Tatort Folge 1108: Das Leben nach dem Tod



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Es ist ihr zehnter gemeinsamer Fall und sie umklammern einander, als wäre es ihr letzter: Die Ereignisse in der Tatort-Folge 1108 „Das Leben nach dem Tod“ gehen insbesondere Hauptkommissar Robert Karow (Mark Waschke) an die Nieren, der seine Kollegin Nina Rubin (Meret Becker) plötzlich näher an sich heranlässt als jemals zuvor. Der Mann, der sonst so unnahbar, kühl und berechnend erscheint, hat nicht bemerkt, dass sein unmittelbarer Wohnungsnachbar seit Wochen tot in dessen Wohnung liegt und verwest.
Bei der Obduktion zeigt sich, dass der ältere Herr keines natürlichen Todes starb.

Der Berliner Tatort „Das Leben nach dem Tod“ wird am Sonntag, den 10. November 2019 um 20.15 Uhr im Ersten Programm der ARD erstmals ausgestrahlt.

Inhalt der Tatort-Folge „Das Leben nach dem Tod“

Am 9. November 2019 jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. Anlässlich des runden Jubiläums zeigt die ARD einen Tatort, der sich erstmals in der Geschichte der Krimireihe mit dem Thema der Todesstrafe in der DDR auseinandersetzt: noch bis 1987 wurde diese verhängt. Als die „Aktuelle Kamera“, die damals populärste TV-Nachrichtensendung in Ostdeutschland, im Juli ’87 erklärte, dass die Todesstrafe abgeschafft werden würde, wunderten sich die Zuschauer. Nicht darüber, dass die Volkskammer der DDR der Streichung zustimmte, sondern dass es eine solche Strafe überhaupt gab. Sie war bis dato ein gut gehütetes Geheimnis.

Seit Gründung der Deutschen Demokratischen Republik im Jahre 1949 fanden jedoch mindestens 164 Verurteilte den Tod. Die Liquidierung erfolgte dabei durch einen „unerwarteten Genickschuss“, der nach 1968 die Guillotine als Vollstreckungsinstrument ablöste.


Kriminalhauptkommissar Robert Karow ist entsetzt. Wochenlang hatte er keine Ahnung davon, dass er neben einer Leiche wohnte. Unvermittelt trifft er eines Tages seine exzentrische Vermieterin Olschewski in der geöffneten Wohnung des alten Herrn Irrgangs an. Der starke Leichengeruch, die unzähligen Maden und Fliegenschwärme geben dem Ermittler gleich bei Betreten des Apartments zu verstehen, was im rbb-Tatort „Das Leben nach dem Tod“ geschehen sein muss.

Während die hektische Olschweski lediglich daran interessiert ist, die Räumlichkeiten möglichst schnell durch den Putzservice von Hajo Holzkamp reinigen zu lassen, um die Wohnung neu vermieten zu können, sperrt der Hauptkommissar den vermeintlichen Tatort. Dass der Frührentner eines natürlichen Todes gestorben ist, steht für ihn keineswegs fest. Er ruft seine Ermittlungspartnerin Rubin an, doch die wimmelt ihn erst einmal ab. Sie hat sich hinter Karows Rücken für eine neue Stelle – als Präventionsbeauftragte für häusliche Gewalt – beworben, doch nun wird ihr stattdessen ein Job bei der Abteilung für interkulturelle Angelegenheiten angeboten. Die Kriminalbeamtin ist genervt.

Als Rubin und Karow schließlich gemeinsam die Wohnung des Toten im Tatort besichtigen, ist für die Kommissarin der Fall sonnenklar: Friedrich „Fritz“ Irrgang starb ohne Fremdeinwirkung. Da der Mann keine Familie mehr hatte, bemerkte niemand sein Ableben. Robert Karow widerspricht eindringlich. Die Wohnungstür wurde mit einem Dichtungsband luftdicht versiegelt, die Fenster mit Keilen auf Kippstellung gehalten. Die Arme und Beine des Leichnams waren gespreizt, so wie es kaum vorkommt, wenn ein Mensch rücklinks umkippt. Doch Rubin bleibt skeptisch: „Sie meinen also, dass jemand Ihren Nachbarn ermordet hat, und anstatt die Leiche zu entsorgen, hat er dafür gesorgt, dass sie vor Ort mumifiziert?“ Die Berlinerin kann sich ein Lachen im Fall „Das Leben nach dem Tod“ kaum verkneifen.

