Tatort Folge 994: Feierstunde



  30 Meinungen
Tatort Folge 994: Feierstunde 4 30

Wussten Sie, dass die biblische Zahl 30 für die Erwartung steht? Denn dreißig Jahre lang mussten die Menschen warten, bis Jesus seine Dienste als Messias antrat.

Nun, die Menschheit muss auf den Auftritt des – nach eigenem Empfinden – unfehlbaren, gottähnlichen Professors Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) nicht ganz so lange warten: schon am Sonntag, den 25. September 2016 dürfen sich überdurchschnittlich viele Tatort-Zuschauer wieder darauf freuen, Das Erste um 20.15 Uhr einzuschalten! Der Münster-Tatort feiert an jenem Ruhetag nämlich seine 30. Episode – und Rechtsmediziner Boerne feiert sich selbst gleich mit. Das überrascht kaum.

Inhalt der Tatort-Folge „Feierstunde“

Die offizielle Premiere des neuen Tatort-Krimis aus der westfälischen Domstadt findet am 10. September 2016 vor der historischen Kulisse des Münsteraner Schlosses statt. In einer Open-Air-Preview mit aufblasbarer Kinoleinwand und einem Soundsystem, das in einem geschlossenen Kinosaal kaum besser klingen könnte. Und weil der Münster-Tatort die „heilige Kuh“ der Krimireihe ist, wird auf gute Promotion besonderen Wert gelegt: die Darsteller der Folge werden zur Freiluft-Premiere erwartet. Schauspieler Axel Prahl (Kommissar Thiel), ChrisTine Urspruch (Rechtsmedizinerin Haller), Claus D. Clausnitzer (Thiels „Vaddern“), Mechthild Grossmann (Staatsanwältin Klemm), der Regisseur Lars Jessen und WDR-Fernsehfilmchef Gebhard Henke werden als Gäste erwartet. Sie werden, so kennt man es von vergangenen Tatort-Premieren, Interviews zur Filmproduktion mit einigen witzigen Anekdoten von den Dreharbeiten zum Besten geben.

Zum Plot des 30. Münster-Tatorts „Feierstunde“:
Professor Dr. Karl-Friedrich Boerne ist nicht zu bremsen. Überschwänglich und überheblich, wie es nun einmal seine Art ist, feiert der Rechtsmediziner der Medizinischen Fakultät Münster – sich selbst. Ihm wurden drei Millionen für ein internationales Projekt zur Untersuchung von Mumien bewilligt. Seine Assistentin Silke „Alberich“ Haller, die bei dem Vortrag ihres Chefs Boerne im Schloss Münster anwesend ist, hat trotz der guten Neuigkeiten schlechte Laune. Ihr geht das arrogante und vor allem ignorante Verhalten des Professors ordentlich auf den Senkel. Der erwähnt nämlich in seiner Rede mit keinem Sterbenswörtchen die Kollegen Zereike und Papst, die an dem Projekt ebenfalls beteiligt sind. Sauer haben die die Veranstaltung daraufhin verlassen. Hallers gut gemeinter Hinweis prallt an Prof. Boerne allerdings ab.

Als Hauptkommissar Frank Thiel zu den zweien stößt, hat der zu allem Überfluss schlechte Nachrichten. Die totkranke Frau von Boernes Kollegen Dr. Harald Götz ist mit zerschossenem Gesicht in der gemeinsamen Wohnung des Ehepaares aufgefunden worden. Von dem Ehemann fehlt seit der Bluttat jede Spur, Nachbarn hatten ihn zum Tatzeitpunkt allerdings aus dem Wohnhaus stürmen sehen. Götz hatte an dem Tag ein Paket erhalten – das zeigen erste Ermittlungen -, in dem eine im Darknet bestellte Pumpgun lag, die nun ebenfalls verschwunden ist. Tatwaffe und Täter stehen damit fest, glaubt Thiel.

Eine schneller Ermittlungserfolg ist dem Fahnder im Fall „Feierstunde“ eh sehr recht, denn starke Rückenschmerzen plagen den Kommissar und so wird die Rennerei von A nach B und wieder zurück zur Pein. Für lange Wege und die neunmalklugen Sprüche seines „Vadderns“ ist Frank Thiel jetzt definitiv nicht zu begeistern, dennoch mag er die Arbeit nicht an Nadeshda Krusenstern abgeben. Die darf auf Anweisung des Kriminalhauptkommissars im Büro die lästige Recherchearbeit erledigen.

Kommissar Thiel setzt bei Dr. Götz‘ behandelnden Therapeutin Dr. Corinna Adam an, die selbst ausgebildete Medizinerin ist. Doch egal, wie energisch und hartnäckig Frank Thiel auch bei der charmanten Ärztin nachhakt, sie verweigert jede Aussage zum Krankheitsbild ihres Patienten und verweist auf ihre Schweigepflicht. Einen Einblick in die Akte gewährt sie dem Kriminalbeamten ebenfalls nicht. Der geht sogar nach einer Rückenmassage mit der Psychologin Essen, um mehr zu erfahren – oder ist der Hauptkommissar etwa den strahlend blauen Augen Adams erlegen?

