Kurz und knapp – darum geht’s
Ein Schuss im Hamburger Justizgebäude reißt Kommissar Casstorff aus dem Alltag: Der investigative Journalist Gregor Schulz wird vor den Augen von Staatsanwältin Wilhelmi erschossen. Schnell gerät der undurchsichtige Investor Alexander Radu in den Fokus der Ermittlungen, doch Beweise sind rar. Als Schulz‘ Tochter Kathrin die Recherchen ihres Vaters fortsetzt, gerät sie selbst ins Visier der Mächtigen. Als Casstorff und sein Team tiefer graben, drohen sie, in einem Netz aus Korruption und Machtspielen gefangen zu werden …
Inhalt der Tatort-Folge „Investigativ“
Die kalten Flure des Hamburger Justizgebäudes hallen wider, als plötzlich Schüsse fallen. Ein Paukenschlag, der alles verändert: Gregor Schulz, einst gefeierter Enthüllungsjournalist, bricht zusammen. Staatsanwältin Wilhelmi, die Zeugin der Tat wird, ist sichtlich geschockt. Kommissar Casstorff, routiniert und doch mit einem untrüglichen Gespür für die Abgründe menschlicher Natur, übernimmt den Fall. Schnell wird klar: Schulz hatte es auf Alexander Radu abgesehen, einen Investor mit zweifelhaftem Ruf und undurchsichtigen Verbindungen. Doch Radu, gewieft und gut vernetzt, entzieht sich geschickt jeder Konfrontation.
Casstorffs Ermittlungen führen ihn zu Kathrin Schulz, der Tochter des Opfers. Sie, selbst Journalistin, ist entschlossen, das Werk ihres Vaters fortzusetzen. Doch die Gefahr lauert überall: Drohanrufe, ein Anschlag auf ihr Leben – Kathrin gerät immer tiefer in den Strudel einer Verschwörung, die bis in die höchsten Kreise der Justiz und Politik reicht. Casstorff, zwischen Pflichtbewusstsein und wachsendem Misstrauen gegenüber den eigenen Vorgesetzten, spürt, dass dieser Fall mehr ist als ein einfacher Mord. Die Suche nach der Wahrheit gleicht einem Tanz auf dem Vulkan, bei dem jeder Schritt falsch sein könnte.
Hinter den Kulissen
Der Tatort „Investigativ“ wurde vom Norddeutschen Rundfunk produziert und von Claudia Garde inszeniert. Gedreht wurde die Folge im Sommer 2006 in Hamburg, wobei das Justizgebäude und andere markante Orte der Stadt als Kulisse dienten. Robert Atzorn verkörpert erneut den erfahrenen Kommissar Casstorff, unterstützt von Ursula Karven als Staatsanwältin Wilhelmi und Anna Schudt in der Rolle der kämpferischen Kathrin Schulz. Die Erstausstrahlung am 10. Juni 2007 verfolgten 5,75 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 18,7 Prozent entsprach. Der Film polarisierte durch seine politischen Ambitionen und die schonungslose Darstellung von Korruption und Machtmissbrauch.
Schön wärs. Leere Versprechungen. Geistlose Kommentare. Und immer dieses Palaver.
Ein wirklich gelungener Tatort! Spannende Handlung, starke Charaktere und ein Täter auf den man niemals getippt hätte! Aber die Krönung ist die Tatsache, daß unser Land von korrupten Gangstern, Politikern und Staatsdienern unterwandert ist! Und Meinungsfreiheit ist und bleibt ein Traum!!! Top Film mit bitterem Nachgeschmack für alle Träumer.
Es ist natürlich kein Dokumentarfilm, aber die Befürchtung ist (aus Erfahrung) nicht von der Hand zu weisen, dass es bei uns wirklich so aussieht. Prädikat Gut hat dieser Tatort jedenfalls verdient!
Der Tatort mit der Nummer 668 aus Hamburg. Die Hauptkommissare Casstorff und Holicek von der dortigen Mordkommission ermitteln in einem packenden und mysteriös wirkenden Tatort-Krimi. Ein mitreißender Justiz- und Medienthriller, welcher mit völligen Verstrickungen von handlungsbefugten Behördenvertretern in dubiosen und intriganten kriminellen Milieus zu tun hat und die durch engagiert agierende Journalisten zur Veröffentlichung gebracht werden sollen. Und auch das intensiv geführte Privatleben von Hauptkommissar Casstorff ist nicht frei von dubiosen Verstrickungen und Machenschaften und ohne den Hauptkommissar Holicek würde er gänzlich im Regen stehen. Für mich ein immer gern gesehenes Ermittlerduo aus den anfänglichen Zweitausender Jahren.
Wieder Mal ein guter Casstorff Tatort. Kann mich nicht erinnern, dass irgendeine Folge mit Casstorff mich gelangweilt hat. Gut 4 Sterne
@Heinrich, die Wirklichkeit ist viele male schlimmer…
Leider…