Tatort Folge 845: Nachtkrapp



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Tatort Folge 845: Nachtkrapp 4 12

Mit der Tatort-Folge 845 „Nachtkrapp“ feiert der Konstanzer Tatort sein zehnjähriges Jubiläum. Für das Kommissar-Duo Klara Blum (Eva Mattes) und Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) ist es der 19. Fall und auch dieses Mal wird grenzübergreifend ermittelt: Ein Schweizer Junge wird in Deutschland Opfer einer Straftat. Doch die gemeinsame Arbeit an dem Fall erweist sich als nicht sehr partnerschaftlich, denn schon zu Beginn der Ermittlungen versuchen die Kommissare aus beiden Ländern die Leitung zu übernehmen.

Tatort Nachtkrapp – Trailervideo



Eine katholische Jugendgruppe aus der Schweiz macht in „Nachtkrapp“ einen Ausflug in ein deutsches Landschulheim am Bodensee. Der Aufenthalt endet tragisch: Einer der Jungen, Beat Noll, wird entführt, sexuell missbraucht und schließlich getötet. Seine Leiche wird kurz darauf von einem Fischer im Bodensee gefunden. Als die Konstanzer Tatort-Kommissare Blum und Perlmann am Fundort eintreffen, ist ihr neuer Schweizer Kollege Matteo Lüthi (Roland Koch) bereits vor Ort. Der Ermittler der Thurgauer Kantonspolizei versucht augenblicklich die Leitung in dem Fall an sich zu ziehen, doch auch Kommissarin Blum möchte diese Position für sich sichern. Es kommt zu Reibereien, insbesondere Lüthi, der bis vor kurzen für den Schweizer Nachrichtendienst tätig war, verhält sich nicht kollegial gegenüber den Konstanzer Ermittlern.

Dennoch sind alle bemüht, den für den qualvollen Tod des jungen Beat Verantwortlichen schnell zu stellen. Eine erste Befragung der Jungen, die sich ebenfalls in dem Landschulheim aufhielten, ergeben, dass einer von ihnen, Moritz, in der fraglichen Nacht das Bett mit Beat getauscht hatte. Moritz fühlt sich nun schuldig: Er ist überzeugt, dass er das eigentliche Opfer in dieser Tatort-Folge werden sollte und, dass sein Freund von dem sogenannten „Nachtkrapp“ geholt wurde. Der „Nachtkrapp“ ist eine Süden bekannte Kinderschreckfigur. Angeblich entführt er Kinder, die nachts nicht schlafen. Dass es sich hierbei wohl nicht um den tatsächlichen Täter handelt ist offensichtlich. Trotzdem fragt sich Kommissarin Blum, was die grauenvolle Tat mit dem nächtlichen Bettentausch der Jungen zu tun haben könnte. Sollte vielleicht doch Moritz das Opfer in dieser Tatort-Folge werden?

Die Ermittlungen bestätigen diesen Verdacht, denn ins Visier der Kommissare kommt der vor 15 Jahren wegen ähnlicher Taten bestrafte Holger Nussbaum. Dieser ist, nachdem er damals von Kommissarin Blum selbst gestellt wurde, seit Kurzem wieder in Freiheit. Damals hatte er nur dunkelhaarige Jungen getötet und Moritz hätte im Gegensatz zu dem tatsächlichen Opfer in „Nachtkrapp“ in dieses Schema gepasst. Daneben wird der Kreis der Verdächtigen sowohl durch den Betreuer und Diakon der Gruppe, Franz Hobmann, als auch durch die sich in widersprüchliche Aussagen verstrickenden Leiter des Landschulheimes erweitert. Wer wäre zu einer so grausamen Tat fähig? Für die Tatort-Ermittlerin Blum entwickeln sich die Nachforschungen schließlich zu einem lebensgefährlichen Wettlauf gegen die Zeit. Werden ihr die Kollegen rechtzeitig zur Hilfe kommen können?

Die Tatort-Folge „Nachtkrapp“ wurde am 7. Oktober 2012 erstmals ausgestrahlt. Bei der gemeinsamen Produktion des SWR und SRF führte Patrick Winczewki Regie.

