Tatort Folge 155: Verdeckte Ermittlung



Erscheinungsjahr: 1984
Kommissar: Lutz
Ort: Tatort Stuttgart


  2 Meinungen
Tatort Folge 155: Verdeckte Ermittlung 5 2

In der Tatort-Folge 155 „Verdeckte Ermittlung“ soll der Stuttgarter Kommissar Lutz (Werner Schumacher) in einem Entführungsfall so wenig Aufsehen wir möglich erregen. Also versucht er den Fall undercover zu lösen.

Am Beginn des Tatorts „Verdeckte Ermittlung“ steht eine Entführung: In Stuttgart wird die 15-jährige Silke Wilbrandt gekidnappt. In einem anonymen Brief fordern die Entführer von der Familie des Mädchens 300.000 Mark Lösegeld. Außerdem sei die Polizei aus dem Spiel zu lassen, wenn die Eltern ihre Tochter lebend wiedersehen möchten. Günter Wilbrandt und seine Frau sind kurz davor zu verzweifeln. Woher sollen sie das viele Geld nehmen? Die Familie ist nach dem Kauf ihres Eigenheims doch ohnehin schon verschuldet und als Versicherungskaufmann verdient Günter Wilbrandt nunmal nicht die Welt.

Die einzige Hoffnung des Paars ist die Frau Wilbrandts Tante, die wohlhabende Frau Böble. Und sie haben Glück: Die ältere Dame, die ihre Großnichte Silke sehr in ihr Herz geschlossen hat, ist gleich bereit zu helfen. Auch ist sie damit einverstanden, vorerst keine polizeilichen Ermittlungen einzuleiten. Doch ganz ohne Polizei wird der Tatort „Verdeckte Ermittlung“ natürlich nicht auskommen.

Als Frau Böble am nächsten Morgen das Geld besorgen will, vertraut sie sich dem Filialleiter ihrer Bank an. Der ist entsetzt und überredet die alte Dame, entgegen aller Vorbehalte, doch die Polizei einzuschalten. So erfahren Kommissar Lutz und sein Aushilfsassistent Nordenstedt (Wagner macht gerade eine Fortbildung) von ihrem neuen Fall. Sie wollen natürlich alles tun, um Silke unverletzt aus den Fängen der Erpresser zu befreien. Gemeinsam mit Tante Böble stattet Lutz den Wilbrandts einen Besuch ab.

Natürlich sind die Eltern entsetzt, als die Polizei bei ihnen auftaucht. Immerhin geht es um das Leben ihres Kindes. Doch Lutz kann die beiden beruhigen und verspricht ihnen größte Zurückhaltung. Er werde lediglich verdeckte Ermittlungen anstellen. Doch dann scheitert die erste Lösegeldübergabe aufgrund eines Patzers der Beamten: Ein Mitarbeiter, der die Übergabe heimlich beobachten soll, stellt sich ungeschickt an und lässt die Deckung beinahe auffliegen.

Die Wilbrandts sind darüber aufs äußerste erzürnt und machen Kommissar Lutz und seinen Kollegen schwere Vorwürfe. Sie haben große Angst um das Leben ihrer Tochter verlangen, dass die Polizei sich ab sofort aus allem heraushält. Und so findet die zweite Lösegeldübergabe dann auch ohne Polizeibegleitung statt. Günter Wilbrandt selbst hat das Geld übergeben und wird später außerhalb der Stadt, anscheinend betäubt, von Nordenstedt aufgefunden.

Kommissar Lutz geht indessen der Frage nach, wer auf die Idee gekommen sein könnte, ausgerechnet die mittellosen Wilbrandts zu erpressen. Als er glaubt eine Spurt gefunden zu haben, klingelt das Telefon: Jemand hat Silke Wilbrandt in seiner Gewalt …

Der Tatort „Verdeckte Ermittlung“ wurde vom SDR produziert und war am 26. Februar 1984 zum ersten Mal im TV zu sehen – im Ersten Programm der ARD.

Besetzung
Vilmar Bieri · Paul Faßnacht · Felix Fehlberg · Pierre Franckh · Heike Goosmann · Karin Hardt · Beate Helis · Thessy Kuhls · Klaus Lerm · Oskar Müller · Uwe Ochsenknecht · Renate Oelrich · Franz Ott · Karl Scholl · Martin Schwab · Nate Seids · Harald Wieczorek

Stab
Regie – Theo Mezger
Buch – Peter Scheibler
Kamera – Justus Pankau
Schnitt – Hans Trollst
Musik – Jonas C. Haefeli
Produktion – SDR


2 Meinungen zum Tatort Folge 155: Verdeckte Ermittlung

  • Dirk • am 17.12.15 um 16:30 Uhr

    Die Tatort-Folge 155, gerade ging sie zu Ende. Hauptkommissar Lutz ermittelt in einem Entführungsfall, welcher sich als ein perfides Verbrechen innerhalb einer Familie entpuppte. Assistent Wagner war diesmal nicht dabei, musste dringend fortgebildet werden. Es ging um 300.000 Deutsche Mark (dreihunderttausend), um eine liebenswürdigen alten Dame, einer am Rande des Nervenzusammenbruchs stehenden Mutter, einem schnodderigen und ängstlichen Bruder, einem abgebrühten gewissenlosen Vater und einer ihm gleichgeschalteten Tochter. Und der Gag am Ende. Zwei doofe Rockers machen diesem familiären Verbrecherpärchen einen ungewollten Strich durch die Rechnung. Diesen Tatort-Fernsehfilm kann man gerne immer mal wieder schauen. Gute Schauspieler der damaligen älteren und jüngeren Generation sind zu sehen.


  • Diethelm Glaser • am 18.6.16 um 15:50 Uhr

    Ein ganz ordentlicher Krimi, zuerst wunderte ich mich über die Aggression des Vaters Lutz gegenüber und auch der Tante, aber schnell wurde mir klar, dass er irgendwie verstrickt sein musste, allerdings dachte ich in Zusammenarbeit mit seinem Sohn! An die Tochter dachte ich da überhaupt nicht, und dann der Gag mit dem Disco-Halbstarken, die an das Geld wollten, die Mutter spielte ihre Rolle am besten!
    Diethelm


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