Polizeiruf 110: Monstermutter



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Polizeiruf 110: Monstermutter 3 23

Muss Kommissarin Olga Lenski sterben? Mit dem Polizeiruf 110 „Monstermutter“, ihrem 18. Fall, hört die alleinerziehende Ermittlerin und damit die Schauspielerin Maria Simon auf, für das deutsch-polnische Kommissariat bei Świecko/Frankfurt (Oder) zu arbeiten. Ihr Ermittlungspartner Adam Raczek, gespielt von Lucas Gregorowicz, erfährt die schmerzliche Nachricht über Olgas Kündigung viel zu spät. Als die Polizistin jedoch in Lebensgefahr gerät, ist jeder Ärger vergessen: Adam muss Olga schleunigst retten.

Der letzte Fall von Olga Lenski mit dem Titel „Monstermutter“ wird am Sonntag, den 31. Januar 2020 um 20.15 Uhr im Ersten Programm der ARD erstausgestrahlt.

Inhalt der Polizeiruf-110-Folge „Monstermutter“

Olga Lenski hat sich diesen wichtigen Schritt in ihrem Leben gut überlegt. Schon häufiger hatte sie mit sich gehadert, letzten Endes jedoch immer vor der Entscheidung gekniffen: Jetzt hat die Hauptkommissarin ihren Job bei der Kriminalpolizei gekündigt. Nicht nur sich zuliebe, sondern vor allem für ihre mittlerweile 9-jährige Tochter Alma, die viel zu oft ohne ihre Mama auskommen musste. Lenski wurde in der Vergangenheit beruflich stark gefordert und konnte ihrer Mutterrolle kaum gerecht werden. Damit soll endlich Schluss sein.

Und – es musste ja so kommen! – tatsächlich klingelt auch im Polizeiruf 110 „Monstermutter“ ihr Diensthandy, obwohl sie eigentlich gerade ihren Resturlaub abfeiert. Widerwillig fährt Olga zum Jugendamt in Frankfurt, wo es zu einem Tötungsdelikt kam; ihre Beifahrerin Alma „parkt“ sie wortwörtlich vor dem Tatort.

Das Opfer, die Sachbearbeiterin Hagedorn, wurde von einer Besucherin mit einer Schere brutal attackiert, eine impulsive Tat, die in einer aufgeschlitzten Halsschlagader endete. Die mutmaßliche Täterin ist schnell identifiziert: Louisa „Lou“ Bronski, erst seit gestern auf freiem Fuß, 7-fach vorbestraft und Mutter einer kleinen Tochter namens Lilly, deren Sorgerecht sie allerdings schon vor Jahren verloren hat. Bronski ist ein harter Fall, aufbrausend und unberechenbar. Das Verhältnis zur Mutter Nicole ist schlecht, der Vater ihres eigenen Kindes lebt irgendwo in Bulgarien.

Während ihr Partner Adam Raczek nebenbei vom Chef Pawlak erfährt, dass Olgas Platz am gemeinsamen Schreibtisch zukünftig leer bleiben wird, will die von dem neuen Fall nichts wissen. Sie hat schließlich bereits frei. Adam, so enttäuscht, sauer und traurig er über Lenskis Weggang auch ist, weiß, dass er sie für die Suche nach Bronski braucht. Es gelingt ihm, seine Kollegin für die Mitarbeit zu gewinnen – hätte er es doch bloß gelassen.

Denn als die Kriminalbeamtin im Alleingang einer Spur nachgeht, kommt es zum Überfall durch die gewaltbereite Lou. Mit vorgehaltener Waffe entführt sie die Polizistin und zwingt sie, stadtauswärts zum Haus der Pflegefamilie zu fahren, in der Lilly mittlerweile lebt. Indessen macht Lou mit Raczek einen Deal aus: Olgas Leben im Austausch gegen ihre Tochter, mit der sie in Richtung Bulgarien flüchten will. Ob das gut geht?

