Tatort Folge 159: Zweierlei Blut



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Tatort Folge 159: Zweierlei Blut 4 6

Im Tatort „Zweierlei Blut“ müssen die Kommissare Horst Schimanski (Götz George) und Christian Thanner (Eberhard Feik) einen Mord im Duisburger Fußballstadion aufklären. War es eine Auseinandersetzung zwischen Fans oder steckt etwas ganz anderes dahinter?
Im Tatort „Zweierlei Blut“ wohnt Thanner noch immer bei Schimanski. Seine Freundin hatte ihn rausgeworfen und so muss er vorübergehend bei seinem Kollegen unterkommen. Doch so langsam geht diese aus der Not geborene Wohngemeinschaft den beiden Kommissaren ziemlich an die Nerven. Thanner kann Schimanskis Chaos nicht ertragen, Schimmi hält den Ordnungswahn seines Kollegen kaum noch aus. Wann sucht der sich endlich seine eigene Wohnung?

Um sich abzulenken geht Schimanski ins Fußballstadion und schaut sich ein Spiel des MSV Duisburg an. Nach dem Abpfiff entdeckt man auf der Tribüne die Leiche eines Italieners. Er wurde erstochen. Und so bekommt der Tatort „Zweierlei Blut“ sein erstes Opfer. Alles sieht danach aus, als sei der Tote ein Opfer der immer brutaler werdenden Schlägereien zwischen Fußballfans geworden.

Um den Fall aufzuklären, müssten die Mitbewohner nun auch noch beruflich mehr Zeit zusammen verbringen – immerhin sind sie das verantwortliche Team aus der Mordkommission. Da beide nicht so wirklich Lust darauf haben, gehen sie aber erstmal getrennte Wege. Doch das wird nicht so bleiben im Tatort „Zweierlei Blut“.

Schimanski schleust sich in einen Fanclub ein, um mehr herauszufinden. Zunächst scheint sein Plan aufzugehen. Doch dann fliegt er auf: Die jugendlichen Fans durchschauen den „Opa“ und erteilen ihm eine gründliche Abfuhr. Gleichzeitig konzentrieren sich Thanner und Hänschen auf das Stadion selbst und nehmen die dort fest und zeitweise Angestellten genauer unter die Lupe. Schnell wird klar: Hier ist einiges nicht ganz astrein.

Als die beiden Kommissare ihre bisherigen Ermittlungsergebnisse vergleichen, stehen sie vor einer entscheidenden Frage: Ist der Tote wirklich das Opfer einer Prügelei zwischen Fans? Oder hatte der Mann etwas mit der illegalen Vermittlung ausländischer Arbeitskräfte zu tun, wollte er vielleicht sein Wissen zu Geld machen und wurde deshalb beseitigt?
Der Duisburger Tatort „Zweierlei Blut“ um die beiden Ruhrpott-Ermittler Schimanski und Thanner ist eine Produktion des WDR. Erstmalig ausgestrahlt wurde die Tatort-Folge 159 am 22. Juli 1984 im Ersten Programm der ARD.

Der Arbeitstitel zum Film lautete „Treffpunkt Wedau“, was dem wichtigsten Drehort geschuldet ist: dem Stadion. Es handelt sich um das alte Wedaustadion in Duisburg, das 2003 abgerissen wurde.

Besetzung
Kriminalhauptkommissar Schimanski – Götz George
Kriminalhauptkommissar Thanner – Eberhard Feik
Ludwig – Gerhard Olschewski
Kriminaloberrat Königsberg – Ulrich Matschoss
Bella Klein – Despina Pajanou
Frau Schobert – Brigitte Janner
Kurti – Reiner Groß
Fiete – Zacharias Breen
Hänschen – Chiem van Houweninge
Ernst – Dietmar Bär
u.a.

Stab
Drehbuch – Felix Huby, Fred Breinersdorfer
Regie – Hajo Gies
Kostüme – Ina Hagemann
Kamera – Michael Thiele
Szenenbild – Dieter Reinecke
Schnitt – Lici Lainer
Ton – Karsten Ullrich
Produzent – Hartmut Grund
Produktionsleitung – Ernst von Theumer
Musik – Spliff

Bilder: WDR


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8 Meinungen zum Tatort Folge 159: Zweierlei Blut

  • chrischa • am 27.8.10 um 9:43 Uhr

    absolut actionreicher film mit klasse musik der gruppe SPLIFF.
    Einer der besten Schimanski-Tatorte.


  • pumpkins • am 26.12.10 um 13:33 Uhr

    Was war das denn? Total lächerlich die Story – viel Hype um Schimanski aber mehr auch nicht…


  • Nico Haupt • am 27.4.13 um 5:42 Uhr

    alltime classic from Duisburg incl. Dietmar Baer (noch ohne Polizeliizenz in Koelle ;)


  • Gerd Graf • am 14.6.13 um 8:01 Uhr

    Schimanski kümmert sich um die Jungs während Thanner das ‚Alltagsgeschäft‘ abarbeitet. Schön auch zu sehen, wie ihre Männer-WG langsam ans Ende kommt. Und dass Thanner ein heimlicher Sadist ist, kann man hier deutlich sehen. Gerade in dieser Folge kann man Schimanski als ‚die andere Art von Polizisten‘ gut erkennen. Sehenswert!