Besetzung
Hauptkommissarin Klara Blum – Eva Mattes
Hauptkommissar Kai Perlmann – Sebastian Bezzel
Annika Beck [Beckchen] – Justine Hauer
Matteo Lüthi [Thurgauer Kantonspolizei] – Roland Koch
Herbert Bogner – Hendrik Arnst
Anneke Bogner – Cornelia Schmaus
Franz Hobmann [Diakon] – Yves Raeber
Holger Nussbaum – Hansa Czypionka
Beat Noll – Jérome Humm
Moritz – Elia Sager
N.N – Young-Shin Kim
N.N – Michael Krabbe
u.a.

Stab
Drehbuch – Melody Kreiss
Regie – Patrick Winczewski
Regieassistenz – Janis Rebecca Rattenni
Erster Aufnahmeleiter – Rudolf Kurz
Continuity – Veronika Schmidt
Produktionsleitung – Dieter Streck
Kamera – Ralf Nowak
Kostüme/Kostümbild – Charlotte Graf
Maske/Maskenbildner – Kurt Zahel
Produktionsassistenz – Claudia Schindler
Ton/Filmtonmeister – Lutz Pape
Produzent – Uwe Franke
Ton/Filmtonassistenz – Till Ortner
Set-Aufnahmeleitung – Stefan Bock
Musik – Andreas Hoge


20 Meinungen zum Tatort Folge 845: Nachtkrapp

  • Noops • am 29.9.12 um 10:05 Uhr

    Ist von tvspielfilm als grottenschlecht bewertet worden.


  • Rafi • am 1.10.12 um 10:00 Uhr

    Habe die Vorpremière in Konstanz gesehen. Wirklich einer der besten Tatorte!


  • kiderle peter • am 7.10.12 um 20:22 Uhr

    ich habe fast alle Tatorte gesehen und das war der schlechteste Tatort den ich je gesehen habe -(nicht was die Schauspieler betrifft)
    so konstruiert und gestellt


  • moz • am 7.10.12 um 21:09 Uhr

    der letzte bulle vom bodensee


  • Harry • am 7.10.12 um 22:25 Uhr

    …fand ich gut inszeniert. gut umgesetzt. spannend.
    die ch-polizisten sind endlich ohne folklore dargestellt.


  • gjb • am 8.10.12 um 6:25 Uhr

    alles in allem…total überladen….da blieb schon fast die handlung auf der strecke……!

    …..und das erste mal, dass ich bei einem to eingeschlafen bin…!

    grüsse


  • Michi • am 8.10.12 um 7:43 Uhr

    Guten Morgen Zusammen.
    ich muss zugeben, ich schaue mir das Konstanzer Team mittlerweile sehr gerne an! Der Film gestern war spannend und gute Unterhaltung. Gerade, wenn man selbst Kinder hat, bleibt bei solchen Filmen immer ein fader Beigeschmack. Gudrun stimme ich insofern zu, dass Kinder ein einfaches Mittel sind um die Sympathien auf sich zu ziehen. Schade ist nur, dass im Fernsehen immer (oder fast), ein Happy-End hat. Wenn er den Jungen vor seinem Selbstmord noch umgebracht hätte – DAS wäre noch ein Paukenschlag gewesen….


  • Miss Adele • am 8.10.12 um 11:20 Uhr

    Auch ich sehe mir immer gerne die Herrschaften aus Konstanz an und war gestern weder positiv noch negativ angetan. Es ist jetzt kein Muss die Folge gesehen zu haben schadet aber auch nicht.
    Muss Harry recht geben, dass die Schweitzer wirklich ohne Folklore dargestellt wurden und finde auch die Kinder-Thematik durchaus eine Überlegung wert. Versucht man sich so an die letzten Quoten zu klammern?


  • brain • am 8.10.12 um 11:53 Uhr

    Langweilig und hanebüchen konstruiert.
    Bodensee-Tatorte sind einfach die schlechtesten und werden es auch bleiben.


