Studentin Laura Schrott bei der Polizei und meldet ihre Freundin Solveig Helmhövel als vermisst. Frank Thiel befragt den Ehemann, Sigbert Helmhövel, und dessen Schwester, Monika Hanke-Helmhövel. Beide sagen übereinstimmend aus, dass Solveig einen Urlaub in Madeira verbringt. Bei einem Identifizierungsversuch verneint Helmhövel, dass es sich bei dem Mordopfer vom Aasee um seine angeblich verschwundene Frau handelt.

Unerwartet taucht im Präsidium ein undurchsichtiger Geschäftsmann aus der Ukraine auf, Dr. Oleg Buykov. Er behauptet, die Beschreibung der Toten passe auf seine Ehefrau – und tatsächlich kann er die Leiche im Institut von Boerne identifizieren. Handelt es sich bei dem Mord um einen Racheakt der russischen Mafia? Hauptkommissar Thiel bleibt skeptisch. Schließlich hat er im Kühlschrank von Herrn Helmhövel alle Zutaten des Totenmahls entdeckt, einschließlich Trüffel. Und aus Madeira ist bislang noch keine Bestätigung für den Aufenthalt von Solveig eingetroffen.

Doch spielt Buykov die grausamen Mörderspiele? Als man am Turm der Lambertikirche in einem der berühmten Wiedertäufer-Käfige die Studentin Laura Schrott findet – ebenfalls ermordet, gevierteilt und mit Trüffeln und Rotwein im Magen – nimmt der Fall eine Wendung. In Kommissar Thiel wächst der Verdacht daran, dass das Motiv für die Morde Eifersucht und unerwiderte Liebe ist, und zwar unter den beiden ermordeten Frauen und Monika Hanke-Helmhövel. Als Boerne bei letzterer auf dem Bauernhof auf eigene Faust ermittelt, gerät er unversehens in höchste Lebensgefahr. Monikas rumänischer Knecht jagt den Professor mit einer Schrotflinte…

Die Dreharbeiten zur Tatort-Folge 565 „Mörderspiele“ fanden in Münster und Umgebung statt. Bei der Erstausstrahlung des Fernsehkrimis am 25. April 2004 im Ersten schalteten über acht Millionen Zuschauer ein.

Besetzung
Hauptkommissar Frank Thiel – Axel Prahl
Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne – Jan Josef Liefers
Staatsanwältin Wilhelmine Klemm – Mechthild Großmann
Rechtsmedizinerin Silke „Alberich“ Haller – ChrisTine Urspruch
Monika Hanke-Helmhövel – Karl Kranzkowski
Kalmund Brozs – Dirk Schoeden
Herbert Thiel – Claus D. Clausnitzer
Laura Schott – Tanja Schleiff
Olga Buykova – Marina Weis-Burgaslieva
Dr. Oleg Buykov – Mark Zak
Nadeshda Krusenstern – Friederike Kempter
u.a.

Stab
Drehbuch – Stephan Meyer
Regie – Stephan Meyer
Kamera – Michael Tötter
Ausstattung – Roland Wimmer

Bilder: WDR/Michael Böhme


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25 Meinungen zum Tatort Folge 565: Mörderspiele

  • Rogier • am 14.2.10 um 18:49 Uhr

    Welche Tatort ist heute abend die beste?


  • Melli • am 16.2.10 um 20:45 Uhr

    Wow, die Folge war wirklich FETT!!!!

    Die beste aus Münster!!!

    Und der Jan Josef Liefers wie immer großartig


  • Krümel • am 17.2.10 um 20:40 Uhr

    Ach wie blöd….den habe ich verpasst:(


  • Eike • am 17.2.10 um 23:48 Uhr

    Ich liebe die Tatorte der beiden, aber dieser hat mir nicht gefallen. Er war zu makaber und zu wenig Humor drin.