Infos zur Polizeiruf-Produktion

Der Polizeiruf „Monstermutter“, eine Produktion des rbb, spielte seit fünf Jahren im Kommissariat Świecko nahe Frankfurt (Oder), an der Grenze zwischen Deutschland und Polen. Olga Lenski wechselte 2015 von der Stelle in Brandenburg an der Seite des Dorfpolizisten Horst Krause in die erste deutsch-polnische Mordkommission. Damit wurde sie zu Raczeks Partnerin, mit dem sie zu Beginn nur schlecht auskam. Doch das Vertrauen wuchs im Laufe der Zusammenarbeit und die zwei Hauptkommissare begannen, einander zu schätzen.

Ohne Olga macht Adam zukünftig mit einem neuen Ermittlungspartner im Polizeiruf weiter: Der deutsche Schauspieler André Kaczmarczyk übernimmt den Part ab 2021. Der 1986 in Suhl, Thüringen, geborene Künstler hat sich vor allem auf der Theaterbühne einen Namen gemacht, war allerdings auch schon in Film und Fernsehen (u.a. in „Anonymus“ von Roland Emmerich) zu sehen bzw. als Hörspielsprecher aktiv.

Vorbild für den Spielort ist und bleibt übrigens „Das Gemeinsame Zentrum der Deutsch-Polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit“ in dem Dörfchen Świecko, Polen. Von hier aus werden die Einsätze in den Grenzgebieten allerdings lediglich koordiniert; anders als im Polizeiruf 110 finden keine aktiven Ermittlungen seitens der dort arbeitenden Beamten statt.

Die Regie im Polizeiruf „Monstermutter“ führte Christian Bach, der in der Vergangenheit den düsteren Fall „Heimatliebe“ mit Lenski und Raczek in Szene setzte. Gefilmt wurde das Entführungsdrama in Frankfurt an der Oder, in Berlin und Słubice, und zwar in der Zeit während der Corona-Pandemie vom 8. September bis 8. Oktober 2020.

Die Redaktion von Tatort-Fans meint …

Sabine (41 J. | Kinoliebhaberin)

Ach, ich mochte die Olga. Ihre Einsätze mit Raczek waren fast immer sehenswert. Dieser letzte Fall des Duos wird vorrangig von Luzia Oppermanns („Lou“) fabelhaftem Schauspiel getragen. Die Wut und Aggression, die Lou in Schüben übermannt, verursachen eine Gänsehaut. Ein spannender Krimi, dessen letzten 10 Minuten in der Presse-Preview ausnahmsweise nicht gezeigt wurden; ich werde mir die TV-Premiere ansehen um zu erfahren, ob Lenski am Ende eine Chance hat.

Gerald (41 J. | IT-Nerd)

Schade schade, dass Kommissarin Lenski den Polizeiruf verlässt. Schon mit dem Polizisten Krause auf dem Motorrad fand ich Maria Simon sehr gut in der Rolle. Aber vielleicht ist es gut, jetzt aufzuhören (wenns am schönsten ist). Dieser Fall ist richtig gut gemacht und zeigt, wie sehr Adam Raczek Olga eigentlich mag. Was mit ihr passiert weiß ich nicht, aber ich kann nur sagen: Einschalten! 4 Sterne von mir.

Polizeiruf-Besetzung

Hauptkommissarin Olga Lenski – Maria Simon
Hauptkommissar Adam Raczek – Lucas Gregorowicz
Inspektor Karol Pawlak – Robert Gonera
Komisarz Wiktor Krol – Klaudiusz Kaufmann
Polizeihauptmeister Wolfgang Neumann – Fritz Roth
Rechtsmediziner Dr. Marian Kaminski – Tomek Nowicki
Louisa „Lou“ Bronski – Luzia Oppermann
ihre Mutter Nicole Bronski – Jule Böwe
Enno, der Mann von Nicole – Sebastian Reusse
Maria Lenski, Olgas Mutter – Natalia Bobyleva
Alma Lenski, Olgas Tochter – Aennie Lade
Rechtsanwalt Veith Hannwacker – Rainer Strecker
Ulrike Racknitz, Mitarbeiterin beim Jugendamt – Petra Hartung
SEK-Einsatzleiter Baldur Strack – Lars Pap
Jörg Beerenz – Tom Hahn
u.a.