Als der flüchtige Harald Götz plötzlich wieder auftaucht, traut Prof. Boerne seinen Augen nicht. In der urigen Gaststätte „Zur Post“, in der der Rechtsmediziner einen kleinen, erlesenen Kreis von Kollegen zu einer Feierstunde seines Erfolgs geladen hat, steht ihm der falsche Kellner Götz gegenüber – mit einer geladenen Pistole in der Hand. Der erschießt kaltblütig eine junge Kollegin Boernes und offenbart, dass er die gereichten Häppchen zuvor vergiftet hat. Der von Rache getriebene Geiselnehmer lässt die Vorhänge der Kneipe zuziehen und die Türen verriegeln. Er hat jetzt nur noch ein Ziel: Zusehen, wie sein größtes Feindbild einen langsamen, qualvollen Tod stirbt. Da spürt Professor Boerne bereits die ersten Lähmungserscheinungen …


Die Filmarbeiten zur Tatort-Folge 994 „Feierstunde“ dauerten vom 4. April bis 4. Mai 2016 und fanden in Münster, Köln und im jeweiligen Umland statt. Die Gaststätte „Zur Post“ steht in Dormagen in der Schlossstraße 52, ein Besuch ist allerdings nicht mehr möglich: das Lokal wurde 2015 dauerhaft geschlossen.

Der Regisseur des TV-Krimis, Lars Jessen, drehte mit dieser Episode seinen insgesamt dritten Tatort: zuvor hatte er 2008 „Borowski und die einsamen Herzen“ (Tatort-Folge 707) in Szene gesetzt, im Jahr 2013 den Münsteraner Tatort „Die chinesische Prinzessin“ (Tatort-Folge 883). Auszeichnungen erhielt der 1969 in Kiel geborene Jessen für sein Spielfilmdebüt „Am Tag als Bobby Ewing starb“, in dem der Filmemacher 2005 biografische Erlebnisse verarbeitete, sowie für einige seiner Kurzfilme. Die Folge „Heile Welt“ der Krimiserie Großstadtrevier, die Jessen inszenierte, wurde 2014 für den Regiepreis Metropolis des Bundesverbandes Regie nominiert.

Gegenüber dem WDR sagte der Regisseur Lars Jessen über seine Arbeit am Tatort „Feierstunde“: „Besonders herausfordernd bei diesem Film, der ja über weite Strecken ein Kammerspiel ist, war es nicht nur die Spannung hochzuhalten, sondern gleichzeitig auch die humorvollen Seiten des Formats zur Geltung zu bringen. Wenn man – wie wir – fast zwei Wochen in einem Motiv dreht, erfordert das von allen Beteiligten viel Disziplin und Leidenschaft. Und beides ist beim Münster-Tatort auch nach 30 Folgen ganz offensichtlich ungebrochen.“

Die Erwartung sind hoch, Herr Jessen!

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (36 J. | Kinoliebhaberin)

Ein rundes Tatort-Münster-Jubiläum sollte etwas Besonderes sein. Diesen Krimi empfand ich jedoch als besonders lähmend, um im Bild zu bleiben. Was als atmosphärisch dichtes Kammerspiel gedacht war, entpuppt sich als Aneinanderreihung von unlogischen Irrungen und Wirrungen. Nicht meins.

Gerald (36 J. | IT-Nerd)

Vorneweg: Ich lebe in Münster und habe daher einen großen Bezug zum Münster Tatort. Dieses Mal bin ich leider etwas enttäuscht, aber nicht über die fehlenden Szenen aus Münster, sondern weil man zu früh erahnen konnte welche Figur federführend ist. Die 30. Folge bekommt von mir eine 2-.

Tatort-Besetzung

Hauptkommissar Frank Thiel – Axel Prahl
Rechtsmediziner Prof. Dr. Karl-Friedrich Boerne – Jan Josef Liefers
Kommissarin Nadeshda Krusenstern – Friederike Kempter
Rechtsmedizinerin Silke „Alberich“ Haller – ChrisTine Urspruch
Staatsanwältin Wilhelmine Klemm – Mechthild Großmann
Taxifahrer Herbert „Vaddern“ Thiel – Claus D. Clausnitzer
Psychiaterin Dr. Corinna Adam – Oda Thormeyer
Prof. Harald Götz – Peter Jordan
Prof. Pabst – Siemen Rühaak
Prof. Krone – Michael Prelle
Prof. Zereike – Claudia Eisinger
Dr. Elmas Akkba – Nagmeh Alaei
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Elke Schuch
Regie – Lars Jessen
Kamera – Rodja Kükenthal
Schnitt – Sebastian Thümler
Musik – Stefan Wulff, Hinrich Dageför

Bilder-Galerie zum Krimi aus Münster


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63 Meinungen zum Tatort Folge 994: Feierstunde

  • Dennis • am 27.8.16 um 17:59 Uhr

    Juhu, endlich kommen die Meister des Tatorts wieder in Tv.
    Freu mich schon auf die neue Folge.


  • Anne Bommes • am 5.9.16 um 16:28 Uhr

    Hurra! An meinem Geburtstag! Ein schönes Geschenk, freu mich schon drauf 👍👍👍


  • Liane Hemmerling • am 25.9.16 um 20:26 Uhr

    Ich sah lange nicht so einen schlechten. Film .Keine Spannung,kein wirklicher Inhalt.Selbstdarstellung von Liefers.Leider


  • Tilltool • am 25.9.16 um 20:36 Uhr

    Der schlechteste Tatort seit TillSchweiger


  • Fluse • am 25.9.16 um 20:37 Uhr

    Das war kein münster aber Krimi wie wir ihn kennen.
    Bitte nicht noch soooo einen.