  • gjb • am 18.2.10 um 11:46 Uhr

    also, rechtsmediziner müssen schon unheimlich viel zeit haben, wenn sie sich auch noch in ermittlungen einschalten
    können. sowas!

    ach, da gibt es ja auch eine psychologin, die ermittlungsarbeit leistet.

    so`n unfug

    grüsse

    gjb


  • gjb • am 22.6.10 um 7:07 Uhr

    dieser to, mit der kasper`ltruppe aus münster,

    lief doch in diesem jahr schon einmal…….!

    etwas mehr koordination würde nicht schaden…!

    grüsse

    gjb


  • Gudrun Eussner • am 27.6.10 um 17:17 Uhr

    Ja, leider, nun bringt der Fußball schon Programmreduzierung, und dann spielen sie immer dieselben TO, ich kann den Inhalt schon herbeten.

    Ich weiß nicht, welche Zielgruppe die ARD bedienen will, oder ob ihr die Zuschauer gleichgültig sind. Den Eindruck macht das Programm sehr oft, daß es niemanden interessiert, friß oder stirb!

    Wie ich schon mal schrieb, einmal habe ich von ’nem Regionalsender sinngemäß die Antwort gekriegt, sie wären stolz, ihre Programme unkoordiniert zusammenzustellen. Es ist eben Pech für mich, wenn sich TO überschneiden, und/oder wenn andere Filme nacheinander alle Regionalsender durchlaufen.

    Da kann man HR dankbar sein für Kommissar Brinkmann und den Privatdedektiv Kross. Auch Hannelore Elsner kann man in den Wiederholungen der „Kommissarin“ noch ertragen, und gestern war ein alter DDR-Polizeiruf 110, von 1972, 45 Minuten, Schwarz-weiß und spannend.

    Geht doch!

    Der WDR ist mit den Hansjörg Felmy-TO durch, da darf man nun den Rabauken Schimmi sehen. Gut für diejenigen, die sowas schön finden, diesen Aufguß, den man in vergleichbaren US-Filmen viel besser sieht.


  • cama • am 27.6.10 um 21:09 Uhr

    Naja, realistisch ist was anderes. Aber mir gefallen die drei Frauen und zwei Männer aus MS sonst eigenlich immer sehr gut.

    Ich find der TO hat zuwenig Aktion gehabt und war dennoch vollkommen überlastet mit Inhalt. Die Geschichte mit der Olga Wurde gar nicht richtig erzählt. Und das Verkaufsmodel im Wohnheim hätte auch noch realistischer auserzählt werden.

    Spannen fand ich es aber irgendwie auch nicht selbst die Entführung machte den Eindruck eines Tee-Trinkens im Altenheim.

    Und noch was auf so einen großen Hof der nicht im Ökolandbau betrieben wird läuft kein Schwein auf Stroh. Geschweige den das der Schweine Stall so einfach betretten werden kann. Und der Eberstall ist auch viel zu groß. Und dann Zuchteber? Das war mit Sicherheit kein Zuchtbetrieb. Schon mal was von künstlicher Besamung gehört?

    Aber es weiß ja eh jeder dass es nicht realistisch sein muss!


  • Chopin • am 28.6.10 um 14:12 Uhr

    Der schlechteste Tatort aus Münster, den ich je gesehen habe. Schade für den Tatort, schade für die Zeit, schade für die Stadt Münster!


  • Gudrun Eussner • am 13.9.10 um 19:17 Uhr

    Alle Wiederholungstermine
    Datum Sender
    27.03.2005 WDR
    03.11.2006 ARD
    17.01.2007 ORF1
    05.05.2007 HR
    14.02.2010 WDR
    27.06.2010 1FEST
    27.06.2010 1FEST
    27.06.2010 ARD
    13.09.2010 N3 (21:00)
    Es reicht! Es reicht! Es reicht!


  • TeaRex • am 13.9.10 um 21:39 Uhr

    Ein völlig überdrehter Schmarrn. Amoklaufende Lesben, Boerne verkommt von der Type zur reinen Karikatur. Aber zu viele Grässlichkeiten, um als Komödie durchzugehen.


  • gjb • am 14.9.10 um 11:16 Uhr

    hallo,

    sage es doch schon die ganze zeit….

    kasperltruppe, nur nicht lustig…..