Polizeiruf-Stab

Drehbuch – Christian Bach, nach einer Idee von Jan Galli u. Christian Klandt
Regie – Christian Bach
Kamera – Namche Okon
Schnitt – Kai Schröter
Szenenbild – Wolfgang Arens
Musik – Sebastian Pille

Trailer zur Polizeiruf-Produktion



Bilder-Galerie zum Krimi aus Frankfurt (Oder)


31 Meinungen zum Polizeiruf 110: Monstermutter

  • b • am 31.1.21 um 14:51 Uhr

    Gottseidank gibts die Mediathek, diesen PR erspar ich mir.
    TO wär mir lieber gewesen, außer den von letzter Woche, der war noch schlechter als der schlechteste PR.


  • Kathi • am 31.1.21 um 21:34 Uhr

    Es fehlen zwar noch 10 Minuten, aber bisher habe ich mich 80 Minuten ziemlich gelangweilt.


  • Zoran • am 31.1.21 um 21:43 Uhr

    Zur depressiven Corona Phase den Zuschauern noch ein depressives Ende im Tatort bieten. Klasse.


  • Ludwig • am 31.1.21 um 21:45 Uhr

    Vielen Dank für diesen rundum gelungenen Polizeiruf!


  • Mart • am 31.1.21 um 21:47 Uhr

    Verstörend, deprimierend, aber sehr gut. Schade, dass Olga alias Maria aufhört. Von mir fünf Sterne und Daumen hoch.


  • Roland Drossel • am 31.1.21 um 21:48 Uhr

    Guter polizeiruf heute besser wie die die letzten langweiligen Tatorte
    Schade das die Hauptdarstellerin aufhört


  • alter Fan ( tm ) • am 31.1.21 um 21:51 Uhr

    im Vergleich zu so mancher in letzter Zeit angebotenen Tatort Produktion halte ich diesen PR110 für einen solide gemachte Sonntagabendkrimi – aus vollster Überzeugung 4 Sterne


  • Der Fremde • am 31.1.21 um 21:54 Uhr

    Zum Abschluss also ein Sozial-Drama: die Geschichte einer asozialen jungen Frau, welche durch ihr Verhalten jegliches Recht auf Mitleid verwirkt hat. Mich hat das nicht wirklich berührt. Ja, es gibt leider solche Gestalten, zu denen ich persönlich allerdings so viel Abstand wie möglich (in meinem Alltag in einer Großstadt) halte.
    Maria Simon wünsche ich alles Gute für deren Zukunft, die Figur Olga Lenski wird nicht allzu sehr abgehen.


  • Garbak • am 31.1.21 um 21:59 Uhr

    Hi Fans,
    Ein Ratekrimi wars diesmal nicht, eher ein Roadmovie. Luzia Oppermann absolut großartig. Schade um Maria Simon; ich mochte diese sanfte Ermittlerin.
    Gut gespielt, 4 Sterne.


  • Attila • am 31.1.21 um 22:04 Uhr

    Ich gehöre offenbar zur Minderheit, der dieser Polizeiruf von der Oder nie gefallen hat. Mich stört einfach, dass die Umgebung völlig irreallistisch ist.
    Die heutige Folge, zum Beispiel, wäre gar nicht schlecht geworden. Es gab zwar einige kleine Logiklöcher, aber insgesamt in Ordnung, schauspielerisch gut, die Grundsituation gut aufgebaut, auch der Schluss gut gemacht.
    Im Gegenteil von einigen anderen Kommentaren fand ich diesen Polizeiruf gar nicht langweilig.
    Ich kann aber nicht akzeptieren, wie diese internationale Polizei funktioniert. Ein polnischer Polizist gibt der deutschen Polizei das Befehl, eine Deutsche in Deutschland zu töten. Aha. Ich glaube nicht, dass es so was gibt.
    Und es ärgert mich so, dass ich das Film nicht richtig genießen kann.