  • MM223 • am 25.9.16 um 20:43 Uhr

    Mal ein anderer Tatort aus Münster. Aber richtig gut. Spannend und sehr gut gespielt. Richtig gute Unterhaltung.


  • marlies partzsch • am 25.9.16 um 20:50 Uhr

    Super spannender Tatort. Alle Achtung an alle Schauspieler. Sehr guter Fernsehenabend.


  • rein hard • am 25.9.16 um 20:52 Uhr

    Der 30.Tatort aus Münster.Nicht mehr und nicht weniger.🍾


  • Patty • am 25.9.16 um 20:56 Uhr

    Mein Gott, das war wirklich mit Abstand der schlechteste Tatort, den ich je gesehen habe. Vergeudete Zeit. Selbst für eine Giftschrankfolge noch zu schlecht.


  • Das Börn Ulthielmatum • am 25.9.16 um 20:56 Uhr

    Ein sauberes Ding!
    Heftiger Spannungsbogen und dann sahnig ins Ende führte uns heute Abend dieser GEILE Tatort.
    Wahrhaftig: Die Meister des Tatortes! Die einzig Wahren!
    Und liebe Sabine und lieber Gerald: schade, dass er euch nicht gefallen hat, wir haben ihn hier in Berlin richtig abgefeiert…
    Und: Alles Gute zum Geburtstag liebe Anne Bommes!


  • Kathi • am 25.9.16 um 20:59 Uhr

    Ein Münster-Tatort, wo es nichts zu Lachen gibt, das ist für mich traurig. Bitte beim nächsten Mal wieder anders.


  • SchwedenBert • am 25.9.16 um 20:59 Uhr

    Gratulation zu diesem Tollen Tatort !

    Man konnte sich da zu Gedanken machen ……. wie würde man sich an Stelle der verschiedenen Personen verhalten.
    Zu dem der Münsteraner Humor ……. bis zum „Ende“.
    Mal abwarten, wie andere das sehen.

    Netten Gruß von

    Bert


  • Jannes • am 25.9.16 um 21:00 Uhr

    Schlechter und abgedroschener und langweiliger geht nicht!!!!!


  • Der Todesbote • am 25.9.16 um 21:01 Uhr

    Weniger Frotzeleien und mehr Thriller – das ist das Fazit zum 30. Münsteraner #tatort.
    Ein auf alle Welt und Prof. Boerne wütender Mediziner, die üblichen Widerlinge im Wissenschaftsbetrieb, eine (über-)engagierte Therapeutin und gestresste Ermittler bilden die Personage für diesen spannenden und mit überraschenden Wendungen versehenen Krimi.
    Dialog des Tages: „Götz hatte starke Mordphantasien gegen Boerne“. Staatsanwältin Klemm: „Na ich bitte Sie. Wer hat die nicht?“
    Volle Punktzahl!


  • Der Todesbote • am 25.9.16 um 21:01 Uhr

    Meine Sterne sind verschwunden. 5 Sterne sollten es sein. ;-)


  • wysiwyg • am 25.9.16 um 21:05 Uhr

    wieso wird denn die polizei für so dumm verkauft, oder war das eine polizeireportage?
    keine polizei am hinterausgang, wer´s glaubt wird seelig


  • Bernd Karl Stammler • am 25.9.16 um 21:08 Uhr

    Für mich einer der besten Tatorte! Voll menschlicher Abgründe,
    Spannung bis zuletzt! Grandios besetzt u. in Szene gesetzt!
    Thiels Gene!!! TOLL!
    Drehbuch Spitze!
    Danke für einen spannenden Abend.


  • Karin • am 25.9.16 um 21:08 Uhr

    Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch,
    es war enttäuschend,
    vom Münsteraner Tatort ist man was anderes gewohnt!


  • Stummel • am 25.9.16 um 21:08 Uhr

    Wir freuten uns auf den Münster Tatort, weil er von allen Tatorten derjenige ist – war – in dem die heute offenbar in vielen Tatorten gewollte Psycho- Schiene nicht das non plus ultra war, sondern mehr mit viel Wortwitz ermittelt wurde. Schade, dass dies nun offenbar hier nicht mehr greift, “ neuer “ ist nicht immer besser… Bitte wieder auf die althergebrachte Art und Weise, die Welt ist eh schon schlecht genug!


  • Herzogenrath • am 25.9.16 um 21:10 Uhr

    Der furchtbarste Tatort aus Münster, den ich je gesehen habe


  • Dolly • am 25.9.16 um 21:15 Uhr

    Nein, kein Tiertransport!
    Ein Eierwagen!
    Tatort Münster klasse von Anfang bis Ende.


  • arte-Versteher • am 25.9.16 um 21:19 Uhr

    Endlich mal wieder ein feines, kleines Komödchen übers Leben und Sterben, Hochmut und Mut, Selbstverliebtheit und Aufopferung, statt einer plumpen Ansammlung von Schenkelklopfern. Ich hoffe, der nächste Münster-TO nimmt den Cliffhanger über einen möglichen Zuwachs an Demut und Menschenfreundlichkeit bei Boerne auf (und natürlich wissen wir alle, wie das dann ausgehen muss.) Glatte 4 Sterne.


