Tatort Folge 571: Bienzle und der steinerne Gast



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In dem Tatort „Bienzle und der steinerne Gast“ ermittelt der Kommissar Ernst Bienzle (Dietz-Werner Steck) an der Stuttgarter Oper, nachdem ein HNO-Arzt und enger Berater des Ensembles umgebracht wurde.

Die Stuttgarter Oper erlebt im Tatort „Bienzle und der steinerne Gast“ einen erfolgreichen Abend. Gerade war die Premiere des neuen Stückes „Don Giovanni“ unter einem großen Applaus des Publikums gespielt worden und so haben die Beteiligten vor und hinter der Bühne allen Grund zum Feiern. Auf der anschließenden Premierenparty geht es hoch her und auch an Lob für die Darsteller wird nicht gespart. Besonders hebt der Intendant von „Don Giovanni“ die Leistung von Cassian Pfeiffer hervor, der als Bassist eine wichtige Rolle gesungen hatte und zudem mit dem Stück auch schon sein 20-jähriges Jubiläum auf der Opernbühne feiert.

Nach den Reden ist es im Tatort „Bienzle und der steinerne Gast“ gerade an der Zeit, das Büffet zu eröffnen, als die ausgelassene Stimmung schlagartig getrübt wird. Denn hinter einer Säule liegt der Körper des HNO-Arztes Dr. Arnulf Sontheim, der die Oper als Fachmann für Singen und Stimmen sowie als Vorsitzender des eigenen Freundeskreises unterstützt hatte – erstochen. So endet die Feier mit einem Besuch der Stuttgarter Kriminalpolizei in Person von Kommissar Ernst Bienzle und seines Kollegen Günter Gächter (Rüdiger Wandel).

Die beiden Ermittler aus Stuttgart erkennen im Tatort „Bienzle und der steinerne Gast“ rasch, dass der Mörder von Sontheim wahrscheinlich direkt aus der Oper kommt oder im näheren Umfeld der Bühne zu finden ist. Für diese Vermutung spricht auch, dass es sich bei der Tatwaffe um ein präpariertes Jagdmesser handelt, welches aus der Rüstkammer der Oper stammte. Es ist für die Ermittler zunächst jedoch unerklärlich, wer den Arzt umgebracht haben soll, da dieser bei allen Mitgliedern des Ensembles beliebt war und auch viele behandelt hatte. Zu den treuen Patienten gehören unter anderem Sylvia Temesvarie und der Bassist Cassian Pfeiffer, für den der Tote sogar ein gutes Freund war. Außerdem hatte Sontheim auch den Intendanten Bartholdy beraten. Selbst bei seinem Personal war der Doktor sehr geschätzt, wie seine Sprechstundenhilfe Anita Breitling bestätigt.

Doch während er sich über den Toten schlau macht, erlebt Kommissar Bienzle auch einige reservierte Gesprächspartner. Einen solchen Unterton hatte er im Tatort „Bienzle und der steinerne Gast“ beispielsweise bei Temesvarie vernommen, die in letzter Zeit nicht mehr so häufig zu dem HNO gegangen ist. Langsam stellen die Fahnder daraufhin fest, dass es Sontheim darauf angelegt hatte, von anderen Menschen gebraucht zu werden und diese sogar von sich abhängig machen wollte. Das ist ihm in dem Krimi oft durch sein medizinisches Fachwissen und seine Behandlungen gelungen, zudem hatte er aber auch Beziehungen zu Frauen geführt, um diese an sich zu binden. Darüber hinaus hatte der Arzt in dem Tatort „Bienzle und der steinerne Gast“ auch Abhängigkeiten dadurch hergestellt, dass er anderen Menschen größere Summen Geld geliehen hatte – wie dem Intendanten Bartholdy. Hatte sich also einer der Abhängigen aus dieser Situation befreien wollen und deswegen Sontheim umgebracht?