    Dass Lenski/Simon ausscheidet, ist echt Schade. Doch auf dieses deutsch-polnische Kommissariat könnte ich gerne verzichten.


  • Winfried Vorbeck • am 31.1.21 um 22:05 Uhr

    Hat mir nicht gefallen. Außer Psycho-Kram keine Spannung und das mag ich nicht sonderlich. Das einzig Interessante: wie geht das am Ende für Olga Lenski aus?

    Der Showdown dann unglaubwürdig. Warum sollte das Mädel am Ende aufgeben wollen? Und die Freigabe für die Scharfschützen (gibt es sowas eigentlich wirklich) wird per Funk quasi remote erteilt. Und das viel zu spät


  • Jacek Hayder • am 31.1.21 um 22:20 Uhr

    Gut und spannend. Fuer Sonntag, beste wahl um 20:15.


  • Hans Müller • am 31.1.21 um 22:20 Uhr

    Ich bin froh das dieser Tatort endet. Schade das für ein bisschen Theatralik, am Ende ein Mensch, von der Polizeigewalt durch Kopfschuss hingerichtet wird. Das Signal das da gesendet wird ist „Vertraue nicht der Polizei, sonst endest du mit einer Kugel im Kopf“. Positive Botschaften für gelungene Deeskalation sehen anders aus.


  • Stefan • am 31.1.21 um 22:23 Uhr

    War sehr spannend mit sehr traurigem Ende. Kein Hollywood Happy End. Leider. Aber so ist das Leben… Tut mir leid für die Lily und die Lou.
    Sehr gute Leistung von Luzia Oppermann, sie hat das sehr authentisch gespielt. Deutlich besser als die letzten Tatorte.


  • HerrBert • am 31.1.21 um 23:15 Uhr

    Ziemlich straight erzählt, ohne Schnickschnack. Normale Ermittlungsarbeit. Tragisches Ende. Schauspielerisch gut gemacht.
    Solide, aber keine große Sache.


  • G. E. Rücht • am 31.1.21 um 23:16 Uhr

    Richtig spannend, richtig gut, starke Schauspieler und ein logischer Schluss.


  • Karin L. • am 1.2.21 um 0:42 Uhr

    Solide Geschichte, und spannend. Steckt alle fünf bisherige Tatorte des Jahrgangs 2021 in die Tasche. Der Polizeiruf ist der bessere Tatort. Binsenweisheit, leider immer öfter zutreffend.


  • arte-Versteher • am 1.2.21 um 11:45 Uhr

    Sicherlich ein solider Krimi, allerdings kam es mir vor, als hätte ich ihn schon hundertmal gesehen. Das bezieht sich nicht mal vorrangig auf den Inhalt (natürlich ist ein Thema nicht „verbrannt“, nur weil es öfter behandelt wird), sondern vor allem auf die m.E. recht konventionelle Darbietung der Geiselnahme-Situation. Der Aufbau der Beziehung zwischen Lenksi und Bronski erinnerte mich ein wenig an die Parodie dieser Taktik im TO 1000 „Taxi nach Leipzig“, wo sich der gute Borowski verzweifelt im Empathieaufbau per Small Talk versucht. Gut gespielt war indes das Oszillieren von Bronski zwischen Momenten der Klarheit und dann wieder völlig versagender Impulskontrolle. Die Thematisierung des Themas finaler Rettungsschuss fand ich dagegen eher ein wenig gewollt, Setzung eines Diskussionsthemas für den Montagmorgen in der Kantine, naja.

    Wie gesagt, ordentliche Krimikost, aber nichts, was für die These herhalten kann, der Polizeiruf sei inzwischen besser als der TO (dafür gäbe es andere Referenzen). Drei Sterne; zum vierten kann ich mich nicht durchringen, weil außer der Tatsache, dass man nicht wusste, ob und wie Lenski am Ende den Serientod sterben wird, alles ein wenig vorhersehbar schien.