  • alter Fan • am 25.9.16 um 21:20 Uhr

    schöner Münster TO


  • Roger • am 25.9.16 um 21:22 Uhr

    Anders, aber nicht schlecht. Dennoch fehlen die Leichtigkeit, der Witz und freche Dialoge🙁. Hoffentlich ist die nächste Folge wieder anders🤓🤓🤓


  • Colorwriter • am 25.9.16 um 21:26 Uhr

    Ein bisschen was zum lachen, dass einem schnell im Hals stecken bleibt, und ein bisschen zum weinen. Gut, wie immer. Vier von fünf Sterne von mir.


  • Regula Aeppli • am 25.9.16 um 21:34 Uhr

    Ich bin der Meinung, der war Spitze. Da gibt es nichts zu bemängeln und ich sage heute auch nichts über das Nuscheln. Ich habe schon befürchtet, dass ich im Vorfeld was zur letzten Folge mit dem Professor verpasst hätte und zitterte um ihn. Uff! Zum Glück ist er unsterblich. Sollte er dennoch mal sterben, wäre es umsonst gewesen.


  • Gottlieb • am 25.9.16 um 21:49 Uhr

    Wieder einmal ein Krimi-Glanzlicht aus Münster. Eine witzige, komische, makabre, in Ansätzen ernsthafte Geschichte mit verschiedenen, zunächst nebeneinander laufenden und schließlich ineinander greifenden Handlungssträngen, mit dramatischen Zuspitzungen und Wendungen und einer überraschenden Schlußpointe. Drehbuchautor und Regisseur scheinen kongenial zusammengearbeitet zu haben. Dazu passen gute bis großartige Leistungen der Schauspieler, in erster Linie natürlich von Jan Josef Liefers, aber ebenso von Oda Thormeyer und nicht zuletzt von ChrisTine Urspruch. Die seelischen Untiefen der schönen und rational wirkenden Psychopathin bleiben lange nebulös, nur der handfeste Thiel traut ihr nach kurzer Bekanntschaft nicht mehr. Die Rolle von „Alberich“ war insofern gefährdet, als gerade im Zeitalter feministischen Irreseins die Stilisierung der Figur zu einer alle in den Schatten stellenden Heldin nahelag. Doch die Schauspielerin hat dieses Heldentum ohne jede Übertreibung den Zuschauern authentisch vermittelt. Auch Nebenfiguren fügen sich in das komisch-makabre Muster des Krimis ein, wie z. B. die drei von der „Sterbehilfe“. Professor Boerne, so stellt sich heraus, ist gar nicht nur der arrogante Besserwisser, weiß aber sein herzliches Ich – vermutlich aus ästhetischen Gründen – vor der Umwelt zu verbergen. Was wäre auch der Professor ohne seine Überheblichkeit und seinen Zynismus – und ohne seine Charakterstärke in aussichtsloser Situation? So lieben ihn die Zuschauer. Und daß er wirklich ein anderer Mensch wird, das wollen wir mal nicht hoffen. Der schönste Satz im Film lautete: Professor Boerne ist unsterblich.


  • Corsaire • am 25.9.16 um 21:55 Uhr

    Ärgerlicher Tatort!
    Prof Boerne, der arrogante Soziopath sollte als genialer Ermittler agieren und nicht als Opfer. Das führt zu Sentimentalitäten, die da überhaupt nicht hingehören. Und die Wendungen am Ende waren so konstruiert, dass mir nur noch der Knopf zum Abschalten blieb.
    Schade!


  • Filmfreund • am 25.9.16 um 22:06 Uhr

    Schließe mich Gottliebs Rezension vollinhaltlich an. Danke


  • Romy • am 26.9.16 um 6:29 Uhr

    Ein super Tatort. Hat ganz viel Spaß gemacht zuzusehen. Danke!


  • Frank • am 26.9.16 um 6:38 Uhr

    Was für ein Beginn – sollte sich der Münsteraner Tatort selbst erledigen. Ein Lichtblick für diejenigen die Dick und Doof nicht im Tatort sehen möchten. Nach der ersten Enttäuschung – leider war es nur eine Phantasie – entwickelt sich aber ein (zum Glück) untypischer Tatort aus Münster. Für einmal wurde ein gutes Drehbuch umgesetzt. Leider ist zu erwarten, dass man schnell wieder auf die läppsche Machart zurück kommen wird. Also muss man weiter auf die Absetzung warten…


  • Thorsten • am 26.9.16 um 7:25 Uhr

    Mal eine ganz andere Perspektive. Ich muss zugeben, ich sehe Prof Börne sehr gern. Den heutigen Tatort fand ich gut, da er es gekonnt hingekriegt hat, in aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Was zählt? Immer nur Selbstdarstellung, sich gut verkaufen zu können, Selbstverliebtheit, glänzen wollen? Oder auch mal mitmenschliches Verhalten, hinter anderen zurückstehen? Und wie fühlen sich andere mit dem eigenen Verhalten? Man kann vieles aus zwei Perspektiven sehen, dass haben die Regisseure hier gut hingebracht. Und noch etwas kam rüber: Wie viel Möglichkeiten Ärzte und Therapeuten haben, was sie wo hineindeuten können und wie Patienten nur dafür da sind, die eigenen Interessen zu erfüllen. Hier war es mal nicht Geld sondern was Persönliches.
    Insgesamt sind die Arztbefugnisse, gerade bei den vielen, vielen Narzissten in diesem Umfeld, nicht immer auf das Wohl des Patienten ausgerichtet.
    Und Krankenkassen unterstützen einen oft zu wenig, wenn es darum geht, einen GUTEN Therapeuten zu finden. Oft hat man noch großen Ärger mit Kostenzusagen, Wartezeiten, etc.
    –> Fazit: Sehr realitätsnah, aus einem emotional-sozialen Blickwinkel das Verhalten von Börne betrachtend und nicht -wie sonst- aus dem unterhaltsamen Konsum-Winkel.