Die Untersuchung durch die neue Gerichtsmedizinerin Jamila Marques, die an Nasrin Rezas Stelle getreten ist, bringt eine Neuigkeit ans Tageslicht, die Karows Vermutung bestätigt: Friedrich Irrgang kam durch einen Genickschuss zu Tode! Jetzt sieht auch Nina Rubin die Notwendigkeit, Ermittlungen einzuleiten und knöpft sich die Vermieterin Petra Olschewski vor. Eine „Entmietung durch Genickschuss“, ist das die Lösung? Und ist es Zufall, dass sich Jennifer Wieland, die derzeit ein Pflichtpraktikum als Staatsanwältin bei der Mordkommission absolviert und deshalb frisch nach Berlin gekommen ist, gerade eine Wohnung anschaut, die von Olschewski vermietet wird? Der Verdacht der Bestechung liegt nah und Wieland ist die Angelegenheit offensichtlich äußerst peinlich.

In der Zwischenzeit untersucht der rastlose Karow ein weiteres Mal die Wohnung des Toten und versucht, den Tathergang zu rekonstruieren. Schmauchspuren konnten durch die KTU nicht festgestellt werden. Er findet heraus, dass Irrgang regelmäßig den Gebetskreis im Gemeindehaus besuchte; dort macht die Koordinatorin die Aussage, dass der ältere Herr den Eindruck gemacht hätte, etwas belaste ihn aus der Vergangenheit. Bingo! Robert Karows Verdacht, das mehr hinter dem Mord steckt, erhärtet sich.

Die Tatort-Duo Karow und Rubin arbeitet fortan wieder Hand in Hand. Die Spur einer organisierten serbokroatischen Gruppe führt die zwei Kriminalisten am Ende zu Gerd Böhnke, einem pensionierten Richter, der vor wenigen Wochen Opfer eines Überfalls in seiner eigenen Wohnung wurde. Ist es Friedrich Irrgang ähnlich ergangen und die Täter sind in dem Clan zu finden?


Die Dreharbeiten zum 10. Berliner Tatort mit Rubin und Karow fanden im Zeitraum vom 12. März bis 12. April 2019 statt. Als Kulissen dienten die Berliner Stadtteile Schöneberg, Weißensee, Hohenschönhausen und Berlin-Mitte; einige Szenen wurden darüber hinaus in Potsdam realisiert.

Die von Fliegen und Maden bevölkerte Wohnung des Opfers Irrgang stellte eine große Herausforderung für das Produktionsteam dar. Es wurden 200.000 Stubenfliegen und eimerweise Maden herangeschafft. Nicht nur die Darsteller, auch die Crew hatte die Insekten im Mund, in den Augen und Haaren.

Regisseur der Episode „Das Leben nach dem Tod“ war Florian Baxmeyer, der bereits zahlreiche Tatorte umsetzte, darunter auch den Berliner Beitrag „Dein Name sei Harbinger“ (Tatort-Folge 1038).

Die Redaktion von Tatort-fans meint …

Sabine (39 J. | Kinoliebhaberin)

Geschickt wird im Berliner Krimi die deutsche Vergangenheit mit einem Mord der Gegenwart verknüpft. Hervorragend funktioniert hier außerdem das Team Rubin und Karow; man bekommt das Gefühl, beide brauchen sich stärker denn je. Die Rollen sind bestens besetzt, auch wenn mir Britta Hammelstein – ähnlich wie Katharina Marie Schubert – in letzter Zeit zu häufig im Tatort erscheint. Dennoch: High five!

Gerald (39 J. | IT-Nerd)

Ich war am Anfang verwirrt wegen der beiden Rentner und ob es sich bei dem Überfallenen auch um den Toten handelt. Das war gut gemacht. Überhaupt sind hier einige Zeitebenen verbunden und man hat kaum Zeit, sich was Neues zu trinken zu holen. Ein Tatort aus Berlin der Aufmerksamkeit braucht und neue Figuren einführt wie die Rechtsmedizinerin und die Staatsanwältin. Ich kann den Krimi empfehlen.