    …und wie gudrun auflistete, für schmarrn einfach zu oft

    wiederholt !

    grüsse gjb


  • Julian • am 20.2.14 um 22:14 Uhr

    Ich fand den Münster Tatort gut, was etwas unrealistisch war, war das Börne wie ein zweiter Ermittler dargestellt wurde, nicht nur als Rechtsmediziner.


  • tatort-fan • am 21.2.14 um 14:20 Uhr

    Ein super Tatort!! Einfach nur spannend! Ich finde es gut dass dieses mal eher die Spannung und Action im Vordergrund steht. Wirklich mega! Und auch witzig, wie die Klemm am ende fragt: Mussten sie jetzt so landen? Und darauf Thiel: ja sonst wären sie jetzt tot.
    einfach zu gut! Und die Verfolgungsjagt von Boere war auch super spannend. Der hatte aber auch ein Pech in der folge…
    kurze frage nur: warum trägt der diese halskrause? Hab ich da was verpasst oder ist das beim sprung durchs fenster passiert?


  • Ralf • am 23.2.14 um 18:40 Uhr

    Leute, was mault Ihr hier rum. Dass die Tatortreihe die POlizeiarebiet nicht wiederspiegelt, ist doch klar. Genauso wie Journlisten in keinem bekannten Film realistisch dargestellt werden. Weiß ich, weil bin einer. Und wenn Wiederholungen von Tatorten mit Kultcharalter kommen, dann freut Euch oder schaltet dich einfach ab bzw. um. Wer keine Fernbedienung hat, kann seinen Arsch erheben und den Knopf drücken. So long, immer schön locker bleiben. Ach und die US-Serien stinken gegenüber Tatort aber sowas von ab…
    Freu mich auf die nächsten MS-Tatorte, mir fehlen nur noch vier bis ich ale auf Platte hab.


  • Ich • am 18.4.14 um 15:57 Uhr

    Ich fand den Tatort an sich ganz gut, aber eine Sache hier in der Beschreibeung macht mich stutzig:
    Wann wir denn im Film erwähnt, welcher Nationalität der Knecht von Monika Hanke- Helmhövel hat?
    Ich kann mich nicht daran erinnern. -Okay, es ist schon ein bisschen her, dass ich den Film geguckt habe, aber ich wüsste nicht, dass das überhaupt gesagt wird….


  • Neu • am 26.4.14 um 22:53 Uhr

    Hm – naaaa ja, da gab’s wirklich bessere TO Münster …


  • elton • am 12.8.14 um 21:21 Uhr

    Echt bitter das zweitemal hintereinander habt Ihr den falschen Sendeplatz bei den gleichen Tatort angegeben.
    Anfang verpasst:-(

    Auch ist mir neu das ein Tatort nur 45 Minuten lang ist.

    Echt ärgerlich:-(

    Was soll das?
    22:00
    Eins Festival
    Tatort – Mörderspiele
    Thiel und Boerne | Tatort Münster | 2004
    Wer treibt im Münster-Tatort seine mysteriösen „Mörderspiele“? Prof. Boerne entdeckt im Magen der Opfer stets Unmengen von Rotwein und Trüffeln…
    22:45
    Eins Festival
    Tatort – Wegwerfmädchen
    Lindholm | Tatort Hannover | 2012
    Kommissarin Lindholms 20. Fall „Wegwerfmädchen“ schöpft aus den Vollen: der Tatort handelt von Zwangsprostitution, Menschenverachtung und Korruption.


  • WW • am 15.9.14 um 13:14 Uhr

    Ein schwacher Tatort. Die Geschichte war unrealistisch, irgendwie hanebüchen, als hätte ein Praktikant das Drehbuch geschrieben. Die Figuren wirkten wenig glaubhaft und die ganze Geschichte mit ihrer blutigen Realität in Worten, nicht Bildern) und den bizarren Charakteren wirkte wie eine Fahrt in der Geisterbahn.
    Zudem kam irgendwie nicht viel Spannung auf. Leider keine Empfehlung.