  • spiderman916 • am 26.9.16 um 7:54 Uhr

    Dieser Tatort war diesmal ein völlig Anderer als von Münster gewohnt: weniger Parodie, mehr Thriller. Stand dem TO-Münster auch mal ganz gut.


  • Jutta • am 26.9.16 um 8:59 Uhr

    Sorry, der Tatort war ohne Spannung und Witz. Ich bin leider eingeschlafen:(


  • Jutta • am 26.9.16 um 9:01 Uhr

    Hab die Bewertung vergessen


  • Dirk • am 26.9.16 um 9:27 Uhr

    Geht so.

    Leider ein sehr unlogisches Drehbuch. Da sind ein dutzend Gäste in einem Lokal, und von denen merkt keiner, dass das komplette Personal fehlt?

    Das SEK bekommt nicht mit, dass der Laden einen Liferanteneingang hat, vor dem ein Fahrzeug parkt?

    Fazit. Bescheidenes Drehbuch, tolle Akteure. Datt macht in Summe 3 von 5 Sternen.


  • Bluepalms • am 26.9.16 um 9:34 Uhr

    Gaaanz schlecht !! Wieso wird im Tatort immer das SEK als hirnlose Vollpfosten gezeigt ? Diese dilettantische Geiselnahme hätte jede Landpolizeistreife in 30 Sekunden beendet. Eine Psychologin soll Gegengift spritzen ?? Dabei stehen bei jeder Kindergartenschlägerei mindestens 20 Rettungswagen mit Besatzung parat. Und der Höhepunkt war – huch – da gibt es ja noch einen Hinterausgang !! Dort standen plauschend die Ex-Geiseln herum und konnten nicht verhindern, das eine Frau einen fast bewegungsunfähigen Professor in einen Eierlaster verlädt und damit durch die Polizeiabsperrung verschwindet ???? Lieber Herr Prahl, lieber Herr Liefers – ich sehe euch immer gerne aber diesmal standen mir die Haare zu Berge.


  • Christoph • am 26.9.16 um 9:44 Uhr

    So schnelle Antworten?

    Mir hat der Tatort gut gefallen, ich habe schon viel langweiligere und schlechtere Gruppen-Geiselnahmen gesehen. Etwas platt fand ich den Mordkomplott der Kollegen/innen, der unlogisch war und dann ja auch nicht zustande kam.

    Was ich aber gar nicht verstehe, ist, dass hier so viele schon ihre fertige Meinung posten, als der Tatort gerade erst angelaufen war. Laufen die Uhren hier anders? Oder gibt’s den Tatort in Vorschau auch schon früher?


  • Christoph • am 26.9.16 um 9:50 Uhr

    Winterzeit

    Ah, ich sehe, die Kommentare werden schon (noch) mit Winterzeit gepostet, gesendet wurde aber nach Sommerzeit. Das erklärt 1 Stunde Differenz. Trotzdem: Wie jamend schon
    um 20:26 Uhr „Ich sah lange nicht so einen schlechten. Film .“
    um 20:36 Uhr „Der schlechteste Tatort seit TillSchweiger“
    und um 20:37 Uhr „Das war kein münster aber Krimi wie wir ihn kennen.“
    posten kann, bleibt mir ein Rätsel. Na gut, nach knapp 75 Minuten stand die Meinung wohl fest.


  • Katharina • am 26.9.16 um 9:58 Uhr

    Absolut enttäuschend!
    Der Münster-Tatort ist immer ein wenig überzogen, aber dennoch unterhaltsam und von mir immer gerne gesehen.
    Feierstunde war allerdings eine absolute Katastrophe!
    Von vorne bis hinten hat sich die Polizei absolut delettantisch präsentiert und wie der Zuschauer für dumm verkauf wird hat mich super geärgert.
    Ich kann mich den Kritiken, die hier bereits zum Besten gegeben worden sind, nur anschließen. Hat mich an das Nievau von Till Schweiger erinnert.
    Das war ein Fall für die Tonne und GEZ-Verschwendung.


