Tatort Folge 165: Ordnung ist das halbe Sterben



Erscheinungsjahr: 1985
Kommissar: Walther
Ort: Tatort Berlin


  3 Meinungen
Tatort Folge 165: Ordnung ist das halbe Sterben 5 3

In der Tatort-Folge 165 „Ordnung ist das halbe Sterben“ bearbeitet Kommissar Walther seinen allerletzten Fall: In Berlin wird eine Frau vermisst. Hauptkommissar Friedrich Walther (Volker Brandt) und sein Assistent Hassert (Ulrich Faulhaber) nehmen sich der Sache an – und bekommen es mit einem äußerst seltsamen Ehemann zu tun.

Der Berliner Bankangestellte Ulrich Wilpert vermisst seine Frau. Sie ist wie vom Erdboden verschwunden. Beunruhigt alarmiert der unbescholtene Bürger die Berliner Polizei. Und so beginnt der Tatort „Ordnung ist das halbe Sterben“ mit einer Vermisstenanzeige. Obwohl die Polizei um Hauptkommissar Walther erste Ermittlungen aufnimmt, kann das Verschwinden der Frau nicht aufgeklärt werden. Dann kommt es zu einem unerwarteten Wiedersehen: Ulrich Wilpert entdeckt seine Frau am Fenster eines ihm unbekannten Hauses am Rande der Stadtautobahn. Sehr seltsam …

Kurze Zeit darauf erhält Hauptkommissar Walther einen Hinweis auf den Aufenthaltsort der Vermissten. Ein anonymer Anrufer behauptet, dass Frau Wilpert sich in einer Tiefgarage befinde – oder besser: ihre Leiche. Allem Anschein nach wurde die Ehefrau des Bankangestellten ermordet. Nach der ersten Inaugenscheinnahme von Tatort und Opfer bleibt der Fall „Ordnung ist das halbe Sterben“ für Kommissar Walther rätselhaft. Dennoch hat er bereits einen Hauptverdächtigen: den Ehemann des Opfers, Ulrich Wilpert. Der wiederum scheint genau wie der Tatort-Kommissar nur eines zu wollen: den Mord an seiner Frau aufklären. Und so bekommt der Tatort „Ordnung ist das halbe Sterben“ mit dem Laien Wilpert einen zweiten Haupt-Ermittler.

Die Suche nach dem Täter entwickelt sich in diesem Tatort zu einem Duell zwischen Walther und Wilpert. Beide wollen den Fall aufdecken, beide stehen sich mit einem gewissen Misstrauen gegenüber. Vor allem Walther wird auch bei allem Einsatz des unbescholtenen Bankangestellten ein gewisses Misstrauen nicht los. Warum mischt der sich so stark in die Arbeit der Polizei ein? Für Walther ist und bleibt Wilpert höchst verdächtig.

Als Hauptkommissar Walther im Zuge der Ermittlungen den Tathergang rekonstruieren will, stellt Wilpert ihm eine Falle. Walther glaubt, das Spiel seines Widersachers zu durchschauen. Doch als ein Pistolenschuss fällt, muss er sich eingestehen, dass er doch reingefallen ist.

Der Berliner Tatort „Ordnung ist das halbe Sterben“ wurde vom SFB unter dem Arbeitstitel „Der Verdacht“ produziert. Erstmalig ausgestrahlt wurde die Folge am 6. Januar 1985 im Ersten Programm der ARD.

„Ordnung ist das halbe Sterben“ ist der letzte Fall für den langjährigen Berliner Hauptkommissar Walther. Ein schwacher Abgang, wie viele Kritiker bemängelten. Der Fall sei zu verworren, das Duell zwischen Kommissar und Verdächtigem nicht nachvollziehbar. Im großen und ganzen habe Walthers Abschiedsfolge keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Regie: Wolfgang Tumler
Buch: Detlef Michel
Kamera: Gerard Vandenberg
Schnitt: Friederike Badekow
Musik: Christian Kunert
Produktion: SFB
Darsteller: Ulrich Faulhaber · Ernst Jacobi · Christel Merian · Max Buchsbaum · H. H. Müller · Stefan Staudinger · Sabine Strobel · Eberhard Prüter · Siegfried Grönig · Gerhard Konzack · Dorothea Moritz · Manfred Günther · Patrick Winczewski · Peter Kock · Michael Wolframm · Hans Nitschke · Raimung Kusserow


5 Meinungen zum Tatort Folge 165: Ordnung ist das halbe Sterben

  • Dirk • am 31.5.15 um 17:44 Uhr

    Der Tatort Nummer 165, welcher bis dato gänzlich ohne Meinung ist. Ich kann mir auch denken warum. Bisherige Zuschauer sind alle bei dieser geistigen Auseinandersetzung zwischen Exekutive und Fugger eingeschlafen und auch die grauenhafte Filmmusik, welche mich stark an Wienes Caligari erinnerte, konnte daran nichts ändern. Erst das vorlaute Mundwerk der Killerin, im Nebenberuf Hausfrau, Wagenpflegerin und Erpresserin, konnte diese „was weiß ich“ Story zu Ende bringen. Fast, da war ja noch das phänomenale Schluss-Shooting des Geldzählers, der die beiden Profis der Berliner Mordkommission in die Tiefgarage lockte. Der wäre nach Ende des Falles lieber wieder in seine Bank gegangen und hätte nicht die enttäuschte Jungfer spielen sollen. Wahrscheinlich war die Olle durch diesen Geldkrämer auch noch gut versichert. Ja, Ja. Wer hat der hat und wer will nicht, der will nicht.


  • MadMonkey • am 21.5.17 um 21:56 Uhr

    Einmal rastet Kommissar Walther aus, da hab ich mich ja gerade erschreckt. Das Verhör zwischen Walther und dem Wilpert ist spannend. Es ist sehr interessant zu sehen wie der Wilpert reagiert. Die Musik gefällt mir hier einfach ausgezeichnet. Nackte Frau gibts auch zu sehen. Super Tatort. 4,6 Sterne


  • Kommissar Zufall • am 20.9.17 um 18:55 Uhr

    Diese Folge der älteren Berlin-Folgen hat der rbb scheinbar nicht restauriert. Sie ist bisher (dieses Jahr) nicht gelaufen. Schade.

    Weiß jemand, warum ausgerechnet diese Folge nicht dazu gehörte?


  • Robert • am 18.12.17 um 23:54 Uhr

    Wenn man wissen möchte wie das Leben in den achtziger Jahren war schaut man sich Tatort an. Lebensstil, Kleidung und Autos. Und so sind halt auch die Tatort-Fälle nicht so schnelllebig wie heute.
    10 Minuten vor Ende nimmt dieser Tatort Fahrt auf und überrascht den Zuschauer mit einer unvorhersehbaren Wende.
    Eben Unterhaltungsfernsehen von 1985.


  • Walter Ulbricht • am 19.12.17 um 1:29 Uhr

    Psychedelisch angehaucht, eigenartige Schlußszene.


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