  • Simone • am 1.2.21 um 12:46 Uhr

    Normalerweise bin ich kein Fan vom Polizeiruf, aber diesen hier fand ich in Summe doch sehr gelungen. Was mich gestört hat, waren die polnischen Dialoge zwischendurch. Insgesamt gesehen fand ich den Polizeiruf nicht langweilig und die Story gut. Die „Lou“ wurde klasse gespielt. Leider kein schönes Ende, aber das war fast zu erwarten.


  • Wolko • am 1.2.21 um 14:29 Uhr

    Absolut spannend kritisch und toll gespielt.
    Dieser Polizeiruf war Spitze.

    Was mich schon lange ärgert sind die Bewertungen von Leuten die sich nicht entblöden können hier Kommentare abzugeben ohne den Film gesehen zu haben.


  • Colorwriter • am 1.2.21 um 14:54 Uhr

    Nun, der Polizeiruf 110 beeindruckt mich seit Jahren mit durchgehend guter Qualität. Insbesondere die beiden Ermittler Olga und Adam des deutsch-polnischen Kommissariats haben es einem angetan. – Was gibt es interessanteres, weil komplexeres als eine internationale Zusammenarbeit. Gerade für Drehbuchschreiber, denkt man.
    Von daher war die Erwartung groß. Besonders, weil Maria Simon, als Kommissarin Lenski, mit dieser Folge ausscheidet.

    Was mich gestört hat.

    Einmal wieder ein Drehbuch mit allzu vielen Logiklöchern. Der Plot war ja OK, wenn auch schon oft da gewesen. Leider, fand ich zumindest, lief die Handlung stets immer nur deswegen weiter, weil im entscheidenden Moment „Personal“ gefehlt hat. Oder irgendjemand seinen Job nicht richtig macht.

    Ein paar Beispiele:

    Frisch aus dem Knast entlassen, ist da kein Bewährungshelfer, der die „Monstermutter“ begleitet. Die klaut statt dessen gleich ein Auto. Beim Sozialamt hat es weder Kollegen noch Sicherheitsleute, die durch Anwesenheit verhindern, dass eine Mitarbeiterin von einer Besucherin eine Schere in den Hals bekommt. (Ohne Termin, die Frau marschiert da einfach so hinein und weiß auch prompt, wo sich die „zuständige Sachbearbeiterin“, welche, was für ein Zufall, gerade keinen Termin hat, bzw. sich deren Büro befindet) Die „Scherenstecherin“ findet dabei auch gleich die Akte ihrer Tochter mit der Adresse des Vormundes/Anwalts und entkommt dabei unangefochten.
    Weltfremd zum ersten!
    Des weiteren hat es dann eine Schlägerei im Club, wo ein Gast zusammengetreten am Boden endet, und der „Security“ schmeißt die Schlag-Zu-Dame nur raus, anstatt sie fest zu halten und ruft daher auch nicht die Polizei. Auf diese Tour weiterhin unbehindert, schmollt die Dame im Anschluss irgendwo auf dem Trottoir und es findet sich ein Nerd, der sie mit nach Hause nimmt. Und ihr „am Morgen danach“ sein Auto überlässt… Weltfremd zum zweiten!
    Obwohl längst klar ist, das die „Monstermutter“ gefährlich ist, trennen sich die Ermittler und klappern Mutterseelenallein die gefährdete Personen ab. Die Mörderin hat inzwischen den Anwalt in seiner Kanzlei überfallen, auch dort hat es kein(e) Personal/Sekretärin/Mitbewohner, welche die vom Drehbuchautoren gewünschte Handlung durch Anwesenheit „behindern“. Statt dessen Pfefferspray und was es sonst so braucht, um Personen zu fesseln, und um eine gut ausgebildete Polizistin zu überwältigen.
    Weltfremd zum dritten.
    Der Schluss. Nun dass und warum man im Fernsehen keine Polizeilichen Taktiken zeigt/vermittelt ist jedem klar. Aber bei einer Entführung/Geiselnahme, hat es da keine Polizeipsychologen die durch Verhandeln schlimmstes zu verhindern haben? Hier nicht, denn es stört die Handlung.
    Weltfremd zum vierten.