  • Gottlieb • am 26.9.16 um 9:58 Uhr

    Nochmals zu den ernsthaften Ansätzen. Die traurige Leidensgeschichte mit abschließendem Freitod als Auslöser konstruiert keine einseitige Schuldzuweisung an Boerne; denn der Kampf um Fördermittel ist ein legitimer Bestandteil des Wissenschaftsbetriebs. Sein Konkurrent Götz ist der irrigen Ansicht, daß die Fördermittel seinen privaten Interessen zugute kommen sollten, die schon wegen der Seltenheit der Krankheit seiner Frau kaum verallgemeinerungsfähig wären. Ihm wird aber, wie man erst sehr spät erfährt, von der durchgeknallten Therapeutin suggeriert, Boernes Erfolg sei die Ursache des Todes seiner Frau und es sei Schwäche, den Tod nicht zu rächen. Damit wird er zum Instrument fremder Rachegelüste – wenn man so will, ein tragischer Fall. Zweifellos ist auch diese Rolle hervorragend besetzt. Ironisch wiederum ist, daß „Alberich“, zu deren Gunsten Boerne im stillen die Fördermittel besorgt hat, zunächst heftig dagegen polemisiert, dann aber in Erkenntnis des wahren Sachverhalts sich dankbar auf Boernes Seite schlägt und ihm durch ihren Beistand mit das Leben rettet. Ihre Argumente gegen die Mumien-Forschung sind im übrigen fadenscheinig. Damit könnte man jeden Einsatz finanzieller Mittel verketzern, der nicht sozial-mitmenschlichen Zwecken dient.


  • arte-Versteher • am 26.9.16 um 10:00 Uhr

    Ja, unfassbar, da wird in Hitchcocks immer Ärger mit Harry eine Leiche mehrfach ein- und ausgebuddelt, und dieser Gipfel der Unlogik gilt als eine der schönsten schwarzen Komödien aller Zeiten.

    Mein Gott, warum kann die irre Psychologin mit Boerne durch den Hinterausgang in einen Eierwagen flüchten? Da kann man nicht mit Krusenstern, sondern nur mit Morgenstern antworten:

    Ein Wiesel saß auf einem Kiesel inmitten Bachgeriesel. Wißt ihr, weshalb? Das Mondkalb verriet es mir im stillen: Das raffinierte Tier tats um des Reimes willen.


  • Ilsus • am 26.9.16 um 10:53 Uhr

    Wer hat nur dieses Drehbuch geschrieben. Ein Graus. Liefers und Prahl, noch nie so schlecht gesehen. Die Polizei als Volldeppen hingestellt. Geht gar nicht.


  • Ilsus • am 26.9.16 um 11:04 Uhr

    Bewertung vergessen. 0 Sterne gehen leider nicht. War nicht mal den einen Stern wert.


  • Heike • am 26.9.16 um 11:12 Uhr

    Hätte auch gerne mehr gelacht :-( aber ansonsten ganz gute Unterhaltung. Tja der Schluss mit der Flucht im Eierwagen…naja…hab die Fünf mal gerade gelassen, um es mal so zu sagen…


  • Doris • am 26.9.16 um 12:58 Uhr

    Ich fand den Tatort gestern richtig Klasse. Einer der Besten. Von mir gibt es fünf Sterne. Mehr brauch ich dazu nicht zu sagen.


  • Dirk • am 26.9.16 um 13:46 Uhr

    Der Tatort mit der Nummer 994 aus dem schönen Münster und leider hat man in dieser, jener Sendung, von der geprägten und geadelten Fahrradstadt nicht so viel zu sehen bekommen. Ein imaginärer Landgasthof, ich würde fast geneigt sein, einige Nummern zu klein für eine Veranstaltung der Hoch-Wissenschaft, war hauptsächlicher Mittelpunkt einer ohne Satire und Klamauk aufgebauten Münsteraner Tatort-Film-Kulisse. Es war die dreißigste Tatort-Sendung der beiden Mordermittler, Gerichtsmediziner Boerne, als gekonnter Hauptdarsteller zuerst genannt, sowie Hauptkommissar Thiel, unerklärlich an Rückenschmerzen erkrankt, was aber, außer der treuen Kommissarin Krusenstern, ansonsten eigentlich keinen so richtig interessiert hat. Der dreißigste Tatort! Ich habe in dieser Stadt, auf den Monat genau, meine Kaufmannsprüfung vor 40 Jahren abgelegt und bin, ehrlich gesagt, ein wenig enttäuscht von dieser filmischen Darstellung und der verbalen Taktik gewesen, vielleicht durch die vorherigen Sendungen dieser „Tatort-Sonder-Status-Reihe“ geprägt. Aber ich könnte mir vorstellen, dass zumindest das oben anstehende Geburtstagskind, nachträglich noch alles Gute, ähnliche Reaktionen gezeigt hat. Aber ganz so schlecht war diese Tatort-Verfilmung nun einmal auch nicht. Zwei rachsüchtige Akademiker hatten sich gefunden und der eine (m)wurde von dem anderen (w) auch noch übertrumpft und ausgebootet. Das eigentliche Thema in diesem Tatort-Spielfilm, in welchem die Klemm und der Vater Thiel leider nur wahrliche Außenseiterrollen einnahmen, war auch nicht der Tod des eitlen Gerichtsmediziners Boerne, herzzerreißend die Versorgung durch Haller auf dem Boden des Gasthauses sowie dessen Rettung im Eierwagen, sondern deutlich die Verschwendung wissenschaftlicher Gelder für Tote, zum Nachteil der akuten Krankheitsforschung der Lebenden. Die Macher dieses Tatort-Films, einschließlich der Autorin und des Regisseurs, hatten auch wirklich nicht den Hauch eines Sinnes gesehen, dem gespannte Zuschauer und Fan ein bisschen Münsteraner Satire, Zynismus und Klamauk zu gönnen, von Spannung einmal ganz zu schweigen, da die Szenen im Film teilweise zusammengesetzt wirkten. Amen.