  • Dirk • am 2.11.15 um 14:40 Uhr

    Der Tatort 565 aus Münster mit den beliebten Hauptakteuren Hauptkommissar Thiel und Gerichtsmediziner Professor Boerne sowie Staatsanwältin Klemm und Kommissarin Nadeshda Krusenstern. Wobei Frau Haller natürlich nicht unerwähnt bleiben sollte. Mehrmals gesehen, muß ich mir die Handlung dieses Tatort-Reißers immer wieder einmal durch den Kopf gehen lassen. Vom Skript her genial und auch gut auf die Leinwand gebracht. Und wie der Boerne rennen kann! Naja, will ja auch noch etwas länger seinen Rotwein verkosten. Aber der Trittbrettfahrer aus der Ukraine. Auf Ideen kommen die Leute. Nee, kannste mal sehen. Diesen Spielfilm-Krimi kann man ohne weiteres mehrmals schauen, im Rahmen eines gemütlichen Fernsehabend mit Peanuts and Beer. Kann aber auch Rotwein und Trüffeln sein. Sehenswert.


  • Nina Wegener • am 3.11.15 um 14:44 Uhr

    Ich fand den Tatort super. Es ist echt blöd wie einige darauf herum hacken… Klar gab es schon bessere von den beiden, aber deswegen muss man diesen nicht gleich schlecht machen.LG eure Nina!
    PS: vielleicht kennen mich einige von euch. Wer weiss woher?!:-)


  • Seebaer • am 8.4.16 um 11:36 Uhr

    Die Musik im Film.
    Giaccomo Puccini: Vissi d’arte, aus: Tosca (Sopran: Maria Callas).
    Giuseppe Verdi: Fuoco di gioia, aus: Othello (in der Szene, als Prof. Boerne aus dem Fenster ruft „Ruhe da unten, ich höre Musik“)


  • Gudrun • am 27.12.16 um 13:39 Uhr

    Nicht meine Lieblingsfolge, aber dennoch ansehnlich. Der Humor ist mir persönlich auch ein wenig zu kurz gekommen. Hätte man akzeptieren können, wenn die Geschichte gut gewesen wäre. Ein wenig verworren. Dennoch definitiv eine der guten Folgen aus Münster.


  • Lona • am 9.12.17 um 15:52 Uhr

    Für mich ohne Zweifel eine der besten Tatort Folgen überhaupt. Die Handlung ist sehr spannend. Es gibt verschiedene Lösungsansätze und immer wieder kommen unerwartete Wendungen. Es wird nie langweilig. Thiel und Boerne als Team, wie ich es sehen will. Thiel als emotionaler, aber dennoch pragmatischer Ermittler, der mit der Geschichte zu kämpfen hat absolut sehenswert. Der Bezug zu einem Mordfall aus den 50er Jahren absolut gelungen. Staatsanwältin Klemm ist involviert, weil ihre Jugendfreundin ein Teil dieser Geschichte ist. Sie zeigt sich gefühlvoll, witzig, aber dennoch sehr couragiert. Eine tolle Frau eben. Boerne in hochform. Einmal nicht der arrogante, selbstgefällige und oberflächliche Rechtsmediziner, sondern ein Mensch, der persönlich involviert ist, der Gefühle zeigt und selbst aktiver wird als in allen anderen Folgen. Er schlägt sogar jemanden nieder, um sich selbst zu retten. Die Szene auf dem Bauernhof Helmhövel spannend und witzig zugleich. Thiels und Boernes Verhältnis zeigt sich auch, als Thiel Angst um Boerne hat, als dieser sich in die Maschine ziehen lässt. Für mich auch ganz besonders erwähnenswert die schauspielerische Leistung von Rosel Zech. Sie war eine tolle Schauspielerin und trägt diese Folge. Diese Folge MUSS man gesehen haben. Natürlich 5 Sterne von mir.


  • Lona • am 9.12.17 um 15:55 Uhr

    Nachtrag. Für diejenigen, die auf Witze stehen gibt es auch ein paar.

    Beispiel das Gespräch zwischen Vaddern und Thiel: „Seit wann gehst denn Du zum Friseur?“ „Seit auf meinem Kopf Haare wachsen.“

    Oder die Diskussion zwischen Boerne und Klemm: „Da will uns jemand an die Eier.“ „An meine Eier nicht Herr Professor.“


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