    Die Darsteller sind allesamt herausragend. Kamera und Regie tun ebenso ihr Bestes. Nur diese Drehbuch. Eine Art von weiterspielen des (wie ich finde) genialen Kinofilms „Systemsprenger von Nora Fingscheidt, nur will hier die Mutter zurück zum Kind. Dazu ein Roadmovie, drei Mutter-Tochter Konflikte und ein Sozial/Kollegen und Psychodrama. (Weniger wäre da mehr gewesen… )
    Leider alles nur zusammen gehalten durch „Pleiten, Pech und Personalmangel“
    Ohne dies kam der Drehbuchautor am Handlungsfaden anscheinend nicht weiter.

    Leider, wegen des unlogischen und überbordenden Drehbuchs, ein eher Unwürdiger Abgang für Frau Simon. Zumindest besser las mancher Tatort.

    Drei Sterne.


  • Franzis Ka • am 1.2.21 um 15:54 Uhr

    „Onkel Petri“ (31.1. 13:23Uhr) hat wohl nicht mal ne Komparsenrolle im letzten Tatort bekommen… sonst würde er nicht so auf alle(s) schimpfen. Oder er ist einfach „nur Wessi“…
    Was ich eigentlich schreiben will:
    Ich meide sonst „aus den Fingern gesaugte“ Stories/Krimis, da mir das Leben genug davon bietet… Bin zufällig bei ONE hängengeblieben, weil ich „Jugendamt“ in grossen Lettern auf dem Screen gesehen habe…
    Der MütterTatort hat mich geflasht, sicherlich auch, weil ich selbst seit einem Jahr um unsere Enkeltochter kämpfe und das JA.* als emphatielos wahrnehme… Ich kann mir vorstellen, dass man bzw. Mutti da zur Mörderin wird. Auch wenn das natürlich nicht richtig ist und nur noch mehr Leid bringt (wie wir mit ansehen mussten)… aber was interessiert das eine junge Mutter, die selbst ihr Leben lang schon „durch die Hölle“ gehen musste… Ich mag MARIA SIMONs Spiel…ich nehme ihr jede Rolle ab!
    Ich wusste bis gestern nicht mal, dass es einen Tatort in FF. gibt😉 SORRY.
    Schön, polnische Klänge zu hören & dt. – polnische Zusammenarbeit auf hohem Niveau…Grosses Lob an die junge Schauspielerin (versprochen: ich google oder ecosiar gleich den Namen), mit welcher Inbrunst sie gespielt/die Rolle gelebt hat. Was für ein interessantes Gesicht! Auch Ihr anderen ward super, sonst wär mir das aufgefallen! Und, keine Frage, Regisseur*innen, die „ein bis 2 Händchen“ für ihre Besetzung haben sowieso!
    NUR, aus ganz persönlichen Gründen, fehlten die bösen Väter, die LEIDER meist für das Leid ihrer Frauen/Kinder verantwortlich sind…Die Bösen waren mal wieder die Mütter… doch das ist wohl Teil der Fiktion.
    Mehr EMPHATIE! Hier und da draußen!!
    P. S. *Unsere Tochter, selbst Jungschauspielerin (gewesen) wird jetzt von ihrem drogenabhaengigen Freund „zu Hause eingesperrt“ und erlebt psychische & körperliche Gewalt…


  • Franzis Ka • am 1.2.21 um 16:05 Uhr

    SORRY, mein Fehler: es war wohl gestern ein POLIZEIRUF 110 (ich dachte, Sonntag läuft wie eh und je Tatort)!
    Schön! Noch eine positive Überraschung!


  • Franzis Ka • am 1.2.21 um 16:14 Uhr

    Liebe/r Colorwriter*in! Nicht böse gemeint, aber einfach mal einen Film wirken lassen! Mal nicht nach Fehlern suchen! Auch im wahren Leben kommt es oft anders als man denkt… Und irgendwie passend… Es fehlen doch wirklich überall Leute… Nicht erst seit Corona!
    Ich habe mir auch sagen lassen, in solchem Milleu (Nachtclub), hat man gar nicht so gerne mit der Polizei zu tun!