  • ursula • am 8.10.12 um 19:26 Uhr

    schließe mich der beurteilung von „harry“ an.


  • alter Fan • am 8.10.12 um 23:33 Uhr

    die absolut perfekte TO – Produktion wird es wohl im gesamten TV – Leben nicht geben –
    obwohl das Bodenseeteam nicht unbedingt zu meinen persönlichen TO – Lieblingen gehört ,
    muß ich sagen : diese Produktion war einfach solide gemacht und somit gut und hat mir so ziemlich von Anfang bis Ende gefallen .
    Diesbezüglich weine ich meinen gezahlten GEZ – Gebühren sozusagen keine Träne nach .


  • Nico Haupt • am 9.10.12 um 0:06 Uhr

    Hier gab es nicht nur Ungereimtheiten, sondern auch intern-offene Fragen :
    Was tut denn nun der Schweizer Nachrichtendienst des Bundes (NDB), den es eigentlich ja erst seit Januar 2010 gibt ? (Zuvor war das die getrennte Aufgabe von „Analyse und Prävention DAP“ und des „Strategischen Nachrichtendienstes SND“)
    Ermitteln in China ?
    War das Erscheinen von Peter Jordan, der zuletzt den Bundesnachrichtendienst -Kontakt Uwe Kohnau (Batus Vorgesetzter] ein versteckter Hint, dass Perlmann/Blum fast nur fuer eine Statistenrolle agiert haben, um so etwas wie eine Schweizer „24“-version zu promoten?
    Schiebig und Lahm.
    Bitte nicht wiederholen. Perlmann/Blum sind ansonsten ein Klasse-team und das auch wenn Reto Flückiger auftauchte.
    Dabei hat alles gut angefangen. Satirisches Schmunzeln re: verdaechtige katholische Kirche, denen man persoenlich die Taeterrolle besser „gegoennt“ haette, als diesem Online-Klischee-Voyeurist. Eigentlich waren auch nur die *letzten 15 Minuten konstruiert, dann aber schlaegst fast 13x zuviel Unsinn: Der „Zufall“, dass unschuldiger Taeter den wirklichen „Damals“- und Heute-Taeter gekannt und gesehen hat, laesst keinen anderen Schluss zu als grober Unsinn. Wieso hatte Holger Nussbaum keine nassen Hosen, als er in das Taeter-Schiff stieg, was auch vom Timing ueberhaupt keinen Sinn machte, inklusive an-und ablegen. Da nun aber auch weder das Motiv oder das gestellte Alibi wegerklaert wurde, sowie ein unsinniges Foto enthuellt wurde, war extrem Schwachsinn, das man bei b-movies ueberlachen kann. Dann hatte Blum aber auch Muenzgeld fuer ein Telefon (im Touristengebiet ohne Karte) und wusste eine Telefonnummer von Tatverdaechtigen auswendig (oder hatte sie ein Buechlein mit ?). Noch aergerlicher war die angespielte Parodie auf „Schweigen der Laemmer“ von einem niemals klarer gewesenen Hauptverdaechtigen. Kippte also immer mehr in so ne Edgar-Wallace-Parodie um, mit einem komplett verzogenem Ende, wo auch noch unlogischerweise das Opfer beschuetzt wurde.
    Noch mehr: Die Assistentin von Matteo Lüthi wurde mit was ? bedroht. Offensichtlich keine Pistole, sondern eben nur [das kann man wirklich spoilern : ein Messer ! Muss danach so eine Beamtin nicht entlassen werden, wenn sie dagegen keine Standardgriffe hat.
    Den Rest von EdWood’schen Elementen erspare ich mir nun (starker Husten als Wiedererkennung in der Schweiz, Handys die man unter Wasser nicht orten kann, unberechtigte Kinderbetreuung auf deutschem Ermittlungsraum, fehlende Infrarot-Hubschrauber bei Nacht trotz NDB-Connections etc…) erspare ich mir hier, da ich Perlmann/Blum wirklich mag und ich die Vorherkommentare nicht verstehe, deren Faelle waren ueberwiegend gut und Perlmann kam hier leider zu kurz. 3 von 5, da wie gesagt, bis zu den letzten 15 minuten war alles annehmbar ;-
    ps: es ist uebrigens der Nachtrapp, *nicht NachtKrapp, den man nur so in Oesterreich kennt. In der Schweiz ist dieser Art boese Sandmann weitaus unbekannt und nur in Sueddeutschland nennt man in halt Nachtrapp, well anyway [nico, new york city]


