Tatort Folge 1155: Rettung so nah



So 07.02. 20:15 Uhr ARD

So 07.02. 21:45 Uhr ONE

Di 09.02. 00:40 Uhr ARD

Erscheinungsjahr: 2021
Kommissar: Gorniak und Winkler
Ort: Tatort Dresden


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Tatort Folge 1155: Rettung so nah 0 0

„Rettung so nah“ ist Tatort-Einsatz Nummer elf für Oberkommissarin Karin Gorniak, seit 2016 von Karin Hanczewski verkörpert, und der fünfte gemeinsam Fall mit der jüngeren Kollegin Leonie Winkler, dargestellt von Cornelia Gröschel.

Die zwei Ermittlerinnen bekommen es mit einem Attentäter zu tun, der es auf die Sanitäter einer bestimmten Rettungswache in Dresden abgesehen hat. Hat der Mord an dem Syrer Tarik einen fremdenfeindlichen Hintergrund oder gibt es persönliche Motive für die grausame Hinrichtung?

Die Tatort-Episode 1155 „Rettung so nah“ wird am Sonntagabend des 7. Februar 2021 ab 20.15 Uhr im Ersten erstausgestrahlt.

Inhalt der Tatort-Folge „Rettung so nah“

Ein schlimmes Bild ist es, das die Kommissarinnen Karin Gorniak und Leonie Winkler, kurz „Leo“ gerufen, sowie ihr Chef Schnabel an diesem kühlen Morgen am Elbufer Dresdens erwartet. Der Rettungssanitäter Tarik Wasir wurde während eines Einsatzes mit einem Elektroschocker außer Gefecht gesetzt, dann gefesselt, geknebelt und auf dem Fahrersitz des Krankenwagens mit einer Plastiktüte erstickt. Seine Kollegin Greta fand das Opfer. Jede Hilfe für Tarik kam zu spät, dabei hatte sich Greta Blaschke nur kurz alleine um eine verletzte Obdachlose gekümmert und den Sanitäter aus den Augen gelassen.

Die ersten Vermutungen zum Motiv der Tat, die wie eine regelrechte Hinrichtung wirkt, gehen in Richtung Fremdenhass. Doch Gorniak und Winkler stoßen bei ihren Untersuchungen im Fall „Rettung so nah“ schnell auf Videomaterial, das den Ex-Soldaten Arnold Liebig bei einem körperlichen Angriff auf den Leiter der Rettungswache zeigt. Die Krankenkasse hatte Liebig die Leistungen gestrichen, seine Wut ließ er ausgerechnet an den Menschen aus, die ihm beinahe täglich halfen. Überhaupt nähmen die Übergriffe auf Rettungskräfte zu, beschwert sich das Personal der Wache bei den Kriminalbeamten.

Auch Mitarbeiter der Einsatzstelle machen sich verdächtig. Die Hilfskraft Hagen Rigmers mochte den gebürtigen Syrer nicht, provozierte ihn regelmäßig. Tariks Frau Salima berichtet darüber hinaus der Polizei, ihr Mann habe seit einigen Wochen Schlafprobleme gehabt und sich um einen neuen Job bemüht. „Ich glaube, er hatte Angst vor jemandem“, erklärt die Schwanger den beiden Oberkommissarinnen.

Ein zweites gezieltes Attentat auf einen Rettungswagen derselben Einsatzstelle erhöht den Druck auf die Kripo Dresden: Der Mörder muss gefasst werden, denn jetzt geht es darum, Leben zu schützen. Die verängstigten Sanitäter erhalten schusssichere Westen bei ihren nächsten Einsätzen, Karin Gorniak – schwer von einer Grippe geplagt – begleitet die Fahrten. Währenddessen geht Winkler einem Hinweis nach, der mit einem vergangenen traumatischen Einsatz von Greta Blaschke und Tarik Wasir zusammenhängt …

Infos zur Tatort-Produktion

Das Drehteam filmte gerade erst zwei Tage, als die Corona-Pandemie die Arbeiten jäh stoppte. Am 12. März 2020 hieß es vorerst: Alles auf Null. Zwei Monate später, im Mai, fiel endlich die nächste Regieklappe. Dabei hatten alle Beteiligten Glück, denn in den zwei Drehtagen waren bereits Szenen im Kasten, die körperliche Nähe erforderlich machten. In der Zwangspause machte sich die Crew Gedanken, wie die restlichen Takes trotz Hygieneabstand emotional und spannend eingefangen werden konnten.