Musik im Tatort

Aviccii – „Hey Broth“
Nas, Will.i.am – „Hip Hop Is Dead“
Urs Herrmann – Clubmusik

Tatort-Besetzung

Hauptkommissarin Nina Rubin – Meret Becker
Hauptkommissar Robert Karow – Mark Waschke
Kommissaranwärterin Anna Feil – Carolyn Genzkow
Gerichtsmedizinerin Jamila Marques – Cynthia Micas
Staatsanwältin Jennifer Wieland – Lisa Hrdina
Hajo Holzkamp – Christian Kuchenbuch
seine Ehefrau Liz Holzkamp – Britta Hammelstein
Rentner Friedrich „Fritz“ Irrgang – Klaus Grape
Rentner Gerd Böhnke, Richter a.D. – Otto Mellies
Vermieterin Petra Olschewski – Karin Neuhäuser
Adnan Jasari vom ambulanten Sozialdienst – Slavko Popadic
Mädchen Magda – Elina Vildanova
Mädchen Ana – Amira Demirkiran
Einsatzleiter – Ingolf Müller-Beck
Bestatter – Ernst Ganzert
Knut Jansen – Daniel Krauss
Veranstaltungskoordinatorin Frieda König – Christin Nichols
LKA-Beamtin – Nadja Engel
u.a.

Tatort-Stab

Drehbuch – Sarah Schnier
Regie – Florian Baxmeyer
Kamera – Eva Katharina Bühler
Szenenbild – Wolfgang Arens
Schnitt – Friederike Weymar
Ton – Uwe Griem
Musik – Boris Bojadzhiev

Bilder-Galerie zum Krimi aus Berlin


33 Meinungen zum Tatort Folge 1108: Das Leben nach dem Tod

  • Alehalo • am 4.11.19 um 8:43 Uhr

    Ein starker Stoff. Empfehle nicht zu essen während des Films.


  • Karsten Dierks • am 10.11.19 um 21:15 Uhr

    Die Schauspieler sollten erst einmal verständlich sprechen üben, und die Toningenieure die Sprache richtig aussteuern. Dieser Tatort ist wieder einmal ein Zumutung!


  • Henning • am 10.11.19 um 21:25 Uhr

    @Alehalo: Weil ich genau zu diesem Zeitpunkt anfing zu essen, beschloss ich, die Wiederholung später auf ONE zu gucken :-). Nur eines fällt mir schon vorher in der Beschreibung auf…. jede Menge Fliegen und Maden und trotzdem ist der Leichnam mumifiziert – ja… was denn nun?


  • G.Boesser • am 10.11.19 um 21:25 Uhr

    Ein typisch deutscher Tatort: Viel Gelaber, so gut wie keine Action. Die übliche egozentrisch, narzisstische Selbstbespiegelung der Kommissare und ihrer Seelenqualen. (Nach 45 Min. habe ich abgeschaltet/. Ein Kilo Fliegen und ein dräuender Soundtrack soll dann für Spannung sorgen.
    Das zugrundeliegende Thema ? natürlich muss auch hier wieder die böse DDR herhalten. Zum Ausschlachten immer gut, wenn einem sonst nichts einfällt.
    Waren es die Nazis und der Holocaust, mit deren Thematisierung deutsche Regisseure jahrelang versuchten, in Hollywood endlich einen Oscar abzugreifen, so dient in letzter Zeit verstärkt die DDR-Vergangenheit als Stofflieferant, ich für meinen Teil fühl mich da nur noch angeödet.


  • G.Boesser • am 10.11.19 um 21:29 Uhr

    Die 5 Sterne waren ein Tippfehler, 2 wären meine Wahl gewesen, das muss ich korrigieren, deshalb jetzt nur einen Stern.


  • Joerg • am 10.11.19 um 21:54 Uhr

    Im Club – wie heißt der Song ?


  • Frank • am 10.11.19 um 21:58 Uhr

    Ja Henning, vielleicht nicht die einzige Ungereimtheit heute in Berlin. Zum Jubiläum des Mauerfalls war dieser Tatort zu erwarten. Er greift sehr sensibel und doch schonungslos das Thema der “Wendeverlierer” auf. Wirklich gelungen, natürlich im steten Berliner Grau/Schwarz gehalten. Auf die Frage “Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?” der Rubin an Karow, wäre wohl die richtige Antwort gewesen, ob sie an ein Leben vor dem Tod glaubt. Denn dieses ist in diesen Berliner Tatorten wohl eher zu verneinen. Dennoch vier Sterne.


  • Michael • am 10.11.19 um 21:58 Uhr

    Guter Tatort. Was ist das für Musik sm Ende im Club?