  • Colorwriter • am 1.2.21 um 16:34 Uhr

    @ Franzis Ka

    Ich überlasse es jedem, (s)ein Meinung zu haben, und zu vertreten. Von daher belehre ich niemanden und stülpe auf die Tour auch niemandem meine Sicht der Dinge über Kopf, Herz und Verstand. . Das erwarte ich jedoch auch von anderen. Ich habe meine Meinung und du deine, OK?


  • Franzis Ka • am 1.2.21 um 17:16 Uhr

    Luzia Oppermann💐


  • Franzis Ka • am 2.2.21 um 14:47 Uhr

    Mann oh Mann!
    Man(n) möchte von der „bösen Welt“ da draußen „verschont“ bleiben… Und nicht über den Tellerrand hinausschauen…Na dann „Gute Nacht“ Udooo!
    Da kann ich nur irgendwas mit Florian Goldeisen empfehlen😉

    Logik brauchste im Mathematikstudium! Und in merkwürdig steckt: zum Merken würdig!

    GEFÜHLE MACHEN ALLES AUS😎


  • Sabine • am 2.2.21 um 14:59 Uhr

    Liebe Franzis Ka,

    ich habe das Gefühl, Sie missverstehen unsere Kommentarfunktion.

    Sehr gerne können Sie Tatort-Folgen auf diesem Portal bewerten – doch bitte nicht die persönlichen Meinungen anderer Kommentatoren.
    Herzlichen Dank!

    Mit besten Grüßen aus der Redaktion
    Sabine


  • Der Fremde • am 10.2.21 um 14:28 Uhr

    Ich stelle dieser Tage fest, dass Luzia Oppermann im öffentlichrechtlichen deutschen Fernsehen (ARD,ZDF) sehr gut gebucht ist: Innerhalb 18 Tagen 3 tragende Rollen in Hauptabend-Krimis: Nord bei Nordwest (aktuellste Folge), PR 110 und vorgestern Spreewaldkrimi, jeweils in der Rolle von psychisch kranken oder auffälligen jungen Frauen.
    M.E. ist sie in der Darstellung derartiger Figuren zwar recht gut, so gut dann aber auch nicht, dass sie dzt. so häufig am Bildschirm erscheint …


  • Tom_Muc • am 16.3.21 um 3:06 Uhr

    Hans Müller • am 31.1.21 um 22:20 Uhr
    Ich bin froh das dieser Tatort endet. Schade das für ein bisschen Theatralik, am Ende ein Mensch, von der Polizeigewalt durch Kopfschuss hingerichtet wird. Das Signal das da gesendet wird ist „Vertraue nicht der Polizei, sonst endest du mit einer Kugel im Kopf“. Positive Botschaften für gelungene Deeskalation sehen anders aus.

    Polizeigewalt ?
    Ein Mensch hingerichtet ?

    Zitat: Das Signal das da gesendet wird ist „Vertraue nicht der Polizei, sonst endest du mit einer Kugel im Kopf“.

    Das zu schreiben, finde ich bedenklich und schon fast kriminell!

    Fakten:
    Eine Frau mordet, nimmt Geiseln, richtet dauerhaft die Waffe auf die Polizistin, ist zu allem bereit, zeigt rohe Gewalt, und die Polizei hat die Möglichkeit, mit einem finalen Rettungsschuss die Geiselnahme zu beenden, und die Polizistin aus der Lebensgefahr zu befreien.

    Wo genau ist das Polizeigewalt ?

    Hätte es diesen „finalen Rettungsschuss“ damals beim Gladbeck-Drama gegeben, wären beide Täter am/vor dem Bus getötet worden, und es hätte keine weiteren 2 Todesopfer(Raststätte und letzter Zugriff) nach der Weiterfahrt gegeben.
    Den gab es in NRW als legitimes Mittel damals aber nicht.

    Ihre Formulierungen und polizeifeindlichen Verleumdungen irritieren mich sehr.


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