Die im MDR-Tatort gezeigte fiktive Rettungswache ist eigentlich eine Firma für Vitrinen und Glasbau, ansässig in Coswig bei Dresden.

Die Darstellerin von Greta Blaschke, Luise Aschenbrenner, ist übrigens ein bekanntes Gesicht in der Tatort-Welt: „Rettung so nah“ ist für die 25-Jährige bereits die dritte Rolle in einem Tatort. Sie spielte in der Folge „Dein Name sei Harbinger“ (Tatort-Folge 1038) mit Rubin und Karow sowie in „Die ewige Welle“ (Tatort-Folge 1096), ein Fall von Batic und Leitmayr aus München, mit. Für ihren neuesten Tatort-Dreh fuhr Aschenbrenner einen Tag lang bei einer Dresdner Rettungswache mit, um die Abläufe bei den Einsätzen live mitzuerleben. Die Darstellerin konnte den Sanitätern außerdem sämtliche Fragen stellen, die für den Dreh von Belang sein würden. Die Frage, welche Schicksale für die Rettungskräfte am schwierigsten wären, wurde nahezu einheitlich beantwortet: „Wenn Kinder sterben.“

Die Redaktion von Tatort-Fans meint …

Sabine (41 J. | Kinoliebhaberin)

Mich hat dieser Fall von Gorniak/Winkler nicht überzeugt, obwohl ich die ernstere Machart des Tatorts Dresden schätze und befürworte. Der Krimi startet gut, wiederholt aber einmal zu oft, dass 1. die Grippe umgeht (und trotzdem alle ganz, ganz tapfer weiterarbeiten) und 2. Angriffe auf Rettungskräfte zunehmen. Letzteres ist eine Tatsache, die thematisiert werden muss, richtig, die Bilder dazu hätten allerdings genügt. Zwei Sterne.

Gerald (41 J. | IT-Nerd)

Ich möchte den Tatort Dresden loben, weil die Auflagen für den Dreh unter Corona-Bedingungen wirklich gut gelöst wurden. Alle sind irgendwie krank, niesen (Gorniak zeigt wie’s richtig geht) und halten Abstand, um niemanden anzustecken. Das passt aber gut als wäre es immer Teil des Drehbuchs gewesen. Ansonsten ist dieser Krimi okay und Greta Blaschke wird sehr gut gespielt. Die Spannung ist im Mittelfeld, aber einschalten sollte man! Vor mir heute drei Sterne.

Tatort-Besetzung

Oberkommissarin Karin Gorniak – Karin Hanczewski
Oberkommissarin Leonie „Leo“ Winkler – Cornelia Gröschel
Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel – Martin Brambach
Rechtsmediziner Falko Lammert – Peter Trabner
Kriminaltechniker Ingo Mommsen – Leon Ullrich
Sanitäter Tarik Wasir – Zejhun Demirov
seine Ehefrau Salima Wasir – Sabrina Amali
Sanitäterin Greta Blaschke – Luise Aschenbrenner
ihre Tochter Emily Blaschke – Maxi Nike Hutzel
Einsatzstellenleiter Peter Fritsche – Torsten Ranft
Sanitäterin Elena Jancowicz – Mieke Schymura
Sanitäter Hagen Rigmers – Matthias Kelle
Sanitäter Lutz Koller – Moritz Leu
obdachlose Zeugin Anna Bode – Susanne Bredehöft
Gretas Nachbar Jens Schlüter/“Jakob“ – Golo Euler
seine Ehefrau Johanna Schlüter – Annika Blendl
Ex-Soldat Arnold Liebig – Jochen Strodthoff
verletzter Hooligan – Jannis Roth
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Christoph Busche
Regie – Isabel Braak
Kamera – Lars R. Liebold
Szenenbild – Anette Reuther
Schnitt – Matti Falkenberg, Andreas Baltschun
Ton – Erich Lutz, Antje Volkmann
Musik – Dürbeck & Dohmen

Bilder-Galerie zum Krimi aus Dresden


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