Tatort Folge 641: Bienzle und der Tod im Weinberg



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In der Tatort-Folge 641 „Bienzle und der Tod im Weinberg“ muss sich Kommissar Ernst Bienzle (Dietz Werner Steck) aus Stuttgart nicht nur mit dem ungeklärten Tod eines Einkäufers herumschlagen, sondern auch mit einem ungebeten Gast in eigenen Heim klarkommen.

Wer das Leben und die Eigenschaften von Mike und Karl Dippon betrachtet, kann sich kaum vorstellen, dass die beiden erstens verwandt und zweitens sogar Brüder sind. Karl Dippon ist von Beruf Winzer. Er ist der Familientradition gefolgt und hat von seinen Eltern die Leitung des familieneigenen Weingutes übernommen. Während sich der eine Bruder also mit aller Leidenschaft dem Wein gewidmet hat, ist Mike Dippon in der Industrie zuhause. Als Einkäufer war er bei dem Maschinenbaukonzern WÜWAG dafür verantwortlich, alle benötigten Rohstoffe und Bauteile möglichst günstig von den Lieferanten zu besorgen. Im Tatort „Bienzle und der Tod im Weinberg“ kommen die beiden so unterschiedlichen Brüder zu einem traurigen Anlass zusammen. Die Mutter der beiden war vor kurzem an einem Herzversagen gestorben, während sie auf den Feldern die Weinbeeren geerntet hatte. In Stuttgart wird jetzt die Trauerfeier zu Ehren der Verstorbenen begangen. Ausgerechnet bei dieser eh schon traurigen Veranstaltung geschieht ein Unglück: Mike Dippon stürzt aus unerklärten Ursache und überlebt diesen Fall nicht.

Daraufhin wird Kommissar Ernst Bienzle eingeschaltet, der im Tatort „Bienzle und der Tod im Weinberg“ den ungeklärten Todesfall untersuchen soll. Neben den Ermittlungen hat der Fahnder aber auch noch ganz andere Probleme privater Natur. So hat seine Lebensgefährtin Hannelore sich ganz spontan angeboten, um auf das Baby einer guten Freundin aufzupassen und das ohne vorher Bienzle zu fragen. Der ungebetene Gast sorgt bei dem Kommisar für keine große Begeisterung und so kommt es auch zum Streit mit Hannelore.

Im Dienst sieht sich Bienzle im Tatort „Bienzle und der Tod im Weinberg“ zunächst beim Arbeitgeber des Toten nach möglichen Verdächtigen um. Dort findet er heraus, dass Mike Dippon durch sein Verhalten einige Menschen gegen sich aufgebracht hatte. Auf der Liste der Verdächtigen steht zum Beispiel Ralf Schaufler, der einen spezialisierten Zuliefererbetrieb leitet. Von Schaufler hatte der Tote immer günstigere Preise verlangt, wodurch der Zulieferer ernsthafte finanzielle Probleme bekommen hatte. Könnte also Schaufler sich im Tatort „Bienzle und der Tod im Weinberg“ für dieses Preisdumping gerächt haben? Der Verdacht gegen den Unternehmer erhärtet sich später auch dadurch, dass Dippon anscheind mit Schauflers Ehefrau geschlafen hatte.

Doch auch innerhalb von WÜWAG hatte der Tote Feinde. Mit seinem Arbeitskollegen Stefan Butz verband Mike Dippon eine ernsthafte Konkurrenzbeziehung und die beiden Männer haben gegeneinander um eine Beförderung gekämpft. Den beruflichen Aufstieg hatte im Tatort „Bienzle und der Tod im Weinberg“ Mike errungen. Wollte Butz vielleicht dafür Rache nehmen? Und warum ist der Arbeitskollege am Tatort gewesen, ohne dass er in den ersten Gesprächen Bienzle davon berichtet hatte? Der Kommissar stößt bald auch darauf, dass der Tote anscheinend seinen Chef erpresst hatte. Butz wusste wohl von dieser Erpressung, doch anstatt sie zu melden oder seinen toten Kollegen anzuschwärzen, hat er damit einfach weitergemacht. Doch warum?

Möglicherweise stammt der Mörder im Tatort „Bienzle und der Tod im Weinberg“ aber doch aus der Familie. So hatte sich Mike Dippon von seiner Frau Nadja Jehle-Dippon scheiden wollen. Damit hätte die Ehefrau nach dem Tod von Mikes Mutter keinen Anteil an deren Erbe erhalten. Hatte Nadja also vielleicht ihren Mann aus finanziellen Gründen umgebracht? Oder warum ist die Witwe sonst so sehr daran interessiert, das Testament der Mutter zu lesen?

Der von Jochen Nitsch gedrehte Stuttgarter Tatort „Bienzle und der Tod im Weinberg“ wurde am 1. Januar 2006 zum ersten Mal im deutschen Fernsehen gezeugt. Das Drehbuch zu dem Krimi hatte Felix Ruby gemeinsam mit Dieter de Lazzer verfasst.

Besetzung
Ernst Bienzle – Dietz-Werner Steck
Günter Gächter – Rüdiger Wandel
Hannlore Schmiedinger – Rita Russek
Mike Dippon – Christof Arnold
Rominger – Walter Schultheiß
Karl Dippon – Christian Koerner
Ursula Dippon – Korinna Beilharz
Sophie Dippon – Margarete Salbach
Ralf Schaufler – Heinrich Schmieder
u.a.

Stab
Drehbuch – Felix Huby, Dieter de Lazzer
Regie – Jochen Nitsch
Kamera – Thomas Makosch
Szenenbild – Andreas Fassongé
Musik – Martin Grassl

Bilder: SWR/Stephanie Schweigert


3 Meinungen zum Tatort Folge 641: Bienzle und der Tod im Weinberg

  • gjb • am 14.6.09 um 11:13 Uhr

    also manchmal sind diese bienzle-tatorte abstrus bis dümmlich gewesen. was sollte den dieser unfug mit dem baby ?

    lieferte die lebensgefährtin das baby im kommissariat ab,
    als hätte man da nichts anderes zu tun ( mordkommission !).

    so ein schmarrn !!!!!!!!!!!!!!!!!


  • Dirk • am 29.5.16 um 6:54 Uhr

    Der Tatort aus Stuttgart mit der Nummer 641. Hauptkommissar Bienzle und Kommissar Gächter ermitteln in schöner schwäbischer Gegend an unschönen Tatsachen. Zwei Morde haben die beiden Ermittler aufzuklären und werden mal wieder hilfreich durch Hilfs-Kommissarin Schmiedinger unterstützt. Wenn Bienzle die nicht hätte. Der Fall selbst zieht sich durch die Zeit, wie die Weinberge durch die Gegend. Zwei Morde, unterschiedlicher Natur und dennoch in einem gewissen Zusammenhang, in kurzen Zeitabständen in diesem Ländlestreifen, nimmt man dem Film einfach nicht ab. Ehrlich. Und wiederholtes Schauen dem interessierten Zuschauer auch nicht. Doppel-Ehrlich.


  • MadMonkey • am 15.5.17 um 18:28 Uhr

    Lol das mit dem Bavy ist echt nicht so der Bringer. Sonst aber absolut ok 3 Sterne.


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