  • Bardubitzki • am 10.11.19 um 22:11 Uhr

    Sehr konfus und ziemlich unglaubwürdig dieser Krimi und dazu langweilig.
    Zum guten Gluck gibt es hin und wieder einen Tatort mit Niveau aus
    Münster. Viel zu viele weibliche Komissare mit verkniffenem Gesicht. soll
    wohl cool wirken, löbliche Ausnahme „Bella Block“


  • alter Fan • am 10.11.19 um 22:14 Uhr

    ordentlicher TO aus der Hauptstadt – das Team gefällt mir zusehens immer besser . Sehr interessante und aufschlussreiche Story – auch an der künstlerisch – handwerklichen Umsetzung nichts auszusetzen


  • Hanz W. • am 10.11.19 um 22:17 Uhr

    An sich nicht schlecht gemachter Tatort aus Berlin (in dem auch Karow mal einen Ansatz von „menschlich Regungen“ zeigen darf), aber richtig intensiv wird das erst nach ca. einer Stunde, und das ist ein wenig lang. Die Geschichte, dass da beinahe alle Beteiligten eines Falls Jahrzehnte später so schicksalhaft aufeinandertreffen, vielleicht ein wenig arg „gestrickt“, aber das kann man in einem Tatort auch mal dahin stehen lassen, Hyperrealismus ist da eh nicht am Platze. Schon eher zu bemängeln, dass die „falsche Fährte“, die Immobilienfrage, dann doch eher lustlos verfolgt worden ist. Schauspielerisch allerdings sehr überzeugend, auch, dass – ein glücklicher allgemeiner Trend im Tatort – die Privatgeschichten doch wieder dort landen, wo sie hingehören, nämlich im Hintergrund. Berlin erneut fotografiert als Tristesse pur, da fröstelts einen beim Zusehen. 3,5 Sterne, zum Aufrunden kann ich mich heute nicht ganz entschließen.


  • Sus • am 10.11.19 um 22:30 Uhr

    Und in der Schlusssequenz, beim Tanzen, lief da Stephan Remmler im Techno Beat?


  • Moritz • am 10.11.19 um 23:01 Uhr

    Der Tatort aus Berlin war kompliziert und mann musste überlegen aber er war nicht schlecht, fand auch gut das es sich auf die DDR bezog, passt ja. Aber im Vergleich zum Tatort aus Münster vor einer Woche hat der hier keine Chance. Fazit : Kann man sich anschauen | 3 Sterne dementsprechend.


  • Henning • am 10.11.19 um 23:40 Uhr

    So, nun habe ich ihn gesehen. Die Ekelszenen mit den Maden und Fliegen waren ein Effekt, haben zur Geschichte an sich aber nichts beigetragen. Und wenngleich ich ein Anhänger der älteren Filmkunst bin, die den Ereignissen Zeit gibt, sich selbst und natürlich Atmosphäre zu entwickeln, muss ich sagen, dass mir die Szenen, in denen Karow oder sonstwer mit gedankenschwerem Blick und mit psychedelischer Musik untermalt in Räume oder in die Gegend schauten, zu viel des Guten und zu langgezogen waren.

    Die Story war gut ausgedacht und die Figuren authentisch. Aber der Film hat es nicht geschafft, dass ich Verständnis oder gar Mitleid mit Jugendbanden habe oder sie als gefälligst zu ertragende Laune unserer Zeit ansehe, nur weil das Opfer in diesem Fall ein bornierter alter Richter mit Tendenz zur Selbstjustiz war. Das würde aber kein Film schaffen. Ich fand die Schlussszene gut, in der Karow die Statue auf seinem Balkon installiert. 3 Sterne


  • Der Fremde • am 11.11.19 um 9:16 Uhr

    Ich habe die Story als wirr empfunden, wie in Zeitlupe erzählt. Der Auftritt der Staatsanwalts-Praktikantin stellte m.E. eine Farce dar (eine Praktikantin würde in der Praxis nie alleine als StA arbeiten dürfen, war aber nicht richtig lustig, die Kommissare (Karow: erschien mir seit der letzten Folge stark gealtert und anstatt wie bisher vital eher ausgezehrt, Rubin: blass und nichtssagend wie bisher) bewirkten nie, dass ich mich mit ihnen identifizieren konnte oder wollte. Das Flair der tristen Seite Berlins (inkl. dessen Wohnungsnot) wurde allerdings recht gut dargestellt.