  • Dirk • am 29.10.15 um 16:02 Uhr

    Der Tatort Nummer 159 mit den beiden Hauptkommissaren aus Duisburg. Schimanski und Thanner ermitteln in einem Mordfall, begannen im MSV Stadion zu Duisburg. So kuschelig klein, wie das Aquarium, in dem Thanner seine Schildkröte zu pflegen versuchte. Ich meine eine Testudo graeca erkannt zu haben. Aber welche Art auch immer, für einen gestandenen Hausmann der Mordkommission mehr als eine Peinlichkeit und als Sketcheinlagen auch nicht gerade geeignet. Aber so verlief leider der gesamte Ruhrpott-Tatort, Schimanski übertraf die Peinlichkeiten locker, als er mit den Pickel-Rockers durch die Straßen zog. Seine Motivationslage diesbezüglich wurde nie richtig aufgezeigt und auch der Oberrat Königsberg wollte so richtig nichts wissen. Na, gottseidank wurde nach 90 Minuten das Verbrechen aufgeklärt und man konnte abschalten. Damals sah ich den auch in Erstsendung und die nette Kollegin der beiden tat einen richtig leid. Aber da war ja noch Häschen, der aus Holland. Der rettete so manche Situation. Später lernte man Schimi und Thanni in weiteren Folgen ja richtig kennen und wirklich abschalten wollte man auch nicht. Die bleiben auch in Tatort-Erinnerungen.


  • Diethelm Glaser • am 24.6.16 um 15:09 Uhr

    Ich weiß ehrlich nicht, wie man Schimanski als besten Tatort-Kommissar wählen kann!
    Er nuschelt, ist ein „Schmuddel“-Cop, wie es ihn nicht real geben könnte, hat zwar manchmal einen Riecher, aber Thanner macht den besseren Job!
    Aber leider auch in dieser Folge werden sehr viele Darsteller unterschlagen – warum eigentlich? Sie müssen doch irgendwo gelistet sein!
    Ich habe bereits viele Tatorte „bearbeitet (Screens mit eigenen Texten), aber die meisten aus Duisburg liegen mir einfach nicht, vielleicht liegt es am Alter?!
    Und bei dieser Folge kommt noch hinzu, dass ich Fußball nicht mag. Vielleicht muss man auch aus „dem Pott “ stammen, um diese Filme zu mögen, für mich unterer Durchschnitt!
    Diethelm


  • Filmfreund • am 13.9.16 um 1:41 Uhr

    Diethelm, du sagst es selbst… Dein Alter, vielleicht?
    Die Schimanski-Reihe war ein Bruch im Format der Serie. Für die Jüngeren, wie mich damals ein Riesenspaß + Spannung + Action. Heute frage ich mich auch, wie ich die Folgen so geil fand. Eindimensionales Spiel von George, insofern war E. Feik sein beabsichtigtes Pendant.
    Lies das Buch von Eike Wenzel „Ermittlungen in Sachen Tatort“. Dann wirst du den Schimanski etwas besser verstehen.
    ps:
    Wenn ich mir heute eine alte Schimanski-Folge ansehe, kann ich nur den Kopf schütteln.
    Gruß!


  • Karin • am 26.7.17 um 15:23 Uhr

    1a Folge in der Reihe des WDR Somnerflautenloch „Die Besten im Westen“, und Schimmi at his Best. Entweder man mag es, oder halt nicht. In den 80ern hat man es als junger Mensch geliebt, mal was anders als Musikantenstadel und ZDF-Hitparade mit Schunkeleinfalt zu sehen im weichgespülten Öffentlich-Rechtlichen……
    Nicht zu vergessen die Spliff-Musik, mega angesagt damals, und auch heute noch Gänsehaut, wenn man die LPs auflegt. Hatten auch auf englisch international großen Erfolg, wie ich bei einem Auslandsjahr feststellen konnte.
    Dann Dietmar Bär auf dem Weg zu seiner heutigen Figur, im Mittelkreis des MSV Stadium, wo sich der gutgebaute Götz nackt zeigen durfte, ein Zacharias Preen, der später als Schönling in anderen Rollen landete, und nicht zuletzt Despina Pajanou als Augenweide, die Schimmi in ihren Bann zog, bevor sie bei RTL den Job als Motorradbraut und
    Leder-outfit-kommissarin Jahre später übernahm. Und Gerhard Olschewski als Bösewicht, vor den ZDF-Seienklischees als bärbeissiger Bartträger mit Bauch in „Girlfriends“ und „Landarzt“!
    Von den Kulissen im Ruhrgebiet zu schwärmen, verbietet sich als Einheimischer aus der Nachbarstadt.
    Aber das Gefühl der Zeit wird und war in mir wachgerüttelt.
    Fünf Punkte.


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