Und dann ist da noch der frühere Bariton Robert von Dahlen, der nach einer Stimmbandlähmung seine Karriere aufgeben musste und dem der Arzt nicht helfen konnte. Der Ex-Star der Oper ist dem HNO-Arzt laut eigener Aussage aber nicht böse oder lügt er etwa? Bald stellt sich heraus, dass auch Bassist Pfeiffer momentan eine schwere Phase erlebt. Nachdem sie sich selbst umbringen wollte, liegt jetzt seine Tochter Sarah im Koma. Zusammen mit seiner Frau, die am Theater als Gewandmeisterin arbeitet, verbringt der Sänger möglichst viel Zeit im Krankenhaus und hofft auf Sarahs Erwachen.

Während Pfeiffer im Tatort „Bienzle und der steinerne Gast“ aufgrund dieser familiären Sorgen den Kommissar kaum wahrnimmt, ist das restliche Ensemble schon bald genervt von den Beamten aus Stuttgart. Die Belegschaft steht den Ermittlern immer ablehnender gegenüber, auch weil sie endlich wieder einen normalen Betrieb der Oper erreichen wollen. Mittlerweile verdächtigt Bienzle besonders von Dahlen, der einiges zu verbergen scheint. Ehe er den Mann noch einmal befragen kann, wird dieser im Tatort „Bienzle und der steinerne Gast“ jedoch zum Ziel eines Anschlages…

Die Erstausstrahlung der Tatort-Folge 571 „Bienzle und der steinerne Gast“ lief am 25. Juli 2004 im Ersten Programm der ARD.

Besetzung
Hauptkommissar Ernst Bienzle – Dietz Werner Steck
Günter Gächter – Rüdiger Wandel
Cassian Pfeiffer – Jürgen Tarrach
Robert van Dahlen – Max Gertsch
Anita Breitling – Maren Koymann
Hannelore Schmiedinger – Rita Russek
Waltraud Pfeiffer – Maria Hartmann

Stab
Regie – Hartmut Griesmayr
Kamera – Hans-Jörg Allgeier
Buch – Felix Huby
Musik – Matthias Raue

Bilder – SWR/Schweigert


9 Meinungen zum Tatort Folge 571: Bienzle und der steinerne Gast

  • Gudrun Eussner • am 10.4.12 um 20:02 Uhr

    Leider gibt’s den Bienzle nicht, sondern den TO, der für 22:15 Uhr avisiert war: Unbestechlich, mit Frau Thomalla.


  • Paul Keller • am 24.4.12 um 16:51 Uhr

    Der Darsteller des Bienzle spielt seine Rolle sehr sehr authentisch und setzt sich damit weit von den anderen Kommisardarstellern ab.Danke


  • Horst Tischler • am 24.4.12 um 22:37 Uhr

    Wie hieß die Arien, die der Sänger mit dem Zopf gesungen hat? Möglicherweise aus La Traviata.


  • Bastian • am 3.3.13 um 17:34 Uhr

    Wie heisst denn die Arie bei 33 minuten? ist die auch aus traviata?


  • Dirk • am 28.12.15 um 21:37 Uhr

    Der Tatort Nummer 571 aus Stuttgart. Hauptkommissar Bienzle von der dortigen Mordkommission ermittelt wie immer ruhig und sachlich, dabei außerordentlich genau und analytisch. Mit einer der besten Tatorte um Hauptkommissar Bienzle herum und immer wieder sehenswert. Ehrlich.


  • Werner Hess • am 17.6.17 um 13:07 Uhr

    Wo steht in Stuttgart das Gebäude, in dem der ermordete Arzt seine Praxis hatte?


  • Oheim Petri • am 24.6.17 um 19:18 Uhr

    Bienzle ist echt eine miese Figur und dann auch noch so extrem schlecht, langeweilg gespielt… zum wegschalten. Die private Geschichte nervt auch nur… seine Alte ist so ätzend…

    Der Fall: langweilig. keine Spannung, keine überraschenden Wendungen… und dann immer wieder Bienzle der 5 Valium intus hat…


  • Oheim Petri • am 24.6.17 um 19:20 Uhr

    und gleich nochmal nur 1 Stern weil dieser Tatort hier eine viel zu gute Durchschnittsbewertung hat und diese selbstverständlich nach unten korrigiert werden muss!
    Euer Oheim!


  • wolko • am 15.12.17 um 9:47 Uhr

    Und von mir 5 Sterne für einen spannenden Tatort


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