  • Caro • am 26.9.16 um 14:06 Uhr

    Eine Psychiaterin, wie es sie nicht besser in der Realität geben kann: Psychisch durch!

    Der Film zeigt beeindruckend die Reaktionen der Opfer, die in dieser Situation jeder nachvollziehen kann und dennoch vor Schock schlucken muss, wenn die 3 Kollegen in einer Extremsituation bereit sind, den Kollegen und Freund Boerne zu töten, um ihr eigenes Leben zu retten.

    Sehr berührend der Punkt Freundschaft, wie sich Boerne anfangs (wie es sich später herausstellt) für seine Mitarbeiterin einsetzt, dass sie bleiben kann, wie sie selbst sich später kämpferisch für ihn einsetzt, als er im vermeintlichen Sterben liegt. Wie Hauptkommissar Thiel voller Inbrunst seinem Job nachgeht, dabei nicht verheimlichen kann, wie gerne er Boerne hat.

    Alles in allem ein gelungener und für mich beeindruckender TO, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kam.


  • tatort-fan • am 26.9.16 um 15:35 Uhr

    Mir persönlich hat diese Folge hier sehr gut gefallen. Spannend, die richtige Situationskomik… also wer da kein einziges Mal geschmunzelt hat…
    Die Charaktere und deren Beziehungen zueinander haben mir besonders gut gefallen, allen voran die zwischen Boerne und Alberich. Herrlich! Wer hier auf eine Komödie gehofft hat, wurde wohl enttäuscht. Ich bin hingegen froh, das die Münsteraner eben NICHT nur Comedy können. Ganz tolle Folge👍


  • Petra • am 26.9.16 um 17:01 Uhr

    ganz, ganz schlechter Tatort. Zeitverschwendung


  • Hanz W. • am 26.9.16 um 19:44 Uhr

    Ungewöhnlich für Münster, zugleich aber eine Weiterentwicklung und (Neu-)Auslotung dessen, was in Münster so möglich ist. Gut gefallen hat mir auch, dass bei einigen der Hauptfiguren neue Facetten sichtbar wurden. Beimeinem Liebling Nadeshda zum Beispiel, aber auch bei Thiel. Schade, dass die Klemm und Vaddern diesmal ein wenig im Hintergrund blieben. Die story recht dicht inszeniert, mit durchaus spannenden Phasen. Generell kommt mir in den Münsteraner Kritiken – ob positiv, ob negativ – immer ein wenig zu kurz, dass die Fälle oft (natürlich nicht immer) bei allem Humor, oft sigar bei allem Klamauk, gar nicht so schlecht aufgebaut sind. Auch diesbezüglich gibt es (viel) Langweiligeres… Ein paar Ungereimtheiten und Holprigkeiten, insgesamt gut anzusehen, knappe 4 Sterne.


  • Sir Sherlock • am 27.9.16 um 18:52 Uhr

    Ein neuer Ansatz oder auf den „Main Stream“Psyschowelle aufgesprungen,
    nicht schlecht aber das alte Konsept mit überspiztem Humor ist unterhaltsamer für mich.


  • Ich • am 29.9.16 um 19:28 Uhr

    Mir persönlich und auch allen anderen, mit denen ich über den Film gesprochen hab, hat dieser Tatort sehr gut gefallen. Bei einer gewissen Szene kurz vor Schluss (ich will ja nicht spoilern) standen uns allen die Haare zu Berge! Ein wirklich gut gemachter Film, obwohl er nicht so lustig ist wie die übrigen Münsteraner Tatorte. Gerade auch die Auflösung des Falles fand ich sehr überraschend, alles in allem sehr sehr spannend. Ein toller Film, den ich jedem empfehlen kann.


  • Nicht Nur Sonntags • am 3.10.16 um 4:54 Uhr

    Also, ich, und alle, mein lieber Ich, mit denen ich über diesen TO gesprochen habe, finde, dass, wenn Boerne leiden muss, dann doch lieber wie bei Chinesische Prinzessin. Ansonsten macht es doch mehr Spaß, wenn er und Thiel gemeinsam dem Fall auf der Spur sind.


  • Heidi • am 7.12.16 um 16:02 Uhr

    Für mich einer der schlechtesten Tatorte aus Münster. Tatort Münster lebt von dem Wortwitz, der ihn zu etwas besonderem macht. Dieser fehlt hier komplett. Viel zu sehr nur auf Krimi aufgemacht, dazu eine schlappe Handlung ohne Abwechslung. Ich hoffe, der nächste wird wieder besser.


  • Joachim Müller • am 18.12.16 um 10:59 Uhr

    Einen größeren Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
    Tatorte sind in letzter Zeit unerträglich!!


  • Gudrun • am 27.12.16 um 13:30 Uhr

    Kann mich Joachim Müller fast anschließen und hoffe, dass Münster wieder in die Spur findet. Dieser Tatort war nicht nur absurd, er war absolut langweilig. Meine Sympathie für den Täter war z.T. größer als die zu den Hauptakteuren.


