Tatort Folge 634: Blutschrift



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Die Hauptkommissare Bruno Ehrlicher (Peter Sodann) und Kain (Bernd Michael Lade) werden zum Tatort in eine Leipziger Villa gerufen. Hier liegt die Leiche von Maximiliane Schlösser, einer wohlhabende Sammlerin antiquarischer Bücher. Wie es auf den ersten Blick scheint, ist sie durch den Schnitt eines Dolches verblutet. Die beiden Ermittler gehen zunächst aufgrund der vorliegenden Indizien von einem Raubmord aus. Erst als die Cousine und Assistentin des Opfers, Dr. Ursula Hertel, den Ermittlern erklärt, dass keine Wertgegenstände aus der Villa entwendet wurden, gerät die Theorie der Kommissare zum Tathergang ins Wanken.

Nein, anscheinend ist der Todesfall im Tatort „Blutschrift“ vielmehr vor einem okkulten Hintergrund zu betrachten, denn unter dem Leichnam finden Ehrlicher und sein Kollege Kain schließlich eine von Blut durchtränkte Kopie der seit Jahrzehnten verschollenen „Blutschrift“. Diese „Blutschrift“, so erfahren die Leipziger Ermittler bei ihren Recherchen, ist ein etwa 1000 Jahre altes Manuskript, das ein Mönch mit seinem eigenen Blut verfasst haben soll. „Der Legende nach lastet ein Fluch auf dieser Schrift. Wer immer sie sich aneignet, dem bringt sie Tod und Verderben“, warnt Professor Berg, der Chefbibliothekar der Deutschen Bücherei. Das wertvolle Buch hat seit jeher Tod und Unglück über seine wechselnden Besitzer gebracht. Wurde Maximiliane Schlösser etwa zu einem weiteren Opfer des verfluchten Manuskripts? Hat das Buch die Frau in den Selbstmord getrieben? Ehrlicher und Kain wollen sich mit dieser Erklärung keinesfalls zufrieden geben.

Tatsächlich steht nach der gerichtsmedizinischen Obduktion der Leiche fest, dass sich Frau Schlösser mit dem Dolch zwar selbst verletzte, aber letztlich mit massiven Schlägen auf den Kopf getötet wurde. Es handelt sich also nicht um einen freiwilligen Aderlass bis zum Tod, sondern um Mord! Dass aber die mysteriöse „Blutschrift“ der Schlüssel zur Aufklärung dieses Verbrechens ist, da sind sich die zwei Fahnder einig.

In der Zwischenzeit gibt der Kriminaltechniker Walter den Kommissaren einen wertvollen Tipp: Jens Tegner, ein Buchrestaurator, führte mit Frau Schlösser kurz vor ihrem Tod noch ein Telefonat. Ehrlicher und Kain suchen Tengers Wohnung auf, treffen dort aber nur auf dessen Ex-Freundin Silke. Die Kriminalisten können einen Fussel von einem Pullover des Verdächtigen sicherstellen, der identisch ist mit jenen Wollflusen, die am Tatort gefunden wurden. Jens Tegner gilt damit als dringend tatverdächtig – die Fahndung wird eingeleitet.
Der MDR-Tatort „Blutschrift“ wurde im November und Dezember 2005 in Leipzig und Umgebung gedreht, Hajo Gies – in den Jahren zuvor verantwortlich für diverse Schimanski-Tatorte – führte die Regie. Die Erstausstrahlung der Tatort-Folge 634 lief am 5. Juni 2006 im Ersten Programm der ARD.

Besetzung
Hauptkommissar Ehrlicher – Peter Sodann
Hauptkommissar Kain – Bernd Michael Lade
Silke Weinrich – Bernadette Heerwagen
Professor Ernst Born – Hans-Werner Meyer
Dr. Ursula Hertel – Karin Gregorek
Maximiliane Schlösser – Doris Kunstmann
Frederike – Annekathrin Bürger
Techniker Walter – Walter Nickel
Jens Tegner – Julian Weigend
Martina Matussek – Mina Tander
Günter Weinrich – Gert Baltus
u.a.

Stab
Drehbuch – Holger Jancke
Regie – Hajo Gies
Kamera – Thomas Etzold
Musik – Günther Illi

Bilder: MDR/Hardy Spitz


4 Meinungen zum Tatort Folge 634: Blutschrift

  • krümel • am 29.3.10 um 19:07 Uhr

    als überzeugte ehrlicher und sodann – seherin freu ich mich auf den tatort:)


  • pumpkins • am 30.12.10 um 10:45 Uhr

    Schade das man die Tatort-Reihe mit Ehrlicher/Kain eingestellt hat. Ich fand die Folgen immer unterhaltsam.

    Tolle Darsteller in diesem Tatort


  • Gudrun Eussner • am 2.1.11 um 18:54 Uhr

    Welch ein Glück, daß es die nicht mehr gibt. Dieses DDR-Gespann war einfach nur peinlich und ordinär.


  • Dirk • am 11.2.16 um 8:50 Uhr

    Der Tatort Nummer 634, gestern, MDR, 22:05 h. Die Hauptkommissare Ehrlicher und Kain ermitteln im Bereich okkultes Antiquariat und lernen einiges dazu. Eine Hausreinigung erreicht man am besten mit Gebete und Weihwasser und der Satansgroschen ist eine gesuchte Rarität. Zwei Morde haben diese liebenswerten Slapsticks aufzuklären und kommen schnell dahinter, dass weniger Satanswerk sondern eher der damalig unter der Decke gehaltene Devisenhandel der Deutschen Demokratischen Republik mit Antiquitäten und Antiquariaten Auslöser der unfassbaren Straftaten gewesen ist. Aufkeimender Klamauk in einem gemütlich anzuschauenden Tatort-Spielfilm.


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