  • Diethelm Glaser • am 11.10.12 um 9:19 Uhr

    Sehr interessant, der Kommentar ;-)
    Ich finde, ALLE neuen Tatorte sind zu konstruiert und wirklichkeitsfremd! Früher waren es Krimis, klar durchdacht, logisch aufgebaut!
    Heute sind es Psychostücke, warscheinlich auch zu viel geschnitten: muss ja in die 90 Minuten passen! Und Requisiteure sind wichtiger als Darsteller, die meist nicht komplett aufgeführt werden!
    Leute, macht wieder bodenständige Krimis, das andere gehört z.B. zu „Bloch“!

    q52


  • don rolando • am 19.10.12 um 20:21 Uhr

    Für mich definitiv einer der besten Tatorte neuerer Zeit oder wann habe ich das letzte Mal die Pause-Taste gedrückt als ich aufs Klo musste??


  • Martina • am 21.10.12 um 18:48 Uhr

    Der Anfang des Films erinnert doch irgendwie an den ’schwarzen Mann‘, den sie vor einem Jahr gefasst haben.


  • Bernd • am 6.11.12 um 11:56 Uhr

    Also der konstanzer tatort ist für mich echt der Bodensatz der Sonntag-Abend-Unterhaltung. Wer mir da wiedersprechen will, darf das gerne tun, aber da bin ich echt auf die Argumente gespannt.


  • Wolf von Hagen • am 10.11.12 um 23:28 Uhr

    Die absolute Grotte von Tatort. Ich habe selten einen so langweiligen Film mit ebenso langweiligen „Schauspielern“ gesehen. Man hätte ebenso 1 1/2 Stunden lang live aus dem Schnarchlabor senden können, wäre vielleicht unterhaltsamer gewesen. Wer denkt sich so einen Käse aus?
    W v.H.


  • thi • am 10.12.14 um 23:07 Uhr

    Die Bewertungsfunktion ist ja echt fürn Arsch, wenn hier 90% der Kommentatoren nicht damit umgehen können.

    Ich fand die Folge spannend und interessant genug, mit kleineren Schwächen. Das mit dem Husten habe ich als Absicht verstanden, damit der Busfahrer sich besser an sie erinnert, falls er befragt wird. Ansonsten konnte ich der zugegeben etwas wirren Handlung ganz gut folgen. Die Entführung war dann irgendwann etwas zu viel des Guten, wurde dann ja auch schnell sein gelassen.


  • Frank Spies • am 6.3.15 um 20:22 Uhr

    Komentaren überflüssig. Einfach nur klasse Tatort. 5 Sterne. Klasse.


  • Dirk • am 29.9.15 um 21:59 Uhr

    Der Tatort Nummer 845. Konstanz-Bodensee. Ermittler: Hauptkommissare Blum und Perlmann (Deutschland) sowie Kommissar Lüthi (Schweiz). Ein beklemmender Fernseh-Thriller um Jungenmorde und sexuellen Abartigkeiten. Der Film in der Handlung, ein wenig unrealistisch dargestellt, hat aber leider Gottes reale Straftaten als Drehhintergrund. Aber so ist nun einmal Thriller-Unterhaltung und sollte es auch bleiben. Die Ermittler, emotionsgeladen aber nervenstark, stellen letztendlich den Täter und können ihm dennoch nicht habhaft werden. Kinder verschwanden seit Jahrhunderten plötzlich und unerwartet. Ob Märchen, Sagen oder Legenden. Ein Hoch auf die moderne Aufklärung. Ehrlich.


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