  • rudi • am 31.12.16 um 11:59 Uhr

    Ein Münsteraner Tatort lebt von den Sprüchen.
    Diese vermisste man hier total.
    Nächstes mal bitte wieder die NORMALE Varinte!


  • Lunikow • am 1.1.17 um 18:33 Uhr

    Ein eher „durchwachsener“ TO mit vorhersebarer Handlung.
    Trotzdem. Ich seh das Münsterrer TO Team immer wieder gerne.

    BTW: Beim stöbern auf der Münsteraner Seite ist mir aufgefallen:

    Die Figur Haller (Alberich) wird dargestellt von Christine Urpruch und NICHT von Christine Urprung !

    und die Figur Nadeshda heißt mit Nachnamen Krusenstern (das „n“ verschluckt)


  • Felix • am 6.2.17 um 23:22 Uhr

    Ich als Tatort Münster Begeisterter bin schwer enttäuscht. Das Drehbuch ließ eine wirkliche logisch aufeinander aufbauende Handlung vermissen und war gleichzeitig so transparent, dass man die Täterin schon von Beginn an verdächtigt hat. Die humorvolle Kooperation von Tiel und Börne hat durch Börnes absurde filmfüllende Geiselname im Restaurant nicht stattgefunden. Die Unbeholfenheit bzw. Lächerlichkeit der Polizei und des Seuchenschutzkommandos geht fast schon in fremdschämen über, als die tatverdächtigte Psychologin als erste Person in das Restaurant gelassen wird und später durch den „unbewachten“ Lieferanteneingang MIT BÖRNE flüchtet, ohne einzugreifen. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass auf menschliche Emotionalität der Beteiligten, entstehend durch Börnes schwere Vergiftung, verzichtet wurde. Der münsteraner Tatort lebt von seinem Humor und der feinwitzigen Zusammenarbeit der sympatietragenden Darsteller an ausgeklügelten Mordfällen mit abschießendem unvorhersehbaren Wendepunkt der Handlung.


  • Flixi • am 12.2.17 um 17:41 Uhr

    Ich kann mich den negativen Kritiken nicht anschließen. Allerdings war es bei mir auch definitiv Liebe auf den zweiten Blick. Es ist sicherlich keiner dieser Klamauk Tatorte aus Münster, wie viele Münster Fans ihn gerne mögen. Aus meiner Sicht hat das in Folgen wie Das Wunder von Wolbeck und Erkläre Chimäre massiv überhand genommen. Schwanensee war gerade noch erträglich. Für mich ist es ein guter Ausgleich zu dem ansonsten in den letzten Folgen doch sehr berechenbaren, durchschaubaren Folgen. Peter Jordans One Man Show fand ich absolut gelungen. Er war nicht nur der Hauptakteur, sondern für mich auch der Sympathie Träger. Boerne wurde dargestellt wie ein wirklich arrogantes A….loch. Das fand ich persönlich sehr schade, denn seine Persönlichkeit ist viel facettenreicher. Das ist eigentlich das einzige Manko dieses Films. Thiel, Alberich und sogar Nadeshda zeigen Profil. Ich wünsche mir nicht ständig solche Folgen wie Feierstunde oder Der Hammer, aber sie sind ab und an eine gelungene Abwechslung, da die Autoren anscheinend viel mehr Mühe als früher haben die Mischung aus Spannung, guten Persönlichkeitsbildern und Humor hinzubekommen.


  • Flixi • am 13.2.17 um 14:41 Uhr

    DANKE für diesen Tatort. Rudi, Münster lebt nicht von den Sprüchen, die sich in den letzten drei Folgen in Klamauk gespiegelt haben. Münster lebt von der guten Kombination und die gab es in den letzten Folgen nicht mehr.

    Feierstunde ist eine Erholung vor allen Dingen von Folgen wie Das Wunder von Wolbeck, Summ Summ Summ und Erkläre Chimäre. Klar, Leute, die auf plumpen Jerry Lewis Humor stehen, werden enttäuscht sein.

    Ich fand die Handlung absolut interessant, Spannung reichlich vorhanden und das Ende nicht vorhersehbar. Sehr gut gefallen hat mir ziemlich am Schluss die Szene, als Boerne den Toten Goetz sieht und ihn um Hilfe bittet. Ich finde übrigens Tatorte immer gut, wenn große, starke Charaktäre die Gegenspieler sind. Hier war es Peter Jordan, in Satisfaktion Michael Degen und in Mörderspiele Rosel Zech, um nur einige Beispiele zu nennen.

    Viele waren beeindruckt von Alberich. Mir hat die Rolle von Thiel noch besser gefallen, der Profil gezeigt hat. Ab und an ein solcher Tatort aus Münster tut gut. Es bleibt zu wünschen, dass der nächste Tatort aus Münster in ähnlicher Qualität weiter macht. Sicher sollte er nicht wieder ähnlich ernst sein, aber vielleicht auch wieder zurück in die Spur finden, zu alter Klasse, wie es früher einmal war.


  • heidelerche • am 23.8.17 um 22:03 Uhr

    Egomane Boerne und Erziehungsopfer Thiel stossen aufeinander und reiben sich. Da Muster ist bekannt. Leider sind die Variationen eher ermüdend. Allein Boernes großspurige Engstirnigkeit ist hier und da einen Blick wert. Thiel als St. Pauli Fan bleibt seiner (Unter) Klasse treu.


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