  • CaptainFreedom • am 11.11.19 um 9:57 Uhr

    Die neue Staatsanwältin hätte wirklich die Klotür zumachen können – also: das geht ja gar nicht. tzz.. tzz..
    Und Karow’s Ekelpaketfaktor war diesmal nicht hoch genug; nach jedem TO aus Berlin möchte ich mich sagen hören „was für ein Arsch“.


  • Deedplace • am 11.11.19 um 13:10 Uhr

    Die erste Szene zeigt auf dem Gehweg eine Tüte (mit Brötchen?) und Fliegenbefall. Mahlzeit.
    Ich geb’s zu: Ich mag beide Kommissare einfach nicht. Und so eine Reise durch Maden und Fliegen direkt nach dem Abendessen brauche ich eher auch nicht.
    Die Eingebung von Karo (nachdem er sich – Nase im Teppich – auf den zuvor von Maden versifften Bodenbelag legt), dass hier das Zimmer zu klein sei – jo.
    Der Stoff aus dem die (Alb-) Träume sind.
    Nicht wiederholungswert.


  • wilhelm • am 11.11.19 um 13:40 Uhr

    Vollkommen unglaubwürdig. Niemals hält es jemand in einer Wohnung, in der eine Leiche länger als 10 Tage liegt, ohne Atemmaske aus.
    Schon garnicht, dass ein Kommissar sich auf den madigen Boden legt und die Fliegen sowie Maden aushält. Ich kenne das aus eigener Praxis.
    Es wird immer unerträglicher mit diesen weit hergeholten Motiven und Handlungen der Kriminalpolizei und deren persönlichen und privaten Befindlichkeiten. Dabei gäbe es soviel spannend zu verfilmen, indem man das, was täglich tatsächlich um uns herum geschieht als Stoff nimmt.
    Ich schaue mir diesen Tatort – Unsinn nicht mehr länger an!


  • wilhelm • am 11.11.19 um 13:45 Uhr

    eigentlich hat dieser Tatort garkeinen Stern verdient. Ich habe bei meinem ersten Kommentar die Wertung vergessen.
    Absolut Null!


  • Monika • am 11.11.19 um 16:14 Uhr

    @ Frank, selten hat mir jemand so aus dem Herzen gesprochen. Hätte es nicht besser sagen können


  • spiderman916 • am 11.11.19 um 16:18 Uhr

    Ein durchschnittlicher TO, aber dennoch mit sehenswert und unterhaltsam.
    Am Schluss meinte ich auch Stephan Remmler herausgehört zu haben, bin mir aber nicht sicher. Schade, da keine Songliste diesmal angefügt ist.


  • Tatortschauer • am 11.11.19 um 16:26 Uhr

    Die Unterscheidung der beiden Alten war grottenschlecht gemacht. Für mich war der Herr Irrgang genau der gleiche wie der Herr Böhnke. Von den Ungereimtheiten gar nicht zu reden. Als von der DDR völlig Unbelasteter war mir die Geschichte allzu handgestrickt. Und die Sache mit dem Ton/Sprache ist eine neverendig Story, um die sich die Macher auch anderer Krimis offensichtlich einfach nicht kümmern. Schade. Es ginge auch anders!


  • Thorsten • am 11.11.19 um 17:41 Uhr

    Ich habe eine Weile gebraucht, um zu kapieren, dass der Tote nicht das Überfallopfer ist. Sonst ein gelungener Tatort.


  • Guzzifahrer • am 11.11.19 um 19:35 Uhr

    Wieder ein Tatort, der sämtliche Klischees bedient, es ist schon langsam nervig, wie die der jetzigen political correctness angepaßte Verhaltensweise den Zuschauern aufs Butterbrot geschmiert wird. Hat bißchen was von Agit-Prop. Unrechtsstaat DDR – vertreten durch unbelehrbaren Ex-Richter
    und durch den Dreifachmörder, der wohl erst im Jugendwerkhof so geworden ist, farbige Gerichtsmedizinerin äußert ihren Unmut über Rassismus und die Krönung ist die Schlußszene: jüdische Kommisarin Rubin und muslimischer Kollege bändeln an.


  • Jörg • am 11.11.19 um 21:13 Uhr

    Von wem ist der Song am Ende im Club bei dem die Rubin tanzt?
    Es haben hier ja schon einige danach gefragt; leider bisher ohne Antwort.
    Kennt den jemand?


  • Tony • am 12.11.19 um 7:13 Uhr

    Großartig! Überragende Schauspieler, sehr gute Dramaturgie und ein phantastisches Szenenbild. Ich hoffe, dass dieses Tatort-Team uns noch lange erhalten bleibt.


  • Rudi • am 12.11.19 um 13:04 Uhr

    Nicht einer, den ich mir mehrmals ansehen würde. Zäh wie Kaugummi, die Story für mich etwas herangezogen. Inszenierung und Schauspiel hielten mich aber bei der Stange.


  • CarstenH • am 12.11.19 um 13:50 Uhr

    Starker Stoff vom Team Berlin. Sie zeigen mal wieder die düstere und raue Seite der Hauptstadt, diesmal: Platte, Einsamkeit, DDR und Gewalt. Karow und Rubin spielen gewohnt charakterstark, die Story ist insgesamt plausibel und sehenswert: juristische DDR Vergangenheit holt Täter und Opfer jahrzehntelang später ein. Klassisch aufgezogen da bis zum Ende nicht klar ist wer den Mord begang.
    Geschmacklich allerdings hart an der Grenze waren Fliegen und Maden, die einem fast den Verwesungsgeruch ins Wohnzimmer transportierten und das mehrfache Einstechen mit dem Messer der Holzkamps am Ende.


  • UliP • am 12.11.19 um 16:10 Uhr

    Da liegt eine Leiche wochenlang in der Wohnung herum. Aber die Fische im Aquarium schwimmen putzmunter im kristallklaren Wasser. Das passt nicht so richtig zusammen.

    Und Meret Becker hat sich im Laufe der Zeit gebessert. Zwar nuschelt sie immer noch in immer der gleichen Tonlage ihre Texte herunter, aber im Gegensatz zu früheren Folgen kann sie inzwischen auch ab und zu Gestik und Mimik einsetzen. Eine gute Schauspielerin ist sie aber immer noch nicht.


  • slice me nice • am 13.11.19 um 6:08 Uhr

    Ein starker Berliner Tatort !! Mit überzeugenden Charakteren bis in die Nebenrollen hinein. Vor allem Otto Mellis hatte einen großartigen Auftritt! Die Jungstaatsanwältin war auch mal wie aus dem Leben gegriffen (lustige Klo-Szene :-D), und mit welchem Konfessionsangehörigen Rubin ausgehen mag, ist immer noch ihre Sache. Sie muss den Moslem ja nicht heiraten :-)

    Auch die hier kritisierte Maden- und Mumifizierungsidee geht über reine Effekthascherei hinaus: Der vom BRD-System zu Unrecht freigelassene Mörder sollte in diesem Tatort kein Gesicht mehr haben, nur noch eine längst verweste Gestalt aus der Vergangenheit sein, das ist meine Interpretation.

    Natürlich 5 Sterne.


  • JSC • am 13.11.19 um 10:11 Uhr

    Dies war mein erster Rubin Tatort und ein Fan werde ich sicher nicht. Unsympathische Charaktere und scheinbar muß man eine fehlende Frauenquote im realen Leben im Fernsehen dann wieder ausgleichen. Findet übrigens auch meine Frau.
    Die Geschichte um die Todesstrafe in der DDR und wie sie unter den Teppich gekehrt wird hätte mich noch mehr interessiert. Statt dessen Anspielungen auf Wendeverlierer, Antisemitissmus, Rassismus, und dann am Ende eine jüdische Kommisarin die auf ein Date mit einem Moslem geht.
    Ich möchte Unterhaltung und keine Belehrung. Aber das bieten heute leider nur noch wenige Tatorte.


  • slice me nice • am 13.11.19 um 20:30 Uhr

    @JSC: Wenn vor allem männerdominierte Tatorte über die ach so böse DDR nach Ihrem Gusto sind (und dem Ihrer „Frau“, die nicht mal für sich selber sprechen kann :-D), dann bin ich aber sowas von froh über jeden Tatort, der für Sie keine „Unterhaltung“ darstellt ;-).


  • JSC • am 14.11.19 um 1:46 Uhr

    @slice me nice
    Oh, sie kann schon für sich selbst sprechen, nur warum sollten wir beide den selben Kommentar schreiben. Ist doch auch blöde, oder ?
    Und es ist doch schön wenn wir nicht alle einer Meinung sind. Der Unterschied ist nur das ich niemanden persönlich angehe der nicht mit meine Konform geht.


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